Sachsen-Altenburg, ein zum Deutschen Bunde gehöriges Herzogthum von 24 QM. mit Ende 1860) 137,075 Ew., fast ausschließlich Protestantischer Confession; Juden dürfen sich im Lande nicht niederlassen. In zwei Haupttheile, einen östlichen (Altenburger od. Ostkreis, 111 QM. mit 89,445 Ew.) u. einen westlichen (Saal-Eisenbergischer od. Westkreis, 121/2 QM. mit 47,630 Ew.) zerfallend, grenzt es an das Königreich u. die preußische Provinz Sachsen, an Weimar, Meiningen, Reuß u. Schwarzburg. Bodenbeschaffenheit: der östliche Theil, welcher die letzten Ausläufer des Erzgebirges enthält, bildet ein wellenförmiges, nach Norden sich abflachendes, sehr fruchtbares, der westliche ein hügel- u. waldreiches, von tiefen Thälern durchschnittenes, weniger fruchtbares Land. Flüsse: Saale u. ihre Nebenflüsse Roda u. Orla, Elster (nur eine kurze Strecke die Grenze berührend), Pleiße, Sprotte, Wiera, Schnauder. Klima: mild, auf den westlichen Bergen rauher. Producte: Getreide, Öl- u. Hülsenfrüchte, Futterkräuter, Kartoffeln, Rüben, Gurken, Obst, Gemüse, Holz, Waldbeeren, Pferde, Rindvieh, Schafe, Schweine, Federvieh, Wild, Fische, Bienen, Kalk, Braunkohlen (mächtige Lage im Ostkreis), Thon (zu Porzellan, Pfeifen, Fayence), Porphyr. Schieferthon u.a., eisenhaltige Mineralquelle zu Ronneburg. Der Ackerbau im Ostkreise, welcher vorherrschend nach dem Systeme der Dreifelderwirthschaft betrieben wird, liefert Getreide im Überflusse, der Westkreis bedarf der Zufuhr; die Viehzucht ist ebenfalls im Ostkreise bedeutend u. liefert namentlich gutes Rindvieh u. auch Pferde; die Forstwirthschaft ist umfangreich, die Waldungen bedecken fast 8 QM. Bestimmungen über den Waldschutz treffen u.a. das Gesetz vom 19. Jan. 1849, das Regulativ vom 28. Juni 1849 u. die Verordnung vom 16. Juli 1852. Das Jagdrecht auf fremdem Grund u. Boden ist durch Gesetz vom 24. Sept. 1848 aufgehoben, die Ausübung der Jagd durch das Jagdpolizeigesetz vom 3. Aug. 1850 geregelt. Der Bergbau ist bedeutend nur hinsichtlich des Braunkohlenbaues im Amte Altenburg, auch gibt es hier Porzellanthon. Industrie u. Fabrikwesen: Wollenspinnerei u. Wollenweberei, Handschuhe, Porzellan, Thonwaaren, Dosenfabrikation, Holzwaaren, Holzhandel, Kohlen, Pech etc. Als Verkehrsmittel bieten sich Straßen von verhältnißmäßig bedeutender Länge dar; die sächsische Westliche Staatseisenbahn durchschneidet den Ostkreis in einer Länge von 41/2 Meilen. Die Saale ist flößbar. Altenburg gehört zum Allgemeinen Deutschen Zollverein u. zwar zum Thüringer Verein; sein Antheil an den Zolleinkünften betrug 1860: 133,730 Thlr. Der Handel ist lebhaft; die Ausfuhr besteht im Ostkreise vorzüglich in Getreide, Vieh, Butter u. Käse, im Westkreise in Brenn- u. Nutzholz, sowie Producten aus Nutzholz.
Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon,
Band 14
Altenburg 1862
Und möchtet Ihr ihn schauen, den Eure Liebe preist? Und säht Ihr sonder Grauen des Mäoniden Geist? Und die sein Lied geschaffen, und herrlich uns genannt, Hektor im Schmuck der Waffen, Achilleus, zornentbrannt? So fragt die Musensöhne jetzt Faustus allzumal, Und wunderbare Töne durchklingen schon den Saal. Der Kerzen Glanz verdämmert, und Nebel düster wallt, Der Magus murmelt Formeln, der Nebel - wird Gestalt. Beide starben für ihren Glauben: Balthasar Hubmaier wurde am 10. März 128 wegen Aufruhrs in Wien verbrannt, seine Frau in der Donau ertränkt; Michael Sattler, der Meinungsführer der Horber Täufer, war bereits am am 21. Mai 127 in Rottenburg verbrannt, seine Frau im Neckar ertränkt worden. Namensgebend und konstitutiv für die Täufer wurde ihre Ablehnung der Kindertaufe. Gemeinsame theologische Überzeugungen in bestimmten Fragen sollten allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Meinungsspektrum innerhalb der dissentierenden Strömungen erheblich variieren konnte. 127 (Schleitheim) eingehen sollten. Balthasar Hubmaier oder Michael Sattler hingegen entwickelten ausgehend vom Verständnis der Taufe als Zeugnis des inwendigen, aus dem Wort entstandenen Glaubens ausgefeilte, elitäre theologische Konzepte, die in die Artikel der Brüderlichen Vereinigung etzlicher Kinder Gottes vom 24. Febr. Bei einem Ulmer Handwerker ließ er deswegen eigens königliche Insignien anfertigen. Für Anfang 130 erwartete er den Anbruch des Tausendjährigen Reiches und das Gericht über die Gottlosen. Ersterer hielt seinen 129 geborenen Sohn für den wiedergekommenen Messias und sich selbst für dessen Stellvertreter. So trennten etwa den Kürschner Augustin Bader, der 128 als einer der Vorsteher der Augsburger Gemeinde nachgewiesen ist, und Balthasar Hubmaier oder Michael Sattler Welten. Kurz darauf wurde er mit wenigen Anhängern in Lautern bei Blaubeuren gefangen genommen und am 30. März in Stuttgart mit seinem eigenen Königsschwert hingerichtet. Vor den Isprawniks und niederen Beamten hatten sie überhaupt keinen Respekt mehr. Der Vater des jungen Frisch hatte in Kowno eine Hochzeitskapelle dirigiert. Er lauerte und lauschte mit geschlossenen Lidern, bis sich der letzte entfernt hatte.
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Die Welt, wie wir sie kannten, ist nur noch ein Echo. Wo einst blühende Länder lagen, erstreckt sich nun ein endloses, graues Meer aus Nebel. Die letzten Überlebenden klammern sich an die Reste einer zerfallenen Zivilisation, an Ruinen, deren Zweck längst vergessen ist. Doch in den Geisterstädten und an den verlassenen Küsten, wo das Rauschen des Nebels das einzige Lied ist, das die Nacht trägt, gibt es immer noch Geschichten, die darauf warten, gefunden zu werden. Geschichten, die nicht aufgeschrieben, sondern in den Wind geflüstert wurden und nun in den Überresten alter Mauern und vergessener Landschaften nach Antworten suchen. Es begann nicht mit einem Gewitter, sondern mit dem vergilbten Foto eines Hauses, das ein Geheimnis verbarg. Getrieben von der Suche nach meiner Familiengeschichte, landete ich auf einer Insel, die einst Rügen genannt wurde. Dort fand ich nicht nur eine Ruine, sondern auch ein Buch, das bei Berührung warm wurde. Es war nicht einfach ein Objekt, es war eine Tür zu einer verlorenen Liebe, zu einer Frau namens Lilli, die mir aus den Seiten entgegenblickte. Jedes Umblättern war ein Schritt tiefer in ein Rätsel, das meine Existenz mit einer anderen Welt zu verbinden schien - einer Welt, die von einem mysteriösen Gewitter vernichtet wurde. Die Suche nach der Wahrheit führte mich über zerborstene Gleise und durch einen undurchdringlichen Nebel, der alles verschlang, was ich kannte. Jede Gasse, jeder Waldweg, den meine Füße betraten, war in Wirklichkeit eine Landkarte, von Lilli gezeichnet. Die Stille dieser zerbrochenen Welt wurde nur gelegentlich durch das Echo von Ratten und das Rauschen des Windes unterbrochen. Doch dann, an einem Morgen, der wie jeder andere schien, traf ich auf ein Tier, das nicht hierher gehörte - ein Guanaco. Es war nicht mehr als ein verwirrter Begleiter, aber es war ein Zeichen, ein Wegweiser zu einer unerwarteten Begegnung, die mich an den Rand meiner eigenen Welt brachte. Das Tier führte mich zu einer Lichtung. Dort stand eine uralte, steinerne Windmühle, deren Flügel im Wind erstarrt waren. Ein Priester mit vom Leben gezeichnetem Gesicht erwartete mich. Er sprach nicht, sondern zeigte mir eine rostige Pumpe. Und aus ihr floss kein Wasser, sondern ein dünner, schimmernder Strahl aus reinem Licht. Es war nicht die Antwort, die ich erwartet hatte, aber es war ein Versprechen. Ein Versprechen, dass die Wahrheit nicht in Worten lag, sondern in der Dunkelheit, in die er mich wies. Die Wahrheit liegt dort drin, in der Mühle, in einem Haus, dessen wahre Funktion weit über das Mahlen von Korn hinausgeht. Was würde mich im Inneren erwarten? Würde das Licht meine Ängste vertreiben oder meine Geschichte für immer neu schreiben? Und was ist mit Lilli, meiner verlorenen Liebe, die mich auf diese unbegrenzte Reise geschickt hat?
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Die Mondesschimmer fliegen, Als säh ich unter mir Das Schloß im Tale liegen, Und ist doch so weit von hier! Als müßte in dem Garten Voll Rosen weiß und rot, Meine Liebste auf mich warten, Und ist doch lange tot. Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Wanderlieder Gedichte 1841 www.zeno.org Das gegenwärtige Schloß zu Radeberg wurde vom Herzog Moritz von Sachsen, dem späteren Kurfürsten, in den Jahren 1543 bis 1546 erbaut und erhielt von ihm, da es auf Felsenklippen aufgebaut war, den Namen Klippenstein. Die Baukosten betrugen, wie alte Urkunden melden, 3240 Meißnische Gulden, 17 Groschen und 3 Pfennige. Vom Erbauer wurde der Klippenstein zu einem Jagdschlosse bestimmt, sowie zu einem Grenzhause und zum Sitze der Amtsexpedition. Die am Fuße des Felsens gelegenen Gebäude, welche noch heute das eigentliche Schloß kreisförmig umschließen, dienten als Amtshaus und wurden später zu Wohnungen für den Schloßtorwärter und den Amtsfrohn, sowie zu Gefängnissen und Stallungen eingerichtet. Noch heute wohnt hier der Amtswachtmeister; auch befinden sich in diesen Gebäuden seit vielen Jahrzehnten die Gefängniszellen. Und in der Naturkundeausstellung wird das Leben von Fledermäusen und Lachsen erklärt. Bei Motorradfahrern ist Hohnstein wegen seiner Nähe zur historischen Rennstrecke Deutschland-Ring seiner bikerfreundlichen Ausstattung mit Schrauberecke, Garagen und Motorradshop äußerst beliebt. Solange die Sonne am Himmel steht, ist er tätig; höchstens in den Mittagsstunden sucht er im schattigen Gelaube der immergrünen Bäume Schutz gegen die drückende Sonne. Sonst fliegt er ohne Unterbrechung von Zweig zu Zweig oder trippelt mit rascher Geschäftigkeit auf den Ästen, den Häusern und endlich auf dem Boden umher. Kaum einer seiner Verwandten übertrifft ihn in der Eilfertigkeit seines Fluges, sicherlich keiner in der Rastlosigkeit, die ihn kennzeichnet. In den letzten Monaten der Dürre hat er seine Mauser vollendet und denkt mit dem ersten Frühlingsregen, etwa Anfang September, an seine Fortpflanzung. Bis dahin lebte er in Scharen; jetzt trennt er sich in Paare, und diese kommen nun vertrauensvoll in die Dörfer und Städte herein und spähen nach einer passenden Stelle unter dem Dache des kegelförmigen Strohhauses oder der würfelförmigen Lehmhütte des Eingeborenen. Hier, in irgendeiner Höhlung oder auf einer andern passenden Unterlage, wird ein wirrer Haufen von dürren Halmen zusammengetragen, dessen Inneres aber eine wohlausgerundete, jedoch keineswegs auch sorgfältig ausgelegte Höhlung enthält.
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Sein Land wurde 1553 durch den Anfall der Besitzungen des Herzogs Johann Ernst von Koburg und durch den Naumburger Vertrag mit dem Kurfürsten von Sachsen vom 24. Febr. 1554 unter dänischer Vermittelung mit dem Amte und der Stadt Altenburg nebst Lucka und Schmölln, den Ämtern Sachsenburg, Herbesleben mit Ausnahme der Stadt Tennstädt, Eisenberg und dem Einlösungsrechte der Ämter Königsberg und Allstädt vermehrt. Dagegen entsagte Johann Friedrich in demselben Vertrage allen Ansprüchen an die Kur und st. am 3. März 1554 in Weimar. Beispielverbindungen von Weimar nach Ilmenau, Ilmenau ist heute vor allem auch durch die Technische Universität überregional bekannt. Der König und seine Generale sind nicht imstande, die notwendigen operativen Entscheidungen zu fällen. Heute verknüpft der 20 Kilometer lange Goethewanderweg verschiedene Stätten in und um Ilmenau, an denen der Dichter, Beamte und Naturforscher wirkte und arbeitete. Mahr berichtet, wie er Goethe zu der Bleistiftschrift mit der Datierung D. Doch nicht nur in den Bergen und Wäldern um Ilmenau ist Goethe allgegenwärtig. Der als Qualitätswanderweg ausgezeichnete Goethewanderweg schlängelt sich auf der Strecke vom Ilmenauer Markt hinauf zum Gipfel des 861 Meter hohen Ilmenauer Hausbergs Kickelhahn und weiter ins kleine Örtchen Stützerbach. Sie wachen jedoch mit Argusaugen darüber,daß die bestehenden Vorschriften eingehalten werden. Dabei streifen die Wanderer markante Orte, wie das Goethehäuschen auf dem Gipfel des Berges. Auch den Kickelhahn erreicht man schon nach vier Kilometern. Hier hat Goethe 1780 eines seiner bekanntesten Gedichte an die Bretterwand einer hölzernen Schutzhütte geschrieben: Wandrers Nachtlied, das mit den Worten Über allen Gipfeln ist Ruh beginnt. Mit dem Luftschiff auf Weltreise in Fliegenden Hotels - Zwei Stunden später gab das Marineamt der Zeppelinwerft in Stocken bei Berlin Anweisung, den kurz vor der Fertigstellung befindlichen L 59 in gleicher Weise wie L 57 umzubauen. Am 3. November 1917 war L 59 fertiggestellt, mit Fracht beladen und wurde nach dem Luftschiffhafen Jamboli in Bulgarien überführt.
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Es gibt einen Ort, an dem die Nacht keinen Einlass hat und der Tag nur ein fahles Licht hinter dickem Glas ist. Hier herrscht eine konstante, künstliche Kühle, die bis in die Knochen zieht, erfüllt von einem surrenden Chor aus tausend metallenen Stimmen. Die Luft schmeckt nach Ozon und statischer Enttäuschung. Dies ist das Herz eines modernen Tempels, ein Sanktuarium aus Stahl und Silizium, das die unersättliche Gottheit des ständigen Flusses nährt. Ein einzelner Wächter sitzt vor dem pulsierenden Auge des Systems, einem Portal in eine Welt, die niemals zur Ruhe kommt, und trinkt den abgestandenen Trost seiner eigenen Vergesslichkeit. Doch dieser scheinbar stabile Kosmos beginnt, feine Risse zu zeigen. Es sind nicht die lauten, katastrophalen Brüche, sondern stille, heimtückische Fehler, die sich in den Fundamenten einnisten. Ein Bild, das sich weigert, seinen Platz einzunehmen. Ein Prozess, der in der Leere verschwindet, ohne eine Spur zu hinterlassen. Jeder Versuch, die Ordnung wiederherzustellen, führt nur tiefer in ein Labyrinth aus vergessenen Pfaden und gespenstischen Konfigurationen. Ist es Sabotage? Das unvermeidliche Zerbröckeln komplexer Architekturen? Oder erwacht etwas in den dunklen Schächten des Legacy-Codes, das längst für tot erklärt wurde? Der Kampf verlagert sich von den bunten Oberflächen in die nackte, grüne Schrift der Befehlszeile. Hier, in den kalten Eingeweiden, offenbart sich die Wahrheit: Jede Krise ist ein Echo einer alten Sünde, eine selbstverschuldete Wunde aus einem längst archivierten Update. Der Wächter wird zum Archäologen seiner eigenen Fehler, gezwungen, die Geister zu konfrontieren, die er einst begraben glaubte. Doch mit jeder gelösten Störung explodieren zwei neue Meldungen. Das System wehrt sich. Es kämpft um sein chaotisches, unberechenbares Dasein. Was kostet es, die Illusion des reibungslosen Flusses aufrechtzuerhalten? Welche verbotenen Abkürzungen muss man gehen, welche Regeln brechen, nur um den Schein zu wahren? Und was passiert, wenn die notdürftigen Reparaturen, die das Monster am Leben erhalten, beginnen, noch tiefere, unkontrollierbare Monster zu gebären? Die eigentliche Frage ist nicht, wie man das Problem behebt. Die Frage ist, ob man Teil des Systems werden muss, um es zu besänftigen - und ob man danach noch sich selbst ist. Gerade als ein winziger Sieg errungen scheint, als ein Funke normaler Funktion durch die Leitungen schießt, ertönt ein vertrautes, eisiges Signal. Ein neuer Fehler meldet sich. Nicht irgendeiner. Ein Fehler, der direkt aus der letzten Verzweiflungstat geboren wurde. Der Kreislauf schließt sich nicht. Er zieht sich nur enger.
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt.
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt.
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Und weiter reitet Herr Ulerich, Im Wald beginnt es zu düstern, Viel seltsame Stimmen regen sich, Die Abendwinde flüstern. Der Junker hört die Worte sein Gar vielfach widerklingen. Das taten die spöttischen Waldvöglein, Die zwitschern laut und singen: Die Ermittlungen gehen weiter, wie ein Polizeisprecher am Samstag sagte. Ein Arbeitsboot war am Freitagmorgen aus etwa elf Metern Höhe abgestürzt, dabei wurden ein Mann getötet und zwei weitere verletzt. Einen traurigen Gedanken,Siehe da, das Kind des Nordens! Schnell die Maske weg, und dannWieder auf die vollen Straßen! In deinen weiten GefildenSank im verzweifelten Kampf unser Heroengeschlecht! Laß mich, Freund, in meiner WeiseDir ein artig Liedchen singen! Und warum nicht, heitere Muse,Lied und Lob dem Carnevale? Ach! Doch die Täuschung nur der Sinne,Die Erinnrung des GenussesIst es nur! Sie wachsen zweijährig das heißt, sie überdauern den ersten Winter. Sinkt die Maske,Sieht vielleicht ein liebend AugeHell dich an! So denk ich oft und meine,Daß ich wohl gut gedacht. denkt das Veilchen, wär' ich nurdie schönste Blume der Natur,ach, nur ein kleines Weilchen,bis mich das Liebchen abgepflücktund an dem Busen mattgedrückt!Ach nur, ach nur ein Viertelstündchen lang! Die Geniza nimmt an, dass auch bei unerlaubten Zaubereien der göttliche Name Wirkung zeige, da der Name wirkmächtig sei, auch bei unreinem Zustand. Theologisch ist darin die Überzeugung enthalten, dass ausschließlich Gott als Macht existiert, so dass auch die Macht der Magie ihm gehöre. Weitere wichtige Elemente des jüdischen Bezuges zur Magie sind die Kritik an magischen Handlungen, die einer rationalistischen Exegese entspringen (bspw. Maimonides) und aus den rabbinischen Kreisen stammt, die die Magie des Götzendienstes verdächtigten, und eine enge Verbindung von Literatur der Mystik mit der Literatur der Magie.
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