Mit herzlichen Grüßen aus den geheimnisvollen Gassen Venedigs,
dein Reisender durch dunkle Intrigen und fesselnde Geschichten.
*Der geneigte Leser möge uns nachsehen, dass wir nicht erwähnen, welche Schauplätze, Kanäle und Gassen im Laufe der vielen nassen Venedig-Jahre, durch die Flut von Touristen und die stetige Erosion des Wassers der Adria, nur noch in der Erinnerung existieren und welche durch das romantische Auge des Autoren neu gezeichnet wurden.
Quellenangaben:
Inspiriert von der dramatischen Bootsfahrt durch die Lagunenstadt zu den Glasbläser von Murano.
CCCB: Donna Leon – Venedig, Musik und die Figur des Commissario Brunetti
Die Zeit: Donna Leon – Warum Venedig für sie gestorben ist
Der Spiegel: Donna Leon über ihre Romane, Venedig ist eine Leiche geworden
Süddeutsche Zeitung: Ein Denkmal für Venedig
Frankfurter Allgemeine Zeitung: Donna Leons Abschied vom Kommissar
ARD Mediathek: Donna Leon - Venedig und ich
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie
Zunächst beschloß er, das Luftschiff mit Wasserstoffgas zu füllen, damit er ihm keine zu großen Dimensionen zu geben brauche. Die Erzeugung dieses Gases macht keine Schwierigkeit, es ist vierzehn und ein halb mal leichter als die Luft, und hat bei aerostatischen Versuchen die befriedigendsten Ergebnisse geliefert. Ein Gewicht von viertausend Pfund wird repräsentirt durch eine Luftverdrängung von vierundvierzigtausendachthundertsiebenundvierzig Cubikfuß*, was darauf hinausläuft, daß vierundvierzigtausendachthundertsiebenundvierzig Cubikfuß Luft etwa viertausend Pfund wiegen. Der große Ballon hatte sich auf 500 m verabschiedet sprich ist geplatzt und das SMS System hatte auch verweigert, auf dem gemeinsamen Startplatz und bei den Winden auch nur ein kleines Problem, das aber gefixt werden muß. Bereits am 19. September desselben Jahres ließen die Brüder in Anwesenheit des Königs vom Schloss Versailles aus einen Heißluftballon mit drei Tieren (Hammel, Ente und Hahn) aufsteigen. Unter Normalbedingungen bei 0 °C auf Meereshöhe besitzt ein Kubikmeter Luft eine Masse von etwa 1,3 kg. Die erste Herausforderung war, die Technik, die als wir sie getestet hatten noch funktionierte auch wirklich zu laufen zu bringen. Beim Morgenbriefing lag ein weißer Marker auf dem Tisch und ein Aufgabenblatt mit 2 Aufgaben. Dank Astrid konnte mit Ihrem Reservefunk das Problem erst mal behoben werden. Das FON läßt sich schwer schätzen den bei 30 km/h war einfach nicht viel zu korrigieren. Bei konstantem Druck sinkt die Dichte von Gasen mit steigender Temperatur nach dem Gesetz von Gay-Lussac. Durch den Dichteunterschied der kälteren äußeren Luft und der wärmeren Luft im Ballon entsteht so eine Auftriebskraft. Ein Qual der Wahl mit 3 Zielen und ein Fly on, bei dem die Deklaration 1x korrigiert werden durfte. Diese wirkt der Schwerkraft (dem Gewicht) des Heißluftballons entgegen. Das Gewicht des Heißluftballons setzt sich zusammen aus dem Gewicht der Ballonhülle plus dem Gewicht der ihm angehängten Nutzlast von Korb mit Brenner, Gasbehältern und Insassen.
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Die Straßen Dresdens fließen durch Zeit und Raum, jedes Pflaster speichert Geschichten. Wartburgstraße, Barbarossaplatz, Laubestraße. Orte, die ihre Namen tragen wie Fragmente einer alten Chronik. Menschen gehen vorbei, denken an den Einkauf, an die nächste Bahn, an die Nachrichten, die morgen veraltet sind. Sie bemerken nicht, dass die Stadt ihnen zuhört. Stolpersteine glänzen im fahlen Licht, Namen rufen aus der Vergangenheit. Ein Passant bleibt stehen, sein Blick haftet auf den Inschriften. Sekunden verrinnen, das Messing bleibt. Im Schatten der Johannstadt kauert eine Skulptur, ein Fragment aus Stein, das Geschichten verschweigt. Menschen eilen vorüber, ihre Silhouetten huschen über den Platz. Wer erinnert sich? Die Elbe strömt unter der Carolabrücke, ihr Wasser trägt nichts aus der Gegenwart fort. Der Beton über ihr bricht, die Spannungsrisse weiten sich. Autos rollen über eine Brücke, die nicht mehr existiert, außer auf Plänen und Versprechungen. Am Straßburger Platz dreht die Uhr, ihre Zeiger in zwei Zeiten gefangen. Menschen schauen hinauf, runzeln die Stirn, marschieren weiter. Ein Kind bleibt stehen, fragt nach der Wahrheit. Die Mutter zuckt die Schultern. Im Waldpark reitet Europa ihren bronzenen Stier. Wind streicht über die Skulptur, lässt Schatten auf ihrem Gesicht tanzen. Sie sieht in eine Richtung, in der nichts wartet. Fenster in alten Villen leuchten. Stimmen flackern durch Ritzen, überholen Jahrhunderte. Straßenbahnen rauschen durch die Dunkelheit, werfen Spiegelbilder auf nassen Asphalt. Dresden bewegt sich, schweigt, atmet. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen in den Reflexionen des Pflasters. Ein Mann bleibt an einer Kreuzung stehen. Er spürt den Blick der Geschichte im Rücken. Ein Windstoß wirbelt Staub auf, dann Stille. Die Ampel springt auf Grün. Am Neumarkt werfen Porträts ihre Blicke in die Menge. Gesichter, in Falten gezeichnet, halten Erinnerungen fest. Namen stehen unter ihnen, leise, unausweichlich. Menschen flanieren vorbei, einige stocken kurz, andere bleiben. Die Frauenkirche erhebt sich über dem Platz, Mauerwerk und Mahnung. An der Grundstraße wankt ein Bauzaun im Wind. Schatten huschen über zerborstene Stufen. Ein alter Mann bleibt stehen, betrachtet das verbogene Metall. Eine Treppe führt nirgendwohin, aber sie ist noch da. Dresden verflüchtigt sich nicht. Dresden bleibt. Dresden erinnert. Dresden wartet.
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Das Samenkorn, das wir der Erde vertraut, wird keimen, sobald der Himmel blaut, Und das Auge, das heut in Schmerzen weint, wird lächeln, wenn wieder die Sonne scheint. O Tag der Toten, du Tränentag: Wie trüb der Himmel auch scheinen mag, Sonne, Salz, See und die Entdeckung im Jahre 1553, es wurde eine Schmelzhütte im Tannengrunde errichtet, von der man noch im Anfange des 19. Jahrhunderts Überreste aufgefunden hat. Nicht weit von dem Platze, welchen ehemals die Schmelzhütte einnahm, fand man beim Graben einen unversehrten Wasserbehälter aus Eichenholz, der drei Meter lang war. Daneben befand sich eingefallenes Ziegelgemäuer, ferner entdeckte man die Grundmauern von alten Feuerherden und Oefen, auch eine ansehnliche Halde von Schlacken und gerösteten Erzen, weshalb man annahm, und das wohl auch mit Recht, daß im Tannengrunde eine sogenannte Vitriolhütte gestanden habe. In den Jahren 1716 und 1717 unterzog der damalige Bürgermeister der Stadt Radeberg, namens Seidel, die verfallenen Stollen und Gänge im Tannengrunde einer genauen Untersuchung. Ja, er fing an, nachdem er vom Bergamte zu Glashütte die Erlaubnis erhalten hatte, die eingezogenen Bergwerke wieder in Betrieb zu setzen. Das geschah am 13. Februar 1717. Seinem Bau gab er den Namen Sonnenglanz. Doch den Bergbau stellte Seidel auch wieder ein, nachdem er statt Gold und Silber ein heilkräftiges Wasser in den alten Stollen entdeckte. Er hatte die Heilquellen des heutigen Bades Augustusbad aufgefunden. Im Tannengrunde entstand nun ein Bad. Seit jener Zeit sind die alten Bergwerke daselbst wieder in Vergessenheit geraten. Der Tourist, welcher durch den romantischen Tannengrund wandert, denkt wohl kaum daran, daß hier einstmals an den Talwänden lebhafter Bergbau getrieben worden ist.
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Bei dem Wiener Tagung 1815 wurde dem Herzog Ernst eine Bereichsvergrößerung zugestanden, solche er, ähnlich dem Abkommen mit Preußen vom 9. Sept. 1816, auf der linken Rheinseite erhielt. Dieses Department umfaßte das ehemalige Triersche Amt St. Wendel, den Regierungsbezirk Ottweiler obendrein die ehemals Zweibrückener Ämter Lichtenberg, Meisenheim und Schaumburg, enthielt 27,000 Einwohner und wurde, außer an der Konstitution der Erblande Theil zu nehmen, als Fürstenthum Lichtenberg, durch eine eigene Staatesexekutive, welche in zwei Sparten, eine für die Exekutive und eine für die Rechtspflege, getrennt war und welcher ein Landrath von sieben Menschen zur Seite stand, regiert. Um einem etwaigen Angriff Maisons auf Brüssel vorzubeugen, sammelte der Herzog von Weimar am 30. März bei Alost 7000 Mann u. 30 Kanonen, wozu noch 3000 Mann unter Wallmoden kamen, welcher unter den Befehlen des Kronprinzen von Schweden bei Löwen stand, u. wollte mit diesem Corps Maison in der Front angreifen, während Thielmann mit 9000 Mann denselben in der Flanke von Oudenaarde aus bedrohen sollte. Er wollte aber nicht nach Brüssel vorrücken, sondern trat am 30. März den Rückzug von Gent nach Courtray an. Hier traf er am 31. mit Thielmann zusammen, welcher sich mit ihm in ein Gefecht einließ, welches er erst am Abend abbrechen konnte u. worin er 600 Mann verlor. Er suchte nun Tournay zu nehmen, welches von dem weimarischen Oberst Egloffstein mit drei Bataillonen vertheidigt wurde, mußte sich aber nach mehren Stürmen nach Lille zurückziehen. Am 4. April kam die Nachricht von der Einnahme von Paris in Brüssel an, u. am 9. April wurde eine Übereinkunft zwischen beiden Theilen getroffen, welcher am 12. April ein Waffenstillstand folgte. Der Kronprinz von Schweden hatte während der Zeit unthätig Anfangs bei Köln u. dann bei Lüttich gelegen. Am 8. Oct. schloß Baiern mit Österreich einen Vertrag in Ried ab, worin dem König von Baiern alle jetzigen Besitzungen garantirt wurden, erklärte am 14. Oct. an Napoleon den Krieg u. entsendete den Theil seines Heeres, welcher bisher unter Wrede am Inn zur Beobachtung Österreichs aufgestellt war, durch drei österreichische Divisionen verstärkt, gegen die französische Rückzugslinie. Das Ziel Napoleons war, dass Preußen und England sich als Feinde gegenüber stünden. Alle anderen deutschen Staaten, die noch nicht dem von Napoleon geschaffenen Rheinbund angehörten, lehnten es ab, an einem Waffengang gegen Frankreich teilzunehmen.
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Die Basteibrücke wacht über einem Tal, in dem die Zeit ihre eigenen Gesetze schreibt. Im Herbstnebel, der wie vergessene Träume über der Sächsischen Schweiz hängt, flüstern die Winde durch die Schluchten. Hier, in den verwitterten Furchen des Sandsteins, schlummern mehr als nur Jahrtausende der Erosion. Es sind die unsichtbaren Narben einer Sehnsucht, die so tief eingraviert ist, dass sie selbst der Zahn der Zeit nicht zu tilgen vermag. In einer dieser Rillen, kaum sichtbar für das ungeübte Auge, ruhen zwei Initialen. Ein flüchtiges Zeugnis, das Touristen belächeln. Doch wer über diese Brücke geht und wirklich hinhört, vernimmt manchmal mehr als nur das Rauschen der Bäume: ein fernes, verwehtes Echo von Lachen, das in einem längst vergangenen Herbst erstarb. In einer Festung, die wie eine steinerne Krone über dem Elbtal thront, lebt eine Frau, geprägt von der Last ihrer Krone und der Leere in ihren Gemächern. Ihre Welt ist ein Geflecht aus Pflicht und Einsamkeit, bis die Ankunft eines verwundeten Grenzers das fragile Gleichgewicht zerstört. Seine Gegenwart ist wie ein Funke im Dunkeln, versprochen und doch stets bedroht von den dunklen Machenschaften der Mächte, die jenseits der Wälder lauern. Ein zerbrechliches Amulett, ein Erbstück von größter Zartheit, wird zum stummen Zeugen einer beginnenden Verbindung - und ihres jähen Zerbrechens. Denn die Politik der Könige ist ein Schachspiel aus Blut und Lügen. Ein Brief, getränkt in Salzluft und Verrat, reißt eine unüberwindbare Kluft auf und lässt nichts als kalte Asche und einen geborstenen Talisman zurück. Jahre ziehen ins Land, in denen der Schmerz zu einem stillen Begleiter erstarrt. Bis ein Sommergewitter zwei gebrochene Seelen in einer verfallenen Köhlerhütte zusammenführt. Es ist eine Begegnung, die alle Gesetze der Zeit außer Kraft setzt. Die Wahrheit, die nun ans Licht kommt, ist finsterer als jedes Schlachtengetümmel. Sie handelt von Hinterhalt und Verrat im eigenen Lager. Kann etwas, das so gründlich zerschmettert wurde, jemals wieder ganz werden? Die Antwort liegt verborgen im Rauschen der uralten Buchenwälder, im flackernden Schein eines einsamen Herdfeuers und in der entscheidenden Berührung zweier Hände hoch über den schwindelerregenden Felsen des Liliensteins. Während unten die Elbe ihre ewigen Schleifen zieht, steht alles auf des Messers Schneide. Denn manchmal ist die größte Schlacht nicht die um Territorien, sondern die um eine zweite Chance - und ein Puzzle aus Scherben, das nur zwei bestimmte Herzen zusammensetzen können.
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt.
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt.
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Aber hier blieb er wie angewurzelt vor Ueberraschung stehen; ein dunkler, umfangreicher Körper versperrte den Eingang. Joe, der dem Jäger gefolgt war, mußte mit ihm zurückweichen. Dick führte seine Worte nicht zu Ende; ein fürchterliches Gebrüll belehrte ihn, welch' neuer Feind ihm gegenüberstand. Nein, eine Löwin! Warte, du verwünschte Bestie, warte! ... und der Jäger hatte in einem Moment seinen Carabiner geladen und feuerte, aber das Thier war verschwunden. Ueberraschung leicht beschrieben und wie angewurzelt stehen bleiben. In diesem Moment bemerken die Umherstehenden, was sich zwischen dem Eisbären auf der einen, und dem Asiaten, der in seiner Fellmütze aus voller Kehle singt, auf der anderen Seite des Geheges abspielt. Knut antwortet mit einem tieftraurigen Seufzer, hebt den Kopf und streckt sich, ganz so, als ob er Tekk zunicken möchte. Plötzlich wird es still, bis auf die Hintergrundgeräusche der anderen Zootiere und des Verkehrs vor den Toren des Zoos. Tekk und der Eisbär stehen wie angewurzelt da und starren sich gegenseitig an, unter ständiger Beobachtung der Besucher und Wärter. Doch dann, als ob eine gespannte Schnur zwischen ihnen plötzlich zerreißt, überkommt den Bären eine tiefe Hoffnungslosigkeit und er kann den Blick nicht mehr erwidern. Als ob er eine schwere Masse in Bewegung setzen muss, dreht sich Knut weg und schleift seine Tatzen träge über den Boden zurück in seine Höhle. Tekk verlässt den Zoo schnell, bevor jemand Fragen stellen kann. Immerhin erhebt sich das höfliche japanische Publikum dazu aus seinen Sitzen, um trotzdem wie angewurzelt vor den ihnen zugewiesenen Plätzen zu verharren. Man sollte Popmusikkonzerte einfach nicht bestuhlen. Auch nicht in Japan. Allen Animierungsversuchen von Nils zum Trotz mag im Saal einfach keine wirkliche Tanzatmosphäre aufkommen. Schade eigentlich bei einem Disco-Funk-Konzert, das genau darauf hin angelegt ist.
Es besteht ein epidemiologischer Zusammenhang zwischen dem Nahen Osten und SARS, wie schweres Akutes Respiratorisches Syndrom. Aus epidemiologischer Sicht wurde SARS durch die Ausbreitung des MERS-Coronavirus im Nahen Osten verursacht.
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