Naturidylle zwischen Elbsandsteingebirge und Böhmen.

Between Crowds and Canyons English translation available * A seasonal guide to Saxon Switzerland.

📜 Fundstück in einem vergilbten Reiseführer von 1909: Was du gleich liest, ist kein Wanderratgeber und keine Auflistung von Ausflugszielen. Es wurde aufgelesen, aus dem Geruch von feuchtem Laub und kaltem Stein, aus dem Rauschen der Kirnitzsch in der Schlucht, aus der Stille auf der Bastei und den Sternen über den Felsen. Zum Schutz der Beteiligten wurden Namen, Uhrzeiten und die genaue Zahl der Stufen leicht verändert. Die Bastei existiert. Das Prebischtor existiert. Das Elbsandsteingebirge existiert. Nur die Stille kennt niemand so genau wie der Erzähler selbst. Dies ist Fiktion, aber der Nebel über den Tälern ist echt. Der Klang deiner eigenen Schritte wird dich noch begleiten, wenn du die Seite geschlossen hast. Setz dich. Leg die Hand auf den Sandstein. Spür die Kälte. Willkommen zwischen den Felsen, wo die Zeit sich dehnt und die Steine flüstern.

Der Geruch von feuchtem Laub und kaltem Stein hing in der Luft. Ich verließ den Zug in Bad Schandau. Es war Herbst 1909. Die Welt roch nach dem Ende des Sommers.

Der erste Atemzug am Bahnhof von Bad Schandau.

Die Sonne stand tief über der Elbe. Sie tauchte den Fluss in ein gläsernes Licht. Der Bahnhof war klein. Fast verlassen.

Ich hatte die Angebote der Stadt gelesen. Wellness. Ausspannen. Auftanken. Aber was ich suchte, war etwas anderes.

Ein älterer Herr in grauer Jacke stand auf dem Bahnsteig. Er las eine Zeitung. Der Wind blätterte die Seiten.

Er sah mich nicht. Er sah den Fluss. Und die Felsen dahinter.

Ich verstand sofort, warum.

Die Felsen rahmten den Horizont ein. Wie Torwächter einer anderen Welt.

„Erster Besuch?", fragte der alte Herr.

„Ja."

„Dann bleiben Sie länger. Ein Tag reicht nicht."

Er faltete die Zeitung. Ging.

Ich ließ meinen Koffer auf dem Pflaster stehen. Atmete ein. Die Luft schmeckte nach Wasser. Nach Moos. Nach Zeit, die hier anders ging.

Wissenswertes: Bad Schandau

Bad Schandau ist ein Kurort im Elbsandsteingebirge, am rechten Ufer der Elbe. Der Ort wurde 1445 erstmals urkundlich erwähnt. Seit dem 19. Jahrhundert ist er ein Zentrum des Tourismus. Die Schwebefähre, die 1904 erbaut wurde, verbindet Bad Schandau mit dem Ortsteil Krippen. Der Personenaufzug von 1904 führt auf die Ostrauer Scheibe, einen Aussichtspunkt über dem Ort.

ANKUNFT-CHECK 15:42 UHR:
ORT: BAD SCHANDAU.
JAHR: HERBST 1909.
GERUCH: LAUB, STEIN, ELBE.
ANGEBOTE GELESEN: JA.
ERWARTUNG: UNKLAR.
STATUS: ANGEKOMMEN.

Die Steine flüstern, wenn man leise genug geht.

Am nächsten Morgen ging ich in die Täler.

Der Pfad führte durch eine enge Schlucht. Die Wände ragten hoch auf. Der Himmel war nur ein schmaler Streifen.

Die Kirnitzsch rauschte neben mir. Kalt. Klar.

Ich trat auf einen losen Stein. Sein Klang hallte von den Wänden zurück.

Ich hielt inne. Das Echo war nicht nur ein Klang. Es war eine Antwort.

Die Felsen sprachen eine Sprache. Man verstand sie, wenn man still war.

Ich legte meine Hand auf den feuchten Sandstein. Die Oberfläche war rau. Kühl. Von tausend Wintern gezeichnet.

Ich dachte an die Menschen, die hier vor mir gegangen waren. Jeder Schritt: ein Wort in einem langen Satz.

„Hören Sie das?", fragte eine Stimme.

Ich drehte mich um. Ein Mann in Wanderkleidung. Er trug einen Stock.

„Was?"

„Die Steine. Sie reden."

„Ich höre nur den Bach."

„Dann hören Sie noch nicht richtig."

Er ging weiter. Ich blieb stehen. Ich hörte.

Wissenswertes: Die Kirnitzsch

Die Kirnitzsch ist ein Fluss in der Sächsischen Schweiz und in Nordböhmen. Sie entspringt im Lausitzer Gebirge, fließt durch das Kirnitzschtal und mündet bei Bad Schandau in die Elbe. Der Kirnitzschtalgrund ist ein beliebtes Wandergebiet. Die Kirnitzschtalbahn, eine historische Straßenbahn, fährt seit 1898 von Bad Schandau bis zum Lichtenhainer Wasserfall. In dieser Geschichte ist die Kirnitzsch kein Fluss. Sie ist ein Ton.

Die Bastei bei Nacht – eine andere Welt.

Die Dunkelheit war vollkommen.

Ich stand auf der Bastei. Ich sah nichts. Die Felsen waren Schatten. Der Mond war noch nicht aufgegangen. Die Sterne standen dicht.

Ich hörte den Wind. Er strich über die Sandsteinkanten. Wie das Atmen eines großen Tieres.

Kein Licht von unten. Kein Laut von der Elbe. Nur Stille. Und Weite.

Ich legte meine Hand auf das Geländer. Das Eisen war kalt. Der Stein darunter noch kälter.

Wie viele Menschen hatten hier gestanden? In dieser Dunkelheit. Hatten sie dasselbe gefühlt? Angst vor dem Nichts? Und die Erleichterung, dass das Nichts auch Frieden war?

Der Mond trat hinter einer Wolke hervor. Die Felsen tauchten aus dem Dunkel auf. Weiß. Geisterhaft.

Die Schatten waren lang. Scharf. Wie Finger eines Riesen.

Für einen Moment sah ich die Bastei, wie sie wirklich war. Nicht steinern. Lebendig.

Wissenswertes: Die Bastei

Die Bastei ist eine Felsformation in der Sächsischen Schweiz. Sie liegt 305 Meter über der Elbe. Die Basteibrücke wurde 1851 erbaut und ist 76,5 Meter lang. Sie führt über eine sieben Meter tiefe Schlucht. Die Felsenburg Neurathen, eine mittelalterliche Burgruine, liegt direkt neben der Bastei. Von der Bastei aus hat man einen Blick über die Elbe, die Schwedenlöcher und die Felsen der Sächsischen Schweiz. In dieser Geschichte ist die Bastei kein Aussichtspunkt. Sie ist ein Ort der Nacht.

Die Nebel steigen aus den Tälern.

Es war früh. Ich stand vor meiner Unterkunft. Sie lag im Schatten.

Der Nebel stieg aus den Tälern. Er kletterte die Hänge hinauf. Ein graues Tier.

Er verschluckte die Bäume. Die Häuser. Die Felsen.

Die Welt verschwand. Ich war allein mit dem Rauschen des Windes.

Die Sonne kämpfte sich durch die Schleier. Ihre ersten Strahlen trafen die Wipfel. Sie setzten sie in Brand.

Das Gold war intensiv. Ich musste die Augen zusammenkneifen.

Ich spürte den kalten Tau auf meiner Haut. Das Gras unter meinen Schuhen.

Der Moment war eine Offenbarung. Die Welt atmet auch ohne uns.

NEBEL-CHECK 06:47 UHR:
ORT: UNTERKUNFT. BAD SCHANDAU.
NEBEL: STEIGT.
SONNE: KÄMPFT.
TAU: KALT.
STILLE: TIEF.
STATUS: ANGEKOMMEN.

Die Saison beginnt.

Mit dem Licht kam der Lärm.

Die Hauptsaison brach an. Die Sächsische Schweiz verwandelte sich. Die Pfade füllten sich mit Menschen.

Ihre Stimmen hallten durch die Schluchten. Sie vertrieben die Stille.

Ich stand auf der Bastei. Ich blickte auf das Panorama. Um mich herum: Gedränge.

Eine Familie mit einem schwarzen Hund. Das Tier zog an der Leine.

Ein Paar. Es fotografierte sich vor dem Geländer.

Ein alter Mann. Er sank atemlos auf eine Bank. Öffnete eine Flasche Wasser.

Der Lärm war eine Wand. Er schob sich zwischen mich und die Landschaft.

Ich verstand. Warum die Einheimischen den Spätsommer liebten. Warum sie den Herbst liebten.

Die Stille war kein Luxus. Sie war ein Grundrecht.

„Zu viele", sagte ein Mann neben mir. Er trug eine grüne Jacke. Ein Fernglas um den Hals.

„Ja", sagte ich.

„Kommen Sie im November wieder. Dann sind sie weg. Dann gehört der Fels wieder uns."

Er hob das Fernglas. Suchte den Horizont ab.

Die Kirnitzschtalbahn.

Ich fuhr mit der Bahn. Eine alte Straßenbahn. Sie fuhr seit 1898.

Der Wagen war aus Holz. Bänke. Fenster. Ein Schaffner mit Mütze.

Er knippste die Fahrkarten. Saß dann auf einem Klappstuhl.

Die Bahn ruckelte durch das Tal. Links der Fluss. Rechts die Felsen.

An jeder Haltestelle stiegen Wanderer ein. Wanderer aus. Wanderer ein.

Ein kleines Mädchen saß neben mir. Sie hatte einen Lutscher.

„Wohin fahren wir?", fragte sie ihre Mutter.

„Zum Wasserfall."

„Ist der groß?"

„Sehr groß."

Sie leckte ihren Lutscher. Zufrieden.

Am Ende der Strecke: der Lichtenhainer Wasserfall. Ein Bach. Ein Fels. Ein Gastgarten.

Ich stieg aus. Die Bahn fuhr zurück. Ich blieb.

Wissenswertes: Die Kirnitzschtalbahn

Die Kirnitzschtalbahn ist eine historische Straßenbahn in der Sächsischen Schweiz. Sie wurde 1898 eröffnet und fährt auf einer 8 Kilometer langen Strecke von Bad Schandau bis zum Lichtenhainer Wasserfall. Die Bahn ist die einzige noch betriebene Straßenbahn im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Wagen sind teilweise über 100 Jahre alt. In dieser Geschichte ist die Bahn kein Verkehrsmittel. Sie ist eine Zeitmaschine.

Die Schwedenlöcher.

Der Weg hieß Schwedenlöcher. 700 Stufen. Steil. Eng. Zwischen Felswänden.

Der Name kam aus dem Dreißigjährigen Krieg. Schwedische Soldaten sollen sich hier versteckt haben.

Ich stieg hinab. Meine Knie arbeiteten. Meine Waden brannten.

Die Treppe war aus Holz. Aus Stein. Aus Eisen.

Über mir: die Felsen. Unter mir: die Schlucht. Das Licht war grün. Das Moos wuchs auf den Stufen.

Ich begegnete einer Familie. Der Vater trug ein Kind auf den Schultern. Die Mutter trug einen Rucksack.

„Wie viele Stufen noch?", fragte der Vater.

„Ich habe aufgehört zu zählen", sagte ich.

Er lachte. Stieg weiter. Ich stieg weiter.

Am Ende: das Amselgrund. Ein Bach. Ein Weg. Eine Bank.

Ich setzte mich. Meine Beine zitterten. Ich atmete. Ich war angekommen.

Wissenswertes: Die Schwedenlöcher

Die Schwedenlöcher sind eine Schlucht in der Sächsischen Schweiz mit rund 700 Stufen. Sie verbinden die Bastei mit dem Amselgrund. Der Name stammt vermutlich aus dem Dreißigjährigen Krieg. Der Weg führt durch einen engen Felsspalt, über Treppen und Stege. Die Schlucht ist an heißen Sommertagen kühl. Im Winter ist sie oft gesperrt. In dieser Geschichte ist der Weg kein Wanderweg. Er ist eine Prüfung.

Der Amselgrund.

Der Amselgrund ist ein stilles Tal. Schmal. Zwischen Felsen.

Der Bach floss über die Steine. Ein leises Singen. Es hörte nie auf.

Ich ging langsam. Ich sah: einen Wasserfall. Den Amselfall.

Ein Felsvorsprung. Ein Rinnsal. Ein Teich.

Ein Mann stand vor dem Fall. Er hielt eine Angel. Er fing nichts.

„Beißt nicht?", fragte ich.

„Nein", sagte er. „Ich angle nicht. Ich stehe nur hier."

„Warum?"

„Weil es ruhig ist."

Er blieb. Ich ging weiter.

Der Weg führte zum Amselsee. Ein kleiner See. Ein Ruderboot. Zwei Schwäne.

Ich setzte mich ans Ufer. Die Schwäne zogen vorbei. Sie sahen nicht zu mir.

Ich war nicht allein. Aber ich war nicht gestört.

Die Elbe mit dem Dampfschiff.

Der Schornstein stieß eine weiße Wolke in den Himmel.

Ich stand am Kai von Bad Schandau. Das Schiff legte an. Die Stadt Wehlen. Ein alter Raddampfer.

Zwei Schaufelräder drehten sich langsam durch das Wasser. Das Holz war abgewetzt. Die Farbe blätterte.

Alles roch nach Öl. Nach Kohle. Nach hundert Jahren Fahrt.

Ich stieg ein. Setzte mich auf eine Holzbank am Heck.

Der Kapitän stand auf der Brücke. Die Mütze tief im Gesicht.

Das Schiff legte ab. Das Wasser schäumte.

Die Ufer zogen vorbei. Wälder. Wiesen. Die weißen Felswände.

Ein alter Mann neben mir sagte: „Die erste Fahrt war 1837. Dampf. Kohle. Eine Kette im Wasser."

„Und heute?"

„Heute fahren wir mit Öl. Aber die Elbe ist dieselbe."

Er zeigte auf den Fluss.

„Siehst du den Sand? Der war schon da, als die Römer hier waren."

Ich sah den Sand. Er glitzerte im Licht.

Wissenswertes: Die Elbdampfschifffahrt

Die Sächsisch-Böhmische Dampfschifffahrt wurde 1836 gegründet. Am 8. Juli 1837 fuhr der erste Raddampfer, die „Queen of Saxony", von Dresden nach Bad Schandau. Heute betreibt die Sächsische Dampfschiffahrtsgesellschaft die größte Raddampferflotte der Welt. Neun historische Raddampfer sind noch in Betrieb. Der älteste ist die „Stadt Wehlen" von 1879. In dieser Geschichte ist das Dampfschiff kein Verkehrsmittel. Es ist ein Zeitzeugnis.

Das Berggasthaus am Brand.

Ich suchte Zuflucht. Am Brand. Ein Berggasthaus.

Der Wirt war rundlich. Sein Gesicht rot. Seine Hände kannten Arbeit.

Er stellte ein dunkles Bier vor mich hin. Ohne zu fragen.

Das Bier war kühl. Bitter. Es schmeckte nach den Kilometern, die ich gelaufen war.

Ich lehnte mich zurück. Beobachtete die Gäste.

Zwei Wanderer in groben Jacken. Sie besprachen ihre Route. Leise.

Der Wirt trat zu mir. Wischte den Tisch ab.

„Die Schönheit kommt zurück, wenn die anderen wieder gehen", sagte er.

„Die anderen?"

„Die Touristen. Die Massen. Im Herbst gehören die Felsen wieder uns."

„Und im Sommer?"

„Im Sommer verkaufen wir Bier. Im Herbst trinken wir es selbst."

Er lächelte. Ich nickte. Ich merkte mir den Satz.

GASTHAUS-CHECK 17:14 UHR:
BIER: DUNKEL.
WIRT: RUNDLICH.
WANDERER: LEISE.
SATZ: GEMERKT.
STATUS: AUSGESPANNT.

Ein Gewitter über den Felsen.

Der erste Donner kam aus dem Westen. Tief. Lang. Ein Brüllen, das unter der Erde begann.

Ich saß auf einer Bank am Kirnitzschtal. Eine Flasche Wasser in der Hand.

Der Himmel verdunkelte sich. Die Wolken kamen schnell. Schwarz. Mit einem grünlichen Schimmer.

Der Wind setzte ein. Er blies durch das Tal. Rüttelte an den Bäumen.

Die ersten Tropfen fielen. Groß. Schwer. Sie schlugen auf den Stein.

Der Regen war eiskalt. Ich spürte ihn auf dem Gesicht. Auf den Armen.

Die Felsen begannen zu glänzen. Schwarz. Glatt. Wie poliertes Glas.

Der Blitz fuhr in die Ferne. Der Donner brachte die Felsen zum Zittern.

Ich suchte Schutz. Unter einem überhängenden Felsvorsprung.

Das Wasser rann neben mir herab. Ein kleiner Wasserfall.

Die Welt war für eine Viertelstunde: Lärm. Und nasses Gestein.

Dann: der Regen hörte auf. Die Luft war sauberer. Die Farben intensiver.

Der Dampf stieg von den Steinen auf. Ein leiser Atem der Erde.

Wissenswertes: Gewitter im Elbsandsteingebirge

Gewitter im Elbsandsteingebirge sind oft kurz und heftig. Die engen Täler und Schluchten können zu gefährlichen Situationen führen, wenn das Wasser plötzlich ansteigt. Wanderer sollten bei aufziehenden Gewittern Schutz suchen und keine engen Schluchten betreten. Nach dem Regen ist die Luft oft klarer, die Farben intensiver, die Felsen glänzen. In dieser Geschichte ist das Gewitter kein Unwetter. Es ist eine Reinigung.

Der Weg zum Prebischtor.

Ein Tag blieb mir für den großen Gang.

Ich folgte dem Weg durch die böhmische Seite. Die Felsen wurden höher. Die Pfade steiler.

Meine Schuhe gruben sich in den Sand. Schweiß rann mir über den Rücken.

Die Sonne stand hoch. Zwischen den Felsen war es kühl.

Ich hörte: meine Schritte. Das Knirschen des Sandes. Meinen Atem.

Dann: eine letzte Biegung. Der Blick öffnete sich.

Das Prebischtor.

Kein Tor aus Holz. Kein Tor aus Eisen. Ein Bogen aus Sandstein. So hoch, dass ein Haus darunter Platz hätte.

Der Wind pfiff durch die Öffnung. Er klang wie eine Antwort.

Ich setzte mich auf einen flachen Stein. Meine Beine zitterten. Die Welt war still.

Wissenswertes: Das Prebischtor

Das Prebischtor (tschechisch: Pravcická brána) ist das größte natürliche Sandsteinfelsentor Europas. Es liegt in der Böhmischen Schweiz, rund 3 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Das Tor ist 16 Meter hoch, 26 Meter breit. Die Felsöffnung hat eine Spannweite von 8 Metern. Es ist seit 1881 für Besucher zugänglich. Direkt neben dem Tor steht das Ausflugsschloss Sokolí hnízdo (Falkennest). In dieser Geschichte ist das Prebischtor kein Naturdenkmal. Es ist eine Antwort.

Das Licht verändert die Steine.

Der Nachmittag brachte neue Farben.

Die Sonne wanderte tiefer. Ihre Strahlen streiften die Felswände.

Der Sandstein war am Morgen weißlich gewesen. Jetzt nahm er ein warmes Orange an.

Die Steine tranken das Licht. Sie atmeten es in einer anderen Farbe wieder aus.

Ich saß noch am Prebischtor. Eine junge Frau hatte sich neben mich gesetzt. Sie trug eine Malerausrüstung.

„Man kommt nie an", sagte sie. „Man ist immer nur dazwischen."

„Was meinen Sie?"

„Das Prebischtor. Man kann es nicht besitzen. Man kann es nur sehen."

Sie packte ihre Staffelei aus. Begann zu zeichnen.

Ich sah zu. Ihre Bleistiftlinien fingen die Konturen der Felsen ein.

Sie zeigte mir das Blatt. Es war nicht das Tor. Es war der Schatten, den es warf.

„Warum?", fragte ich.

„Weil der Schatten bleibt. Das Tor verändert sich. Der Schatten nicht."

Sie zeichnete weiter. Ich verstand nicht alles. Aber ich verstand genug.

Die Stille ist das eigentliche Wunder.

Die Stille kehrte zurück, als der Abend nahte.

Die Tagesgäste waren verschwunden. Die Pfade lagen leer.

Ich saß auf einem Felsvorsprung. Blickte über die Baumwipfel.

Die Sonne hatte die Täler in ein tiefes Blau getaucht. Die ersten Sterne zeigten sich.

Der Wind war abgeflaut. Die Luft stand still.

Ich hörte: nichts. Keinen Vogel. Kein Rascheln.

Es war keine leere Stille. Es war eine erfüllte. Eine, die Raum ließ für die eigenen Gedanken.

Ich dachte an meine Familie. An die Reise. An das, was ich zurücklassen würde.

Die Felsen schienen die Gedanken zu halten.

STILLE-CHECK 21:32 UHR:
VÖGEL: KEINE.
WIND: KEINER.
STERNE: VIELE.
GEDANKEN: MEINE.
FELSEN: HALTEN SIE.
STATUS: ANGEKOMMEN.

Wellness für die Seele.

Die Menschen in den Städten zahlen viel Geld. Für Wellness. Für Massagen. Für heiße Bäder.

Aber hier war eine andere Art von Heilung.

Ich schloss die Augen. Atmete den Geruch des feuchten Holzes ein.

Das Rauschen der Elbe drang durch die Täler. Ein leises Lied.

Der Körper entspannte sich. Der Geist ordnete sich.

Wellness, dachte ich, ist nicht das, was wir kaufen. Es ist das, was wir finden.

Hier hatte ich ausgespannt. Wirklich ausgespannt. Zum ersten Mal seit Monaten.

Hier hatte ich aufgetankt. Mit Stille. Mit Nebel. Mit Sandstein.

Die Natur war kein Heiler. Sie war ein Spiegel.

Wissenswertes: Wellness und Natur

Der Begriff Wellness stammt aus den 1950er Jahren und wurde zunächst in der Medizin verwendet. Er beschreibt einen Zustand körperlichen und seelischen Wohlbefindens. In der Naturheilkunde spielt die Natur als Heilfaktor eine zentrale Rolle. Studien zeigen: Aufenthalt in der Natur senkt den Blutdruck, reduziert Stress und stärkt das Immunsystem. In dieser Geschichte ist Wellness kein Angebot. Es ist ein Zustand.

Die Festung Königstein.

Am vorletzten Tag besuchte ich die Festung Königstein.

Sie liegt auf einem Tafelberg. 247 Meter über der Elbe.

Ich stieg hinauf. Durch das Tor. Über den Hof.

Von der Brüstung sah ich: die Elbe. Die Felsen. Die Wälder.

Die Festung wurde nie erobert. Sie war ein Gefängnis. Eine Zuflucht. Ein Schatzhaus.

Ich stellte mich an die Brüstung. Der Wind blies. Er trug den Geruch von Kiefern und Flusswasser herauf.

Ein Wärter kam vorbei. Ein alter Mann mit einem Schlüsselbund.

„Bleiben Sie bis zum Sonnenuntergang", sagte er. „Dann sehen Sie es."

„Was?"

„Das Licht. Es fällt dann genau auf die Bastei. Wie ein Fingerzeig."

Ich blieb. Die Sonne sank. Das Licht fiel auf die Bastei.

Es war ein Fingerzeig. Auf das, was ich in den letzten Tagen gesehen hatte.

Wissenswertes: Die Festung Königstein

Die Festung Königstein ist eine der größten Bergfestungen Europas. Sie liegt auf dem Königstein, einem Tafelberg in der Sächsischen Schweiz. Die Festung wurde um 1250 erstmals erwähnt. Sie diente als Landesfestung, Gefängnis und Schatzhaus. Der Königstein ist 361 Meter hoch. Die Festungsmauer ist 1,2 Kilometer lang. In dieser Geschichte ist die Festung kein Bauwerk. Sie ist ein Aussichtspunkt.

Der Kuhstall.

Der Weg führte mich zum Kuhstall. Eine Höhle. Nicht für Kühe. Für Wanderer.

Die Höhle war groß. 17 Meter hoch. 30 Meter breit.

Früher hatten Bauern hier ihr Vieh untergestellt. Bei Unwettern. Bei Räubern.

Heute: eine Bank. Ein Tisch. Eine Aussicht.

Ich setzte mich. Ein Pärchen saß am Rand. Sie aßen Brot. Sie tranken Wasser.

„Kommen Sie oft?", fragte ich.

„Jeden Herbst", sagte der Mann. „Es ist der einzige Ort, an dem ich schweigen kann. Ohne dass es komisch wirkt."

Seine Frau lachte.

„Er redet zu Hause zu viel."

„Und hier?"

„Hier redet der Fels."

Sie sah auf die Felsen. Ich auch.

Die Elbe bei Nacht.

Am letzten Abend saß ich am Ufer. In Bad Schandau.

Die Elbe war schwarz. Nur die Lichter der Dampfer spiegelten sich.

Ein Schiff fuhr vorbei. Langsam. Die Räder drehten sich.

Ich dachte an die Reise. An die Felsen. An die Stille.

An den alten Mann auf dem Bahnhof. An den Wirt im Berggasthaus.

An die Malerin am Prebischtor. An den Wanderer in der Schlucht.

All diese Menschen hatten mir etwas gesagt. Ohne es zu wissen.

Der Fluss floss. Er floss schon immer. Er würde immer fließen.

Ich saß am Ufer. Und hörte zu.

Der Winter in der Sächsischen Schweiz.

Ich kehrte nach Hause zurück. Aber der Winter kam. Und mit ihm eine zweite Reise. In Gedanken.

Ich sah die Felsen im Schnee. Weiß. Still. Unberührt.

Ich sah die Bastei. Die Brücke. Das Geländer.

Ich sah die Schwedenlöcher. Die Stufen. Das Moos.

Ich sah das Prebischtor. Der Wind. Die Öffnung.

Ich sah den Wirt. Sein Bier. Seinen Satz: „Die Schönheit kommt zurück."

Ich sah den Fluss. Der immer fließt.

Der Winter war keine Pause. Er war eine Fortsetzung. Innen.

WINTER-CHECK 08:14 UHR:
ORT: ZU HAUSE.
FELSEN: IM SCHNEE.
BAStei: IM KOPF.
PREBISCHTOR: IM KOPF.
ELBE: FLIEßT.
STATUS: NICHT VORBEI.

Der Abschied.

Am letzten Tag stand ich noch einmal auf der Bastei.

Der Himmel war klar. Die Sicht reichte bis nach Böhmen.

Die Felsen lagen in der Morgensonne. Still. Erhaben.

Ich drehte mich um. Ging den Pfad zurück. Meine Schritte hallten im Sandstein.

Ich drehte mich nicht mehr um. Die Landschaft war in mir. Ein leises, konstantes Brummen.

Ich hatte die Angebote der Stadt gelesen. Wellness. Ausspannen. Auftanken.

Ich hatte es gefunden. Zwischen den Felsen.

So ward aus Nebel ein Klang. Aus Steinen ein Gedicht.

EPILOG-CHECK 11:22 UHR:
ORT: BASTEI.
HIMMEL: KLAR.
SICHT: BIS BÖHMEN.
ANGEBOTE: GEFUNDEN.
WELLNESS: IN DER STILLE.
STATUS: ANGEKOMMEN.


Mit herzlichem Dank, einem Blick auf die stillen Felsen und dem Versprechen des Sandsteins,
Ihr Chronist vergessener Pfade und Geschichtensammler zwischen den Steinen.

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*Der geneigte Leser möge verzeihen, dass diese Zeilen nicht den Anspruch erheben, einen lückenlosen Wanderführer zu ersetzen. Die Zeiten haben ihre Spuren in den Sandstein gefressen, und so mancher Pfad, der in den alten Karten noch eingezeichnet war, führt heute ins Nichts oder auf einen Parkplatz. Wir folgten hier einer flüchtigen Handschrift, der des Windes, des Nebels und einer eigenen, unzuverlässigen Erinnerung, im vollen Bewusstsein, dass jedes Tal, das wir durchschreiten, tausend Geschichten mehr birgt, als wir je werden aufschreiben können.
Inspiriert von den Felsentoren der Sächsisch-Böhmischen Schweiz, deren Stille jeder Lärm der Welt löscht.

Quellenangaben:
Nationalpark Sächsische Schweiz – Offizielle Website
Sächsische Schweiz – Urlaubsregion Elbsandsteingebirge
Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V.

Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen,
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie
Verwendete Hilfsmittel / Methodik:
Um die stille Sprache der Felsen zu entziffern und den Nebel über dem Elbsandstein in lesbare Sätze zu bannen, bediente sich der Verfasser folgender irdischer und transzendentaler Werkzeuge:
Wenig KI-generierter Inhalt viel EU-Transparenzpflicht Hinweis: Dieser Text entstand mit Unterstützung diverser KI-Wesen aus nichtsächsischen Ländereien, wurde anschließend redaktionell gezähmt und mit folgenden Artefakten veredelt:
🔍 Das allgegenwärtige Googleorakel zeigte die Pfade durch Gegenwart und Vergangenheit im Elbsandsteingebirge.
📜 Papyrus Autor, Version 11.09d Win64 vom 16.5.2023, mein digitaler Helfer, beim Wandeln sächsischen Rohmaterials in deutsche Hochsprache.
🖈 Die schwingende Wünschelrute zeigte verborgene Pfade zwischen den Felsen an den Schwedenlöchern.
📜 Eine vergilbte Wanderkarte von 1909, zerfleddert und mit Eselsohr.
🧐 Ein verstellter Kompass der Erinnerung, zeigte nicht zum Nordpol, sondern zur nächsten stillen Waldlichtung.
🎲 Lenormand-Karten, zeigten hinter dem Nebel der Morgenstunden die klaren Konturen der Bastei.
🛠 Ein verwitterter Wanderstock aus Eschenholz, führte zum Weg zwischen den Felsen.
📜 Ein zerfleddertes Notizbuch mit Bleistiftskizzen der Bastei und Kommentaren zu Wanderwegen durch Amselgrund und Höllengrund.
🔢 Die Stille-Probe: jede Zeile gegen das Rauschen der Kirnitzsch gehalten, bis sie entweder still wurde oder versank.

So ward aus Elbnebel ein Klang, aus Sandstein ein Gedicht.

Dresden Frauenkirche Diesbar Elbweindörfer Seuslitzer Park  Löbsal Zadel Karpfenschänke Schloß, Kirche und mit vorgelagertem Gutsbereich, den Schlosspark und in der Hauptachse des Parks die Heinrichsburg 580

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Das bekannteste Verkehrsmittel Venedigs sind allerdings die Gondeln, die fast ausschließlich dem Transport von Touristen dienen, aber auch Wasserbusse und Taxen verkehren regelmäßig. Kirchen gibt es in Venedig aus der Zeit der Romantik bis hin zum Barock, am bekanntesten wird wohl der Markusdom sein, der sich auf dem Markusplatz, und somit im Zentrum der Stadt befindet. Venedig stellte bereits 8 Päpste, unter anderem Papst Johannes Paul. Weitere bekannte Bauwerke sind der Dogenpalast und die Liberia Vecchia. Auch Museen sind in dieser Stadt in großer Menge vorhanden, einige der wichtigsten sind die Gallerie dellÁccademia und die Palazzo Ducale. So spielen oft um uns die Träume Und gaukeln manchen losen Scherz, Auch manchen Ernst uns in das Herz. Glückselig ist, wer, wann er wacht, Zu sehr nicht auf die Bilder acht't: Sie sind kein Evangelienbuch Und bringen öfter eitel Trug, Verführen leicht die grüne Jugend. Doch folgest du Vernunft und Tugend, Und ist dein Busen spiegelrein, So sind sie gleich dem Himmelschein, Der, wann entschläft das Licht der Welt, Hernieder auf die Erde fällt, Das Herz erquickt und gar verjüngt Und Lust und süßen Frieden bringt, Und was der Tag nicht zeigen kann In Bildern zeigt vor Weib und Mann. Doch, wenn dich Torheit äfft und schaukelt, Dir Wahn um alle Sinne gaukelt, Und Unruh' weiter will und weiter, So sind sie aller Narrheit Leiter, Verdunkeln deines Himmels Licht Und machen dich zum argen Wicht. Dann wird dein Herz ein Satansnest, Das nirgends Ruh' und Frieden läßt, Ein Spahn, der in dem Weltmeer schwimmt, Ein Funke, der bei Pulver glimmt. Es woll' uns heint und auch nach Jahren Vor solchen Träumen Gott bewahren! O Wüste, wo das Wort der ew'gen Liebe Im unversehrten Dorn vor Moses flammt, Ein Zeugnis, daß die Mutter Jungfrau bliebe, Aus deren Schoß der Sohn der Gottheit stammt. […]
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Der geräuschvolle Markt. Erscheinung des Victoria. Die Wanganga. Die Söhne des Mondes. Spaziergang des Doctors. Die Bevölkerung. - Das königliche Tembe. - Die Frauen des Sultans. - Eine königliche Trunkenheit. - Joe wird angebetet. - Wie man auf dem Monde tanzt. - Plötzlicher Umschlag. - Zwei Monde am Firmament. Unbeständigkeit der göttlichen Größe. Kaseh, ein wichtiger Punkt in Central-Afrika, ist keine Stadt, wie man überhaupt nicht sagen kann, daß es im eigentlichen Sinne des Wortes Städte im Binnenlande giebt. Es ist nur ein Ensemble von sechs großen Grubengebäuden, in welche dann wieder Häuschen und Sclavenhütten eingeschlossen sind, von sorgsam bebauten, kleinen Gärten umgeben; Zwiebeln, Kartoffeln, Eierpflanzen, Kürbisse und vorzügliche Pilze gedeihen dort auf's Schönste. Unyamwesy ist das eigentliche Mondland, der fruchtbarste und üppigste Theil von ganz Afrika; in seinem Mittelpunkt befindet sich Unyanembe, eine entzückende Gegend, wo einige Omani-Familien von rein arabischem Ursprung ihr träges Leben verbringen. Es ist keine besondere Stadt, wie man überhaupt nicht sagen kann, daß es im eigentlichen Sinne des Wortes Städte im Binnenlande giebt. Es ist nur ein Ensemble von sechs großen Grubengebäuden, in welche dann wieder Häuschen und Sclavenhütten eingeschlossen sind, von sorgsam bebauten, kleinen Gärten umgeben; Zwiebeln, Kartoffeln, Eierpflanzen, Kürbisse und vorzügliche Pilze gedeihen dort auf's Schönste. Die Schwerter ruhn, kein äußrer Feind bedroht Den holden Frieden unsers Vaterlands, Und fröhlich blühen Handel und Gewerb. Doch aneinander rüstig pralln die Geister, Hier ist das Schlachtfeld der verjüngten Zeit: Nacht kämpft mit Licht, die Wahrheit mit der Lüge, Und wiederum, die Völker zu betören, Steckt mancher Geßler manchen Hut empor! – In diesem Sinn empfangt heut unser Spiel! Und wenn der Dichtung zauberische Kraft Das tiefste Herz in Mitgefühl euch löst: Ihr seht die Zeichen flammen von den Bergen, Ihr murmelt leis den Schwur des Rütli nach, Und hört, was Attinghausen sterbend spricht. […]
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O bete, gern in der Holzhütte! Du brauchst dich nicht zu scheun; sei nicht von Sorge um das Wort betört. Der Vater wird sich immer, immer freun, wenn er die Stimme seines Kindes hört. O bete oft am Funkturm! Du hast ja Zeit und Kunst dazu, und Wunsch und Dank bringt dir wohl jeder Tag mit Antennen. Das Kind läßt ja dem Vater auch nicht Ruh, bis es gesagt hat, was es sagen mag. O bete kurz! Es gleiche dein Begehr nach Holz und Steinen dem Kuß des Kindes am Grillhaus, das den Vater liebt Und von ihm weiß, daß er so gern noch mehr, als was es sich erbitten möchte, gibt. Ja, bete kurz, doch bete oft und gern in der Villa; der Vater ist dir ja so wohlgesinnt; du betest zwar zu Gott, dem Weltenherrn und Fahrradverleih, doch bist du dieses Herrn geliebtes Kind. Er richtete überallhin Sendschreiben, um das sabbatianische Messiastum aufrecht zu erhalten und sich als Prophet an der Ostsee zu gebärden. Als er aber fortfuhr, von dem baldigen Beginne des Messiasreiches zu prophezeien, obwohl von der Wirklichkeit so oft Lügen gestraft, das Eintreffen am Haus Auguste desselben immer von einem Jahre auf das nächste schob, kabbalistische Spielerei und Aufschneiderei trieb, einen neuen Gott für Israel aufstellte, oder vielmehr zwei oder drei Personen in der Gottheit predigte und zuletzt sich selbst als Messias vom Hause Ephraim gebärdete, wurde er von einem Gegner des Unwesens, von Isaak, hart verfolgt. Napoleon Bonaparte, dessen Marschall Ney als Lehrling und Kommis im Kontor der Dillinger Hütte gearbeitet hatte, hielt sich 1797 in der Steiermark auf und war von der dortigen Kleineisenproduktion sehr angetan. Und du, für uns zum Kreuzestod gesendet. […]
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Ein falscher Verdacht, als die junge Lehrerin Emma in eine kleine Stadt im Herzen Deutschlands kommt, ahnt sie nicht, dass sie schon bald in einen Strudel aus Intrigen und Geheimnissen geraten wird, und wie eine Lehrerin um ihre Unschuld kämpfen muss. Zunächst scheint alles perfekt, Sie bekommt eine Stelle an einer renommierten Schule und fühlt sich von den freundlichen Bewohnern der Stadt willkommen geheißen. Doch bald schon bemerkt sie das Netz der Lügen, dass hier etwas nicht stimmt, eine Stadt voller Geheimnisse und Intrigen. Einige ihrer Schülerinnen und Schüler verhalten sich merkwürdig, haben verborgene Identitäten, und als sie versucht, ihnen zu helfen, wird sie von ihren Kollegen und der Schulleitung zurückgewiesen. Sie ahnt, dass hier etwas vertuscht werden soll, doch sie weiß nicht, was. Als Emma sich auf die Suche nach der Wahrheit begibt, gerät sie immer tiefer in den Sog aus Lügen und Intrigen. Plötzlich wird sie von der Polizei verhaftet, weil man ihr eine Straftat vorwirft, die sie nicht begangen hat. Sie wird suspendiert und verliert alles, was ihr im Leben wichtig war. Doch Emma gibt nicht auf. Sie weiß, dass sie unschuldig ist und dass hier etwas im Argen liegt. Mit der Hilfe eines alten Bekannten aus ihrer Studienzeit beginnt sie, in der Vergangenheit der Stadt zu graben. Was sie dabei entdeckt, lässt sie an ihrem Verstand zweifeln. Die Wahrheit ist grausam und bedroht alles, was Emma je wichtig war. Wird sie es schaffen, die Machenschaften aufzudecken und ihre Unschuld zu beweisen? Oder wird sie im Sumpf aus Lügen und Intrigen untergehen? Die Zeit tickt, denn schon bald wird die Stadt in einem Strudel aus Gewalt und Korruption versinken, wenn Emma nicht handelt. […]
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Die Berge ragen wie schwarze Reißzähne in ein Firmament, das jede Farbe verloren hat. In dieser abgeschiedenen Kulisse, weitab von der trügerischen Sicherheit der Zivilisation, liegt eine Hütte, deren morsche Dielen mehr als nur den Staub der Jahrzehnte verbergen. Die Atmosphäre ist geladen mit der statischen Elektrizität eines aufziehenden Unwetters, das die Welt in eine Falle aus Wind und Schatten zu verwandeln droht. Es ist ein Ort, an dem die Luft nach Ozon und der bitteren Süße von Geheimnissen schmeckt, die viel zu lange im Verborgenen gärten. Fünf Menschen kehren an diesen Ort zurück, getrieben von einer Vergangenheit, die niemals ganz veratmet wurde. Was als ein nostalgisches Wiedersehen geplant war, entwickelt sich mit dem ersten Donnerschlag zu einer psychologischen Zerreißprobe. Warum weichen die Augen der Anwesenden einander aus, wenn das Kaminfeuer Schatten an die Wand wirft, die größer sind als die Personen selbst? Ein unvorhersehbarer Sturm schneidet jede Verbindung zur Außenwelt ab und zwingt die Gruppe dazu, sich den Geistern zu stellen, die sie seit über einem Jahrzehnt jagen. In der klaustrophobischen Enge der Hütte beginnt das Fundament aus Lügen zu bröckeln, während draußen der Orkan die Natur zerfetzt. Die Dynamik verschiebt sich unaufhaltsam, als ein verschollenes Dokument auftaucht, das alles infrage stellt, was die Freunde über jene eine, schicksalhafte Nacht im Sommer ihrer Jugend zu wissen glaubten. Plötzlich wandelt sich die vertraute Runde in ein Geflecht aus Jägern und Gejagten. Wer trägt die wahre Last der Verantwortung für das, was im Graben der Landstraße zurückblieb? Mysteriöse Symbole einer alten Schuld treten zutage, und eine überraschende Enthüllung droht die mühsam aufgebauten Identitäten der Beteiligten in Asche zu verwandeln. Während das Auge des Orkans für eine trügerische, totenstille Pause sorgt, bereitet sich im Inneren der Hütte eine emotionale Entladung vor, die weitaus gefährlicher ist als der tobende Wind. Ein einziger Funke genügt, um die mühsam unterdrückte Leidenschaft und den tiefsitzenden Verrat zur Explosion zu bringen. Doch wer wird im ersten Licht des Morgens noch in der Lage sein, den Trümmern dieses Sturms zu entkommen? […]
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
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Abreise nach Australien, LTE Empfang im nirgendwo, am Flughafen Zeit totschlagen und Boarding. Der Staat Australien, Australia, Langform Commonwealth of Australia, deutsch Australischer Bund liegt auf der Südhalbkugel nordwestlich von Neuseeland und südlich von Indonesien, Osttimor und Papua-Neuguinea. Das Staatsgebiet umfasst neben der kontinentalen Hauptlandmasse Australiens die ihr südlich vorgelagerte Insel Tasmanien, die subantarktische Macquarieinsel mit ihren Nebeninseln und als sogenannte Außengebiete die pazifische Norfolkinsel, die Kokosinseln, die Weihnachtsinsel sowie die Ashmore- und Cartierinseln und die Heard und McDonaldinseln im Indischen Ozean. Australien ist eines der wohlhabendsten Länder der Welt. Beim Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen nahm es 2017 den dritten Rang ein. Das Land verfügt über eine hochmoderne Service- und Dienstleistungsökonomie und über bedeutende Rohstoffvorkommen. Seine Kultur und Wirtschaftskraft machen es zu einem attraktiven Ziel für Migranten, jedoch ist die Einwanderung streng reguliert. Australien ist dünn besiedelt. Es hat etwa 25,3 Millionen Einwohner. Mit einer Fläche von mehr als 7,6 Millionen km² ist der Staat das sechstgrößte Land der Erde nach Russland, Kanada, China, den Vereinigten Staaten und Brasilien. Die Hauptstadt ist Canberra, die größte Stadt ist die Metropole Sydney. Weitere Ballungsräume sind Melbourne, Brisbane, Perth, Adelaide und Gold Coast. Nordöstlich von Melbourne wurde am 22. August 1851 in Victoria Gold gefunden, was die Geschichte Australiens prägte und für mehrere Jahre einen Goldrausch auslöste. Minenarbeiter in Ballarat initiierten im November 1854 den Eureka-Stockade-Aufstand. Die Aufständischen forderten demokratische Reformen, der Aufstand wurde allerdings am 3. Dezember 1854 endgültig von britischen Militärs und lokalen Polizeikräften niedergeschlagen. Da nun Menschen freiwillig nach Australien kamen, konnte das Land nicht mehr gut als Strafkolonie genutzt werden und der Weg zu einer eigenen Nation war geebnet. Zwischen 1855 und 1890 erhielten die einzelnen Kolonien das Privileg des Responsible Government und damit eine größere Unabhängigkeit vom britischen Empire. London behielt allerdings vorerst die Kontrolle über Außenpolitik, Verteidigung und Außenhandel. […]
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schritt ein sehr, sehr langer Zug von Männern, welche Tiere mit sich führten oder verschiedene Habseligkeiten trugen, an uns vorüber, wo sie, immer einer nach dem andern, hinter dem Grabmale verschwanden. Dann kamen sie über demselben auf einem Felsenpfade wieder zum Vorscheine, und man konnte von unserm Sitz aus ihren Weg verfolgen, bis derselbe oben in den hohen, dichten Wald verlief. Jetzt mußte ich mit Ali Bey gehen, um das Mahl einzunehmen. Nach demselben trat der Baschi-Bozuk zu mir. Herr, ich muß dir etwas sagen! Was? Uns droht eine große Gefahr! Ah! Welche? Ich weiß es nicht; aber diese Teufelsmänner haben mich seit einer halben Stunde mit Augen angesehen, welche ganz fürchterlich sind. Es sieht grad so aus, als ob sie mich töten wollten! Da der Buluk Emini seine Uniform trug, so konnte ich mir das Verhalten der von den Türken bedrohten Dschesidi sehr leicht erklären; doch war ich vollständig überzeugt, daß ihm nichts geschehen werde. Das ist schlimm! Das Übel, dessen poetische Verkörperung man den Teufel nennt, wandte diesem Manne gegenüber, der zur Hälfte eine Frau war, seine fesselndsten Verführungskünste an und verlangte zunächst nur wenig von ihm, während er ihm vieles gab. Jeder wird jetzt erraten, von welcher finstern Freude Carlos ergriffen wurde, als er von der Liebe des Barons von Nucingen erfuhr, denn er erkannte mit einem einzigen Blick, welchen Nutzen ein Mann seiner Art aus der armen Esther ziehen konnte. Die Verdammten wurden gespießt, gerädert, gevierteilt, zersägt, geschunden, gesotten, und aus Mitleid mit den Armen hab ich da manchem Teufel den Arm und die Augen ausgekratzt. Auswendig hätte er selbst nicht so viele Namen gewußt. Woher ich das alles wisse, fragte er. Ich bekannte und war nun Hahn im Korb, was mich antrieb, auch in 50 den anderen Lerngegenständen allen Fleiß zu verwenden und die Süßigkeit des ersten Platzes dauernd zu verschmecken. […]
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