Ansprache des Königs

Eine Ansprache des Königs vom 6. März verhieß die Eröffnung des Landtags bis spätestens zu Anfang Mai, und bei dem fortwährenden Drängen auf Entlassung des ganzen Ministeriums wurde der Landtag bereits auf den 30. März einberufen. Zugleich ward die Censur vorläufig bis zum 15. April aufgehoben. Indessen waren bedeutende Militärkräfte um Leipzig zusammengezogen und auch preußische Truppen in der Nähe von Leipzig an der Grenze aufgestellt worden. Das Ministerium trat noch vor Eröffnung des Landtags bereits am 13. März zurück; das neue, vom 16._- 22. März gebildete Ministerium bestand aus Braun für die Justiz, v. d. Pforten für das Auswärtige und den Cultus, Georgi für die Finanzen, v. Holtzendorff für den Krieg und Oberländer für das Innere und sein Programm enthielt folgende Verheißungen: Aufhebung der Censur für immer, ein Preßgesetz ohne Cautions- und Concessionswesen, Reform der Rechtspflege auf Grund der Öffentlichkeit und Mündlichkeit mit Geschwornengerichten in Strafsachen, Reform des Wahlgesetzes, Anerkennung des Vereinsrechtes mit Repressivbestimmungen wegen Mißbrauchs, Ordnung der kirchlichen Verhältnisse im Geiste der Duldung und Parität, kräftige Mitwirkung zu zeitgemäßer Gestaltung des Deutschen Bundes mit Volksvertretung bei demselben. In diesem Sinne entfaltete denn nun auch die Regierung sofort ihre Thätigkeit. Die Verordnung vom 23. über die Angelegenheiten der Presse verwies die Bestrafung der Preßvergehen lediglich auf die allgemeinen strafrechtlichen Bestimmungen und hob das Concessionswesen auf; durch ein provisorisches Gesetz vom 11. April ward das Institut der Communalgarde erweitert; am 17. April erging eine Amnestie für alle bis zum 17. März 1848 begangenen politischen Vergehen; am 30. März ward das Versammlungs- und Vereinsrecht freigegeben, die Beaufsichtigung der Universität durch einen Regierungscommissar und das Verbot der Studentenverbindungen aufgehoben. Der Vertrauensmann am Bundestage wurde im Sinne der Herstellung eines Bundesstaates auf volksthümlicher Grundlage mit einem von verantwortlichen Ministern umgebenen Oberhaupte, einem Parlament von zwei Häusern und einem Reichsgericht instruirt. Dem stockenden Verkehr wurde durch öffentliche Arbeiten, durch Vorschußleistung von 300,000 Thalern auf Waaren etc. aufzuhelfen gesucht und zugleich zur Unterstützung der erschöpften Staatskassen (schon wenige Monate nach der Revolution war ein Kassenbestand von 10 Mill. neben der laufenden und vorauserhobenen Steuer verbraucht worden) die Erhebung einer Einkommensteuer vorbereitet. So entschieden nun aber auch die Regierung ihr reformatorisches Werk angegriffen hatte, so hörte dennoch die Bewegung von unten keineswegs auf, breitete sich vielmehr, namentlich in Folge der Freigebung des Vereinsrechtes, immer weiter aus. In kurzer Zeit war das ganze Land von einem Netze von Vereinen bedeckt, welche alle Richtungen des Zeitgeistes repräsentirten, namentlich der demokratische Vaterlands-, der liberale Deutsche, der gemäßigte Constitutionelle Verein, der conservative Sachsenverein etc. Das Überwiegen des rein demokratischen Elementes stellte sich schon bei den Wahlen zur Frankfurter Nationalversammlung heraus, indem von 24 sächsischen Abgeordneten in der Paulskirche 20 auf der Linken, zum Theil auf der äußersten Linken saßen. Dennoch traten im Anfange wirkliche Äußerungen einer revolutionären Stimmung im Ganzen nur vereinzelt hervor; so ein Straßenauflauf in Dresden am 14. März und die Plünderung und Niederbrennung des Schlosses des Fürsten von Schönburg bei Waldenburg durch eine rohe Menge. Bald aber wendete sich nun die allgemeine Theilnahme der am 18. Mai neu zusammentretenden Ständeversammlung zu.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon
Band 14
Altenburg 1862
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Wie ein gezäumter Renner mit weiten Nüstern lauscht, wenn frei durch Grases Wogen der Brüder Rudel rauscht: So horcht mein Haupt und taucht Vom Fenster in die Nacht, Wenn draußen wilder Lüfte Stürmender Drang erwacht. Da neigen sich und flüstern Willkommen Baum und Strauch, Die heiße Stirn umschmeichelt des Regens kühler Hauch, und aus der Blätter Rauschen, aus Sturmes wogendem Laut tönt rührend eine Stimme Geschwisterlich vertraut. Gras ein Überblick der zu Zeiten, wo die Feldgeschäfte weniger streng giengen und keine häusliche Verrichtung meiner wartete, holte ich ein Buch aus der Hausbibliothek. Diese aber bestand nur aus Schriften, wie Pater 47 Kochems Leben und Leiden Christi. Die Bilder in diesem Buch waren teilweise entsetzlich. Die Verdammten wurden gespießt, gerädert, gevierteilt, zersägt, geschunden, gesotten, und aus Mitleid mit den Armen hab ich da manchem Teufel den Arm und die Augen ausgekratzt. Besonders zogen mich die zwei ersten Teile des Buchs an, worin eine mit allerlei Legenden ausgestattete Beschreibung des gelobten Lands und eine phantastische Schilderung des Paradieses und des Himmels enthalten waren. Aber was bedeuteten die unter dem Text angebrachten fremdartigen Buchstaben und Wörter? Meine Neugier wurde einigermaßen befriedigt, als eines Tags der Schneiderrichard zu uns auf die Stör-Mann, und da derselbe auch Glasscheiben und Fensterblei annahm, so suchte ich auf der Bühne derlei zusammen und verschaffte mir hiedurch die Möglichkeit zu einem Ankauf. Meine Wahl fiel auf eine Weltbeschreibung in welcher man zwar noch Wundermenschen mit Hundsköpfen oder einem so breiten Fuß, daß er beim Ausruhen im Gras als Sonnenschirm sich benützen ließ, doch aber auch manches Nützliche fand. Als nun einst in der Schule die Aufgabe gestellt wurde, es solle jeder sechs Städtenamen auf die Tafel schreiben, so brachten meine Kameraden vielleicht Saulgau, Riedlingen, Buchau, Biberach, Ehingen, Ulm fertig, während ich mit einem ganzen Haufen von Städten aus Italien und China und Amerika aufwartete. Der Lehrer schaute mich ganz verblüfft an. Auswendig hätte er selbst nicht so viele Namen gewußt. Woher ich das alles wisse, fragte er. Ich bekannte und war nun Hahn im Korb, was mich antrieb, auch in 50 den anderen Lerngegenständen allen Fleiß zu verwenden und die Süßigkeit des ersten Platzes dauernd zu verschmecken. […]
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Der Hut baut, Wie der weiter Strand zum Sophientor. Die Hülle fällt ab von der Seele, und du kannst sie betrachten in ihrer schönen Nacktheit. Sonst ist nicht viel vom Mathematisch-Physikalischer Salon zu berichten. Was tat er denn Großes? Denn der Zwinger ist Minenfrei, auch Wallgraben und Kronentor von allen Minen bräumt, wir können wider Heilen und dichten. Es sei kein Knochenbruch vorhanden, und in acht bis zehn Tagen werde der König einfach beschrieben, der Patient das Bette verlassen können. Eine zweite Ehre erfuhr mir in Folge meiner angemaßten Würde am Peter- und Paulsfeste in der Peterskirche, am Zwinger und Wallgraben . Eine Verlängerung ansuchen wollte ich nicht, da ich schon dem Dienstrange nach der nächste zu einer bald bevorstehenden Beförderung war. Ich erhielt demnach eine Zuschrift von dem Oberstkämmerer und Reisemarschall Grafen Wrbna, nach deren Inhalt Seine Majestät meinen Antrag, bei dem kranken Grafen Wurmbrand zurückzubleiben bemerkte die Bewegung, ergreift meinen Rock und präsentiert ihn mir, eine Ehre, die wohl wenigen Menschen widerfahren ist. Am Tage selbst fühlte er Schmerzen in seinem kaum geheilten Fuße und er forderte mich daher auf, allein das Oratorium zu benützen. Des andern Morgens rückt der Graf mit einem Anliegen hervor. Der Hof werde in einigen Tagen von Neapel abreisen; krank, in einem fremden Lande, mit zwei Bedienten, von denen keiner ein Wort italienisch verstehe, zurückzubleiben, sei ihm unerträglich, ob ich mich entschließen könne meine eigene Abreise aufzuschieben und die kurze Zeit bei ihm auszuhalten, bis er wieder transportabel sei; er würde mich dann zurückbringen bis wo er wieder mit dem Hofe zusammentreffe, wo ich dann Herr meiner weitern Bestimmungen sei. […]
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bedienten sich ihrer Stöcke gleich Sensen und mähten ganze Reihen von Kurukus nieder, die gar nicht daran dachten, zu entfliehen, und sich stumpfsinnig niedermetzeln ließen. Wohl lagen schon gegen Hundert auf dem Boden, bevor die klebrigen davonflogen. Der Seemann und der junge Mensch schlichen sich durch das Gras und bis an den Fuß eines Baumes, dessen Zweige die kleinen Vögel dicht besetzt hatten. Die Kurukus lauern in solcher Aufstellung auf Insectenschwärme, die ihnen zur Nahrung dienen. Man sah, wie ihre befiederten Füßchen die jungen Triebe, auf denen sie saßen, fest umklammert hielten. Der Seemann reihte die Kurukus, so wie Lerchen, an dünnen Zweigen auf, und weiter ging der Zug. Der Wasserlauf bildete eine Biegung nach Süden, welche jedoch keine zu große Ausdehnung haben konnte, da seine Quelle offenbar in den Bergen lag und sich vielleicht von dem schmelzenden Schnee der einen Seitenwand des Centralkegels ernährte. Das Nest wird auf oder hart über dem Boden ohne große Sorgfalt, jedoch immer zwischen Gras oder Getreidehalmen angelegt und selbstverständlich zum Mittelpunkte des Wohngebietes eines Paares. Während nun die Weibchen sich dem Fortpflanzungsgeschäfte hingeben, treiben sich die Männchen im neckenden Wetteifer über dem Halmenwald umher. Eines und das andere erhebt sich singend in die Luft und schwingt sich hier in eigentümlichen Absätzen auf und nieder. Das Lied des einen erregt alle übrigen, und bald sieht man eine Menge aufsteigen und vernimmt von jedem die anmutig heitere Weise. Mit Recht rühmen die Nordamerikaner den Gesang dieses Vogels; er genügt selbst dem verwöhnten Ohr eines deutschen Liebhabers. Die Töne sind reich an Wechsel, werden aber mit großer Schnelligkeit und anscheinender Verwirrung ausgestoßen und so eifrig fortgesetzt, daß man zuweilen den Gesang von einem halben Dutzend zu vernehmen glaubt, während doch nur ein einziger singt. Eine Vorstellung kann man sich nach Wilson von diesem Gesange machen, wenn man auf einem Pianoforte rasch nach einander verschiedene Töne, hohe und tiefe durcheinander, ohne eigentliche Regel anschlägt. Aber die Wirkung des ganzen ist gut. Recht häufig singt das Männchen übrigens auch im Sitzen und dann unter lebhafter Begleitung mit den Flügeln, nach Art unsers Stares. In seinen Bewegungen zeigt sich der Paperling als sehr gewandter Vogel. Sein Gang auf dem Boden ist mehr ein Schreiten als ein Hüpfen, sein Flug leicht und schön. Zudem versteht er es, in seinem Halmenwald auf- und niederzuklettern, trotz eines Rohrsängers. […]
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Jeder nennet froh die Seine, Ich nur stehe hier alleine, Denn was früge wohl die Eine: Wen der Fremdling eben meine? Und so muß ich, wie im Strome dort die Welle, Ungehört verrauschen an des Frühlings Schwelle. Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Wanderlieder Gedichte 1841 www.zeno.org Fremdling der du noch nie gefischt hast, hebe deine Hände zu Gott. Nach einiger Zeit folgt der zweite Besuch auf denselben Inseln. Überrascht lassen die Schwarzen ihre schon erhobenen Waffen sinken. Es lacht aus den Augen, den braunen,Ein schalkhaft blitzendes Licht. Lebt wohl ihr Thäler, ihr umgrünten Höhen So anmuthsvoll! Schwand er dir in ungemeßne Fernen,Den dein ganzes volles Herz geliebt? Sei freigebig im Glück und dankbar im Unglück. Sie sind aber in eine Mördergrube gerathen und werden eingeschlossen. Drei Erzengel, Schwerter in Händen, reiten mit ihm in den Streit. Zu ihm hatte der Knabe Zutrauen, weil er ihn kannte. Er reitet fort, aber sie eilt ihm nach und will ihm einen Trank bringen. Nach dreijähriger, abenteuervoller Irrfahrt nähern sie sich dem h. Die Schlucht ist leer, nur Halme bewegen sich im Wind. Von dem seltsamen Fremdling haben sie offenbar nichts zu befürchten. Pompeji. Für jetzt noch mögen die FreundeStill im Schatten uns dulden. Mein Auge soll euch nimmer wiedersehen, O lebet wohl! Auferstandne Stadt der Heiden,Sei gegrüßt, Ersehnte du! Sei des Vertrauens deines Nächsten wert und schaue hellen und freundlichen Auges auf ihn. Zwei Alte saßen im Geschwätze,Und besserten zerrißne Netze. Sei ein Schatz dem Armen, ein Mahner dem Reichen, eine Antwort auf den Schrei des Bedürftigen, und halte dein Versprechen heilig. Sei gerecht in deinem Urteil und behutsam in deiner Rede. Sei zu keinem Menschen ungerecht und erweise allen Sanftmut. Sei wie eine Lampe für die, so im Dunkeln gehen, eine Freude den Betrübten, ein Meer für die Dürstenden, ein schützender Port für die Bedrängten, Stütze und Verteidiger für das Opfer der Unterdrückung. Laß Lauterkeit und Redlichkeit all dein Handeln auszeichnen. Sei ein Heim dem Fremdling, ein Balsam dem Leidenden, dem Flüchtling ein starker Turm. Es soll nun eine Braut für ihn gewählt werden. […]
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