Eröffnung des fünften Landtages

Unter der unruhigsten Bewegung des Landes, wovon etwa nur das höhere Erzgebirge und die Lausitz eine Ausnahme machte, erfolgte am 14. Sept. die Eröffnung des fünften Landtages. Hinsichtlich der Parteigestaltung bot dieser Landtag im Vergleich zu dem früheren eine bezeichnende Veränderung dar; die alte Opposition hatte einen Zuwachs erhalten, welcher sehr bald als Linke mit größerer Entschiedenheit auftrat und das Übergewicht über die ministerielle Rechte bekam; in der Ersten Kammer war dagegen das aristokratische Element in der Majorität. Es wurde auf diesem Landtage zuerst die Abgabe einer Adresse an den König beschlossen, aber der Entwurf dazu, von der Zweiten Kammer verfaßt, kam in seinen wesentlichsten Punkten aus der Ersten so verändert hervor, daß die Zweite Kammer auf die Überreichung dieser Adresse zu verzichten beschloß. In der Frage wegen Öffentlichkeit des Gerichtsverfahrens und der Beschwerden wegen der Presse kam es zu keiner Einigung der beiden Kammern; hinsichtlich der protestantischen Kirchenreform erkannten beide Kammern die Nothwendigkeit einer solchen an, ohne sich jedoch für bestimmte neue Formen auszusprechen, und beruhigten sich endlich bei dem Versprechen der Regierung dem nächsten Landtag einen bezüglichen Gesetzentwurf vorlegen zu wollen; wegen des Deutschkatholicismus schlossen sie sich dem von der Regierung vorgeschlagenen Interimisticum (publicirt im Juli 1846) an. Die Verhandlungen über die Leipziger Augustereignisse fielen in eine Zeit, wo die Verhältnisse innerhalb der Kammern, wie die öffentliche Meinung über dieselben, eine wesentliche Änderung erlitten hatten, daher wurde schließlich das Verfahren des Militärs für gerechtfertigt erklärt und der Antrag auf Einleitung einer Criminaluntersuchung wider die Veranlasser der Maßregeln gegen die Volksmenge abgelehnt. Außerdem beschäftigte sich der Landtag mit dem Bau eines neuen Museums in Dresden, der Landtagsordnung, der Landrentenbank, einem neuen Maßsystem. So waren im Ganzen die hohen Erwartungen, welche Viele von dem Landtag von 1845-46 gehegt hatten, nur in geringem Maße erfüllt worden. Am 4. Juli 1845 erfolgte auch die endliche Regulirung des Besitzstandes der böhmischen Enclaven Schirgiswalde und Petersbach, welche 1809 im Schönbrunner Frieden dem Königreich Sachsen zugewiesen worden waren, indem dieselben von Seiten Österreichs an Sachsen übergeben wurden. Der auch Sachsen mit seiner dichtgedrängten Bevölkerung hart betreffende Nothstand von 1846-47 und die Verhältnisse der Sächsisch-baierischen Eisenbahn machten die Einberufung eines außerordentlichen Landtags nothwendig, welcher vom 18. Januar bis 22. März 1847 tagte. Die Verhandlungen desselben über die gegen den Nothstand zu ergreifenden Maßregeln veranlaßten eine allseitige Beleuchtung des sächsischen Pauperismus und seiner Ursachen, außerordentliche Regierungsmaßregeln wurden aber als nicht nothwendig anerkannt; nur der Bau von Straßen in den bedrängtesten Bezirken und etwaige Anlegung von Mehlmagazinen wurde empfohlen und im Übrigen die Privatmildthätigkeit für ausreichend gehalten. Außerdem wurde die Übernahme der Sächsischbaierischen Eisenbahn durch den Staat genehmigt. Das Jahr 1847 verging in äußerlicher Ruhe, desto bewegter wurde das folgende.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon
Band 14
Altenburg 1862
www.zeno.org

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Landtag Parteigestaltung
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Ob wir hungrig waren! Ein ordentliches Tagewerk lag hinter uns. So hieben wir denn tüchtig ein und als wir wieder auf unser Zimmer kamen, - da - da war keine einzige Schlange mehr zu sehen, alle weg, wie weggeblasen. Wir hatten den Sack nicht fest genug zugebunden und das Rackerzeug hatte sich durchgeringelt. Wir hatten den Sack nicht fest genug zugebunden und das Rackerzeug hatte sich durchgeringelt. Das focht uns aber nicht viel an, denn wir dachten, weit könnten sie doch nicht sein, und sie würden sich schon wieder einfangen lassen. Wahrhaftig, in der nächsten Zeit konnte man sich über Schlangenmangel im Hause nicht beklagen. Immer ab und zu fiel mal eine von irgendwo herunter und immer gerade in die Schüssel, vor der man eben saß, oder auf den Teller oder hinten auf den Nacken, wenn man den Kopf bückte, kurz, immer dahin, wo man sie am wenigsten brauchen konnte. Schön waren sie aber alle und fein gestreift und mich hätte eine Million davon weiter nicht geniert. Solche Bilder wirken schon auf das kindliche Gemüth der Jugend wie auf den für Aberglauben empfänglichen Sinn des ungebildeten Volkes und erregen Abscheu und Haß gegen die Thiere, welche Ansprüche auf Schonung und Hegung haben. Da er nicht so mächtig ist, kann er nicht so grausam sein. Ich will mich darauf beschränken, ein einfaches Weib zu sein. Die wir gebildet uns wähnen, sind noch Barbaren dagegen. Er könnte es nicht, selbst wenn er es wollte. Der Aufenthalt der Fledermäuse im Dunkeln, das Mäuseartige des Körpers, die wunderlich gestalteten dunkelhäutigen Flughände sowie der mitunter abschreckende Gesichtsausdruck und die unangenehm kreischende Stimme der Fledermaus geben der ganzen Erscheinung etwas Unheimliches, was schon die Alten gefühlt haben mögen. Wisse, noch liegt auf der Stadt Blutschuld von deiner Hand. Ich übersehe nicht, daß noch ein Zweites im Spiel ist. Nicht toleranter als die Frömmler pflegen ihre Gegenfüßler, die Deisten, Freigeister und Religionsspötter von gemeiner Art zu sein. Die ganze Atmosphäre war getränkt von Gram und Elend. Alle wurden gerührt von den Liedern, nicht seine Geliebte. Ich wache! die Zauberpferde sind bereit, ich entführe euch. […]
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Hörst du nicht die Glocken läuten, Wunderlieblich, wunderhelle? Fromme Kirchengänger schreiten Andachtsvoll zur Dorfkapelle. Ei, mein Freund, das sind die Schellen Von den Ochsen, von den Kühen, Die nach ihren dunkeln Ställen Mit gesenktem Kopfe ziehen. Alteingesessene Cafés und Kinos mussten schließen und es vollzog sich ein Wandel vom Prachtboulevard hin zur Einkaufsstraße. Ost und West fanden am 9. November 1989 bei einer riesigen Trabi-Parade auf dem Kudamm zusammen. Dies blieb für den Kudamm natürlich nicht ohne Folgen. Zwischen Uhlandstraße und Adenauerplatz sind Modelabels wie Prada und Gucci präsent. Nachdem die Philistäer die Archen des Herrn oder den h. Man konzentrierte sich auf das historische Zentrum um den Potsdamer Platz. In unserem Hofe fanden wir Alles zum Aufbruch bereit. Ja, wenn sie ihn bezahlen könnten, meinte der Mann. Mit dem Mauerfall verlor der Kurfürstendamm an Bedeutung. Sie wird vor Schulbeginn noch einmal in die Kirche geführt. Ein Besuch des Kurfürstendamms zählt zum unverzichtbaren Besuchsprogramm eines Berlin-Aufenthaltes und verspricht die unvergessliche Begegnung mit einem Mythos. Hier waren 2000 Jahre vor der Zeitenwende die Hethiter eingedrungen und hatten ein Weltreich errichtet; waren um 1200 vor der Zeiten- wende die Seevölker durchmarschiert und auf Ochsenkarren bis nach Ägypten gelangt; hatten die Meder und Perser ihrem Reich wichtige Provinzen zugefügt; hatte der legendäre König Midas gelebt, dem alles zu Gold wurde, was er anfasste; und hier war Alexander der Große mit seinem Heer auf dem Wege nach Indien durchgezogen. Ab und zu kommt ein Wind und wirbelt Sandkörner auf. Nach etwa km frage ich einen jungen Mann, der mir begegnet. Von den elyseischen Höhen der Sabina glänzt es herüber. Erst lange nach den Kreuzzügen stießen die Türken ihrerseits nach Europa vor und standen 1683 vor Wien, eine Tatsache, der die Wiener die Bekanntschaft mit dem Kaffee und ihre Kaffeehäuser verdanken. Ich frage den jungen Mann, ob wir richtig sind. Die Kreuzfahrer hatten nun den Vorstoß der Turkstämme gestoppt, wenn auch nicht für immer. […]
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Zu Beginn der Sprachausbildung in Business English / Wirtschaftsenglisch zur Folge haben wir mit den Lernenden einen Einstufungstest durch, der Information bezüglich der sprachliche Ausgangsbasis, d.h. bezüglich der noch anwendungsbereiten Erfahrungen, der Lernenden gibt. Nach wie vor auf dem Laufenden eine Bedarfsanalyse die Lehrkraft außerdem, welche Sprachtätigkeiten (z.B. Telefonieren, Verhandlungen aufnehmen, berufsbezogene Unterredung, formgerechter Schriftverkehr, Produktvorstellungen in englischer Sprache, fachspezifischer Informationsaustausch) und thematischen Schlüsselbereiche im einzelnen Lernenden in der Kategorie Business English von spezieller Bedeutung sind. Der Englischunterricht an der Sprachschule in Berlin-Mitte kann auch darauf in Linie gebracht sein, die Beteiligter auf konkrete berufliche Ereignisse und Projekt planmäßig vorzubereiten, u.a. Fachvorträge, Gespräche, Dienstreisen, Tagungen, Messen und Rücksprachen im englischsprachigen Ausland. […]
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Die Leiche werde ich dir übergeben; aber dieser Lebende bleibt mein. Warum soll er hier bleiben? Wenn noch jemand wagt, dieses Haus oder diesen Hof zu betreten, so wird er von dem Hunde zerrissen. Dieser Mann bleibt als Geisel hier. Und ich verlange ihn! sagte der Nezanum barsch. Und ich behalte ihn! lautete meine Antwort. Ich bin Nezanum und gebiete es dir! Laß das Gebieten bleiben! Willst du die Leiche mitnehmen oder nicht? Ich nehme beide, den Toten und den Lebendigen! Ich will nicht grausam sein, sondern dir versprechen, daß dieser Mann nicht in dieser unbequemen Lage bleiben soll. Ich werde ihn mit herunter in die Stube nehmen. Aber jeder Angriff gegen uns würde seinen Tod zur Folge haben! Er legte die Hand auf meinen Arm und sagte ernst: Schon dieser eine hier, welchen der Hund erwürgt hat, fordert euern Tod. Oder kennen die Tschermaki die Blutrache nicht? Was redest du von Blutrache? Ein Hund hat einen Dieb erbissen. Es bleibt hier übrigens noch zu erwähnen, daß sich am 15. Oktober 1780 Herzog Karl Wilhelm Ferdinands Tochter Prinzessin Auguste Karoline Friederike Luise von Braunschweig mit dem Prinzen Friedrich von Württemberg (Von 1754 bis 1816; ab 1797 regierender Herzog, ab 1803 Kurfürst und ab 1806 als Friedrich I. König von Württemberg) vermählte. Jedoch gab das ungleiche Paar, Auguste war erst 16 Jahre alt und Prinz Friedrich 26, das an unüberbrückbaren Gegensätzen scheiterte. Friedrichs streng religiöse und zugleich moralische Grundsätze, seine Neigung zu Rechthaberei und seine Überlegenheit stießen sich an dem Temperament seiner noch kindlichen Gemahlin. Aus der Ehe die 1786 geschieden wurde, entsprang unter anderem am 27. September 1781 Prinz Friedrich Wilhelm Karl (1781-1864) genannt Wilhelm der später als König Wilhelm I. von Württemberg in die Geschichte einging, und sich während der Befreiungskriege gegen Napoleon im Jahr 1814 und 1815 besonders in Frankreich (La Rothiére, Montereau, La Fére Champenoise, Souffelweyersheim) als sehr fähiger Heerführer in der verbündeten Hauptarmee des Fürsten von Schwarzenberg seine Talente, besonders die als Reiterführer, hervorragend unter Beweis stellte. […]
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Der Weise sprach zu Alexandern: Dort, wo die lichten Welten wandern, ist manches Volk, ist manche Stadt. Was tut der Mann von tausend Siegen? Die Memme weint, daß, dort zu kriegen, der Himmel keine Brücken hat. Ists wahr, was ihn der Weise lehret, und finden, was zur Welt gehöret, daselbst auch Wein und Mädchen statt: So lasset, Brüder, Tränen fließen, daß, dort zu trinken und zu küssen, der Himmel keine Brücken hat. Bei einem allmählichen Aufgeben der Bergarbeiten würden auch die Bergmannsgerätschaften nicht in so großer Menge aufzufinden gewesen sein. Seit jener Zeit sind die alten Bergwerke daselbst wieder in Vergessenheit geraten. Er hatte die Heilquellen des heutigen Bades Augustusbad aufgefunden. Im Tannengrunde entstand nun ein Bad. Nicht weit von dem Platze, welchen ehemals die Schmelzhütte einnahm, fand man beim Graben einen unversehrten Wasserbehälter aus Eichenholz, der drei Meter lang war. Dieses Gold war sehr wichtig, der Knoten ist geplatzt, die kirchlichen Gewänder für das Hochamt, auf silbernem Grunde mit Gold gestickt, schätzt man auf viertausend Taler. In diesem Noviziate beim Kolleg beginnen auch die Priester nach vollendeten Studien das dritte Probejahr. Die Bibliothek des Kollegs ist klein, aber gewählt; die Kirche macht einen prächtigen Eindruck. Der Prokurator der Provinz bewohnt mit seinen Gehilfen ein eigenes Haus. Jenes andere Haus am Ende der Stadt bleibt für solche bestimmt, die acht Tage hindurch die geistlichen Übungen machen wollen. Diese Kirche gewinnt noch immer mehr an Schmuck; denn jeder Prokurator, der nach Rom reist und eine Mission nach Amerika abholt, will auch für dieses Gotteshaus etwas ausgezeichnet Schönes mitbringen. Jetzt aber ist das Noviziat mit dem Kolleg vereinigt. Der Tabernakel, zwei und eine halbe Elle hoch, wurde in Italien verfertigt und weist verschiedenfarbigen Kristall auf. Auch eine Apotheke ist dort eingerichtet. An hohen Festtagen strahlt Silberglanz von den mit karmesinrotem Damaste behangenen Wänden; unzählige Lichter vervielfältigen sich in kristallenen Hängeleuchtern. Der Altar ist mit Spiegeln und Kristall belegt; ein Antependium besteht aus geschlagenem Silber, ein anderes ist aus Spiegeln und Kristall zusammengesetzt und mit silbernen und vergoldeten Gewinden geziert. Früher war das Noviziat vom Kolleg abgesondert; es besaß ein eigenes Gebäude mit einer Kirche am Ende der Stadt. […]
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