Berlin

­ Da fährt die Hochbahn in ein Haus hinein
Und auf der ändern Seite wieder raus.
Und blind und düster stemmt sich Haus an Haus.
Einmal - nicht lange - müßtest du hier sein.
Wo das aufregend gefährlich flutet und wimmelt
Und tutet und bimmelt
Am Kurfürstendamm und am Zoo.
Das Leben in Pelzen und Leder.
Es drängt einen so oder so
Leicht unter die Räder.­
Sonst habe ich gut hier gefallen.
Man hat mir hohe Gagen angeboten.
Aber weißt du: jeder verkehrt hier mit allen,
Nur nicht mit stillen Menschen oder mit toten.
Ich bin so stolz darauf, dir einen Scheck zu überweisen.
Ja, ja, hier heißt es sich durchbeißen.
Das gibt mir mancherlei Lehre.
Heute ging mir beim Kofferflicken die Nagelschere
Entzwei. Not bric­ht Eisen. -

Quelle:
Reisebriefe eines Artisten
Joachim Ringelnatz - 1927

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Kein Frühling, ein grauer Wolkenschleier

Und hoffst du noch von Tag zu Tag, ob's endlich Frühling werden mag? Es hüllt den goldnen Sonnenschein ein grauer Wolkenschleier ein; durch kahle Bäume braust der Nord, kein grüner Hauch, kein Blättchen dort; und wagt sich unterm Moose dicht ein Blümchen kühn hervor ans Licht, da trifft es rauh des Sturmes Kuß, so daß es schauernd sterben muß. Wenn die Luft nach […]
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lief mit Windeseile davon

Nicht einmal mit der Feuerzange getraute sie sich eine anzufassen. Und wenn sie sich nachts im Bett umdrehte und zufällig ein solch armes, unschuldiges Tierchen berührte, schlug sie ein Geheul auf, als ob das Haus in Flammen stünde. Ihren alten Mann regte sie so auf mit der Sache, daß er einmal sagte, er müsse fast wünschen, der Herr habe die Schlangen zu erschaffen […]
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Gute Nacht Blumengarten im Dunkeln

Doña Clara! Doña Clara! Ja, ich schwör es, ja, ich komme! Will mit dir den Reihen tanzen; – Gute Nacht, ich komme morgen. Gute Nacht! – Das Fenster klirrte. Seufzend stand Ramiro unten, Stand noch lange wie versteinert; Endlich schwand er fort im Dunkeln. – bunter-Blumengarten- bunter Blumengarten Endlich auch, nach langem Ringen, Muß die Nacht dem Tage weichen; Wie […]
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Schloss Moritzburg bei Dresden entstand aus einem Jagdhaus des 16. Jahrhunderts. Das Jagdschloss Moritzburg erhielt im 18. Jahrhundert unter August dem Starken seine heutige Gestalt. Schloss Moritzburg steht auf einer künstlichen Insel. Der barocke Hauptbau mit 4 Türmen steht auf dem podestartigen Sockel. Acht Wachhäusschen gruppieren sind auf der Insel rund um Schloss Moritzburg. Das harmonische Landschaftsbild des Schlosses vervollständigt die nördliche Gartenanlage, das östlich liegende Fasanenschlösschen mit kleiner Hafenanlage, dem Venusbrunnen, die Dardanellen sowie ein Hellhaus im Zentrum des Schneisensterns im nördlichen Friedewald. Man erblickt die vom Schicksale heimgesuchte Stadt in Flammen. Seit jener Zeit nennt man dieses Haus das Feuerhaus. Es ist dasselbe aber auch in anderer Beziehung noch geschichtlich denkwürdig. Im Jahre 1707 gehörte dieses Gebäude dem Leibmedikus August des Starken, Dr. Haberkorn. Als die Stadt im genannten Jahre ebenfalls von einem Brande heimgesucht wurde, verlor er seine kostbare Bibliothek. Die Soldaten haben die Häuser und Höfe mit ihren Leuten, die Reiter mit ihren Pferden in den Gärten, an die Planken, gemeine Wiesen, auch Scheunen sich Platz gemacht, den Weiß- und Futterhaber, Garben schockweise den Pferden vorgeworfen, dem Korn die Ähren abgehauen; das Heu und Getreide bei manchem meist vernichtet; Nachts bei entstandenem Platzregen von Weizengarben sich Hütten gemacht und also überall, trotz des Verbotes, ein traurig Schauspiel nach sich gelassen, schreibt der Chronist, ein Augenzeuge jener Tage. Die Möblierung der Räume erfolgte nach zeitgenössischem Geschmack, jedoch wurden bis zur Lieferung der bestellten Möbel durchaus die veralteten Ledertapetenstühle, Tische und Schränke aus Schloss Moritzburg benutzt. Neu hinzu kamen fünf Möbelstücke aus der Manufaktur David Röntgens, Sitzmöbel in der Art Johann Gottlob Hofmanns aus Leipzig und ein besonders herausragender Konsoltisch des Hofjuveliers Johann Christian Neuber aus Dresden. Dieser Tisch mit sächsischen Edelstein- und Porzellaneinlagen soll ein Hochzeitsgeschenk der Stadt Freiberg für das Paar gewesen sein.77 (Abb.25,26) Das Fasanenschlösschen war neben dem Neubau der Pillnitzer Flügelbauten ab 1788 und dem Neuen Palais Pillnitz nach 1818 einer der wenigen Schlossneubauten in der Regierungszeit Friedrich Augusts iI.. […]
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Ich fragte meine Schöne: Wie soll mein Lied dich nennen? Soll dich als Dorimene, als Galathee, als Chloris, als Lesbia, als Doris, die Welt der Enkel kennen? Ach! Namen sind nur Töne: Sprach meine holde Schöne. Wähl' selbst. Du kannst mich Doris, und Galathee und Chloris, und wie du willst mich nennen; nur nenne mich die Deine. Oder der Mukisch im südöstlichen Kongobecken zieht als Scheinteufel herum, vielleicht als fortlebender Ahne gedacht, um aus den Wäldern böse, schreckhafte Geister zu vertreiben. Klobige Juju Köpfe auf Tänzern mit langen Fasernmänteln behängt, von einer genügsamen einfachen Plastik geben fremdartigem Ahnendienst stilschaffende Nahrung. Die fröhliche, maskenhafte Erstarrung in voluminöse Tierköpfe, etwa bei den Tschamba und Jukum, wo Büffel- oder Alligatorenmasken, totemistischmanistisch in Tiefen mahnen, bei Ernte, Beschneidung und Leichenfest, ihre bunte Mystik demonstrieren, kontrastiert mit der aus Blut geborenen herben Strenge der Aufsatzmasken vom Cross-River, wo hartgeschnitzte Negerköpfe mit Antilopenhaut, vielleicht früher sogar mit Sklavenhaut überzogen, den Kopf des Trägers überkrönen. Die hohe Kunst der Plattnerei und Rüstungsschmiede im Spätmittelalter und der Renaissance hatte zum Ziel dem Träger den besten Kompromiß von Körperschutz, Gewicht, Bewegungsfreiheit und Einsatzdauer zu bieten. Die Brustplatte wurde bei größerer Materialstärke gewölbter und mußte immer mehr den Beschuß aus Feuerwaffen standhalten. Die Qualität der Harnische reichte von der Massenproduktion für einfache Fußsoldaten bis hin zu maßgeschneiderten aufwendig verzierten Einzelstücken, die einen hohen Repräsentations- und Prestigewert für den Besitzer hatten. Im Jahre 1582 begab sich auf einmal aus allen Welttheilen eine lebhafte Wanderschaft nach Pyrmont, einer damals zwar bekannten, aber doch noch nicht hochberühmten Quelle; ein Wunder, das Niemand zu erklären wußte. Er bekommt ein Rübenfeld zu hüten und erschiesst den Hausherrn, der selbst bei Nacht kommt, um sich eine Schürze voll Rüben zu holen. Narr! einen Spaß mus ich dir doch erzählen, den ich neulich im Cäcilien-Kloster angerichtet habe. Hier liegen Männer, Kameraden, Krieger, die des Jahrhunderts stumme Herrscher sind! Wir denken die Nonnen können izt in den Federn seyn. Durch die Nachricht hiervon wird ein deutscher wackerer Ritter, der in den besten Jahren steht, aufgeregt; er befiehlt seinem Knappen, alles zu rüsten und auf der Fahrt ein genaues Tagebuch zu führen, denn dieser, als Knabe zum Münch bestimmt, war gewandt genug mit der Feder. […]
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Unsere Sprachschule ist bzw. war unter anderem für folgende Unternehmen, Institutionen und Behörden tätig: Stadtverwaltung Dresden, WOBA Dresden GmbH, Stadtentwässerung Dresden GmbH, delta lloyd, AREVA Energietechnik GmbH Frankfurt, Contract Medical International GmbH, AEG Power Solutions GmbH, Cofely Deutschland GmbH, Welthungerhilfe Bonn, VVW GmbH Sachsen, Transfer GmbH & Co. KG, Montagetechnik Plauen GmbH, WSB Neue Energien GmbH, Plastic Logic GmbH Dresden, Recon Metal GmbH Dresden, Dresdner Gardinen- und Spitzenmanufaktur GmbH & Co. KG, pop-out / Rosenstolz, Berlin, Affinitas GmbH Berlin, Skytron Energy GmbH Berlin, Geriatrische Rehabilitationsklinik Radeburg GmbH, ABX-CRO advanced pharmaceutical services Forschungsgesellschaft GmbH, Dresden, Marcolini Praxisklinik Dresden, Alogis AG Berlin, YIT Germany GmbH ... […]
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Ich habe geträumt! - Noch pocht mein Herz Von Gram und Grimm empört, Und Thränen der Ohnmacht netzen mein Kissen. Ich ward mishandelt unerhört! ... Doch ruhig! Still! Es war ein Traum! Wie dumpf die Stube! Der Mond scheint hell Wie bläulich brennender Schwefel Und tüncht an die kalkige Wand Mein bäuerlich Fenster grell; Im morschen Holzgetäfel Pickt ein Wurm oder nagt ein Mäuschen; Draußen pfaucht ein Käuzchen Gedämpft im Kiefernforst,. so erschrak ich wieder, bedenkend: daß, wenn der Feind uns in diesem Augenblick überfallen wollte, weder eine Radspeiche noch ein Menschengebein davonkommen würde. Der Sieg bei Petersburg wurde ihm lange streitig gemacht. O, wenn Einer von ihnen jetzt nicht gefehlt hätte! Der Text stammt von Fritz Löhner-Beda und Ernst Neubach. Dem alten trocknen Harm wurde wieder weich und warm. Erst spät legt' ich mich ins Zelt und hoffte des tiefsten Schlafes zu genießen; aber die Natur hat manches Unbequeme zwischen ihre schönsten Gaben ausgestreut, und so gehört zu den ungeselligsten Unarten des Menschen, daß er schlafend, eben wenn er selbst am tiefsten ruht, den Gesellen durch unbändiges Schnarchen wach zu halten pflegt. Es wurde auch nicht viel aus der gedrohten Abrechnung. So sieht es aus, wenn Franz arbeitet. An Mut wird es mir nicht fehlen! versetzte ich. Dieses Gefühl hatte ihm die Begegnung mit Ferdinand verliehen. Wenn man dagegen von der vierjährigen Brut des Maikäfers oder der siebenzehnjährigen jener Cikade spricht, so legt man die Kalenderjahre zu Grunde. Ich habe sehr unter den Geräuschen in meinem Zimmer gelitten. Mit den Eiern dieser Schmetterlinge beginnt die zweite oder Winterbrut, die vor dem Winter bis zum Puppenstande gelangt und mit dem Ausschlüpfen des Falters im April zu Ende geht. Von diesen fliegen die Schmetterlinge ungefähr im August, mit welchem Monate die Sommerbrut zum Abschlusse gelangt. Der schönste Teil der Reise ist die Flussenge bei Breves. Er lauschte angestrengt auf die erwachenden Stimmen der Wüste. […]
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