St. Petersburg, Rio de Janeiro, Messina, Spitzbergen, Bordeaux, Konstantinopel

So, im behaglichen Leben, im Kreise der langentbehrten Familie, zuweilen von Unternehmungen wie die eben geschilderte unterbrochen, gehen die wenigen Wintermonate rasch dahin. Mit den Vorboten des Frühlings, gewöhnlich zu Anfang oder in der Mitte März, rüsten sich die Männer bereits wieder das Land zu verlassen und auf ihr zweites Lebenselement hinaus zu ziehen. Ein herzlicher Kuss, ein kräftiger Handschlag, oft zum Abschied auf Nimmerwiedersehen, und der Mann verlässt die Gattin, der Vater den unbewusst lächelnden Säugling, der Bräutigam die zagende Braut. Wie oft kommt dann im sehnlichst erwarteten Herbst statt seiner die Trauerbotschaft in das stille Dorf, dass er im Sturm an dieser oder jener Küste geblieben! Bisweilen vergehen aber auch Jahre, bis der Seemann sein Heimatdorf wieder erreichen kann. Das Kind, das beim Abschied in der Wiege lag, springt dann als munterer Bube dem Vater entgegen, die jugendliche Frische der Braut ist erbleicht, schärfere Linien hat die raue Arbeit des Tages und die stete Sorge um den fernen Schatz ihres Herzens in das sonst so liebliche Gesicht eingegraben.

Im Hafen von Rostock herrscht um die Frühlingszeit ein sehr reges Leben. Gewöhnlich laufen dann 200 bis 230 Fahrzeuge im Zeitraum von wenigen Wochen aus, über die Hälfte mit Ballast beladen, um erst in fremden Ländern Fracht zu suchen. Wohin es geht, gilt dem Seemann gleich, wenn nur der Verdienst gut ist. Lustig klettern die Matrosen auf den Masten umher, das Tauwerk zur neuen Reise zu richten, oder hängen in Kasten am Bauch des Schiffs, um diesem mit frischem Anstrich wieder ein stattliches Ansehen zu geben. Mit schwellenden Segeln, gleich riesigen Schwänen, gehen oft hintereinander zehn bis zwölf große Segelschiffe aus dem Hafen von Warnemünde, dem Außenhafen von Rostock. Das eine wendet sich nach St. Petersburg, nach Rio de Janeiro das andere; diese Brigg geht nach Messina, eine Ladung goldener Orangen zu holen, jene segelt nach dem Eismeer, an die Küste von Spitzbergen, zum Kampf mit dem wilden Wallross und dem wütenden Eisbären. Nach allen Strichen der Windrose, in die fernsten Zonen zerstreuen sich die Männer, die während des Winters im kleinen fischländischen Küstendorfe so friedlich zusammen gelebt.

In den Dörfern selbst ist es während der acht bis neun Monate, wo die Männer größtenteils fort sind, sehr still und öde. Die Weiber besorgen ihre häuslichen Geschäfte, graben den kleinen Garten um, pflanzen Kartoffeln und anderes Gemüse und mähen auf dem dürftigen Grasfleck das Futter für die kleine Kuh. Hier und da fahren sie auch hinaus zum Fischfang, und besuchen wohl auch auf dem Fährboot das Städtchen Ribnitz, um Wirtschaftsbedürfnisse und Kleidungsstücke einzukaufen. Fremde Reisende kommen fast nie in diese von jedem Verkehr abgeschnittenen Küstendörfer; höchstens besucht sie einmal der Beamte oder der Forstmeister. Hier und da fährt ein hausierender Jude im kleinen Planwagen, von magerem Pferde gezogen, durch die Ortschaften und betreibt einen kleinen Tauschhandel, wobei er gewöhnlich Schwanenhäute und Federn zu bekommen sucht. Großer Jubel ist im Hause, ein wahrer Festtag, wenn der Bote einen Brief vom Postamt Ribnitz bringt, in dem der Gatte, der Vater, der Bräutigam seine glückliche Ankunft im fernen Hafen meldet. Auch die Schiffsnachrichten der Rostocker Zeitung werden begierig gelesen und alles freut sich, wenn man hört, dass der "Archimedes" in Konstantinopel und der "Friederich Franz" in Bordeaux glücklich angekommen sind. Freilich bringt die Zeitung oft auch böse Kunde von einer schweren Beschädigung, ja vom Untergang dieses oder jenes bekannten Schiffes. - So kommt endlich der Spätherbst wieder heran und nach ihm die so heiß ersehnte Winterzeit, von der wir ein Bild zu geben versucht haben.

Quelle:
Morgenblatt für gebildete Leser - 1851

Rostock Seeman
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Bitte jetzt Sie und Ihren Bruder

einige Zeilen zu schreiben und Ihre Namen zu zeichnen. Erlauben Sie mir gefälligst eine kleine Erklärung. Niemand außer meinem Bruder hier kann meine Handschrift lesen - darum kopiert er für mich. Sie haben in den Briefen seine Handschrift, nicht meine. Na, rief der Anwalt, "wo soll das hinaus? Ich habe einige von Williams Briefen; wenn Sie ihn ein paar Zeilen […]
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Die Meisten der Frauen schienen sehr hübsch

und rauchten unter vielem Lachen Tabak und Thang aus großen, schwarzen Pfeifen; sie sahen in ihren langen, graciös drapirten Gewändern nicht übel aus, und trugen den Kilt aus Kürbißfasern um ihren Gürtel befestigt. Sechs von ihnen, die von den Uebrigen abgesondert einer grausamen Todesstrafe harrten, waren durchaus nicht die wenigst heitern der Bande. Beim Tode des […]
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Der Reporter sagte zu dem Seemann, daß er ihn an dieser Stelle erwarten solle, wo er ihn wieder aufsuchen werde, und ohne einen Augenblick zu verlieren, stieg er das Ufer in derselben Richtung hinan, die einige Stunden vorher der Neger Nab eingeschlagen hatte. Dann verschwand er schnell hinter einem Vorsprung der Küste; so sehr trieb es ihn, etwas vom Ingenieur zu erfahren. Beide gingen am Fuße der hohen Mauer hin auf dem Sande, den das fallende Wasser in breiter Fläche frei gelegt hatte; doch statt sich nach Norden zu wenden, schlugen sie die Richtung nach Süden ein. Küste, neben der Schiffahrt galt sein besonderes Interesse der wissenschaftlichen Erforschung unbeachteter Inseln und Küstenstriche. Die Befragten sollten möglichst viele und genaue Daten über ihre Arbeits- und Wissensgebiete zu sammeln, die er danach gemeinsam mit seinen Mitarbeitern auswertete. Ludwig Salvator begab sich in Begleitung seines mallorquinischen Sekretärs Don Antoni Vives und ortskundiger Führer oft auf ausgedehnte Wanderungen, wobei er die Landschaft, Flora, Fauna, Bevölkerung und Kultur seiner Aufenthaltsorte in allen Details beschrieb. Mit dabei hatte er stets ein kleines Tuschefäßchen in der Form eines Globus, Feder und Papier. Auf diese Art entstand eine Fülle von meisterhaften Zeichnungen, die seine Beschreibungen vortrefflich ergänzten. Aus all diesen Daten stellte Ludwig Salvator umfangreiche Manuskripte zusammen, die er auf eigene Kosten beim Prager Verleger Mercy, in Form aufwendigst gestalteter Bücher, drucken ließ. Meist nur in einer Auflage von 500 Stück gefertigt, verschenkte der Erzherzog diese bibliophilen Raritäten an Freunde, Mitarbeiter und sonstige, an seiner Arbeit interessierte, Personen und Institutionen. Durch den bekannten Berliner Reiseverleger Leo Woerl gelangten einige seiner Arbeiten auch in den Buchhandel. Salvators wissenschaftliche Werke fanden rasch internationale Anerkennung. Er wurde mit Diplomen und Ehrenmitgliedschaften diverser Akademien und Institutionen förmlich überhäuft. Die Großformen der Küsten im südlichen Bereich der Ostsee formten sich durch die Littorina-Transgression vor etwa 7000 bis 2500 Jahren. Vor zirka 5.000 Jahren erreichte der Meeresspiegel sein heutiges Niveau und der Dornbusch und zwei weitere Inselkerne wurden zu Inseln. […]
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