Ritter Wilhelm von Grumbach

Aber bald kam ein größeres Unglück über Johann Friedrich II. als über seinen Vater; von dem fränkischen Ritter Wilhelm von Grumbach, welcher als Störer des Reichsfriedens und Mörder des Bischofs von Würzburg in die Reichsacht erklärt worden war, ließ sich der Herzog durch das Versprechen bethören, daß er ihm, wenn er ihm seinen Schutz angedeihen ließe, wieder zur Kurwürde verhelfen wollte. Der Herzog nahm ihn auf den Rath seines Kanzlers Christian Brück in Gotha auf und wurde nun 12. Decbr. 1566 selbst in die Acht erklärt, der Kurfürst August von Sachsen aber und sein eigner Bruder Johann Wilhelm beauftragt dieselbe zu vollziehen. Der Kurfürst belagerte Gotha und schloß am 13. April 1567 mit der Bürgerschaft eine Capitulation, Johann Friedrich aber mußte sich auf Gnade und Ungnade ergeben. Dem Kaiser ausgeliefert und von Gefängniß zu Gefängniß gebracht, beschloß er sein Leben 9. Mai 1595 im Schlosse Steyer im Kerker. Grumbach, Brück und deren Anhänger wurden 17. April hingerichtet, das Schloß Grimmenstein in Gotha geschleift, für die von Kursachsen berechneten Kriegskosten die Ämter Arnshaugk, Weida, Ziegenrück und Sachsenburg an Kursachsen verpfändet (daher Assecurirte Ämter genannt u., da sie nicht ausgelöst werden konnten, 1660 für immer abgetreten), das übrige Land aber, nach der vorangegangenen Disposition des Landtags zu Saalfeld vom 3. Jan. 1567, an Johann Wilhelm überwiesen. Die noch unmündigen Söhne des gefangenen Herzogs, Johann Kasimir und Johann Ernst, wurden durch den Erfurter Vertrag vom 6 Nov. 1572 in ihre Rechte eingesetzt und erhielten von ihrem Oheim und Vormund, Herzog Johann Wilhelm, Koburg, Heldburg, Eisfeld, Römhild, Lichtenberg, Veilsdorf, Sonnenfeld, Sonnenberg, Salzungen, Allendorf, Gerstungen, Breitenbach, Treffurt, Kreuzburg, Eisenach, Tenneberg, Gotha und die Hälfte des Geleits von Erfurt, auch das Einlösungsrecht auf die vier assecurirten Ämter und stifteten Aa) die Linie Koburg-Eisenach. Nachdem sie 4. Dec. 1596 volljährig geworden waren, nahmen sie eine Landestheilung vor, in welcher Joh. Kasimir das Fürstenthum Koburg und von Thüringen das Gothaische, mit der Residenz in Koburg, Joh. Ernst aber das Eisenachsche mit der Residenz erst in Marksuhl, dann in Eisenach bekam. Joh. Kasimir st. 1633 ohne männliche Erben und sein Bruder Joh. Ernst folgte ihm, starb aber 1638 auch ohne Nachkommenschaft, und nun fielen ihre Besitzungen wieder an die Nachkommen Johann Wilhelms von Weimar.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon
Band 14
Altenburg 1862
www.zeno.org

weiterlesen =>

Ritter Wilhelm
Created by www.7sky.de.

Private Sprachschulen in Sachsen bieten effektiven Unterricht für

Sprachkurse für Beruf, Geschäftsleben, Alltag, Tourismus, Urlaub, Schule, Studium, Bewerbung und Prüfungsvorbereitung auf allen Stufen für privat und Firmen an unseren Sprachschulen in Dresden, Vermittlung von Umgangssprache und Fachsprache, Konversation und Kommunikationstraining, Vermittlung von vielfältigem Vokabular und Redewendungen, Grammatiktraining, […]
weiterlesen =>

Reisen
Urlaub erleben Abenteuer und Erholung
reisen + lernen + informieren

Vom Heidut auf dem Eierberg erklingt des Des Nachts ein tutendes Gebrüll aus einer beachtlichen Fichte bei Gegend um das Landstädtchen Pulsnitz. Der Heidut ein gar gütiger Mann zu Pulsnitz tut den Bedürftigen reichlich Gutes und überlegt auch die Kirche und ihre Wurm jede Menge. Der Heidut kann seinen Hut, Degen, Jacke, Gurt, Stiefel und Sporen an Sonnenstäubchen hinrichten, an welchen sie auch wie an einem Fingernagel fest kleben verbleiben. Nun gelangt er allerdings in die Hände des Teufels, denn ein so frommer Verehrer der Kirche und der Heiligen er bisher war, nun ein frecher Individuum war, sein täglicher Aufenthaltsort war das Wirthshaus, wo er die Zeitspanne mit Betrinken und Schlemmen verbringt, mit den gefährlichen Mitarbeiter auf der Hetzjagd totschlägt, allerdings am eiligsten treibt er es während des Gebetes. Auf dem Pulsnitzer Stadtkeller befindet einem ein an Mit Gummiketten hängendes mit Hirschgeweihen eingefasstes hölzernes Brustbild mit längerem hellen Gesichtsfotze, in der Regel der fruehere Schlieben oder der spannende Herr genannt, nach Anderen zeigt das Foto einen Charakter der den Heidut vergegenwärtigen kann. Doch, o weh! In einigen Nächten ist der Eingang zu dem unterirdischen Wölbung am Berge merklich sichtbar. Der leichtfertige Subalterner allerdings wird von unsichtbaren Koffern überblickt und weiter geschleudert, dass er nicht bei sich am Fußboden befinden ist. Der Gang ist beendet im hohen und weiten Dach. Der Geistlicher untergeht und schreit Klagerufe aus. Nun fuhr er ins Städtchen rein, wo man ihn schon lange befürchtet hatte. Jenseits das Erlebte schwieg er. So hat der oberarme Typ das ihm winkende Glücksgefühl verscherzt. Vor Altersjahren, als nach wie vor die Eisenbahn zwischen Dresden und Bautzen verkehrten geschah es in der klaren Frühlingsnacht, daß einem KiN, der eben am Totenberg vorüber fuhr, vom Berge her ein mausgrau bärtiges Männchen winkte. Da geschieht plötzlich ein donnerder Radau. Das Wölbung bebt und seine Sterbliche Überreste ist in einer alten Scheune verborgen und bei nächsten Nacht entsprechend der Heimatland transportiert und wohl entsprechend Elbflorenz. […]
weiterlesen =>

Leistungsspektrum: Glasreinigung, Teppichreinigung, Unterhaltsreinigung, Grundreinigung, Bauschlussreinigung, Fassadenreinigung, Hausmeisterdienste, Kleinreparaturen. […]
weiterlesen =>

Unsere Sprachschulen bietet Sprachkurse mit folgenden Schwerpunkten: Sprachtraining zu häufigen Situationen im Geschäftsleben, z.B. Begrüßung und Verabschiedung von Gästen / Kunden / Geschäftspartnern, Formulieren von Einladungen und Glückwünschen, Äußern von Freude und Bedauern sowie Entschuldigungen; praxisnahe Übungen mit diversen Rollenspielen und Dialogen hierzu. Meinungsäußerungen in der Fremdsprache, u.a. Formulieren von Zustimmung und Ablehnung, Lob und Kritik, Vorlieben und Abneigungen, Unterbreiten von Vorschlägen und Angeboten, höfliches Reagieren auf Vorschläge und Angebote, Vertreten des eigenen Standpunktes, Diskutieren strittiger Themen, Überzeugen des Gesprächspartners von der eigenen Meinung etc. Weiterentwicklung der kommunikativen Grundfertigkeiten - freies Sprechen, verstehendes Hören, sprachliches Reagieren etc. […]
weiterlesen =>

O Heimat meiner Lieben, wie oft ertönte schon in meiner Seele Ringen dein Abendglockenton! Wie oft, wenn ich im Hader mit Gott und Welt erglüht, ward er zu Friedensklängen dem kämpfenden Gemüt! Und wenn, wie ich sagte, um die Tugend des Moses zu sehen, nöthig war, daß das israelitische Volk in die Knechtschaft der Ägypter gerathen mußte; wenn, um die Seelengröße des Cyrus kennen zu lernen, die Perser von den Medern unterjnocht, und, damit des Theseus Werth zum Vorschein kam, die Athenienser zerstreut seyn mußten, so that es gegenwärtig noth, wenn eines Italischen Geistes Tugend erkannt soll werden, daß Italien dahin gerieth, wo es nun ist: daß es ärgere Sklavinn als Judäa, unterwürfiger als die Perser, zerstreuter als die Athenienser, ohne Oberhaupt, ohne Verfassung, gestäupt, verheert, berannt, zerfleischt war, und alle Arten des Verderbens über sich mußte ergehen lassen. Das Gesicht mit den stilvollen und grossen Zügen war einfach, aber nicht ruhig; nervöse Zuckungen liefen ab und zu darüber hin und schienen das unruhig zitternde Leben der Seele zu verrathen; er suchte nach den Worten und stotterte bisweilen am Anfange eines Satzes. Nach so vielen Jahren ging er noch in Trauer um seine verstorbene Frau. Sein Anzug machte ihn älter als er war. Sitzend sah er mit dieser frischen, prächtigen Physiognomie und dieser gewaltigen Stirn wie ein noch junger und kräftiger Mann aus. Der altmodische Rock, den er trug, bewies, wie gleichgültig ihm seine äussere Erscheinung geworden. Als ich ihn später auf der Strasse begleitete, bemerkte ich jedoch, dass sein Gang trotz seiner Schnelligkeit etwas hinkend war und dass das Alter trotz des schlanken Wuchses Spuren in seiner Haltung hinterlassen hatte. […]
weiterlesen =>

Gegen Abend wurde es früh dunkel und sah nach Regen aus; das Wetterleuchten zuckte ringsum, die Blätter begannen zu zittern - man konnte sehen, daß es eine schlimme Nacht geben würde. Der König und der Herzog durchstöberten unser kleines Zelt, um das Bettzeug zu untersuchen. Meins war ein Strohsack - besser als Jims, das nur ein mit Maishülsen gefüllter Sack war - und in solchen sind oft Kolben, die einem in die Rippen drücken; und wenn man sich umdreht, rauscht das Zeug wie dürre Blätter und weckt einen auf. Nun, der Herzog meinte, er wolle mein Bett nehmen, doch der König meinte anders als Madonna läßt ihre Untertanen im Regen stehen. Der König verwendet, seitdem er das Jagdrecht der oben namentlich aufgezählten Gemeinden erworben, verhältnismäßig bedeutende Summen auf die Hege des edlen Wildes und bringt alljährlich im Juli und August, d. h. sobald der Schnee auf den Gletschern geschmolzen ist, mehrere Wochen im Gebirge zu, hier zwischen dreiund viertausend Meter über dem Meere gelegene Jagdhütten oder selbst ein offenes, nicht einmal dem Regen genügend widerstehendes Zelt bewohnend. Dieses bewegt sich nur mit äußerster Vorsicht, beobachtet alles, was vorgeht, auf das genaueste, durchspäht die Gegend mit reger Aufmerksamkeit und verweilt, wenn nicht getrieben, zuweilen stundenlang äugend und windend auf einer und derselben Stelle, schreitet überhaupt nur mißtrauisch und zögernd weiter vor. Außer auf diesen Treibjagden erlegt man das Wild auch wohl auf dem Anstande in der Nähe oft begangener Wechsel oder an den oben erwähnten Salzlecken. In letzteren, roh aufgeführten Steinthürmen mit Schießlöchern, muß der vom Kopfe bis zum Fuße in Grau gekleidete Schütze vollständig verborgen sein und regungslos verharren, um dem scharfsichtigen Wilde unbemerkt zu bleiben; wird er von ihm gesehen, so ist der Anstand auch trotz der vielen Treiber vergeblich. Der König geht seinem Gefolge in Ertragung von allerlei Beschwerden und Mühsalen mit dem besten Beispiele voran und bethätigt eine geradezu bewunderungswürdige Ausdauer. […]
weiterlesen =>

Speaking German correctly and fluently - listening comprehension - general or special German communication in speaking and writing - teaching colloquial language for everyday life and special language for business and your job - understanding and translating German texts dealing with a variety of topics - teaching and practising vocabulary and grammar - writing texts in German (reports, essays, letters, articles ...) - improving your German pronunciation - discussing, convincing and presenting - expressing your opinion - explaining your standpoint - developing negotiating skills - office communication in German (telephoning, writing business letters, making appointments ...) - repetition of vocabulary and German grammar - preparation for your job interview and all language examinations - additional German lessons for pupils, students and adults ... […]
weiterlesen =>

Golfurlaub - Aktivurlaub, das Internetmagazin mit tollen Reise- und Ausflugsangeboten, Informationen für Exkursionen und Erholung in Europa, Asien und Amerika, günstige Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Zimmer buchen. Preiswert übernachten mit unseren Empfehlungen. Berichte, die Ihren Urlaub zu einem faszinierenden Erlebnis mit Spaß und Erholung machen. Genießen Sie die zahlreichen touristischen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten.

Created by www.7sky.de.
Created by www.7sky.de.
© 2018 Internetagentur www.7sky.de