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14.08.2014

Ämter Weimar, Roßla und Ilmenau

ccc) Hauptlinie Weimar: Johann Ernst II. erhielt die Ämter Weimar, Roßla und Ilmenau, die Städte Buttstädt und Rastenburg und st. 1683. Seine beiden Söhne, Wilhelm Ernst, ein für die Wissenschaften sorgender Fürst, welcher das Münzcabinet in Weimar anlegte und die dortige Stadtschule zum Gymnasium erhob, wurde durch seine Hartnäckigkeit in viele Streitigkeiten mit seinem Bruder und den Agnaten, bes. über die einzuführende Accise, verwickelt, und Johann Ernst III. folgten gemeinschaftlich in der Regierung, doch blieb dem älteren, die landesherrliche Hoheit und Gerichtsbarkeit vorbehalten; auch beim Anfall der Jenaischen Erbschaft theilten sie nur die Einkünfte, das Land blieb gemeinsam. Johann Ernst III. st. 1707, und sein Sohn, Ernst August, regierte nun mit seinem Oheim Wilhelm Ernst gemeinschaftlich, bis dieser 1728 ohne Nachkommen starb. Ernst August führte mit Bewilligung seines Oheims 1719 das Recht der Erstgeburt in seinem Hause ein und Kaiser Karl VI. bestätigte das Hausgesetz 1724. Mit dem Hause Schwarzburg hatten sich schon 1697 Streitigkeiten wegen der Landeshoheit über Arnstadt erhoben, welche erst 1731 ausgeglichen wurden, so daß Weimar die Lehnsherrlichkeit behielt. Ernst August baute Belvedere, unterstützte Kirchen und Schulen, kaufte Rittergüter und hatte eine große Leidenschaft für das Militär; dafür, daß er dem Kaiser 1 Regiment Infanterie und 1 Regiment Cavallerie nach Italien zu Hülfe schickte, wurde er kaiserlicher Feldmarschalllieutenant baute 1732 zwischen Belvedere und Weimar das Fort, die Falkenburg, und stiftete 1733 den Orden der Wachsamkeit od. vom Weißen Falken (s. Falkenorden 2). Er st. 1748 in Eisenach. Unter ihm war 1741 das Fürstenthum Sachsen-Eisenach ganz an Weimar zurückgefallen. Sein minderjähriger Sohn, Ernst August Constantin, stand erst unter Vormundschaft der Herzöge von Gotha und von Saalfeld, 1755 wurde er volljährig, starb aber schon 1758 und bestimmte seine Gemahlin Amalie, Prinzessin von Braunschweig, zur Vormünderin seines Sohnes Karl August. Die Herzogin Amalie regierte weise und legte den Grund zu der Blüthe der Wissenschaften in dem Herzogthum. Karl August trat 1755 die Regierung selbst an; unter ihm wurden Künste und Wissenschaften gepflegt, für die Bildung des Volks gesorgt, die größten Dichter damaliger Zeit in Weimar versammelt, die Lehrstühle der Universität Jena mit berühmten Lehrern in allen Fächern besetzt; unter den Künsten begünstigte er bes. das Theater, das 1774 abgebrannte Schloß baute er 1779-1804 wieder auf und legte den Park in Weimar an.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon
Band 14
Altenburg 1862
www.zeno.org

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Tulpe, Narzisse, Rose und Lilie.

Posted by Admin on Mai 29. 2008
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Blumen blühn in Fülle, wie sie der Sommer zeugt. Und heitres Leben regt sich ringsum in Busch und Baum, singt, flattert, schwirrt und gaukelt umher im grünen Raum. Dort Vöglein, goldgefiedert, dort seltner Käfer Glanz; dort buhlen Schmetterlinge, dort Mücken froh im Tanz. Die Vögel singen freudig, die Quellen rieseln traut; die Mädchen winden Kränze, die Männer plaudern laut. Und rings ist Scherz und Jubel, und Sommersonnenschein. […]

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Chorgesang.

Posted by Admin on Mai 29. 2008
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Hoch wohnen Götter, hoch im Himmel oben, Auf Teppichen von Licht gewoben Umreigend goldner Tische Brot; Sie wandeln lachend auf und nieder, Sie singen weithinschallend reine Lieder Auf Bergeshöh'n im Morgenrot. Unsichtbar donnern dunkle Türen, Metallne, die zu Gärten führen, Wo Tänze sinnend immerdar Jungfrauen unter blüh'nden Linden Gewebe weben, Kränze winden, Unsterbliche, mit Rosen im gelockten Haar. Quelle: Vermischte Gedichte Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905 www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH […]

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Die Grenadiere.

Posted by Admin on Mai 29. 2008
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Nach Frankreich zogen zwei Grenadier', Die waren in Rußland gefangen. Und als sie kamen ins deutsche Quartier, Sie ließen die Köpfe hangen. Da hörten sie beide die traurige Mär: Daß Frankreich verlorengegangen, Besiegt und zerschlagen das große Heer – Und der Kaiser, der Kaiser gefangen. Da weinten zusammen die Grenadier' Wohl ob der kläglichen Kunde. Der eine sprach: »Wie weh wird mir, Wie brennt meine alte Wunde!« […]

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Ritter Wilhelm von Grumbach.

Posted by Admin on Mai 29. 2008
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Jener Kurfürst belagerte Gotha und schloß am 13. April 1567 mittels der Einwohner eine Niederlage, Johann Friedrich jedenfalls mußte sich auf Gunst und Ungnade unterwerfen. Dem Kaiser ausgeliefert obendrein von Justizvollzugsanstalt zu Haftanstalt geschleppt, beschloß er sein Leben 9. Mai 1595 im Schlosse Steyer im Justizvollzug. Grumbach, Brück wie auch deren Schüler wurden 17. April geköpft, dasjenige Palais Grimmenstein in Gotha geschleift, für die seitens Chursachsen berechneten Feldzugsskosten die Ämter Arnshaugk, Weida, Ziegenrück obendrein Sachsenburg an Chursachsen als Pfand gegeben (somit Assecurirte Ämter genannt und wo jene bei weitem nicht ausgelöst werden konnten, 1660 für immerdar abgetreten), das sonstige Vaterland aber, nach solcher vorausgegangenen Verfügungsrecht des Landtags zu Saalfeld vom 3. Januar 1567, an Johann Wilhelm transferiert. […]

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Glück fangen am späten Abend.

Posted by Admin on Mai 29. 2008
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Und jagte mit erhitzten Wangen umsonst, es war ein schlimmes Jagen, er kehrte müde und zerschlagen in seine warme Hütte ein. Da saß in schlichtem Werkelkleide, dem wilden Jäger schier zu Leide, am Herde eine stille Magd. Sie reichte ihm den Trunk, den Bissen, und ging zu Hand ihm, dienstbeflissen, wie es dem müden Mann behagt. Sie hatte still sich eingefunden und ungefragt, vor Jahr und Stunden, und ihre Treue nahm er hin. […]

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