Weimars Standpunkt unter den deutschen Mittelstaaten

In den Fragen der allgemeinen deutschen Politik theilte Weimar wesentlich den Standpunkt Preußens und stand daher unter den deutschen Mittelstaaten ziemlich isolirt. Im Verein mit sächsischen Commissionen berieth ein Beauftragter der Weimarischen Regierung den Entwurf eines Civilgesetzbuches für die Sächsischen Lande, und nach einer letzten Revision des Gesetzbuches gilt der Entwurf als nunmehr abgeschlossen. Die Umgestaltung der gewerblichen Verhältnisse wurde von der Regierung mit Ernst ins Auge gefaßt; über die Herstellung eines gemeinsamen Arbeitsgebietes für alle Thüringischen Staaten wurden Verhandlungen eingeleitet und über die Frage, ob nur Reform des Zunftwesens, ob Gewerbefreiheit einzuführen sei, Gutachten der gewerblichen und Verwaltungscorporationen eingeholt. Im Zusammenhang hiermit stand ein am 18. Nov. in Weimar versammelter Thüringer Gewerbetag, welcher die Niedersetzung einer Commission für Bildung einer gewerblichen Centralstelle und die Abhaltung regelmäßiger Gewerbetage beschloß. Mit dem Bischof von Fulda, zu dessen Sprengel das Großherzogthum gehört, kam die Regierung dadurch in Conflict, daß ein neu angestellter Geistlicher die Leistung des staatlichen Diensteides verweigerte. Auf einer in Meiningen versammelten Ministerconferenz der Thüringischen Staaten wurde die Errichtung eines gemein schaftlichen Statistischen Bureaus in Jena beschlossen und die Mittel hierzu von den betheiligten Landesvertretungen verwilligt. Auch im Jahr 1861 dauerten die Bestrebungen der Weimarischen Regierung zur Herbeiführung einer einheitlichen Gesetzgebung in den Ländern des Sächsischen Rechtes fort; namentlich erfolgte nunmehr eine gemeinsame Berathung eines Entwurfes zur Civilproceßordnung. Die Stgatseinnahmen gestalteten sich so gü nstig, daß die gesammte landschaftliche Schuld vom 1. Oct. 1830, deren Tilgung planmäßig erst bis 1871 zu erfolgen hatte, vollständig zur Rückzahlung gekündigt wurde. Auf gewerblichem Gebiete zeigte sich eine große Regsamkeit; während eines Theiles des Sommers fand in Weimar eine Thüringische Gewerbeausstellung statt, welche von dem S. und der Industrie Thüringens ein erfreuliches Bild gab. Der aus Anlaß dieser Ausstellung versammelte zweite Thüringische Gewerbetag sprach sich (1 4. Juli) für den Grundsatz der Gewerbefreiheit und ein gemeinsames Gewerbegesetz für ganz Thüringen aus. Am 26. Aug. traten in Weimar Commissionen der Regierungen der Sachsen-Ernestinischen, Schwarzburgischen und Reußischen Lande zur Berathung eines gemeinsamen Gewerbegesetzes zusammen; der aus ihren Berathungen hervorgegangene Entwurf adoptirte die Grundsätze der Gewerbefreiheit mit Beschränkung des Concessionswesens auf wenige einzelne Fälle, Aufhebung des Lehr-, Wander-, Gesellenzwanges, der Begrenzung der Arbeitsgebiete etc. Hieran reihte sich wieder eine Versammlung Thüringischer Landtagsabgeordneter in Weimar (18. und 19. Nov.), auf welcher der nurgedachte Gewerbegesetzentwurf besprechen und die Anbahnung eines Gesammtausschusses der Thüringischen Landtage beschlossen wurde. Auch über ein gemeinsames Einführungsgesetz zum Deutschen Handelsgesetzbuch fanden Verhandlungen unter den thüringischen Regierungen statt. Auf kirchlichem Gebiete erfolgte die Amtsentsetzung des Pastors Vollert in Klodra wegen hartnäckigen Ungehorsams gegen die bestehenden Kirchengesetze und dauerten die Differenzen mit dem Bischof von Fulda fort. Nachdem im Sommer 1861 die Neuwahlen für den Landtag stattgehabt hatten, wurde derselbe im Jan. 1862 eröffnet. Unter den Vorlagen befanden sich das Gewerbegesetz nebst einem Gesetzentwurf über Entscheidung der Realrechte und einem Nachtrag zur Gemeindeordnung, das Deutsche Handelsgesetzbuch. Ein Gesetz zur Verhütung der Neuzerstückelung zusammengelegter Grundstücke und eine Vorlage wegen Errichtung einer Blindenanstalt in Jena fanden Annahme. Auf einen vom Landtag angenommenen Antrag auf Wiederaufhebung der auf Grund der Bundesbeschlüsse von 1854 erlassenen Preß- und Vereinsgesetze erklärte die Regierung nicht eingehen zu können. Das weiter vorgeleate Volksschulgesetz wurde genehmigt (es setzte den Minimalgehalt der Dorfschullehrer auf 175 Thlr. fest, mit Zulagen, welche alle 6 Jahre erfolgen, bis auf 275 Thlr.; das am Minimalgehalt Fehlende haben die Gemeinden zu ergänzen).

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon
Band 14
Altenburg 1862
www.zeno.org

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Politik Weimar
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Die Planetenbewohner mit süßen Grillen sich ergötzen, Einwohner in Planeten setzen, eh man aus sichern Gründen schließt, daß Wein in den Planeten ist: Das heißt zu früh bevölkern. Freund, bringe nur zuerst aufs reine, daß in den neuen Welten Weine, wie in der, die wir kennen, sind: Und glaube mir, dann kann ein Kind auf seine Trinker schließen. Das bin ich, wie du siehst, an Leib und Seel. Das Lamm wird bei einem Festmahl geschlachtet, aber eben als man es nach der Suppe auf den Tisch bringen will, sieht man, wie ein Wolf die letzten Bissen verschlingt. Heute gehört die Walz zum immateriellen Kulturerbe. Ich will bei dieser Gelegenheit auf ein finnisches Oedipus-Märchen hinweisen, das im zweiten Hefte der Rudbeck'schen Sammlung steht. Sie genossen weißes Brot und heißen, mit Gewürzen bereiteten, mit Honig versüßten Wein. Als seine Frau das hört, bedrängt sie ihn so lange, bis er ihr von seinem Totschlag erzählt. Dort war eben ein Schaf im Lammen begriffen und die Frau in Kindesnöthen. Das Knäblein wird an den Strand getrieben und von dem Abte eines Klosters erzogen. Zweite Zeile der vorletzten Strophe aus der Ballade Die Sonne bringt es an den Tag von Adelbert von Chamisso. Sein Inhalt ist folgender: Zwei weise Männer übernachten auf einem Bauernhofe. Obwohl er sie bittet, den Mund zu halten, erzählt sie die Geschichte der Gevatterin. Hier weht der Geist der Kämpfer und der Sieger, Hier weht des Lebens junger Atemwind. Mit letzter Kraft röchelt dieser Die Sonne bringt es an den Tag. Es ist von der Uebersetzerin nicht mit aufgenommen worden, findet sich aber in Erman's Archiv Wanderschaft 14 und folgende Zuerst sollten sie die Via Severiana gehen, welche längs der Küste hinführte, und sodann die Straße nach Ardea einschlagen. Sie stehen beiden bei, weissagen aber zugleich, das Lamm werde von einem Wolfe gefressen werden und der Knabe werde seinen Vater tödten und seine Mutter heirathen. Und Grab an Grab in stummer Flucht geschichtet, gezeichnet schmal von Kreuzes Schattenmal. […]
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Zusammen mit den Angehörigen feierte unser Planerteam im September das 15-jährige Bestehen der SFH Ingenieure. Nach einem stärkenden Brunch begann der Tag an Bord eines Floßes vorbei an der Skyline Dresdens. Mit dem Oldtimerbus "Robur" ging es weiter nach Moritzburg. Bei einer Weinverkostung und einem himmlischen Menü fand der Tag einen geselligen Ausklang vor barocker Kulisse auf Schloss Wackerbarth. Industrie Projekte: Erdgasspeicher, Sachsenmilch, Flexon, VIPA, DVB AG, DHL AIRHUB, STO, DAS. Sport Freizeit Projekte: Sporthalle Rabenau Spielfeld Tor Netz, Sporthalle Oelsa/Rabenau, Thalassobad Norderney, Waldpark Dresden, MHZ Meißen. Projekte Bildung und Soziales: KITA Sonnenkäfer, BSZ in Dresden, JVA Brandenburg, Hochschule Zittau, Bibliothek Meißen. Karitative Projekte: Seniorenheim, Förderschule, Alten- und Pflegeheim in Dresden, Klinik Kreischa, Alten- und Pflegeheim Waldheim. Kultur und Büro Projekte: BMG Bonn, Schloss, Theater, Gemeindehaus, Wasser- und Schifffahrtsamt, Bundesamt für Güterverkehr in Dresden, Kommandantur, SAT1 Sendezentrum in Berlin. Wohnung und Hotel Projekte: Hotels in Dresden/Norderney/Taunusstein, Wohnhäuser in Radebeul, Meissen, Dresden. […]
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Möglichkeiten der Lernhilfe für Schüler, Berufsschüler und Studenten mit Lernschwächen und Wissenslücken: Individuelle Lernhilfen (Einzelnachhilfe) für Schüler mit Lernproblemen und Wissenslücken in den Hauptfächern (Deutsch, Mathematik, Englisch / Französisch etc.) und Nebenfächern für alle Klassenstufen (von der Grundschule bis zum Abitur bzw. Fachabitur) und Schularten - Grundschule, Mittelschule / Realschule, Gymnasium, Fachoberschule, Berufsschule - durch kompetente und hochmotivierte Lehrkräfte. Einzelnachhilfe mit flexibler, bedarfsgerechter Stundenzahl sowie individueller Terminplanung, Dauer und inhaltlicher Schwerpunktsetzung der Lernhilfe. Einstufung der Schüler zu Beginn des Nachhilfeunterrichts im Problemfach und Analyse der Ursachen der Defizite, z.B. Wissenslücken aus vergangenen Schuljahren, Unterrichtsausfall, unzureichendes Verständnis des aktuellen Unterrichtsstoffs, versäumter Unterricht durch Krankheit, mangelnde Motivation etc. […]
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ausgebreiteten Armen auf mich zu. Als ich ihn beim Blitze erblickte, stand mir fast das Herz still, und ich fiel rücklings ins Wasser. Ich hatte ganz vergessen, daß er König Lear und ein ertrunkener Araber, alles in einem, war: er hatte mich fast zu Tode erschreckt. Jim fischte mich wieder aus dem Wasser und wollte mich umarmen und herzen und so weiter - er war so froh, mich wiederzusehen, ohne König und Herzog, aber ich rief: So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Über das Erlebte bei Wind und Sonne schwieg er, der Kannibalen der Überwindung des Gutmenschen mit dem Unablässiger Drang zum Beischlafe. Es ist nichts, um es mit Worten zu sagen, aber es lebt noch unverloren in mir weiter, und ich könnte, wenn es dafür eine Sprache gäbe, jede in die Dunkelheit verlaufende Bodenwelle, jedes Wipfelgeräusch, die Adern der entfernten Blitze und den geheimen Rhythmus des Donners noch genau beschreiben. Mein Wesen atmete in Wonne auf und verlor sich wie ein schöner Liebesvers hinströmend und doch unerschöpft in die Nachtweite über das schlafende Land, an die ferne leuchtenden Wolken streifend, von jedem aus der Schwärze sich wölbenden Baum und von jedem matten Hügelfirst wie von Liebeshänden berührt. Er war heiß und wir konnten unsere Füße darin wärmen. Ein leises fernes Donnern tönte je und je herüber, schwach und von fremdartigem Klang, als ob irgendwo weit weg die Wälder und Berge im Schlafe sich regten und schwere, müde Traumworte lallten. Der laue Wind tat mir wie eine Mutterhand, vor dem hochgelegenen Fensterchen flüsterten und dunkelten die großen, runden Kastanienbäume, ein leichter Felderduft wehte hin und wieder durch die Nacht, und in der Ferne flog das Wetterleuchten golden zitternd über den schweren Himmel. Beider Blick verkündete, daß sie einander auf den Tod haßten. So eine Nacht möchte ich noch einmal haben. […]
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Die lustigen Kameraden, Lerchen, Quellen und Wald, Sie rauschen schon wieder und laden: Geselle, kommst du nicht bald? Und wie ich durch die Gardinen Hinaussah in keckem Mut, Da hört ich lachen im Grünen, Ich kannte das Stimmlein recht gut. Dieser Held durchzieht dritthalbhundert Jahre vor seiner Geburt viele Länder und erfährt mancherlei, was schon aus den bisher erörterten Sprüchen und Liedern bekannt ist: die Hasenjagd der drei verkehrten Gesellen, den Wald ohne Baum und den Bach ohne Wasser, die drei mangelhaften Schiffe, Häuser mit Fleisch gedeckt und Zäune von Bratwürsten, nebst andrem, was um jene Zeit von Lügenmärchen gangbar sein mnochte, alles gesteigert und erweitert, in acht Tagreisen eingeteilt und mit der Geburt des Helden schließend. Die eigentümlichste Fabel dieses Büchleins ist auch ein Spielmannsstück, das großartigste von allen: ein Lautenschläger spielt jeden Sonntag neun Dörfern auf einmal zum Tanze, mit großer Arbeit richtet er die Laute zu, der Finkenritter, der ihm helfen will, fällt durch den Lautenstern eine Viertelstunde weit hinunter und steigt auf einer Leiter von sechsundvierzig Sprossen wieder heraus; nachdem die Laute aufgezogen ist, läuft der Ton über das Feld zu den neun Dörfern und die lustige Tanzweise klingt dann in jedem besonders, der Lautenschläger selbst geht allgemach in alle neun und tanzt mit oder sieht zu, daß es recht dabei hergehe, am Abend vergeht der Ton von selbst und zieht wieder allmählich heim in seine Laute. In der letztein Hälfte des 16. Jahrhunderts erschien zu Straßburg ein kleiner Lügenroman, der in die Reihe der nnoch jetzt marktfähigen Volksbücher eingetreten ist, der Finkenritter. Nachdem nämlich Erzbischof Guidobald, Graf von Thun, welcher in den Jahren 1654 bis 1668 den Krummstab führte, durch seinen Leibarzt Oswald Krems berichtet worden war, daß die Heil kraft einzelner Bestandtheile des Steinwildes eine außerordentliche sei, ließ der Kirchenfürst in der Hofapotheke zu Salzburg eine förmliche Niederlage von allerlei Steinbocksarzeneien errichten und dieselben theuer verkaufen. Ein neuerer ungenannter Berichterstatter, dessen Darstellung eine sorgfältige, an Ort und Stelle vorgenommene Quelle nicht verkennen läßt, glaubt übrigens, daß die Bischöfe selbst der Vermehrung des Steinwildes hinderlich waren und schließlich den Befehl zum Abschießen desselben gaben. […]
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