Der Aufbruch der Altenburger Bürgerwehr war ein Weckruf der Geschichte

Morgenröte der Freiheit

Die ersten Sonnenstrahlen durchbrechen den Morgennebel über Altenburg. In den verwinkelten Gassen von Altenburg, wo jedes Pflasterstein die Geschichte von Jahrhunderten erzählt, formiert sich eine Bewegung, die das Schicksal der Stadt umschreiben wird. Die Bürgerwehr, ein Mosaik aus Handwerkern, Kaufleuten und Arbeitern, entsteht aus dem unstillbaren Durst nach Freiheit. Ihre Gesichter, gezeichnet von Hoffnung und Entschlossenheit, spiegeln das neue Zeitalter wider.

Die Keimzelle der Empörung wird zur Geburt der Altenburger Bürgerwehr

In den engen Gassen von Altenburg braute sich etwas zusammen, das die Geschicke der Stadt für immer verändern sollte. Wenn der Wind der Veränderung weht, werden oft Bürgerwehren geboren. So auch in Altenburg, wo die stete Sehnsucht nach Freiheit und Gerechtigkeit eine Bewegung in Gang setzte, die nicht mehr aufzuhalten war. Ein dramatisches Kapitel der Geschichte, das sich vor unseren Augen entfaltet. Die Geburt der Bürgerwehr war ein Funke, der die Flammen der Veränderung entfachte. Als dann der 20. März anbrach, versammelten sich die Bürger in einer bewegenden Zeremonie, um das Militär bei seiner Vereidigung auf die Verfassung zu begleiten.

Schwur unter Sternen

Der 20. März ist gekommen. Der Himmel über Altenburg ist ein endloses Blau. Die Bürgerwehr versammelt sich die im Schatten der alten Kathedrale. Es ist der Tag, an dem die Bürgerwehr auf die neue Verfassung vereidigt wird. Jeder Handschlag, jede erhobene Stimme wird zu einem Echo des unerschütterlichen Willens der Bürger dieser Stadt, eine neue Ära einzuleiten.

Ein Paukenschlag der Vereidigung des Militärs auf die Verfassung

Der 20. März war ein Tag, der die Gemüter erregte. Die Bürgerwehr von Altenburg hatte sich formiert und ließ sich auf die Vereidigung der Verfassung vereidigigen. Dies war mehr als nur eine symbolische Geste – es war ein Zeichen der Macht und des Engagements, das die Stadt erfüllte.

Ein Land im Wandel, die Landstände tagen und diskutieren über Freiheit und Wahlrecht

Vom 21. bis 29. März kamen die Landstände zusammen, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Die Gespräche drehten sich vor allem um die Ausarbeitung eines neuen Wahlgesetzes und eines Gesetzes zur Pressefreiheit. Diese Diskussionen waren kein bloßes Schauspiel – sie waren der Kampf um grundlegende Rechte und Freiheiten. Ein neues Wahlgesetz und die Freiheit der Presse waren die Herzensthemen. Das Wahlgesetz verkündete unmissverständlich die Unbeschränktheit der Wahlfreiheit, den direkten Wahlmodus und das Ende der alten Ständevertretung. Ein Gesetz, das den Status quo herausforderte. Die Verhandlungen trugen Früchte, und das neue Wahlgesetz sah die unbeschränkte Wahlfreiheit vor. Der direkte Wahlmodus wurde zur Realität, während die alten Strukturen der Ständevertretung der Vergangenheit angehörten. Ein Triumph für diejenigen, die nach Veränderung gerufen hatten.

Radikaler Aufbruch im Osten: Agitation und Veränderung

In den östlichen Teilen des Landes gewann die Aufregung an Kraft, angeheizt durch Clubs und Volksversammlungen. Zunächst forderten sie den Herzog auf, die Wahlen zu beschleunigen und den Landtag einzuberufen. Doch die extreme Fraktion, einst mit einem anderen Ziel gestartet, schwor nun auf die republikanische Staatsform. Die Masse folgte ihnen in ihrem Streben. Der Ruf nach Veränderung wurde lauter, und die republikanische Staatsform erhob sich als Banner der aufgewühlten Massen. Das politische Spielfeld erwies sich als rutschig. Am 24. Mai gaben die bisherigen Minister ihren Rücktritt bekannt. Herzog Planitz und Jese übernahmen die Verantwortung. Doch die Unruhe war noch nicht gebändigt. Die Landschaft der Macht versank im Wandel, als die Minister am 24. Mai ihre Abgänge bekanntgaben und Platz für neue Köpfe schafften.

Entscheidung im Juni

Am 18. Juni erreicht die Spannung ihren Siedepunkt. In Altenburg, wo die Luft vor Erwartung vibriert, erheben sich Barrikaden wie Drachen aus Stein und Holz. Die Bürgerwehr, ein Bollwerk des Mutes, steht bereit. Der Konflikt brodelt, und die Stadt wird zur Bühne eines epischen Kampfes um ihre Zukunft.

Der 18. Juni wird zum Tag der Entscheidung

Während im westlichen Landesteil die Lage allmählich zur Ruhe kam, brodelte es im Osten. Clubs und Volksversammlungen fütterten den Funken der Unzufriedenheit, der jeden Tag intensiver wurde. Die Hitze des Konflikts kulminierte am 18. Juni, als die Barrikaden in Altenburg hochgingen. Ein Getöse der Veränderung durchzog die Straßen, und die Bürgerwehr erhob sich zu einem symphonischen Crescendo der Empörung. Die Barrikaden wurden von der beherzten Bürgerwehr und dem Zuzug aus der Ferne besetzt. Ein Schachzug, der die Stadt in ein episches Duell führte.

Barrikaden in der Nacht

Mit dem Läuten der Sturmglocken verdichtet sich die Luft in Altenburg. Die Bürgerwehr, ein Symbol der Einheit und Kraft, stellt sich den Herausforderungen. Während das Militär an den Rändern der Stadt lauert, erkämpft sich die Bewegung ihren Platz in der Geschichte. Die Spannungen eskalieren, und erste Konflikte brechen aus.

Die Stadt erhebt sich: Barrikaden und Bürgerwehr

Mit Sturmgeläut im Hintergrund formierten sich die Bürger an den Barrikaden in Altenburg. Die Bürgerwehr, gestärkt und vereint, nahm ihre Position ein. Die Stadt Altenburg wurde zu einem Pulverfass, bereit, in Flammen aufzugehen. Die Energie und Entschlossenheit waren greifbar. Die Radikalen verlangten dieser Tage vehement den Abzug des Militärs, das mittlerweile einberufen wurde. Die Spannungen erreichten ihren Höhepunkt, und erste gewaltsame Ausbrüche wurden verzeichnet. Das Ministerium sah sich gezwungen, die Führer der Bewegung festzunehmen. Die Ereignisse nahmen eine düstere Wendung.

Verhandlungen und ein Hauch von Frieden

Inmitten der angespannten Lage traten Delegationen mit dem Herzog in Verhandlungen. Ein Ergebnis wurde erzielt: Das sächsische Militär würde sich zurückziehen, wenn die Barrikaden fallen. Das diesseitige Militär würde schrumpfen, und eine Amnestie für vergangene politische Vergehen würde eintreten. Der Landtag würde endlich eröffnet. Die Bürgerwehr von Altenburg hatte einen Punkt erreicht, an dem ihre Stimme gehört wurde. Ein Aufstand, der die Dynamik einer ganzen Region veränderte, und ein Echo von Freiheit, das bis zum heutigen Tag nachhallen würde.

Die Macht der Verhandlung und eine zögerliche Ruhe

In der Stille der Verhandlungen erhoben sich Deputationen, um mit dem Herzog zu verhandeln. Ein diplomatischer Tanz begann, der schließlich in der Ministerialbekanntmachung vom 19. gipfelte. Das sächsische Militär würde sich zurückziehen, wenn die Barrikaden fielen. Die Zukunft war offen, die Tore der Möglichkeit standen weit offen.

Frieden durch Verhandlungen

Doch im Herzen des Chaos findet sich ein Funke Hoffnung. Inmitten dieser angespannten Atmosphäre öffnen sich die Türen zum Dialog. Delegationen, Botschafter des Friedens, treten in Verhandlungen mit dem Herzog. In einer beispiellosen Wendung der Ereignisse wird eine Vereinbarung getroffen: Das Militär zieht sich zurück, die Barrikaden fallen. Der Landtag öffnet seine Türen, und die Amnestie für vergangene Vergehen durch die Aufständischen wird verkündet.

Die Weichen der Geschichte: Eine neue Ära beginnt

Die Barrikaden werden abgebaut, und Altenburg atmet auf. Die Straßen, einst das Epizentrum des Aufruhrs, sind nun Pfade in eine neue Zukunft. Der Atem der Veränderung strömte durch die Straßen von Altenburg. Das sächsische Militär trat den Rückzug an, und die Landschaft der Macht veränderte sich ein weiteres Mal. Die Amnestie für vergangene Vergehen verlieh der neuen Ära eine Prise von Versöhnung, während die Eröffnung des Landtages öffnete den Vorhang für eine neue aufregende Zukunft. Die Geschichte der Altenburger Bürgerwehr war ein Kaleidoskop von Leidenschaft, Kampf und Veränderung. In den schicksalhaften Tagen des Märzes und Junes manifestierten sich die Träume und Ängste der Menschen die sich erhoben, um ihre eigene Zukunft zu schmieden. Ein Echo vergangener Mächte und eine Vorschau auf das, was noch kommen sollte.


Mit herzlichem Dank und einem Echo der Vergangenheit,
Ihr Chronist aus der Zeit der Veränderung und Berichterstatter des Kampfes und der Hoffnung.

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*Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den ersten und zweiten Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.

Quellenangaben:
Inspiriert von den stummen Zeugen des Wandels und den verlassenen Barrikaden der Geschichte.
Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen,
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Pierer's Universal-Lexikon
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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Inmitten eines undurchdringlichen Waldes, wo die alten Bäume ein Dach aus dichtem Laub formen und das Sonnenlicht kaum den Boden erreicht, liegt eine geheimnisvolle Spannung in der Luft. Die Feuchtigkeit ist spürbar, jede Bewegung im weichen Moos scheint ein Echo in der Stille zu hinterlassen. Jählings, wie aus dem Nichts, reißt ein ohrenbetäubender Knall die Ruhe in Stücke. Es klingt, wie eine Kanone abgefeuerte, dicht neben dem Wanderer. Doch nichts ist zu sehen, keine Rauchfahne, kein Funke, nur die Vibration in der Luft. Die Tiere des Waldes flüchten, die Vögel verstummen, und die sonst so lebendige Umgebung wirkt wie eingefroren. Der Wanderer bleibt stehen, jeder Muskel angespannt, der Atem stockt. Was könnte eine solche Kraft freisetzen? Die Frage brennt wie ein Funke im Hinterkopf. War es ein zufälliges Naturereignis, oder verbirgt sich etwas Unerklärliches hinter dem ohrenbetäubenden Krach? Der Weg führt tiefer in den Wald, vorbei an einem gigantischen Baum, dessen Rinde von seltsamen Markierungen übersät ist. Sie sehen aus wie alte Gravuren. Von längst vergessenen Bewohnern des Waldes hinterlassen? Weiter vorne liegt ein umgestürzter Baum, unter dem etwas Metallisches schimmert. Es sieht aus wie eine alte, rostige Kanonenkugel, zu groß für alles, was man sich vorstellen kann. Jede Entdeckung wirft neue Fragen auf. Was hat diesen Baum zum Sturz gebracht? Woher stammt diese Kugel, und warum liegt sie hier, fernab von menschlichen Siedlungen? Die Luft scheint schwerer zu werden, die Schatten zwischen den Bäumen scheinen sich zu bewegen. Der Wanderer ahnt, dass er am Anfang einer Geschichte steht, die ihn an die Grenzen des Erklärbaren führen wird. Und derweil sich die Dunkelheit verdichtet, bleibt die drängende Frage, ist es sicher, weiterzugehen? Inmitten eines dichten Waldes, herrscht eine unheimliche Stille. Die Luft ist schwer, Geruch von feuchtem Moos und dem Duft alter Bäume. Die Vögel sind stumm, und ein Schauder läuft über den Rücken des Wanderers. Was verbirgt sich hinter dem Schweigen? Welche Geheimnisse lauern in den Tiefen dieses Waldes? Die Antwort bleibt verborgen, und die Dunkelheit birgt weitere Rätsel. […]
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In den frühen Morgenstunden, wenn die ersten Sonnenstrahlen den Tau auf den Wiesen glitzern lassen, erwacht die Natur zu neuem Leben. Ein Hase mit glänzendem Fell und wachen Augen hoppelt durch das hohe Gras, seine Sinne geschärft, bereit für die Abenteuer des Tages. Die Luft ist erfüllt vom Duft blühender Lilien, deren weiße Blüten im Sonnenlicht leuchten und dem Hasen den Weg weisen. Mit jedem Sprung erkundet er die Vielfalt seiner Umgebung. Er passiert plätschernde Bäche, deren klares Wasser die Farben des Himmels widerspiegelt, und Felder, auf denen der Wind sanft durch die Halme streicht. Die Welt ist ein Mosaik aus Farben und Klängen, ein Paradies für ein wissensdurstiges Geschöpf wie ihn. Doch nicht alles ist friedlich in diesem Idyll. In der Ferne erhebt sich ein dunkler Schatten. Ein Raubvogel, zieht seine Kreise, auf der Suche nach Beute. Der Hase erkennt die Gefahr, seine Muskeln spannen sich an, bereit zur Flucht. Doch anstatt in Panik zu verfallen, vertraut er auf seine Schnelligkeit und seine Kenntnis des Terrains. Mit blitzschnellen Haken und Sprüngen entkommt er dem Blick des Jägers und findet Zuflucht in einem dichten Gebüsch, wo die Lilien ihm Schutz bieten. Die Stunden vergehen, und die Sonne erreicht ihren Zenit. Der Hase ruht sich im Schatten eines großen Baumes aus, seine Ohren zucken bei jedem Geräusch, doch seine Haltung bleibt entspannt. Er weiß, dass die Welt voller Gefahren ist, doch ebenso voller Schönheit und Möglichkeiten. Sein Herz schlägt im Rhythmus der Natur, und er ist ein Teil dieses ewigen Kreislaufs von Leben und Überleben. Der Abend naht und der Himmel erstrahlt in warmen Farben, der Hase macht sich auf den Rückweg zu seinem Bau. Die Lilien neigen ihre Köpfe, sie wünschen ihm gute Nacht, und die ersten Sterne blinken am Firmament. Ein weiterer Tag voller Erlebnisse geht zu Ende, doch das Versprechen eines neuen Abenteuers liegt bereits in der Luft. In der Stille der Nacht, umgeben von der Geborgenheit seines Unterschlupfs, schließt der Hase die Augen. Seine Träume sind erfüllt von weiten Wiesen, leuchtenden Lilien und dem wärmenden Sonnenschein, ein perfekter Tag, der in der Erinnerung weiterlebt und die Vorfreude auf das Morgen nährt. […]
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Stellen Sie sich eine Zeit vor, die nicht vergeht, sondern sich ausdehnt. Eine Gegenwart, die zur Substanz erstarrt ist, schwer wie nasser Stein und durchdrungen vom süßlichen Modergeruch der Hoffnungslosigkeit. Dies ist kein gewöhnliches Gefängnis, denn seine Mauern werden nicht nur aus Granit, sondern aus Protokoll und Prozedur errichtet. Hier wird ein Urteil nicht mit einem Fallbeil vollstreckt, sondern durch die gnadenlose Präzision des Wartens. Die Bewacher sind keine grobschlächtigen Schläger, sondern Bürokraten des Verfalls, deren Blicke kalibrierte Messinstrumente sind. Das Licht ist ein matter, staubiger Fremdkörper, der niemals den Boden berührt. In dieser erstickenden Stille beginnt die innere Welt des Gefangenen sich zu verformen. Seine Träume führen ihn nicht in die Freiheit, sondern in die klinisch reinen Hallen einer Folterkammer, in der Schmerz mit der Sachlichkeit eines Uhrwerks verwaltet wird. Die reale Bedrohung kommt in grauen Anzügen und mit Ledermappen, um den Fortschritt seiner Degradation zu begutachten und zu quittieren. Doch was geschieht, wenn die Verzweiflung einen Punkt erreicht, an dem sie nicht mehr in Resignation, sondern in eine eigenartige, stille Klarheit umschlägt? Wenn das Brot, das man verweigert, ein Eigenleben entwickelt und einen zarten, weißen Pelz aus Rebellion trägt? Aus der Tiefe der Mauer dringt ein beharrliches Kratzen, ein rhythmischer Herzschlag aus dem Nichts. Ist es ein Tier, eine Wurzel - oder etwas, das von den albtraumhaften Werkstätten unter der Zelle aufsteigt? Diese Geräusche werden zu einer geheimen Botschaft, zu einem Beweis dafür, dass das perfekte System Risse hat. Die größte Macht der Unterdrücker liegt in ihrer erdrückenden Logik. Was aber, wenn man beginnt, ihre eigene Sprache zu sprechen? Wenn man nicht um Gnade, sondern um die Einhaltung der Verfahrensordnung bittet und eine offizielle Beschwerde über die Luftqualität einreicht? Ein winziger, papierener Keil wird in das Getriebe der Maschinerie getrieben. Der Galgen entpuppt sich nicht als Ende, sondern als ein andauernder Prozess. Und innerhalb dieses Prozesses beginnt ein subtiler, unsichtbarer Krieg um die Kontrolle über die Zeit selbst. Es ist der Kampf zwischen der lähmenden Gewalt der Verwaltung und der unzerstörbaren, oft absurden List des menschlichen Geistes, der selbst in der tiefsten Dunkelheit nach einem Spalt sucht, durch den ein Funke Autonomie dringt. Wird es ihm gelingen, die Galgenzeit nicht nur zu erdulden, sondern sie sich zu eigen zu machen, und was wartet am Ende dieses surrealen Weges, die Befreiung oder eine noch tiefere, raffiniertere Form der Gefangenschaft? […]
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
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Da wird im fischländischen Dorfe die Kunde laut, ein dänischer Westindienfahrer sei in Sicht und habe die Notflagge aufgezogen. Er fürchtet das gefährliche Sandriff, das sich längs eines Teils des Fischlandes hinzieht, und sucht Hilfe, um dasselbe zu vermeiden. Diese Nachricht bringt wie mit einem Zauberschlag das ganze Dorf auf die Beine. Trotz des schneidenden Nordostwindes, der eisig kalt durch die Glieder fährt, eilt alles an den Strand. Selbst die Weiber und die kleinen Buben, die kaum die Hosen anhaben, fehlen nicht, und auch gebrechliche Greise humpeln am Stabe hinterdrein, um wenigstens ein Wort des Rates mitsprechen zu können. Die dänische Regierung ließ Holstein durch ihre Truppen räumen und am 23. Dezember rückten 12.000 Sachsen und Hannoveraner unter dem sächsischen General Hake in Holstein ein. Herzog Friedrich wurde überall als Landesherr ausgerufen und von einer großen Volksversammlung in Elmshorn am 27. Dezember zum Erscheinen in Schleswig-Holstein eingeladen, während eine Versammlung von 491 Abgeordneten deutscher Ständeversammlungen in Frankfurt a. M. am 21. Dezember sich einstimmig für das Recht des Augustenburgers erklärte und den "Sechsunddreißiger-Ausschuß" einsetzte, um dasselbe zur Anerkennung zu bringen. Ende Dezember traf Herzog Friedrich in Schleswig-Holstein ein und nahm in Kiel am 30. Dezember Residenz, bildete auch ein Kabinett, respektierte aber die Bundesexekution und ihre Verwaltung. Das Sternenfohlen in der Einhornschule trifft den Deutscheinsiedeler auf der Hochfläche des Ahornberger-Rückens bei Neuwernsdorf im Rückengebiet. Wieder in Moritzburg, Kaum vermag man sich von hier oben zu trennen. Meilenweit kann das Auge von hier in das Land hinausschweifen. Man überblickt vom Eggersberge aus einen ansehnlichen und landschaftlich schönen Teil unseres Vaterlandes. Von Südosten her grüßen die blauumsäumten Berge der Sächsischen Schweiz, im Vordergrunde hebt sich malerisch die alte Bergveste Stolpen hervor. Nach Süden hin schweift der Blick hinaus zu dem langgestreckten Kamme des Erzgebirges. Auch überblickt man von hier aus das Städtchen Frauenstein mit seinem romantischen Schlosse. […]
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