Die Verlockung am Himmel.

Das Flugzeug rollt und die Welt wird zur Vergangenheit.

Das Flugzeug LX919 steht auf der Startbahn des Flughafens Dresden. Die Welt hat sich unversehens auf einen winzigen, beleuchteten Punkt konzentriert. Der Geruch der Kabine, eine sterile Mischung aus Kunststoff und gekühlter Luft, verspricht eine Reise, die über die Grenzen des Vertrauten hinausgeht. Ich fühle das Zittern des Flugzeugs unter mir, eine feine Vibration, die mir die Anspannung aus den Muskeln zieht. Ich schaue mich um, beobachte die Gesichter. Jeder hier hat eine Geschichte, einen Grund für diese Reise. Ein alter Mann schließt die Augen, seine Hände umklammern die Armlehnen. Eine junge Frau tippt hektisch auf ihrem Smartphone, ihre Daumen fliegen über das Display. Ich frage mich, ob sie etwas Wichtiges verpasst oder ob sie versucht, eine Verbindung aufrechtzuerhalten, die bald durch die Höhe abbrechen wird. Dann beginnt die Bewegung. Zuerst rollen wir langsam, dann beschleunigt das Flugzeug mit einer unwiderstehlichen Kraft. Die Lichter der Startbahn verschmelzen zu einem einzigen, endlosen Streifen. Das Adrenalin pulsiert in meinen Adern. Der Aufstieg ist nicht nur physisch, er ist auch eine geistige Trennung von dem, was ich kenne. Ich blicke hinunter auf die Stadt, die sich in ein Meer aus winzigen Glühwürmchen verwandelt. Ein neuer Abschnitt beginnt.

Die schweigende Pracht der Berge ist unendlich.

Die Alpen sind eine unendliche Landschaft aus Schnee und Fels, die unter dem Flugzeug vorbeizieht. Es ist ein Anblick, der mir den Atem nimmt. Die idealisierten Postkartenbilder, die ich kenne, fangen die rohe, unerbittliche Schönheit nicht ansatzweise ein. Es ist eine Welt der Kontraste, in der die scharfen Gipfel den sanften Wolkenschleiern begegnen. Ich starre aus dem Fenster, mein Gesicht fast gegen das kühle Glas gepresst. Die Sonne reflektiert auf den schneebedeckten Hängen und wirft scharfe Schatten, die die Landschaft in einem ständigen Wandel halten. Ich frage mich, wie es wäre, dort unten zu sein, in der Stille dieser majestätischen Welt, getrennt von der lauten und hektischen Zivilisation. Ich fühle eine tiefe Demut. Diese Bergketten sind nicht nur Geologie, sie sind gefrorene Zeit. Es sind Zeugen der Welt, der Stille, eine Stille, die selbst das monotone Brummen der Turbinen nicht durchdringen kann.

Die Ankunft in Zürich wird zu einem Aufwachen aus einem Traum.

Die sanfte Landung in Zürich fühlt sich an wie ein Aufwachen aus einem Traum. Der Flughafen ZRH ist ein riesiges, pulsierendes Herz aus Glas und Stahl, ein Spiegelbild der modernen, vernetzten Welt. Menschen hasten an mir vorbei, eine unendliche Choreografie von Zielen und Absichten. Ich schlendere langsam, ein Beobachter, der sich dem Strom des Geschehens entzieht. Ich beobachte eine Familie, die sich tränenreich verabschiedet, ihre Körper in einer Umarmung vereint, als gäbe es kein Morgen. Ein Mann hält einen Pappbecher Kaffee, als wäre er die kostbarste Trophäe der Welt. Er strahlt eine solche Konzentration aus, als würde er versuchen, die ganze Welt in seiner Tasse festzuhalten. Die Luft ist kühl, riecht nach Flugzeugtreibstoff und frisch gebackenen Croissants. Der Flughafen ist kein Ort des Ankommens oder Abreisens, er ist ein Ort des Übergangs, eine unsichtbare Membran zwischen Welten. Die unzähligen Stimmen und Sprachen sind wie ein einziges, beruhigendes Summen, ein Echo der Menschheit.

Die Anspannung weicht einer seltsamen Erwartung im Bauch.

Der Aufruf für den Flug LX919 nach Hongkong kommt über die Lautsprecher, die Stimme ist klar und distanziert. Ich folge dem Strom der Menschen, lasse mich treiben. Die Anspannung, die ich in Dresden noch spürte, hat sich in eine seltsame Erwartung verwandelt. Auf dem Weg zum Flugzeug schaue ich aus dem Fenster, sehe die leuchtenden Startbahnmarkierungen, die unsichtbare Pfade in der Dunkelheit bilden. Ich denke über die Ironie des Reisens nach: die Suche nach dem Unbekannten, die in vertrauten Routinen beginnt. Es ist ein merkwürdiges Schauspiel. Jeder hier hat eine Idee im Kopf, was Hongkong ist, doch niemand weiß, was er wirklich finden wird. Ich stelle mir die Stadt als eine ungezähmte Kreatur vor, die darauf wartet, mich in ihrer chaotischen Umarmung zu verschlingen. Die Passagiere, so unterschiedlich sie auch aussehen mögen, teilen diese unausgesprochene Erwartung, diesen Funken der Neugier, der uns in die Nacht treibt.

Ein unaufhaltsamer Sturz in eine neue, laute Welt.

Die Landung auf HKG ist kein sanftes Ankommen, sondern ein plötzlicher, unaufhaltsamer Sturz in eine neue Welt. Kaum sind die Türen geöffnet, schlägt mir eine Welle aus feuchter, warmer Luft entgegen. Ich rieche scharfen Ingwer, schwelge in fremden Parfüms. Das Murmeln verschiedener Sprachen verschmilzt zu einem einzigen, lauten Summen, ein Strom von Geräuschen, der mich umgibt. Das Licht der Reklametafeln ist ein flirrender Regenbogen, der meine Pupillen überwältigt. Alles ist zu viel, zu laut, zu farbig. Ich schließe meine Augen für einen Moment, um die Eindrücke zu sortieren. Der Rausch ist nicht nur visuell, sondern sensorisch: Die Stadt hat eine Stimme, eine eigene Textur, einen eigenen Geruch. Ich atme sie ein und bin überwältigt. Das ist kein Ort, das ist ein Zustand, eine totale Immersion. Die Stadt umarmt mich, eine Flutwelle aus Energie und Leben, die mich mitreißt.

Der Dschungel der Großstadt hat eine schweigende Oase.

Ich finde mein Hotel. Es ist eine Oase, aber keine, die Luxus verspricht. Es ist eine Oase der Stille, ein Refugium im Dschungel der Großstadt. Hinter der lauten Fassade der Stadt, die niemals schläft, verbirgt sich ein Ort, der flüstert. Die Rezeptionistin hat ein sanftes Lächeln, ihre Stimme ist wie eine Melodie in der Kakofonie der Stadt. Mein Zimmer ist klein, aber es hat ein großes Fenster mit einem Blick auf die Stadt, deren Lichter jetzt wie unscharfe Farbkleckse an meinem Fenster kleben. Die Geräusche von der Straße dringen gedämpft zu mir. Ich lege meinen Koffer ab, und die Last der Reise fällt von meinen Schultern. Das Hotel ist nicht nur ein Ort zum Schlafen, es ist ein Ort des Innehaltens. Hier kann ich durchatmen, die unzähligen Eindrücke verarbeiten, die mich überwältigen.

Die Heimat ist ein Ort im Kopf oder auf einer Landkarte.

Die Nacht in Hongkong breitet sich aus. Ich stehe am Fenster und schaue auf die unzähligen Lichter der Stadt, auf die Schilder, die in allen erdenklichen Farben blinken. Ich höre das entfernte Heulen eines Krankenwagens und das Lachen von Leuten auf der Straße. Eine tiefe Ruhe, eine Zufriedenheit stellt sich ein. Ich bin hier, tausende Kilometer von Dresden entfernt, in einem Land, das so anders ist. Und doch fühle ich mich seltsam zugehörig, verbunden durch dieses unsichtbare Netzwerk aus Flugzeugen, Gängen und Emotionen. Ich stelle mir die Frage: Findet man die Heimat, wenn man weit genug reist? Oder ist sie immer ein Teil von einem, verborgen in den Gefühlen, die man auf der Reise sammelt? Ich drehe mich vom Fenster weg und die Lichter der Stadt spiegeln sich in den dunklen Oberflächen des Zimmers.

Das Chaos von unten verwandelt sich in Ordnung von oben.

Ich verbringe den nächsten Tag damit, die Stadt von oben zu betrachten. Ich fahre mit einer Seilbahn den Berg hinauf. Die Geräusche der Stadt verstummen, je höher wir steigen. Ich sehe die Hochhäuser, die wie riesige Lego-Blöcke aussehen, die belebten Straßen, die zu dünnen Fäden werden. Von hier oben hat die Stadt eine neue Ordnung. Ich sehe die grüne Natur, die sich um die Gebäude schlingt, die Wasserstraßen, die sich wie Adern durch die Landschaft ziehen. Die Hektik verschwindet, und es bleibt nur eine beeindruckende Anordnung von Farben und Formen. Ich verstehe, dass das Chaos von unten nur eine Illusion ist, die sich bei richtiger Distanz in eine beeindruckende Schönheit verwandelt. Ich habe nicht nur die Stadt, sondern eine neue Art zu sehen gefunden. Es ist eine Erkenntnis, die mir eine unerwartete Ruhe schenkt.

Das Ende ist der Anfang einer leeren Seite.

Der Tag geht zu Ende. Das Adrenalin, das mich seit meinem Flug nach Hongkong getrieben hat, lässt nach. Ich setze mich an einen kleinen Schreibtisch, nehme ein Notizbuch hervor. Die Seiten sind leer. Ich starre darauf. Die Reise ist noch nicht vorbei. Sie hat gerade erst begonnen. Und ich weiß, dass die Geschichten, die diese leeren Seiten füllen, die Geschichten sein werden, die ich gesucht habe. Es ist nicht wichtig, wohin man geht, sondern was man sieht, wenn man dort ist. Oder was man fühlt. Die Tinte wartet. Die digitale Pixeltinte des Bildschirms ist bereit für eine neue Erzählung.


Mit einem nachdenklichen Lächeln und den besten Wünschen aus der faszinierenden Mischung von Tradition und Moderne in Hongkong,
Ihr Entdecker der pulsierenden Straßen und den facettenreichen Aromen der lokalen Küche Hongkongs.

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*Der geneigte Leser möge verzeihen, dass dieses Werk nicht die Instagram-tauglichen Filter der Reisebüros anlegt, sondern das rohe, ungeschminkte Kaleidoskop des Erlebens beschreibt. Denn die wahren Geschichten finden sich nicht in den perfekten Bildern der Hashtags, sondern im Lärm, im Geruch und im Herzschlag einer Stadt selbst.

Quellenangaben:
Inspiriert von der harmonischen Verschmelzung der Kulturen und Traditionen in den Straßen Hongkongs.
Auswärtiges Amt - Reisehinweise Hongkong
Spiegel Online - Reiseführer Hongkong
SRF - Reisegeschichten Hongkong
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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Balkon Tisch Stühle Seeblick mit Wald Seeblick mit Bäumen Seeblick mit Laub Seeblick mit Ostsee Ostseewellen Nirgends zeigt sich der Mensch mehr als Mensch als da, wo er wirklich Mensch sein sollte. Der gewöhnliche Mensch vergibt vielleicht einen Fehler; aber die Folgen eines Fehlers wird er selten verzeihen. Wenn dich die bösen Buben locken, so – locke du nur wieder. Vielleicht ist's ihre Rettung! Wenn du dein Kind im rechten Sinn erziehst, ahnst du es nicht, daß du dich oft zu ihm erhebst und im Erziehn dein eigner Zögling bist? Wer seinen Feind haßt, verzichtet auf die beste Waffe, ihn zu besiegen. Sei immer zum Verzeihn bereit – nur einem gegenüber nicht: dir selber! Denn diese Verzeihung kann dir nur von den anderen kommen! Durch die Küstenerosion (Landabtragung, Verdriftung und Ablagerung) erlangten die damaligen Inseln im Laufe der Zeit ihre heutige Gestalt. So wurden die ehemaligen drei Inselkerne durch Anschwemmungen miteinander verbunden. Dieser Prozess trägt im Norden am Dornbusch immer noch Sand ab. Im Jahr 2000 brachen an der Nordspitze Hiddensees im Bereich des Toten Kerls zweimal 60.000 m³ Geschiebemergel ab und rutschten ins Meer. Im Durchschnitt verliert die Kliffkante des Dornbusch etwa 30 cm jährlich. Mitte März 2004 rutschten dann nochmals rund 10.000 m³ ins Meer. Geologisch gesehen ist Hiddensee ein sich in stetem Wandel befindendes Gebiet. Auf den Flughäfen in Kairo, Hurghada und Sharm el Shaikh werden erhöhte Sicherheitsmassnahmen ergriffen. Passagiere und Gepäck werden dort verstärkt kontrolliert. Hierdurch kann es zu längeren Wartezeiten bei der Abfertigung und somit auch zu Verschiebungen der Flugzeiten kommen. Ähnliche, wenn auch nicht ganz so strenge Sicherheitskontrollen durchläuft man im Übrigen auch in fast allen grossen Hotels. Das Gedicht spiegelt auch das ganze Gedankengut der Weimarer Klassik wider. Die Handlung der Ballade bleibt in sich geschlossen, lässt sich aber auf zahlreiche Bereiche übertragen. Gedenk an ihre Drangsal, ihre Schäden Und sieh, wie sicher Santafiore steht! […]
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Ihr Ansprechpartner für den Verkauf der Pension: Stephan Haase - Haase & Kollegen Immobilienmakler - art'bureau Maxstraße 8 - 01067 Dresden - Tel.: 0351 897 35 654 - Faxzentrale: 0321 2422 7333 - Herzlich willkommen in Nassau bei Ruhe und Erholung, Sport- und Spiel in ausgedehnten Nadelwaldungen und auf blumenreichen Gebirgswiesen. Das gut gespurte Loipennetz sorgt für idealen Wintersport. Von den zwei schönen Ferienmonaten waren mir erst ein paar Tage durch die Finger geglitten. Alles in allem war ich mein Lebtag noch nie so glücklich gewesen. Das Leben war ein Roß, und tüchtige Rosse reiten war ganz mein Fall. Denn wirklich, ich war nur äußerlich so lächerlich jung. Ich fing sogar schon an, Studenten und solches Volk als junge Leute zu empfinden und mit warmem Interesse und Wohlwollen zu betrachten. Seit einiger Zeit hatte ich entdeckt, daß ich nun über die Spielereien hinausgekommen und ein Mann geworden sei; mit stiller Wonne ward ich stündlich meiner Reife froh und brauchte gern den Ausdruck, das Leben sei ein Roß, ein flottes, kräftiges Roß, und wie ein Reiter müsse man es behandeln, kühn und auch vorsichtig. Manche Wahrheiten, die mir vor einem Jahr noch altmodisch, pedantisch und greisenhaft geklungen hatten, fand ich neuerdings erstaunlich wahr und tief. Außerdem hatte ich mein Examen bestanden, auf den Herbst eine ungewöhnlich und unverdient gute Anstellung in der Stadt in Aussicht, ein nettes Taschengeld im Sack und zwei Monate Ferien vor mir liegen. Ich war vierundzwanzig Jahre alt, fand die Welt und mich selber sehr wohlbeschaffen und betrieb das Leben noch als eine ergötzliche Liebhaberkunst, vorwiegend nach ästhetischen Gesichtspunkten. Doch hätte mir das niemand sagen dürfen! Ich hatte mich nach den nötigen Zweifeln und Schwankungen einer das Leben bejahenden Philosophie ergeben und mir nach mehrfachen schweren Erfahrungen, wie mir schien, eine ruhige und sachliche Betrachtung der Dinge erworben. Nur das Verliebtsein kam und verlief ganz ohne meine Wahl nach den althergebrachten Regeln. […]
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Nun war sie aber wie rasend. Wir alle duckten uns und zogen die Schultern ein und waren still wie die Mäuse, während sie wie ein Wirbelwind durchs Zimmer fuhr und bald hier, bald da etwas krachte und knackte. Ich sah mich schon nach einer Gelegenheit um, mich mit heiler Haut zu salvieren, als plötzlich Onkel Silas in die Tasche greift und mit der erstauntesten, ungläubigsten, dümmsten Miene von der Welt den Löffel vorzieht. Ende 1508 kontrollierten Venedig und Venedig allein ein Gebiet von etwa 80.000 Quadratmeilen in Norditalien und waren im Imperium Barbaricum vereinigt. Sein Gebiet umfasste das gesamte heutige Österreich sowie Süditalien und den Kaukasus. Es war ein Krieg gegen Persien geführt worden und Persien hatte besiegt. Sobieski, der nun als König von Österreich und von Venedig diente, beschloss, dass die Zeit gekommen war, ein Land zu erobern, und er nahm an der Eroberung teil. Sachsen im Verbund mit dem polnischen König Johann Sobieski, das von den Türken belagerte Wien, der Aufstand von Kaiser Maximilian I. und der Zerfall des Heiligen Römischen Reiches sind einige der Schlachten, die sich auf der Wichsenburg abgespielt haben. Der Zugang zur Wichsenburg auf dem Landweg ist nur eingeschränkt möglich. Mit ihren acht Schleusen ist sie ein beliebtes Ziel für Tretbootfahrer. Der Weiler liegt ganz am Ende eines Flussabschnittes, der sich nach den Schleusen verengt. Wichsenburg ist nach seinem Besitzer benannt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wichsenburg im Jahre 1285. Denn die Äbtissin von Fulda hatte die Mitten im tollsten Redestrom blieb ihr der Mund offen stehen und ich wünschte mich nach Jerusalem oder sonst wohin. Ticket in Abu Dhabi per Telefon aktivieren, vom örtlichen Busbahnhof mit dem Microbus, ohne Gurte und Komfort, aber billig auf Highway 11 bis Exit 399 in glühender Sonne durch die Wüste zum Cassells Ghantoot Hotel, checkin, heisse Dusche und Feierabend. […]
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Ein verwitterter Flügel ragt in den Abendhimmel, die Kanten scharf wie die Erinnerungen, im Boden verwurzelt. Der Beton mit dem Duft von Kerosin und Angst, Jahrzehnte nachdem die letzten Turbinen verstummten. In den Rissen der Startbahn blühen gelbe Blumen, stumme Zeugen des Tages, als der Himmel über Cottbus in Flammen stand. In den verlassenen Hangars die Geschichten von Männern, die mit Metallvögeln tanzten, bis die Schwerkraft sie einholte. Eine zerbeulte Trinkflasche rollt über den Boden, hatte jemand unsichtbar daran gestoßen? Die Vitrinen im Museum voller Helmvisiere, die noch immer den letzten Blick ihrer Träger einfangen, einen Blick voller Entschlossenheit, voller Schrecken. Draußen auf dem Rollfeld, wo einst Kampfhubschrauber ihre tödliche Last trugen, spielt jetzt ein Kind mit einem Modellflugzeug. Es wirft es in die Luft, der Wind trägt es dorthin, wo 1975 eine MiG in einen Plattenbau krachte. Die Mutter des Kindes zuckt zusammen, als das Spielzeug hinter den Bäumen verschwindet. Sie weiß nicht warum. In der alten Kommandobude blättert ein vergilbtes Logbuch von alleine um. Eine Seite nach der anderen, bis sie bei dem Eintrag vom 14. Januar stehen bleibt. Die Tinte verblasst, bis auf drei Worte, die sich dunkel abheben: "Er hat gewusst." Jeden Abend, wenn die Sonne die Museumsflugzeuge in goldene Särge verwandelt, hört der alte Wärter Schritte auf dem Beton. Immer dieselbe Route, vom Tower zur Absturzstelle und zurück. Die Überwachungskameras zeigen nichts. Aber die Staubschicht auf dem Boden verrät, dass etwas, oder jemand, diesen Weg geht. Warum zucken die Nadeln im ausgestellten Höhenmesser immer genau um 19:15 Uhr? Wer hinterlässt frische Blumen an der Gedenktafel, auf der sieben Namen stehen? Und wieso flüstern die Kinder in der Gegend, manchmal höre man nachts noch ein leises "??????????, ??????????, ??????????" im Wind? Die Stille beginnt dort, wo der Asphalt die Vergangenheit nicht mehr tragen kann. Zwischen Betonplatten blinder Landebahnen, die Jahre greifen den Ort, der keine Flüge mehr zählt, aber jede Stimme bewahrt. Kein regulärer Flugverkehr, kein Eintrag im aktuellen Luftfahrtsystem. Und doch steht etwas in der Luft, das sich nicht löschen lässt. Der Wind trägt es weiter, durch Birkenhaine, über vergessene Fangmasten und durch Hallen voller Schatten. Wer ihn hört, hört mehr als Wind. Hier, wo einst die MiG-21 mit brennendem Rumpf in den Morgen schnitt, blieb mehr zurück als Rauch und Splitter. Eine Stadt hielt den Atem an. Fenster zerbarsten im Takt der Triebwerke, und die Menschen zählten nicht nur die Starts, sondern auch die Sekunden bis zum Einschlag. Sieben starben. Und niemand vergaß. Die Rotoren kamen später. Kleiner, dumpfer, aber nicht leiser. Die Kampfhubschrauber schwebten nicht, sie dröhnten, jeden Tag, jeden Abend, durch jede Mauer. Es war ein anderes Geräusch, ein anderes Zählen, kein Countdown zum Start, sondern das Brummen eines Zustands, der nie ganz fortging. Und jetzt? Jetzt steht dort ein Museum. Kein gewöhnliches. Es sammelt Vitrinenstücke, Nachklänge des DHS. Cockpits, in die keiner mehr steigt, außer im Traum. Namen, die keiner ruft, aber alle spüren. Uniformen, die schweigen. Und Fragen. Was bedeutet es, an einem Ort zu stehen, an dem Menschen fielen, Maschinen zerbrachen, Leben abgelenkt wurden? Dann fragt man sich was ist das, im Abendlicht über dem Rollfeld? Und wer wird es hören, wenn der letzte Besucher gegangen ist? Vielleicht ist es Zeit, noch einmal hinzusehen. Nur einen Moment länger zu bleiben. Bevor der Himmel wieder still wird. Oder wieder spricht. […]
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Der Abend legte sich über Dresden, eine schwere Decke aus Novembernebel und früher Dunkelheit. Die Stadt atmete die Kühle des nahen Winters, ihre historischen Steine schienen das letzte Tageslicht zu schlucken. In einem unscheinbaren Hinterzimmer eines alten Gewerbehofs, wo der Geruch von staubigen Akten und starkem Kaffee hing, brannte Licht. Hier, zwischen Stadtplänen und verrauchten Aschenbechern, formte sich eine andere Karte. Sie zeigte keine Straßen, sondern Verbindungen. Sie war ein Geflecht aus Namen, Daten und verschlungenen Linien, ein Netzwerk, das unter der Oberfläche der sächsischen Metropole pulsierte. Es war das Jahr 1995, und die Gruppe, die sich hier traf, suchte nicht nach Vergangenheit, sondern nach einer gefährlichen Gegenwart. Sie suchten die Schatten, die sich an die Fersen der wiedererstandenen Stadt hefteten. Es begann mit einem gefälschten Personalausweis, gefunden in einer verlassenen Wohnung in der Albertstraße. Ein unbedeutendes Fundstück, doch es trug einen Namen, der in ganz anderen Kreisen bekannt war. Die Spur führte zu einer Bar in der Neustadt, einem Ort, in dem das Klirren der Gläser mit geflüsterten Parolen verschmolz. Ein Mann namens Frank Hübner saß dort oft. Er sprach von national befreiten Zonen, von einer kommenden Ordnung. Um ihn scharten sich junge Männer mit kurzen Haaren und einem Blick voller ungerichteter Wut. Sie nannten sich Kameraden. Sie sammelten Spenden, nicht für wohltätige Zwecke, sondern für Waffen. Die Karte im Hinterzimmer bekam einen ersten, deutlichen Knotenpunkt. Doch das Netz war weitaus größer. Es reichte über die Stadtgrenzen hinaus, bis in kleine Dörfer im Erzgebirge, wo in verschwiegenen Hinterzimmern von Gasthöfen Redner auftraten, die den Wald als Trainingsgelände priesen. Eine Schlüsselfigur tauchte auf, ein gewisser Ralf W. aus Freital. Er war der Verbindungsmann, der Theorie in Praxis übersetzte. In seiner Garage lagerten nicht nur Autoteile, sondern auch Baupläne für Rohrbomben und Listen mit Adressen politischer Gegner. Die Gruppe erfuhr von geplanten Anschlägen, auf Flüchtlingsheime, auf linke Buchläden. Die Linien auf ihrer Karte verdichteten sich zu einem drohenden Muster. Jeder abgehörte Anruf, jeder observierte Treffpunkt offenbarte eine neue, beunruhigende Tiefe. Wer finanzierte diese Strukturen. Woher kamen die Waffen. Wie tief reichten die Verbindungen in die scheinbar normale Gesellschaft hinein. Die Spannung wurde zu einem ständigen Begleiter, ein elektrisches Kribbeln unter der Haut. Jede neue Information war ein Puzzleteil in einem Bild, das schrecklicher war als befürchtet. Die Netzwerker planten nicht nur vereinzelte Gewalt, sie planten einen Umsturz von unten. Sie infiltrierten Sportvereine, gründen Scheinfirmen, knüpften Kontakte zu gleichgesinnten Gruppen in ganz Europa. Die Karte an der Wand war kein lokales Phänomen mehr, sie war ein Knoten in einem europaweiten Geflecht des Hasses. Dann, im Herbst 1995, kam der Hinweis auf ein großes Waffendepot. Es sollte in einer Lagerhalle am Stadtrand versteckt sein, bewacht von einem Mann, der nur als der Schweiger bekannt war. Die Entscheidung stand an. Sollte man zuschlagen und das Netzwerk vielleicht warnen, oder weiter beobachten und riskieren, dass die geplante Großaktion, von der man raunte, Wirklichkeit wurde. Die Luft in dem kleinen Raum war zum Schneiden dick. Draußen fiel der erste Schnee des Jahres, lautlos und rein. Drinnen starrten sie auf ihr Werk, auf das Gewebe aus roten und schwarzen Linien, das die Stadt umspannte wie eine giftige Wurzel. Ein Funkspruch unterbrach das Schweigen. Es war ihre Quelle in der Neustadt. Die Nachricht war knapp, nur ein Satz, aber er ließ das Blut in ihren Adern gefrieren. Das Paket ist unterwegs. Der Empfänger ist nicht mehr wir. Der Absender bleibt unbekannt. […]
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
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Ja, Liebe, deine Zaubermacht beglücket Den weisen Briten an der Themse Strand, Indes sie auch den Araber entzücket, Magie und Zauberei sind in Marokko noch weit verbreitet, in wüster Stepp, an seines Mädchens Hand. Das Gespenst aber, welches in einem alten Deutschen Kleide, und in Gestalt eines für diesem erstochenen Soldatens aufzog, wolte ihm seine Dubia recht aus dem Grunde solviren, hob derohalben die Decke auf, nahm Schookium heraus, stieß ihn unter das Bett, und legete sich hinein an seine Stelle; nach einer Stunde aber stund es auf, und trollete sich wieder davon. 5 Dieser gelehrte Mann kam einstens auf der Reise zu N. in ein Wirths-Hauß, konte aber, weil dasselbe schon mit Leuten angefüllet war, kein ander Nacht-Quartier bekommen, als in der mittlern Stuben, darin niemand zu übernachten verlangete, weil es, des Wirths eigener Aussage nach, allzu unsicher darinnen war. Er antwortete: Wer weiß, wer mir den Schabernack gethan. Daß wahrhafftig Gespenster seyn und geglaubet werden müssen, bestättiget uns die monathliche Unterredung Mens. Als aber kein Gespenst sich mehr merckenließ, kroch er hervor, legete seine Kleider an, ging hinunter, und bezahlte den Wirth; dieser, der seine Veränderung wohl merckete, fragete, ob er kein Gespenst gespüret hätte? Indessen befande sich Schookius in tausend Aengsten, und lernete beten. Doch ist er nachmahls nicht mehr so verwegen gewesen. Es ist der Wind um Mitternacht, der leise an mein Fenster klopft. Weiß nicht, was ich hier träum und sinn, weiß nicht, was ich noch leben soll; und doch, wenn ich so selig bin, schlägt mir mein Herz so sehnsuchtsvoll. In des Himmels fernes Leuchten rinnt der Regen zart und leise, traurig, schaurig, eigner Weise. Lacht doch auf mich so lieb und lind dein sonnenlichtes Angesicht, und selig bin ich wie ein Kind. Mein Herz ist wie ein See so weit drin lacht dein Antlitz sonnenlicht in tiefer, süßer Einsamkeit, wo leise Well an Well sich bricht. […]
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