Die Stürme von 1848, als die Barrikaden fielen und die Demokratie erwachte.

Ein Aufruhr, der die thüringer Barrikaden erschütterte.

Ein Donnerhall aus Geschichte und Veränderung grollte 1848 über das Land. Die Barrikaden, die so lange die Wut des Volkes symbolisierten, fielen wie Papierschnipsel im Wind. Inmitten dieses tobenden Sturms wurde der Landtag neu geboren. Mit einem Knirschen und einem Poltern, das die Straßen erzittern ließ, wurden die Barrikaden in Altenburg im Jahre 1848 abgerissen. Ein Moment, der die Geschichte Thüringens für immer verändern sollte.

Die demokratische Revolution

Die demokratische Partei führte den Aufstand an, und die Wogen der Veränderung trugen ihre Bestrebungen ins Licht. In den Gängen des neuen Landtags wurden Gesetze verabschiedet, die das Schicksal des Landes formten. 500,000 Thaler in Papiergeld, eine kühne Entscheidung, sahen das Licht der Welt, und das Land wurde von der Fleisch-, Polizei- und Hausgenossensteuer befreit.

Die Demokratische Partei auf dem Vormarsch

Nicht lange danach, am 20. Juni, kehrte äußerliche Ruhe in der Stadt ein. Doch der Schein trügte. Die demokratische Partei hatte bei den Wahlen für den neuen Landtag an Boden gewonnen, und ihre Bestrebungen wurden in den Sitzungssälen diskutiert. Unter den drängendsten Themen befand sich die Schöpfung von 500.000 Thlrn. Papiergeld, ein Schritt, der am 16. Juli öffentlich gemacht wurde.

Revolutionäre Gesetzesänderungen

Die politische Landschaft Thüringens war geprägt von radikalen Veränderungen. Die Fleisch-, Polizei- und Hausgenossensteuer wurde abgeschafft, ebenso wie das Jagdrecht auf fremdem Grund und Boden, was am 24. September in Kraft trat. Die Einführung einer Einkommensteuer und die Verkürzung der Finanzperiode auf zwei Jahre waren weitere bahnbrechende Entscheidungen. Die ständische Initiative wurde mit einem Gesetz am 21. Oktober verankert, und die Unverletzbarkeit der Landtagsabgeordneten wurde am 23. November festgeschrieben.

Die Republik in greifbarer Nähe

Die Republik wurde immer mehr zum Gesprächsthema, und die Angriffe auf das Ministerium erreichten ihren Höhepunkt. Im August versammelten sich thüringische Demokraten in Altenburg und diskutierten die Einführung einer thüringischen Republik. Die Zeichen standen auf Sturm. Die Angriffe gegen das Ministerium wurden schärfer, das Militär fand sich in einer zunehmend heiklen Lage wieder, und Arbeiterbewegungen brachen in den Fabrikstädten aus.

Die Truppen rücken ein

Trotz der Proteste gegen die militärische Präsenz in Thüringen zogen königlich-sächsische Truppen mit 6000 Mann am 2. Oktober in Altenburg ein. Die Stadt bebte vor Aufregung, Bürgerwehr und Freikorps formierten sich zum Widerstand. Doch die sächsischen Truppen zogen weiter, gefolgt von hannöverischen Truppen am 27. Oktober. Sie besetzten mehrere Städte, darunter Altenburg, bevor sie Ende des Jahres wieder abzogen. Erneut wurden sächsische Truppen entsandt, nur um schließlich im März des folgenden Jahres von preußischen Truppen ersetzt zu werden.

Ein Reichscommissär in Altenburg

Mit dem Einzug der sächsischen Truppen kam gleichermaßen ein Reichscommissär in die Stadt. Die altenburgischen Truppen verließen das Land am 5. Oktober, um in Thüringen eingesetzt zu werden, bevor sie letztlich im August 1849 nach Holstein marschierten, um am Dänischen Krieg teilzunehmen. Erst nach Abschluss des Waffenstillstands in Malmö kehrten sie nach Hause zurück.

Die Rückkehr zur Ordnung

Die Besetzung des Landes durch Reichstruppen brachte eine gewisse Ordnung zurück, obwohl vereinzelte Unruhen nicht ausblieben. Am 24. November wurde die Bürgerwehr aufgelöst, und die Stille der Nacht kehrte zurück. Die turbulenten Zeiten von 1848 begannen abzuklingen, aber die Erinnerung an die Barrikaden und den Sturm der Veränderung würde in den Herzen der Menschen noch lange nachhallen. Das Jahr 1848 wird immer in die Geschichtsbücher eingehen. Ein Jahr des Aufruhrs, der Reform und der politischen Umwälzung. Die Barrikaden wurden entfernt, aber der Geist der Veränderung lebte weiter.

Auswirkungen auf die Zukunft

Die Ereignisse von 1848 hinterließen tiefe Spuren in der Geschichte Thüringens. Die politische Landschaft hatte sich grundlegend verändert, und die Republik wurde zu einem ernstzunehmenden Gedanken. Doch die Stürme des Jahres 1848 waren nur der Anfang einer bewegten Zeit, die die Geschicke des Landes noch lange beeinflussen sollte.


Mit einem Tropfen digitaler Tinte und einem Hauch der Geschichte des Wandels und der Unruhe,
Ihr Chronist des Aufstands und Geschichtenerzähler aus Leidenschaft.

*Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den ersten und zweiten Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.

Quellenangaben:
Inspiriert von den Spuren der Vergangenheit und dem Wunsch, dem Streben nach Freiheit und Friden in turbulenten Zeiten.
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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Barrikaden Entfernt
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Die Dunkelheit umhüllt mich, als ich mich auf der Suche nach der Felsenquelle, ein gefährliches Abenteuer beginnt. Der feuchte, kühle Wind lässt mich frösteln und ich folge Stufe für Stufe dem Stufenweg hinauf ins Dunkel der Nacht. Doch je höher ich komme, desto unheimlicher wird die Atmosphäre. Das Kribbeln in meinen Fingerspitzen lässt mich unruhig werden und als ich plötzlich auf einen verlassenen Zaun stoße, spüre ich ein unerklärliches Unbehagen. Trotzdem entscheide ich mich, auf der Suche nach dem Unbekannten, den Zaun entlangzugehen, um die Quelle zu finden. Doch der Pfad am Zaun ist mit Brombeeren und Stacheln bewachsen, ein gefährlicher Trip durch den Wald und ich frage mich, ob er bald abschmieren wird. Mein Herz schlägt schneller, als ich vorsichtig den verhängnisvolle Weg zur Felsenquelle hinunterklettere, um den Grund zu erreichen. Der gefährliche Abstieg, ein Kampf ums Überleben, aber endlich höre ich das Plätschern der Felsenquelle, doch der Rückweg wird schwieriger als erwartet. Der Regen setzt ein und der Pfad verschwindet im Dunkeln. Als ich einen Baum quer über dem Pfad entdecke, blockiert er meinen Weg zum mysteriösen Felsenquellensee. Auch der Goldgrund ist von umgestürzten Bäumen übersät und ich muss mich unter ihnen hindurchkämpfen. Schließlich erreiche ich den Felsenquellensee, doch als ich zurück zur Straße gehe, ist der Bus bereits fort. Was verbirgt sich hinter den unheimlichen Ereignissen auf dem Weg zur Felsenquelle? Wird es dem Protagonisten gelingen, sein Ziel zu erreichen und zurückzukehren? Die Geheimnisse der Dunkelheit warten darauf, enthüllt zu werden. […]
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sondern rannten drauf los wie toll. Dann kam ein sonderbares Geräusch und bum, bum, bum! sausten die Kugeln um unsre Köpfe. Noch hörten wir, wie sie riefen. Dann kam eine atemlose Pause und dann setzte die ganze Bande hinter uns her. Wir hörten sie, weil sie dicke Stiefel trugen und gehörig gellten, wir aber waren barfuß und gaben keinen Laut von uns. Wir befanden uns auf dem Pfad zur Mühle und als uns die Verfolger nahe kamen, schlugen wir uns seitwärts in den Wald und ließen sie vorüberrasen, um dann gemächlich hinter ihnen dreinzukommen. Die Hunde hatten sie schlauerweise alle eingesperrt gehabt und bis einer dieselben losgelassen, verging ein gut Teil Zeit. Man muß nach dem Celiseo fragen, so zeigt man einem den Schauplatz des Vespasians, und wenn man den alten Tempel aller Götter, das Pantheon, sehen will, so muß man la Rotonda sagen. Wenn man sich bei denen, die man auf der Gasse antrifft, erkundiget, wo man das Pantheon suchen müsse, so antworten sie, non lo so. Man kann sich schwerlich einen grösseren Unterschied denken, als zwischen diesem Dichter, der einsam, nach allen Seiten gegen die Aussenwelt abgeschlossen, drunten im Süden wohnt und, ohne sich durch irgend etwas von seinem Beruf abziehen zu lassen, künstlerische Meisterwerke formt und zufeilt und seinem grossen Geistesbruder im Norden, der aus vollen, allzuvollen Händen grosse und kleine Artikel über politische, soziale und religiöse Fragen in die Presse hinausstreut, der mit seinem Namen überall voran ist, niemals Rücksicht nimmt auf die Klugheitsregel, die vorschreibt, sich selten zu machen, sich vermissen zu lassen; welcher Lieder schreibt, Reden hält, agitirt, von Volksversammlung zu Volksversammlung reist und sich am wohlsten befindet, wenn er auf dem Rednerstuhle unter tausend Freunden und hundert Gegnern steht und die ganze Schaar durch seine Kühnheit und durch seine Kunst in Athem hält. Die einzigen Zeitungsartikel, welche Ibsen in den letzten Jahren geschrieben, waren solche, die sich auf seine Rechte gegenüber den Verlegern oder auf seine Rechtlosigkeit im Verhältniss zu seinen Uebersetzern bezogen; aber man darf nicht vergessen, dass diese kalte Zurückhaltung ihm gestattet hat, die Meisterschaft in seiner Kunst unverwandt vor Augen zu haben gleichwie seine fixe Idee, sein nie aus den Augen verlorenes Ideal und er hat dies Ideal erreicht. […]
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An einem Sonntag, an dem die Zeit zäh wie Honig fließt und die vertrauten Wände zu drücken beginnen, beginnt eine Erkundung nicht in der Ferne, sondern direkt vor der Haustür. Dort, wo die Hepkestraße auf die Enderstraße trifft, hinter der glatten Fassade der Pegasus Residenz und dem stummen, ehemaligen Krankenkassengebäude - dessen Fenster heute auf Stofftiere und rätselhafte Stoffballen herabblicken, einen ganzen Stoffmond bergend -, verzweigt sich das Gewöhnliche. Ein Weg löst sich von der Bärensteiner Straße, lässt den Sportplatz links liegen und führt in ein anderes Dresden. Ein Dresden der unsichtbaren Grenzen und leisen Überreste. Es ist eine Route, die an Frauensteiner Platz und Zschirnsteinstraße vorbei in ein Labyrinth aus Hockstein- und Zirkelsteinstraße mündet. Ein Weg, der eine Wahl fordert: links nach Seidnitz oder geradeaus über die Brücke. Wer die Brücke wählt, betritt eine vergessene Zone. Der Grabenwinkel am Blasewitz-Grunaer Landgraben umschließt ein Geheimnis: die Schieferburg. Dieses Gebäude ist kein Haus im herkömmlichen Sinn. Es ist ein Ausbruch, eine architektonische Halluzination aus bunten Scherben und schiefen Türmen, die auf einer alten Bauschuttdeponie wurzelt. Was trieb die Erbauer an, hier, an diesem unscheinbaren Ort, ein Märchen aus Ziegel und Mörtel zu errichten? Und welches Echo ihrer Träume hallt noch heute in den Wänden nach, vermischt mit den Stimmen der Jugend, die hier nun einzieht? Der Weg führt weiter, an kleinen Brücken, vorbeilaufenden Hunden und trauerweidenumstandenen Ufern entlang, bis sich das Grün weitet. Der Rothermundtpark. Doch diese Idylle ist trügerisch. Unter den sanften Hügeln und gepflegten Wegen schlummern die Grundmauern einer verbrannten Villa und das verwitterte Gedächtnis eines Krieges. Der Park ist ein Palimpsest, auf den jede Epoche ihre eigenen Verheißungen und Traumata geschrieben hat. Wer hier spaziert, spaziert über Schichten unerzählter Geschichten. Diese Tour ist mehr als ein Spaziergang. Sie ist eine Einladung, die Oberfläche des Urbanen anzukratzen. Sie folgt der These, dass der größte Reichtum einer Stadt nicht in ihren Hauptattraktionen liegt, sondern in den Zwischenräumen, den Narben der Geschichte und den Orten stiller Verwandlung. Es ist eine Suche nach der Seele eines Stadtteils, die sich in der kathedralenhaften Stille eines Betriebshofs, im verschenkten Grün eines längst vergessenen Kommerzienrats und im kaleidoskopischen Licht eines Jugendzentrums offenbart. Was werden Sie finden, wenn Sie Ihren gewohnten Pfad verlassen und die erste unscheinbare Abzweigung nehmen? Welche verborgene Welt schlummert vielleicht nur einen Steinwurf von Ihrer eigenen Haustür entfernt? Ab Hepkestrasse Ecke Enderstraße, Neubau Pegasus Residenz an der Schmiedebergerstraße, rechts ehemalige Krankenkasse mit Eigentumswohnungen, Stofftiere und Stoff und Stoff Mond, Bärensteiner Straße, links Sportplatz, rechts zum Frauensteiner Platz, Ecke Zschirnsteinstraße, Hocksteinstraße, Zirkelsteinstraße, links führt ein Weg nach Seidnitz, geradeaus über die Brücke gehen, Grabenwinkel am Blasewitz-Grunaer Landgraben um die Schieferburg herum, an kleiner Brücke, Hunden und Weiden vorbei zum Rotermundpark. […]
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
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Und plaudernd wiegt in Ringen sich mancher Papagei; zahm schreiten Goldfasanen und Kraniche herbei. Wie fröhlich sind die Gäste; sie scherzen laut und viel, und treiben mit den Thieren manch neckisch Gaukelspiel. So schleicht sich zu dem Frohsinn gar oft ein düstrer Gast, bei dessen Schreckensanblick die Menschheit Schauer fasst, mit welchem Spiel zu treiben sich Keiner leicht erfrecht, denn oft zum strengen Herrscher aufwirft sich solcher Knecht. Und zürnend blickt nun Faustus, und ruft ihm herrisch zu; gehorsam liegt der Riese zu Füssen ihm im Nu, und setzt sich wieder aufrecht, reicht ihm die Tatze dar... Lied ist andererseits eine dennoch mögliche zyklische Auffassung inhaltlich begründet werden: das Opus sei kein Liederzyklus im Sinne der einem einzigen Dichter gewidmeten opp. O. Der Autor stellt die Bedeutung der schwebenden, in die Terz mündenden und den nachfolgenden Quintton bereits antizipierenden Zeilenschlüsse in der ersten Textstrophe heraus. Weiterführende Gedanken zum musikalischsemantischen Gehalt der Komposition und zur Tonartensymbolik finden sich in den folgenden beiden Abschnitten. Clemens merkt an, dass die Mediante As-Dur ohne Konsequenz bleibt und der Tonsatz auf engstem Raum wieder nach F-Dur zurückmoduliert, welches ebenso flüchtig behandelt wird. Dieser Aspekt wird verschiedentlich in der Literatur betont. Die Entfernung der Tonarten steht für die Situation der Liebenden, die flüchtig gestreifte entfernte Terzverwandtschaft symbolisiere Unerreichbarkeit; der Tonsatz werde beim Gedanken an die Blume wieder in den F-Dur-Bereich zurückgeholt. Alle Passagen nach 1993,die Aussage das gesamte Lied thematisiere metaphorisch die unerfüllbare Liebe zwischen dem Mond und der Blume, angemessen ist, darf angesichts der ansonsten eher spekulativen Ausführungen des Autors bezweifelt werden. Die Rede ist von einer eigentümlich schwülen Stimmung besonderer Klangreizeffekte. In ähnlicher Weise äußert sich der, offensichtlich inspirierte, von ungehörten Klangeffekten und harmonischen Reibungen spricht, welche durch die Schwüle des Gedichts hervorgerufen würden. Worin diese Effekte und Reibungen konkret bestehen, wird von den Autoren nicht spezifiziert. […]
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