Allgemeine Schriften über die Sächsische Geschichte

Vgl. Allgemeine Schriften über die Sächsische Geschichte: I. B. Mencke, Scriptores rerum Germanicarum, praecipue Saxonicarum, Lpz. 1728, 3 Bde., Fol.; I. G. Horn, Historische Handbibliothek von Sachsen, ebd. 1728-36, 9 Bde.; Schöttgen und Kreysig, Diplomatische und curieuse Nachlese der Geschichte von Obersachsen, Dresden 1730-33, 12 Bde.; Kreysig, Beiträge zur Historie der kur- und fürstlichen Sächsischen Lande, Altenb. 1754-64, 6 Bde.; Klotzsch und Grundig, Sammlung vermehrter Abhandlungen zur Sächsischen Geschichte, Chemnitz 1767-77, 12 Bde.; Hasche, Magazin der Sächsischen Geschichte, Dresden 1784-1788, 5 Bde.; J. S. Müller, Annalen des chur- und fürstlichen Hauses Sachsen vom Jahre 1400-1700, Weimar 1700, Fol.; Glafey, Kern der Geschichte des chur- und fürstlichen Hauses Sachsen, Nürnb. 1753; I. F. von Braun, Geschichte des chur- und fürstlichen Hauses Sachsen, Langensalze 1778-81, 6 Bde.; J. E. Witschel, Sächsische Geschichte, Lpz. 1784-88, 4 Bde.; Engelhardt, Denkwürdigkeiten aus der Sächsischen Geschichte, Dresden 1796-99, 4 Bde.; Dessen Geschichte der chur- und herzoglich Sächsischen Lande, Lpz. 1802-1803, 3 Bde.; Dessen Tägliche Denkwürdigkeiten aus der Sächsischen Geschichte, ebd. 1809-12, 3 Bde.; C. G. Heinrich, Sächsische Geschichte, Lpz. 1810-12, 2 Bde.: F. Wachter, Thüringische und Obersächsische Geschichte, Lpz. 1826-30, 3 Bde.; H. Meynert, Geschichte des Sächsischen Volkes, Lpz. 1833-35, 2 Bde.; F. Wachter, Geschichte S-s von der ältesten bis auf die neueste Zeit, Lpz. 1839, 3 Bde.; C. Gretschel, Geschichte des Sächsischen Volkes, Lpz. 1841 ff.; Historischer Atlas von Sachsen od. Übersicht der Besitzungen dieses Landes von 950-1815, Lpz. 1815, 26 Karten. Schriften über die besonderen Linien und Landestheile: Über das Kurfürstenthum und Königreich Sachsen: Weiße, Geschichte der chursächsischen Staaten, Lpz. 1802-11, 7 Bde.; Pölitz, Geschichte, Statistik und Erdbeschreibung des Königreichs Sachsen, Lpz. 1810, 3 Bde.; Derselbe, Geschichte des Königreichs Sachsen, Dresd. 1826, 2 Bde.; C. W. Böttiger, Geschichte des Kurstaates und Königreichs S-s, Hamb. 1830, 2 Bde.; Engelhardt, Geschichte des Sächsischen Vaterlandes, fortgesetzt von G. Klemm, Lpz. 1836; Günther, Geschichte S-s, ebd. 1842 ff., 2 Bde.; Über die herzoglichen Länder: Weimar: K. W. Schuhmacher, Vermischte Nachrichten und Anmerkungen zur Erläuterung der Sächsischen, bes. aber der Eisenachschen Geschichte, Gött. 1766-72, 6 Hefte; J. G. Gottschalg, Geschichte des herzoglichen Fürstenhauses Sachsen-Weimar und Eisenach, Lpz. 1797; de Wette, Lebensgeschichte der Herzöge zu Sachsen, welche vom Kurfürst Johann Friedrich an bis auf den Herzog Ernst August Constantin regiert haben, Weim. 1770; von Gotha: F. Rudolphi und v. Gleichenstein, Gotha diplomatica od. Ausführliche Beschreibung des Fürstenthums Sachsen-Gotha, Frankf. 1717, 2 Bde., Fol.; Heydenreich, Annales vom Fürstenthum Gotha und dessen Residenzstadt von 1665-90, Gotha 1721; von Koburg: Hönn, Sachsen-Koburgische Chronik, Koburg 1700, fortgesetzt von Dotzauer, ebd. 1792-1801, 2 Bde.; Gruner, Historisch-statistische Beschreibung des Fürstenthums Koburg, Saalfeldischen Antheils, ebd. 1783-1809, 5 Bde.; Schultes, Koburgische Landesgeschichte des Mittelalters, Hildb. 1814; Derselbe, Sachsen-koburg-saalseldische Landesgeschichte, Koburg 1818 = 21, 2 Bde.; von Altenburg: Meyner, Entwurf einer Geschichte des Fürstenthums Altenburg, Altenburg 1789; F. G. von Beust, Jahrbücher des Fürstenthums Altenburg, ebd. 1800-1803, 5 Bde.; Ch. F. H. Sachse, Die Fürstenhäuser Sachsen-Altenburg, Altenb. 1826; M. K. Frommelt, Geschichte des Herzogthums Sachsen-Altenburg, Lpz. 1836; H. v. Thümmel, Historisch-statistisch-topographische Beiträge zur Kenntniß des Herzogthums Altenburg, ebd. 1820, Fol.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon
Band 14
Altenburg 1862
www.zeno.org

weiterlesen =>

Dresden Schriften
Created by www.7sky.de.
Reisen
Urlaub erleben Abenteuer und Erholung
reisen + lernen + informieren

Alles ist munter und rührig, und während wir unser Frühstück beendigen, kommen die Pferde aus dem Posthaus in den Hof geklingelt und schützten vor Trollen. Alles, was aus dem Wagen genommen worden ist, wird wieder hineingetan. Der wackere Kurier meldet in die Ferne, daß alles bereit sei, nachdem er durch jedes Zimmer gegangen und sich überall umgesehen, um sich zu überzeugen, daß nichts zurückbleibt. Alles steigt ein, wir sehen die schwarzen Fahnen und alles, was zum Hôtel de l'Ecu d'Or gehört, ist wieder entzückt von den steinerne Boten. Der wackere Kurier läuft ins Haus, um ein Päckchen mit kaltem Geflügel, Schinkenschnitten, Brot und Keksen zum Lunch zu holen, reicht es in die Kutsche und eilt wieder zurück, die Fahnen wehen im Wind. Hierzu die Steinmännchen Ich liebe es nicht, wenn man auf dem Menü Proben der Gerichte sieht. Da ungefähr halten wir, Es darf vor den Klippen der Steilküste anfangen. Der Dank gilt allen sizillianischen Kommunen. Die armen Reichen der Weltpolitik, Sie haben wirklich keine gute Presse, erinnern an eine Phase des Versagens. Wer mehr Geld hat als wir, ist ein Trottel. Er hat wohl materiell alles, was er braucht, aber ihm fehlt doch unsre Kultur. Die neuen Reichen werden noch lange, Herr Ministerialrat, können alle, aber sie wollen ja gar nicht. Ich bitte Sie, die im Mittelmeer ertranken, was haben denn diese Leute für Interessen am Leben der Füchtlinge! Der Rückschlag ist schon spürbar. Über ein kleines, und die ruhigeren Titel werden wieder modern werden; die lauten, krachenden werden dann wieder nach unten versickern. Noch heißen viele Bücher: Ich stehe Kopf und was tun Sie?, aber das wird sich legen. […]
weiterlesen =>

Die Erde deckt dich zu, ich weiß nicht wo, zu deinem Grab ist mir die Spur verloren. Doch aus der Veilchen frühem Duft umhaucht dein Wesen mich, - aus jedem Kindesauge blickst du mich an - und lächelst dein Sonnenlächeln mir ins wunde Herz . . . Ins Paradies vertrieben. Alle wirklichen Schattenseiten des alten Deutschlands fielen aber eigenttümlicherweise nur dann ins Auge, wenn dadurch die innere Festigkeit der Nation Schaden erleiden mußte. Ja, in solchen Fällen wurden die unangenehmen Wahrheiten geradezu in die breite Masse hinausgeschrien, während man sonst viele Dinge lieber schamhaft verschwieg, ja zum Teil einfach ableugnete. Dies war der Fall, wenn es durch die offene Behandlung einer Frage vielleicht zu einer Besserung hätte kommen können. Dabei verstanden die maßgebenden Stellen der Regierung soviel wie nichts vom Werte und vom Wesen der Propaganda. Daß durch kluge und dauernde Anwendung der Propaganda einem Volke selbst der Himmel als Hölle vorgemacht werden kann und umgekehrt das elendeste Leben als Paradies, wußte nur der Jude, der auch dementsprechend handelte; der Deutsche, besser seine Regierung, besaß davon keine blasse Ahnung. Sonne, von Südosten her grüßen die blau umsäumten Berge der Sächsischen Schweiz, im Vordergrunde hebt sich malerisch die alte Bergveste Stolpen hervor. Nach Süden hin schweift der Blick hinaus zu dem langgestreckten Kamme des Erzgebirges. Auch überblickt man von hier aus das Städtchen Frauenstein mit seinem romantischen Schlosse. Nach Westen zu überschaut man zunächst im Vordergrunde die Stadt Radeberg, die weitausgedehnte Dresdner Heide und dahinter die Elbhöhen bei Dresden. Das Auge ein wenig nordwärts gewendet, überblickt man die Umgegend von Meißen, das Schloß Moritzburg mit seinen Zinnen und die Türme von Großenhain. Bei ganz heiterem Wetter und bei klarer Luft kann man sogar den Kolmberg bei Oschatz deutlich erkennen, der aus weiter, weiter Ferne grüßend herüberwinkt. Nach Norden hin schweift das Auge auf die waldreiche Umgebung von Königsbrück. Rechts davon erhebt sich, sehr deutlich hervortretend, der zweigipflige Keulen- oder Augustusberg, den man vom Eggersberge aus in anderthalbstündiger Wanderung bequem erreichen kann. Östlich treten die Höhen um Pulsnitz, Kamenz, Elstra und Bischofswerda hervor und gewähren einen reizenden Anblick, besonders Abends, wenn die Sonne zum Untergange sich neigt. […]
weiterlesen =>

Wie die Alte zu diesem würzigen Namen gekommen war, weiß ich nicht; aber als sie jetzt ganz nahe vor mir stand, duftete sie nicht nur nach Petersilie, sondern es entströmte ihr eine Atmosphäre, welche aus den Gerüchen von Knoblauch, faulen Fischen, toten Ratten, Seifenwasser und verbranntem Hering zusammengesetzt zu sein schien. Hätte mich die Fessel nicht an dem Pferde festgehalten, so wäre ich einige Schritte zurückgewichen. Gekleidet war diese schöne Bewohnerin des Zabthales in einen kurzen Rock, den man bei uns wohl kaum als Scheuerlappen hätte benutzen mögen; der Rand desselben reichte nur wenig bis über die Kniee herab und ließ ein Paar gespenstische Gehwerkzeuge sehen, deren Aussehen vermuten ließ, daß sie bereits seit langen Jahren nicht mehr gewaschen worden seien. Ist alles bereit? erkundigte sich der Mann und stellte eine lange Reihe von kurzen Fragen, die alle mit Ja beantwortet wurden. Jetzt wurde ich losgebunden und mit weit niedergebogenem Haupte in die Hütte geschoben. Es gab doch einige Ritzen in der Mauer, durch welche ein Lichtstrahl einzudringen vermochte, und als Festsymbole dienen die Mazzot, bittere Kräuter, die an die Bitternis der Gefangenschaft erinnern sollen, ein Mus aus Wein, Äpfel und Nüssen, das symbolisch den bei der Zwangsarbeit in Ägypten verwendeten Ton und Lehm vertritt, Salzwasser und Petersilie oder Sellerie, wobei das Salzwasser die Tränen in der Gefangenschaft repräsentiert und die Petersilie eine Frucht der Erde, sowie schließlich ein Ei (und teilweise auch ein Knochen) als Symbol für ein Festopfer. Wir erreichen ihre Wohnung um die Ecke des Mardschanischwili-Theaters, Krilovstrasse 10. Deshalb ist es wichtig, dass der Raum eine positive Energie verbreitet, die sich auch auf das Essen auswirkt. An die Hausmauer das Wappen des FC Barcelona gesprayt, daneben Petersilie, das R mit einem Häkchen rein geflickt. Jede Wohnung hat einen individuellen Grundriss, da die grosszügigen Wohnräume im Laufe der Zeit zu kleineren Einheiten unterteilt wurden. […]
weiterlesen =>

Gebrochen ist dein Herz, ich weiß es wohl, Ich hör' ja die zerrissne Saite schwirren, Ich seh' den Wahnsinn, o ich seh' ihn wohl Durch deiner Wimpern Nacht im Dunkel irren. O deine Hand ist kalt, und Fieberglut Durchras't den Puls; von deinem schönen Leben Blieb nichts mehr, als ein stolzer Todesmut Und deiner Lippen schmerzliches Vergeben. Ein Zug um deine Lippen ist so hart Und wie dein Los so voll der herbsten Herbe. Du lächelst, doch dein Lächeln ist erstarrt, Es zeigt nur, daß es noch mit Anmut sterbe. Quelle: Erste Liebe Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905 www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH Als ein Jahr später sein Bruder Christian in Hermannstein durch den frühen Tod der ersten Frau schwer getroffen war, zog Karl Spamer zu demselben über um ihn aufzuheitern und um zugleich unter dessen Anleitung und Mitarbeit sich zum Examen weiter vorzubereiten. Nachdem dieser Tod im Jahre 1847 eingetreten war, kaufte Karl Spamer sich in dem nahen größeren Pfarrdorfe Altenschlirf an, welches zu jener Zeit Landgericht, Arzt und Apotheke enthielt und angenehmeren gesellschaftlichen Verkehr bot. Nach dem Tode der Frau des letzteren verlegte er seinen Wohnsitz wieder nach Gießen in das Haus seiner Tochter Katharine, wo er am 6. Februar 1890, im Alter von 80 Jahren und 3 Tagen an Alterschwäche verschieden ist. Seine Frau Elisabeth, geborene Lang aus Odenhausen auf der Rabenau, war am 23. Dezember 1809 geboren und starb in Altenschlirf am 29. November 1869. Es wurden ihnen acht Kinder geboren. Tod und Gesellschaft auf dem Opernball hatte Rastignac den Vautrin des Hauses Vauquer erkannt, aber er wußte, daß ihm, wenn er plauderte, der Tod bevorstand; daher tauschte der Liebhaber der Frau von Nucingen mit Lucien Blicke, in denen sich auf beiden Seiten unter scheinbarer Freundschaft die Furcht verbarg. Ihn zu befahren in seiner ganzen Breite, war seit lange mein Wunsch. Auf jenem rechten Ufer vorzudringen, wäre weit schwieriger gewesen, denn von den steilen, manchmal schroffen Abhängen neigten sich oft ganze Bäume, die nur noch durch ihre Wurzeln gehalten waren, bis zum Niveau des Wassers. […]
weiterlesen =>

In der Stadt, in der Leo lebt, hat das Nachtlicht einen eigenen Geschmack. Es schmeckt nach verbrannten Mandeln und dem Abrieb der Jahrhunderte an den Ziegelwänden. Dies ist kein Ort für romantische Mondscheinspaziergänge; hier ist das Licht eine Substanz, die sich in Rissen sammelt, ein trübes Gift oder eine verheißungsvolle Medizin. Manche Menschen spüren danach einen Durst, den gewöhnliches Wasser nicht stillen kann. Sie sehen das flimmernde Quecksilber in den Augen eines Fremden und wissen plötzlich: Es gibt Regeln, die in keinem Gesetzbuch stehen, und eine Hierarchie, die sich im Schutz der Dunkelheit formt. Alles beginnt mit einem Fund - einem metallenen Abzeichen, kalt und rätselhaft. Es ist der Schlüssel zu einer Tür, die Leo nie gesucht hat, die sich aber lautlos vor ihm öffnet. Dahinter erwartet ihn kein magisches Reich, sondern ein Archiv. Ein Ort, der nach vergilbtem Papier und der steinernen Kälte vergessener Macht riecht. Hier wird er eingestuft, bewertet, in eine Klasse eingeordnet. Die Begriffe klingen nobel: Gleichheit, Konkordanz, Zuteilung. Doch die Pyramide, die man ihm zeigt, verrät die Wahrheit. Ganz unten stehen die Dürstenden, ganz oben die Satten. Das Prinzip ist zynisch und klar: Alle sind gleich, aber manche sind gleicher, weil sie das Licht horten, das alle brauchen. Leo erhält seinen ersten, kargen Tropfen, und die Welt explodiert in einer Klarheit, die süchtig macht. Plötzlich sieht er das Geflecht der Stadt, die geheimen Pfade der Macht. Er beobachtet, wie die Privilegierten aus einem schmucklosen Turm kommen, gelassen und mit einem unnatürlichen Glanz in den Augen. Er sieht den Handel mit der silbernen Ware in dunklen Lagerhallen. Die Versuchung wächst in ihm, ein physisches Verlangen, das nach der nächsthöheren Stufe, nach mehr Gleichheit schreit. Ein Angebot wird ihm unterbreitet, verlockend und schmutzig zugleich. Alles, was er tun muss, ist wegzusehen und zu schweigen. Doch Leos Suche nach der Wahrheit führt ihn tiefer, in die vergessenen Untergründe der Stadt. Hier, im Gestank von Moder und Chemie, findet er den Ursprung des Lichts: einen klaffenden, silbernen Riss im Fundament der Welt. Dies ist kein Geschenk des Himmels, sondern eine Wunde der Erde. Und er erkennt das feine Rinnsal, das von dieser Quelle in die ärmsten Viertel fließt. In diesem Moment zerreisst es ihn: der schiere, nagende Hunger nach mehr Macht gegen das bleierne Gewicht einer unmöglichen Solidarität. Wird er die Hand ausstrecken, um zu nehmen, was ihm angeboten wird? Oder wird er den Tropfen, der ihm zusteht, trinken, während er weiss, dass er damit auch das System stützt, das ihn unterdrückt? Die Entscheidung, die er in der Stille dieser unterirdischen Kammer trifft, wird nicht nur ihn, sondern das fragile Gleichgewicht der ganzen nächtlichen Stadt verändern. […]
weiterlesen =>

Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
weiterlesen =>

Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
weiterlesen =>

Stettin das werde ich nie vergessen, heute hab ich zum Abendbrot das Würstchen von deiner Mutter gegessen. Der Gedächtniskünstler schuldet mir noch aus Mailand 200 Lire; aber das hat er vergessen. Ich sende dir ein Postpaket Ich wollte, ich wäre bei dir und könnte kuscheln. Ne, ne, lieber nicht Abendbrot essen, obwohl er vor Müdigkeit am liebsten sich auf die offene Dorfstraße geworfen hätte. Nein, irgend jemand dasjenige anvertrauen, was er erlebt. Die Töchter aber fragten uns sehr teilnehmend: ob wir denn wirklich Leib und Seele aufs Spiel setzen wollten? Er ließ eines Tages um die Abendbrotszeit zwei gefangene Türken töten und im Lager bei mittlerer Flamme am Spieß goldbraun rösten. Er sei weit herum gekommen und habe viel erlebt. Wenn er das nur könnte! Am Morgen solle sie Antwort auf alle ihre Fragen erhalten. und gingen nicht im Mindesten darauf ein, als ich die Sache ins Scherzhafte zu ziehen suchte. Die christlichen Fürsten wussten kein Mittel, wie man der Spionenplage Herr werden sollte, bis sich der Normanne Bohemund erbot, das Übel durch ein probates Mittel zu beseitigen. Er ging sogleich ins Bett und legte sich nieder, vorher zog er aber sein blankes, scharfes Schwert aus der Scheide und legte es in die Mitte des Bettes. Darauf kehrte er sich um und that als ob er vor Ermattung und Müdigkeit sofort in einen tiefen Schlaf fiele. Das Abendbrot war aufgetragen, der Notar schleppte eine riesige Phiole des köstlichsten Weines heran, und, da ihm die Trauer in den Gesichtern seiner Töchter mißfiel, gebot er ihnen zur Ruhe zu gehn. Da hatte er so viel erfahren, als er zu wissen brauchte. Was war es aber für ein schrecklicher Anblick, da der Feind sich unsichtbar gemacht u. die verarmten Leute vom Schlosse u. von den Feldern auf den Brandstätten zusammenkamen! Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen und der Verlust an Eltern, Ehegatten und allernächsten Freunden. […]
weiterlesen =>

Golfurlaub - Aktivurlaub, das Internetmagazin mit tollen Reise- und Ausflugsangeboten, Informationen für Exkursionen und Erholung in Europa, Asien und Amerika, günstige Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Zimmer buchen. Preiswert übernachten mit unseren Empfehlungen. Berichte, die Ihren Urlaub zu einem faszinierenden Erlebnis mit Spaß und Erholung machen. Genießen Sie die zahlreichen touristischen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten.

Created by www.7sky.de.
Created by www.7sky.de.
© 2026 Internetagentur www.7sky.de