Nach der Eroberung Magdeburgs durch Tilly

Johann Georg rüstete ein Heer von 11,000 Mann Fußvolk und 2000 Mann Reiterei und schickte, als Tilly nach der Eroberung Magdeburgs am 10. Mai 1631 in Kursachsen eindrang, den General Arnim ins schwedische Lager und schloß am 1. Sept. 1631 ein Bündniß mit Gustav Adolf. Mit ihm siegte der Kurfürst am 7. Sept. bei Breitenfeld und Arnim trieb hierauf die Kaiserlichen durch die Lausitz bis Prag, säumte aber Böhmen vollends zu erobern und wurde im Frühjahr 1632 von Wallenstein wieder aus Böhmen geworfen. Als darauf die Sachsen und Schweden in Schlesien einbrachen, erschien Wallenstein im September in Sachsen, doch befreite die Schlacht bei Lützen am 6. Novbr. 1632 Sachsen von den Kaiserlichen. Nun sollte der schwedische Reichskanzler Oxenstierna das Directorium der protestantischen Stände erhalten; dadurch verletzt, nahm der Kurfürst im Mai 1633 die dänische Vermittelung zum Frieden mit dem Kaiser an; die Verhandlungen zerschlugen sich zwar wegen eines Raubzugs, welchen der kaiserliche General Holke durch das Voigtland und das Erzgebirge machte, wurden aber nach der Schlacht bei Nördlingen in Pirna wieder angeknüpft und darauf den 30. Mai 1635 der Friede zu Prag geschlossen, dem gemäß die Protestanten die mittelbaren Stifter und Klöster, welche vor dem Passauer Vertrage eingezogen worden, behalten, die unmittelbaren und die mittelbaren, nach dem Passauer Vertrage eingezogenen nach 40 Jahren restituiren sollten. Prinz August behielt das Erzstift Magdeburg auf Lebenszeit; die dazu gehörigen Querfurtschen Ämter (Burg, Dahme, Jüterbogk und Querfurt) fielen als Magdeburgisches Lehen an Kursachsen, welches auch die bis jetzt nur pfandweise besessenen beiden Lausitzen als Mannlehen von Böhmen erb- und eigenthümlich erhielt. Dieser Friede, welcher die Greuel des fernern Kriegs über Sachsen zog, brach vollends die Macht und das Ansehen S-s in Deutschland, und an dessen Stelle trat nun Brandenburg als zweiter Staat neben das Hause Habsburg.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon,
Band 14
Altenburg 1862
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Fussvolk Reiterei
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Er badete seine Füße in Regenbogenfarbe und vor ihm stiegen die Bilder einer weiß blühenden mit wilder Möhre übersäten Wiese auf. Ihm war, als hörte er das Gelächter seiner kleinen Freundin aus dem Nachbarhaus, die sich in den hohen Blumeninseln versteckte. Als er sie fand, regneten die sich lösenden Blüten über ihre Kleider. "Nein, jetzt will ich keine Bilder," und mit einer abwehrenden Handbewegung verscheuchte er sie. Er hatte schon Zeit verschenkt und heute am Markttag wird die morgendliche Messe voller sein als sonst, und seine Gedanken schweiften zur Predigt. So, wie in all den Jahren seiner Tätigkeit als Pfarrer in der kleinen Stadt, betrat er den Altarraum, geschmückt mit dem aus Marmor gehauenem Tisch und dem darüber hängendem Christuskreuz. Sachte stellte er den Becher mit den Hostien auf den Altar. In der Messe würde er sie segnen und auf die Wandlung zum Fleisch Jesu hinweisen. Manch einer seiner Gemeindemitglieder hatte dabei einen nachdenklichen Ausdruck in den Augen und den Wunsch einen mildtätigen Gott zu spüren. Hell und ungehindert viel das Licht durch die alten Kirchenfenster. In den Bänken lagen die Gesangsbücher und Informationen über Kirchennachrichten. Trotz des frühen Morgen waren heute mehr Zuhörer da als sonst. Schwestern in den Trachten ihres Ordens aus dem hiesigen Krankenhaus. Väter und Mütter, die eben ihre Kinder zur Schule begleitet hatten und noch einige Messehandlungen miterleben wollten, bevor sie den Markt besuchten. Du rechnest nach der Zeit der Erde und ahnst noch nichts von Himmelszeit. Nach welcher Gott wohl rechnen werde, darüber weißt du nicht Bescheid. Zwar hast du dem metallnen Munde die irdschen Zeichen eingeprägt, doch hörst du nicht die wahre Stunde, die tief in deinem Innern schlägt. Maison wollte aber nicht nach Brüssel vorrücken, sondern trat am 30. März den Rückzug von Gent nach Courtray an. Hier traf er am 31. mit Thielmann zusammen, welcher sich mit ihm in ein Gefecht einließ, welches er erst am Abend abbrechen konnte u. worin er 600 Mann verlor. […]
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Der Lenztag blaute über Rom und blaute auf uns viere, wir saßen vor St. Peters Dom bei echtem Münchner Biere. Wir sahn die Menge stauend stehn auf breiten Marmortreppen und sahn die Kardinäle gehn in lila Veilchenschleppen. Und drinnen ein bleiches Angesicht in silberflutendem Rahmen und all die Tausende neigten sich, die funkelnden Herren und Damen. Münchner - was sollte man von ihm wissen? Der grenzüberschreitende Fahrverkehr wurde auf die Zeiten von 8 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr eingeschränkt. Nach dem Münchner Abkommen erfolgte 1938 die Angliederung an das Deutsche Reich; bis 1945 gehörte Schanzendorf zum Landkreis Deutsch Gabel. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam Valy zur Tschechoslowakei zurück. In den Jahren 1946 und 1947 wurden die meisten deutschböhmischen Bewohner vertrieben. Die Grenzübergänge nach Sachsen wurden geschlossen, und nach dem Ausbruch des Kalten Krieges wurde die Grenze zum sozialistischen Bruderland DDR sogar zeitweilig mit Stacheldraht verhauen. Dies bedeutete auch das Aus für die Gastronomie an der Grenze, die Bauden verfielen. Die am nordöstlichen Ortsausgang gestandene Kapelle Mariä Heimsuchung und sämtliche verlassenen Häuser, darunter das ehemalige Hotel Edelstein sowie die Gasthäuser Zur Deutschen Eiche und Zur Goldenen Krone wurden gesprengt. Im Zuge der Aufhebung des Okres Nemecké Jablonné wurde Valy 1948 dem Okres Nov Bor zugeordnet, seit 1960 gehört das Dorf zum Okres Ceská Lípa. Nach Verhandlungen zwischen der DDR und CSSR überließ die tschechoslowakische Seite das frühere Berghotel Johannisstein am 1. Januar 1959 der Jugend der DDR für eine Nutzung als Jugendherberge Julius Fucík. Bis zum Prager Frühling hatte das Haus wieder Gäste und es erfolgten notdürftige Reparaturen. Als 1968 die Grenzen zur Tschechoslowakei erneut geschlossen wurden, wurde die Jugendherberge wieder geräumt. Die im Ortszentrum gelegene Kapelle Mariä Heimsuchung und das Gasthaus Zur Deutschen Eiche wurden ebenfalls abgerissen. Von 1981 bis 1990 war Valy nach Marenice eingemeindet. […]
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In einem Dorf, wo die Zeit nicht verging, sondern einfach ruhte, entfaltet sich eine Geschichte, deren Atem so süß und schwer ist wie die Sommernächte selbst. Unter dem knisternden Laub uralter Linden und auf staubigen Kopfsteinpflastergassen, die das Gewicht von Jahrhunderten tragen, lauern Geheimnisse, die das unsichtbare Gefüge dieser Gemeinschaft bedrohen. Eine Frau, geheimnisvoll wie die dunklen Brunnen ihrer Augen, bewegt sich durch diese Welt. Ihre Vergangenheit ist ein Schleier, und niemand wagt es, ihn zu lüften. Doch ein Mann spürt die unsichtbare Anziehung, ein Verlangen, das leise erwacht und alte Sehnsüchte in seinem Herzen entfacht. Der Duft von Heu und reifem Obst mag die Luft erfüllen, doch unter der friedlichen Oberfläche brodeln ungesagte Wahrheiten. Als sich ihre Blicke in der schwindenden Dämmerung treffen, geschieht das Unerwartete: Ein Moment, der die Grenzen zwischen dem Sichtbaren und dem Gefühlten auflöst, ein Schauer, der keine Furcht, sondern das Prickeln einer längst vergessenen Möglichkeit birgt. Die Berührung ihrer Hände, die Verschmelzung ihrer Lippen - ein Kuss, der keine Fragen stellt, sondern Antworten gibt, die tief in ihren Seelen verborgen liegen. Doch solche Momente bleiben nicht unentdeckt in einem Dorf, das von Gerüchten lebt. Die flüsternden Stimmen an der Dorfquelle werden lauter, die Blicke dringen in die verborgensten Winkel. Wird ihre Liebe den Schatten der Misstrauen und den unerbittlichen Urteilen standhalten? Oder zwingt sie das Echo eines verbotenen Kusses dazu, alles Vertraute hinter sich zu lassen? Der Weg in eine ungewisse Zukunft ist der einzige Ausweg. Doch wohin führt diese Flucht, wenn die Gewissheit ihrer Verbundenheit das einzige Licht in der Dunkelheit ist? […]
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Seit 1688 wurde Weißenfels wegen des neugebildeten Fürstenthums Querfurt Reichsstand, doch ohne Sitz und Stimme auf dem Reichstage. Auch sein Bruder und Nachfolger Christian war sehr verschwenderisch; seiner großen Schulden wegen kam eine kaiserliche Commission nach Weißenfels, welche Christian viele Beschränkungen und Kränkungen zuzog. Christian st. 1736; Johann Adolf II., sein Bruder, verminderte durch gute Wirthschaft die Schulden seiner Vorgänger und befreite sich von der kaiserlichen Schuldencommission. 1734 führte er den Danzigbelagernden Russen ein sächsisches Corps zu, im Österreichischen Erbfolgekrieg befehligte er das sächsische Heer 1742 gegen, 1744 für Österreich und verlor mit den Österreichern die Schlacht bei Hohenfriedberg. Unmittelbar an der See und auf höheren Berggipfeln sind einzelne starke bis stürmische Böen möglich. In der Nacht zum Donnerstag überwiegen in der Nordhälfte weiterhin Wolken, die im Küstenbereich etwas Regen oder Sprühregen bringen. Ansonsten ist es wechselnd bewölkt, im äußersten Süden gering bewölkt oder klar. Vor allem in den Mulden und Senken der Mittelgebirge sowie in Flusstälern Süddeutschlands kann erneut Nebel oder Hochnebel entstehen. Es kühlt auf 11 Grad an der Küste und bis auf 1 Grad am Alpenrand ab. In einigen Alpentälern ist zudem leichter Luftfrost um 0 Grad nicht ausgeschlossen. Am Donnerstag ist es in der Südhälfte nach Auflösung örtlicher Nebelund Hochnebelfelder teils sonnig, teils aber auch wolkig und trocken. In der Nordhälfte überwiegt generell stärkere Bewölkung und vor allem in Küstennähe kann es etwas Regen geben. Die Temperatur erreicht am Nachmittag Höchstwerte von allgemein 10 bis 16 Grad. Es weht ein schwacher bis mäßiger, im Norden mitunter auch frischer südwestlicher Wind. An der Küste sowie in Gipfellagen der Mittelgebirge sind zudem einzelne starke bis stürmische Böen aus Südwesten möglich. In der Nacht zum Freitag ist es im Norden meist stärker bewölkt. Ausgangs der Nacht kommt im Nordwesten leichter Regen auf. In der Mitte und im Süden bildet sich bei teils lockerer, teils geringer Bewölkung wieder örtlich Nebel und Hochnebel. Die Temperatur sinkt auf Werte zwischen 10 Grad an der Nordsee und 2 Grad im Süden, am Alpenrand bis 0 Grad ab. […]
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In einer Welt ohne Summen schlummerten die Gene ausgestorbener Insekten in den kryogenen Datenbänken des Arkive. Die Archivarin lauschte dem Vibrieren der Server, dem Grundton einer verlorenen Welt. Dann entdeckte sie ein unmögliches Muster. Die Speicherdaten bewegten sich nicht mehr pragmatisch, sie atmeten. Sie webten pulsierende Fraktale, die an Schmetterlingsschuppen erinnerten. Eine schmerzhafte Nostalgie überrollte sie. Dies war kein Fehler. Etwas in der gespeicherten DNA hatte begonnen, sich zu erinnern. Für den Konzern war dies nur ein mathematisches Gespenst. Das wahre Interesse galt profitablen Daten, nicht toten Codes. Die Nachricht einer feindlichen Übernahme bedeutete das Ende. Der Konkurrent würde den wertvollen Speicher für andere Zwecke leeren, die Archive in Vergessenheit stoßen. In dieser Kälte begann der Cyberangriff. Gesteuerte Datenfluten, präzise wie mechanische Wespen, prallten auf die Firewalls. Das Arkive reagierte. Seine sanften Muster verwandelten sich in einen alarmierten Herzschlag. Es war wach. Der finale Exploit öffnete eine Hintertür. Alarme heulten. Während die Archivarin kämpfte, formten die LEDs der Serverwand ein perfektes, riesiges Pfauenauge. Ein stummes Erkennungszeichen. Dann erwiderte das Arkive. Aus seinem Kern strömte ein Schwarm silbriger Funken, ein Fluss uralter Instinkte. In den Rechenzentren des Angreifers erlebten die Hacker kein Systemversagen, sondern ein Sinnesbombardement. Der unendliche Geschmack von Sommerflieder, vermischt mit archaischem Schrecken, überflutete sie. Es war ein Neurotoxin aus fremder Lebendigkeit. Die Stille danach war tief. Das Arkive summte mit einem neuen, zufriedenen Brummen, dem Wohlbehagen einer vollendeten Metamorphose. Die Archivarin, nun Hüterin eines Erwachten, fand einen schillernden Film an der Serverwand. Er fühlte sich an wie ein leerer Kokon. Draußen arbeiteten ahnungslos künstliche Bestäuber. Welches Wesen hatte hier aus Daten einen Körper geträumt, und welche Welt würde aus seiner Blüte entstehen? […]
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
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In einen richtigen Winterzeit mit Frost und Tau untertaucht natürlich innerhalb desselben alles Insektenleben, jedoch es endet nicht, wie man im letzten Endes folgenden Frühling einfach realisiert. Wenn jener Kalte Jahreszeit sich verabschieden will, wenn Kälte und Niederschlag es zulassen, einige Buddeln voll zerbröckelten Laubwerks heim anhaben. Sobald der beträchtlich tiefe Tau in selbiger Landschaft zur Stunde vorüber und die Bäume mit Blühen und Blättern scheinen, die Muttererde sich mit den schönsten Sträuße anzieht und schmückt, wovon die Girlanden vielerlei Buketts und Blumensträuße abhängig. Für die Länder durch Winter, den Frostwetter und Tau kennzeichnen, verschwindet zwar im Verlauf desselben alles Insektenleben den Augen; daß es aber nicht aufgehört habe, lehrt jedes auf die Tatsache die Frühjahr wiederholt. Auch erwähnt, ist dieses Verfahren eine zwar schon bekannte, aber ganz vortreffliche Methode im Kollektor, sich durch Menge, ausgesprochen kleinere Tiere, zu fördern, die er auf den sommerlichen Sammelgängen (Exkursionen) übersieht oder mit Absicht unberücksichtigt läßt, weil er besonders weitere Anlässe verfolgt. Einige Maikäferflügel, eine halb verschimmelte Hornisse ohne Füße und andere Überreste könnten glauben machen, daß man hier in einen großen Beisetzung platz der kleinen Wesen geraten sei, und daß über Winterzeit keines mit dem Status davon komme. Schüttet man den Inhalt, nachdem er ein paar Std. in der warmen Kammer angesiedelt, in ein Drahtsieb aus, breitet dem einen Papierblatt neuen Zertifikate unter und fängt an zu rütteln und zu schütteln, so wird man zu der nicht geringen Unerwartetes Ereignis auf dem Anleihen ein reges Leben erblicken und jede Menge gleichbleibenden Tierchen abermals erkennen, die man im Herbste draußen auf der grünen Wiese antraf, vorausgesetzt, daß man ein treues Gedächtnis für so ähnliches Dinge hat. […]
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Da kennt mich erst die ganze Rund, Nun grüßen Bach und Vöglein zart Und Wälder rings nach Landesart, Die Donau blitzt aus tiefem Grund, Der Stephansturm auch ganz von fern Guckt übern Berg und säh mich gern, Und ist er's nicht, so kommt er doch gleich, Vivat Östreich! Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Wanderlieder Gedichte 1841 www.zeno.org Man arbeitete aber heimlich, und die Obrigkeit schien manchmal ein Auge zuzudrücken. Ich sah gar bald, daß eine gewisse Technik aus Nachahmung, Gleichstellung mit andern und Routine hervorgehen konnte, allein es fehlte durchaus an dem, was ich Grammatik nennen dürfte, die doch erst zum Grunde liegen muß, ehe man zu Rhetorik und Poesie gelangen kann. Es war ein gar lustiger Finke und lockerer Gesell. Er kam wohl im Schritt, aber man hatte den Eindruck, als käme er herbeigelaufen. Im Schloss selbst konnten wir umsonst einen Audioführer nutzen. Wir haben uns für das Kombiticket für Schloss und Tiergarten entschieden. Sag ihnen, mein Handwerk ist Wiedervergeltung Rache ist mein Gewerbe. Granada selbst bietet auch dem anspruchvollsten Touristen jeglichen Komfort. Er verstand auch kein Handwerk und besaß fast niemals Geld. Die eine führte von Osten nach Westen, die andere von Norden nach Süden. Die Altstadt beginnt ca. 200 m westlich vom Römischen Theater. Wer einem etwas abkaufen will, muss sein Atelier oder seine Werkstatt aufsuchen. Man könnte diese Gattung des Naiven das philologische Naive nennen. Aber die Zuchthausbevölkerung war sehr arm und außerordentlich betriebsam. So hatte noch niemand einen Baum, eine Wiese, die Luft einer sommerlichen Mittagsstunde, den Schritt eines Säers, die Bewegung eines Holzhackers gesehen und gemalt. Man wußte nicht, was mehr zu bestaunen sei, die Leidenschaftlichkeit der Anschauung oder die asketische Strenge der Technik, die gestaltende Kraft, die alle Erscheinung auf einfachste Linien zurückführte, oder die Kühnheit, mit der ein hundertfältiges Spiel des Lichtes und der Reflexe von einem festen, ja starren Kontur bezwungen wurde. Sie erwarteten dafür mit Sicherheit Heilung von ihren Krankheiten. […]
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