Herzogthum Sachsen,

Nebel über Merseburg

Ich stehe am Ufer der Saale, der Nebel hüllt Merseburg in ein gespenstisches Grau. Die Luft ist kalt und feucht, der Fluss rauscht unheilvoll. Heute, am 18. Mai 1815, ist ein Tag, der in den Annalen der Geschichte dunkle Spuren hinterlassen wird. Ich, Friedrich von Arnim, bin Zeuge der Umgestaltung meines Heimatlandes, des Herzogtums Sachsen, das nicht mehr existieren wird, wie ich es kenne.

Der Pakt mit Preußen

Der Tractat in Wien hat entschieden, das Königreich Sachsen verliert umfangreiche Landesteile an Preußen. Die Nachricht trifft uns wie ein Schlag. Die ganze Niederlausitz, Teile der Oberlausitz und unsere geliebten Stifte Merseburg, Naumburg und Zeitz sind nicht mehr sächsisch. Solange ich durch die alte Stadt gehe, spüre ich, wie die Schatten länger werden, es sind Vorboten der gnadenlosen preußischen Herrschaft.

Flüstern der Schatten

In den Gassen Merseburgs höre ich das Flüstern. Es sind nicht nur die Menschen, die ihrer Angst und Verwirrung Ausdruck verleihen. Es ist etwas anderes, Tieferes. Die Steine der alten Kathedrale, die Bäume des Schlossparks, sie alle wollen sprechen. In dieser Nacht sehe ich Erscheinungen. Visionen von Geister der Vergangenheit, die an den neuen Grenzen umherirren, verunsichert über ihr Schicksal.

Austausch mit Weimar

Preußen zeigt sich noch großzügig, oder ist das ein kalkulierter Schachzug? Der größte Teil des Neustädter Kreises, inklusive des Amtes Tautenburg, fällt an Weimar. Doch solange die Diplomaten ihre Abkommen feiern, fühle ich die wachsende Unruhe. Etwas Unnatürliches scheint mit dem Land getauscht worden zu sein, ein alter Fluch wurde aus seinen Fesseln befreit.

Gesichter der neuen Provinz

Die östlichsten und nördlichsten Teile wurden zu Brandenburg und Schlesien geschrieben, der größere westliche Teil der Provinz Sachsen. Jede dieser neuen Provinzen scheint ein eigenes, düsteres Geheimnis zu verbergen. In den Wäldern der Oberlausitz höre ich Geschichten von verschwundenen Reisenden, die nie die Grenze der neuen Provinzen erreichten.

Schatten der Verschwörung

In den verschlungenen Korridoren der Macht, zwischen Merseburg, Naumburg und Zeitz, lausche ich den Gesprächen der neuen Herren. Die Adeligen und Beamten sprechen von einem großen Plan, einer neuen Ordnung, die mehr als nur die Landkarten verändern wird. Und ich, Friedrich, verstehe, dass diese Neuordnung tiefer geht, dass sie an den Grundfesten der Welt rüttelt. Der Nebel wird sich nie vollständig lichten, und ich erkenne, das ich handeln muss, bevor es zu spät ist. Die Geister der Vergangenheit und die Schatten der Zukunft fordern ihren Tribut, und ich darf nicht länger nur Zuschauer sein. Es ist Zeit, das Dunkel zu durchdringen und die Wahrheit ans Licht zu zerren. Doch in jedem der Schatten lauert eine Wahrheit, die besser unentdeckt geblieben wäre.

Erwachen in Barby

Es dämmert, als ich Barby erreiche, eine der Grafschaften, die jetzt unter preußischer Herrschaft stehen. Die Stadt wirkt verlassen, die Straßen leer und still, als hätte eine unsichtbare Hand die Zeit angehalten. Ich treffe auf den alten Müller am Rande der Stadt, der mir zuraunt, dass seit dem Tractat seltsame Gestalten in der Nacht gesehen wurden. „Es sind nicht die Preußen, die ich fürchte,“ flüstert er, „es sind die Schatten, die sie mit sich brachten.“

Verschlungene Pfade der Macht

In den folgenden Tagen reise ich weiter, durchquere die ehemaligen sächsischen Gebiete und sammle Geschichten und Gerüchte. In Tautenburg, das nun zu Weimar gehört, höre ich von einer alten Prophezeiung, die mit dem Amt verknüpft ist: Jede große Veränderung bringt eine noch größere Dunkelheit. Die Einwohner berichten von nächtlichen Schreien, die aus dem alten Schloss dringen, wo einst die sächsischen Fürsten residierten.

Geister von Mansfeld

Meine Reise führt mich auch durch Mansfeld, eine Region bekannt für ihre robusten Bergleute und tiefen Minen. Doch nun sind die Minen fast verlassen, und die wenigen, die noch arbeiten, erzählen von Höhlen, die nicht von Menschenhand erschaffen wurden. In den Tiefen, so sagen sie, wurden alte Siegel gebrochen, freigelegt durch die Neuordnung der Grenzen. Etwas Altes und Mächtiges wurde geweckt.

Finsternis über Henneberg

In Henneberg erreicht die Reise einen vorläufigen Höhepunkt. Die Grafschaft, jetzt ein Teil der neuen preußischen Dominanz, ist überzogen von einer dichten, unnatürlichen Dunkelheit, die selbst am hellsten Tag nicht weicht. Die Alten sprechen vom „Schwarzen Fürsten“, einer Legende, die besagt, dass tief unter den Wäldern Hennebergs ein gefallener Adliger schlummert, der durch territoriale Umbrüche erweckt wird.

Rituale der Schatten

In einer stürmischen Nacht in Naumburg treffe ich auf eine geheime Versammlung der Stiftsherren, die verzweifelt versuchen, die Ordnung wiederherzustellen. Sie vollziehen ein altes Ritual, das die Geister besänftigen und die düsteren Mächte bannen soll, die durch die Neuordnung freigesetzt wurden. Doch als das Ritual beginnt, wird klar, dass etwas schiefgeht. Die Luft erzittert, und aus den Schatten treten Figuren, die mehr als nur menschlich sind.


Mit herzlichem Dank und dem Blick auf die verborgenen Details,
Ihr Erzähler aus den Zwielichtzonen und Bewahrer vergessener Geschichten.

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*Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den ersten und zweiten Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.

Quellenangaben:
Inspiriert von den schaurigen Legenden aus den nebelverhangenen Ecken von Merseburg.
Pierer's Universal-Lexikon Band 14 Altenburg 1862
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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Herzogthum Sachsen
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Mit banger Sehnsucht sehn wir sie in dunkle Nacht gehüllet, in dieser Zeitlichkeit wird nie der heiße Durst gestillet. Wir müssen nach der Heymath gehn, um diese heilge Zeit zu sehn. Jenseits des Grabens standen ruhig die Pferde mit dem Postwagen. Die Straßenbäume warfen eigentümliche, fast gespenstische Schatten. Der Postknecht raffte sich auf, in seinen Gliedern fühlte er furchtbaren Schmerz. Nur mit Müh und Not erkletterte er wieder seinen Kutschbock. Nun fuhr er in das Dorf hinein, wo man ihn längst erwartet hatte. Über das Erlebte schwieg er. Am andern Morgen findet er in seinen Taschen anstatt der Edelsteine und Goldstücke Lehmklumpen und kleine Feldsteine. So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Er ist seit jener Nacht noch oftmals am Kapellenberge, ein lustiges Stücklein blasend, vorübergefahren, aber den Gang zu dem im Berge verborgenen Schatze hat er nicht wieder gesehen. Gute Nacht Gedichte zum Einschlafen für Kinder in Jütland drangen daher nur die Schleswig-Holsteiner unter General von Bonin ein, schlugen die Dänen am 23. April bei Kolding und am 7. Mai bei Gudsö und begannen die Belagerung von Fredericia, wurden aber in der Nacht vom 5. zum 6. Juli von den Dänen, die ihre ganze Macht in Fredericia vereinigten, nach blutigem Kampf zum Rückzug gezwungen. Ein über Nacht gefallener Schnee ließ oben auf der Höhe des jetzigen Kirchberges ein Stück Land in Form eines Viereckes frei und unbedeckt. Ob die Aussage von Spies, das gesamte Lied thematisiere metaphorisch die unerfüllbare Liebe zwischen dem Mond und der Blume, angemessen ist, darf angesichts der ansonsten eher spekulativen Ausführungen des Autors bezweifelt werden. Alle Zeitungen sind alle Tage und allerorten mit Berichten über Schauspieler und Sänger angefüllt, und die Ausländer, die unsere Blätter lesen, müssen denken, daß dreißig Millionen ehrwürdige Germanen nichts täten als spielen und singen und für nichts Sinn hätten als für Spiel und Gesang. Mag immerhin jedes Blatt das Schauspiel und die Oper seines Ortes besprechen; geschieht es nur mit Kenntnis und Feinheit, hat das auch sein Gutes und Ergötzliches. Aber was kann einem Dresdner daran gelegen sein, wie Herr der in München den Franz gespielt, wie Frau die in Wien die Agathe gesungen? […]
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Man wird euch anhalten. Ihr sagt, daß ihr euch verirrt habt und zu dem Feste nach Scheik Adi kommen wollt. Ihr werdet so die Aufmerksamkeit der Osmanly von uns abund auf euch lenken. Das übrige ist unsere Sache. Geht! Die übrigen ließ ich zwei lange, hintereinanderstehende Reihen bilden, die den Zweck hatten, das Gehölz von drei Seiten zu umfassen. Ich gab ihnen die nötige Anweisung, worauf wir uns zu Boden legten und vorwärts krochen. Natürlich kam ich am schnellsten voran. Ich hatte meinen Baum wohl bereits seit zwei Minuten erreicht, als laute Hufschläge erschallten. Das Feuer brannte noch immer; darum war es mir möglich, die ganze Scene leidlich zu überblicken. Die beiden Offiziere hatten wahrscheinlich während der ganzen Zeit meiner Abwesenheit geraucht und Kaffee getrunken. Scheik Adi ist ein böses Nest! hörte ich den Hauptmann sagen. Ganz bös! antwortete der Lieutenant. Die Leute beten dort den Teufel an! Den Teufel; Allah zerhacke und zerquetsche sie! Das werden wir thun! Die Südsee-Schwärmerei war nun einmal Mode geworden, und immer neue Forscher und Abenteurer zogen aus, die so schnell berühmt gewordenen Inseln zu besehen. Hinter ihnen kamen unternehmende Kaufleute in immer wachsender Zahl, dann Pflanzer; endlich in der Neuzeit auch die auf Kolonialerwerb ausgehenden Vertreter der Großmächte. Ja, wir werden sie zerreißen! […]
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Inmitten einer Stadt, die vom sanften Schleier der Dämmerung umfangen ist, beginnt eine Melodie zu atmen, die sich leise durch die kalte Abendluft schlängelt. Ein altes Fenster wird zur Bühne für Klänge, die von einer tiefen, fast greifbaren Sehnsucht erzählen. Es sind nicht nur Töne, die durch die Nacht wehen; es sind Fragmente einer verborgenen Geschichte, die sich entfaltet, Note für Note, Wort für Wort. Diese unsichtbaren Schwingungen tragen ein Echo in sich, das alte Wunden öffnet und gleichzeitig ein unverhofftes Versprechen flüstert. Im Schatten eines wachsamen Baumes lauscht ein Beobachter, gefesselt von der Magie dieser Klänge. Anfangs ist da ein Schmerz, eine Melancholie, die wie eine schwere Decke über der Seele liegt und Gedanken in einen dunklen Abgrund zieht. Doch dann geschieht etwas Unverhofftes. Ein Bild, scheinbar zufällig auf grauen Beton gemalt, wird zum Wendepunkt. Ein Gesicht, leuchtend in kühnen Farben, blickt aus den rohen Mauern einer Brücke hervor und durchbricht die Dunkelheit des Innenlebens. Ist es Zufall, Bestimmung, oder eine heimliche Botschaft, die sich jenseits aller Logik offenbart? Dieses lebendige Kunstwerk entfaltet eine ungeahnte Kraft, reißt den Lauschenden aus seiner Starre und infundiert ihm neues Leben. Unvermittelt ist da ein Aufwachen, ein Strömen von Energie, das die Last der Vergangenheit fortspreibt. Die Lieder, einst so wehmütig, transformieren sich zu Leuchtfeuern der Hoffnung, zu Stimmen, die von ungesehenen Pfaden und der Möglichkeit eines neuen Morgens künden. Wer ist diese Künstlerin, deren Schöpfungen so tief berühren? Und welche Geheimnisse birgt die Quelle ihrer Inspiration, die sowohl tiefe Trauer und strahlende Wiedergeburt in sich trägt? Ein Blick durch das erleuchtete Fenster enthüllt mehr: eine einsame Seele, die durch ihre Musik nicht nur Erinnerungen, sondern auch eine verlorene Verbindung verarbeitet. Es sind Lieder von Begegnungen im Regen, von einem Lächeln, das einst wärmte, und einem Abschied, der Tränen verbarg. Jede Melodie ist ein Puzzleteil, das sich in die Gesamtkomposition einer faszinierenden inneren Welt fügt. Doch was geschah wirklich in jener schicksalhaften Begegnung, die so tiefe Spuren hinterließ? Und welche Rolle spielt der stumme Zuhörer in diesem Geflecht aus Klängen und verborgenen Wahrheiten? Die Antwort liegt in den letzten, hallenden Noten. […]
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Die Rückweg fast vorüber, nachdenkliches reisen was ich erkenne, lauschst weit in unheimlichen Kosmos, leb ich meinerseits unweigerlich in dem Herzenswunsch, so rätselhaft unbegrenzt. Erwägend, fernes laufen macht, dass ich dich vermisse in verschneiter Flockennacht, knistert es um uns umher. Wer im Übrigen einen Begriff davon haben will, wie etliche von den Nutzern im vollkommenen Tatbestand den Winterschlaf halten, der gehe nur hin im Herbste, wo die Steifigkeit nicht eingetreten ist, wie auch recherchiere im Walde unter dem dürren Gartenlaube nach, das sich seit Altersjahren angesammelt hat, oder bei dem trockenen Gestrüppe von Sträuchern, die an einer möglichst freien Position wachsen, oder unter Edelsteinen und ähnlichen Anpeilen, die dem geilen Luftzuge absolut nicht ausgesetzt wurden, da wird er eine ungeahnte Diversität von Käfern sowie Jetten, Wespen und Spinnen, Wanzen wie auch auch Geziefer entdecken, hier wie auch da den Nachtschmetterling aus dem dürren Gartenlaube herausspazieren erblicken, alle aber bestrebt, sich so rasch wie möglich seinen Blicken abermals zu abknapsen. Ein Paar Maikäferflügel, eine halb verschimmelte Krabbeltier ohne Beine und andere Ueberreste würden vertrauen machen, daß man hier in einen führenden Begräbnis raum dieser kleinen Geschöpf gerathen sei, wie daß über Kalte Jahreszeit keines mit dem Leben hiervon ich komme. Die Zuschauer sind ganz ausgelassen vor Rassenglück und treiben ihren Spaß mit ihm, bis die ganze reinblütige Gesellschaft ihre Prügel bezieht. Seit den späten 1920ern setzten sich die Barzani-Familie für die Unabhängigkeit der Kurden im Nordirak ein, zunächst unter Ahmed Barzani. Dieser führte mehrere Aufstände gegen die irakische Herrschaft an, die aber keinen dauerhaften Erfolg hatten. Allein die derben Soldaten des Marius, die massenweise zu dieser Abstimmung nach Rom gestroemt waren, sprengten, rasch zusammengerafft, wieder die staedtischen Haufen, und so gelang es, auf dem wiedereroberten Stimmfeld die Abstimmung ueber die Appuleischen Gesetze zu Ende zu fuehren. Man zeigte den die Abstimmung leitenden Beamten an, dass ein Donnerschlag vernommen worden sei, durch welches Zeichen nach altem Glauben die Goetter befahlen, die Volksversammlung zu entlassen. […]
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Das alte Haus am Rande der Stadt atmet mit dem Rhythmus der Jahreszeiten. Sein Gemäuer aus dunklen Backsteinen speichert die Wärme der Sommermonate und gibt sie nur zögerlich wieder frei, wenn die Tage kürzer werden. Für die Bewohnerin ist es ein Rückzugsort, eine feste Burg gegen die Unbilden der Welt. Doch in diesem besonderen Herbst beginnt das vertraute Gebäude anders zu atmen. Ein kaum wahrnehmbares, tiefes Summen dringt aus seinen Wänden, kein mechanisches Geräusch, sondern etwas Organisches, das sich in den Knochen festsetzt. Es ist kein Klang für die Ohren, sondern eine Vibration für die Seele, die von einer großen, unausweichlichen Müdigkeit erzählt. Dieses Summen ist erst der Anfang. Es verdichtet sich zu einer Stimme ohne Quelle, einer Präsenz, die die Luft im Raum honigfarben und schwer werden lässt. Sie nennt sich die Rhapsodie des Sonnentodes und ihre Botschaft ist von erschreckender, fast eleganter Klarheit: Alles strebt dem Ende zu. Der Zyklus von Wachstum und Fülle ist eine Illusion, ein Vorspiel zur ewigen Stille. Sie zeigt Visionen einer erstorbenen Welt - kahle Äste gegen einen fahlen Himmel, einen Boden bedeckt mit dem braunen Leichentuch abgestorbener Blätter. Ihre Logik ist verlockend und giftig zugleich. Warum sich wehren? Warum nicht der müden Schönheit des Verfalls ergeben? Die Bewohnerin droht in dieser geistigen Dämmerung zu versinken, fühlt sich wie eine Marionette in einem Theater der Auflösung. Doch ein widerspenstiger Funke in ihr, eine rein körperliche Weigerung, zündet. Die Revolte beginnt nicht im Kopf, sondern in den Muskeln. Sie führt hinaus in den Garten, zu den alten Apfelbäumen, deren Stämme im kalten Morgenlicht stehen. Hier, mit der Hand auf der rauen Rinde, spürt sie eine andere Wahrheit: Keinen Stillstand, sondern einen geordneten, machtvollen Rückzug des Lebens in seine verborgenen Kerne. Ein Biss in einen sauren Apfel wird zur Kriegserklärung, die Arbeit des Erntens zur stummen Widerrede. Doch die Rhapsodie gibt nicht nach. Sie flüstert von der Nutzlosigkeit der Mühe und lauert in der eisigen Stille der ersten Frostnächte, wo ihre Argumente am überzeugendsten wirken. Die größte Schlacht wird nicht gegen die äußere Dunkelheit geführt, sondern gegen die verlockende Logik der Ergebung in ihrem eigenen Inneren. Kann die Vorbereitung auf einen neuen Frühling eine ausreichende Antwort auf die Prophezeiung des ewigen Winters sein? Was, wenn der Kampf selbst bereits die Kapitulation bedeutet? Der alte Nachbar weiß von diesem unsichtbaren Krieg und nennt ihn den "Biss des Oktobergeists". Seine Worte enthüllen eine verborgene Gemeinschaft derer, die dem Ruf widerstanden haben. Doch der Preis ist hoch. Es geht nicht um blinden Optimismus, sondern um einen fundamentalen Pakt, eine neue Art, den Kreislauf zu sehen. Die eigentliche Alchemie beginnt erst, wenn die Äpfel geerntet sind: in der dröhnenden Saftpresse, im brodelnden Gärtopf, in der planvollen Stille des Wintersaatguts. Hier verwandelt sich Vergänglichkeit nicht in Nichts, sondern in eine Kaskade neuer Formen - Saft, Wein, Samen. Ist dies nur ein verzweifeltes Festhalten oder die Entdeckung einer tieferen Ordnung, die selbst der Sonnentod nicht brechen kann? Die Antwort liegt verborgen unter einer dicken Schneedecke, winzig und steinhart, und wartet darauf, dass jemand sie findet, bevor der letzte Akkord der Rhapsodie verklungen ist. […]
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
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Fünfundzwanzig Jahre lang, in runder Zahl von 1815 bis 1840, war er nun als Baumeister im großen Stile tätig, und in eben diesem Zeitraume gelang es ihm, "Berlin - wie seine Verehrer sagen - in eine Stadt der Schönheit umzugestalten", jedenfalls aber unserer Residenz im wesentlichen den Stempel aufzudrücken, den sie bis diese Stunde trägt. Denn auch das, was nach ihm gebaut worden ist, ist zu gutem Teile Geist von seinem Geist. Wenige Städte, wenn überhaupt, zeigen etwas Gleiches. In Hamburg, München, Petersburg liegen die Dinge doch anders, und selbst die London-City, die in gewissem Sinne als eine Schöpfung Christopher Wrens betrachtet werden darf, bietet nur ähnliches. Schinkel war nicht nur der klassizistische Stararchitekt des Königreichs Preußen, er leistete auch auf den Gebieten Innenarchitektur, Design und Malerei Herausragendes. Großen Einfluss auf Schinkel und seine Zeitgenossen hatte das bereits 1762 erschienene Werk The Antiquities of Athens der Architekten James Stuart und Nicholas Revett. Steht beispielsweise bei Carl Gotthard Langhans' Brandenburger Tor von 1788 die dorische Säule noch auf einer Basis, so verzichtet Schinkel aufgrund seiner Kenntnis antiker Stätten bei seiner Neuen Wache darauf. Zu den bedeutenden Gebäuden gehört auch das Alte Museum; es war das erste öffentliche Museum Berlins und vollendete städtebaulich den Lustgarten gegenüber dem königlichen Schloss. Diesem lag ein Entwurf zugrunde, den er gemeinsam mit seinem engen Freund, dem Oberbaurat und späteren Direktor der Bauakademie Johann Carl Ludwig Schmid, entwickelt hatte. 1821 zeichnete er einen Entwurf für den Bau der Sing-Akademie zu Berlin, der zwar genehmigt, jedoch wegen der zu hohen Kosten zugunsten eines Entwurfs von Carl Theodor Ottmer verworfen wurde. Der Shinigami hat Moritz mit seinen Schwert durchbohrt. Die erste Südostasiatische Lehrkonferenz in Djakarta, Indonesien; die erste Lehrkonferenz von ganz Taiwan in Tainan; die koreanischen Sommer- und Winterkonferenzen in Kwanju; die Jndochinesische Lehrkonferenz in Saigon. […]
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