Holzbrücke Ponte degli Alpini

Als zweite Sehenswürdigkeit der Kleinstadt Bassano del Grappa gilt die überdachte Holzbrücke Ponte degli Alpini, welche auch Ponte Vecchio genannt wird und Fluss Brenta überspannt. Die Fundamente der Brücke mussten bereits mehrmals restauriert und wieder aufgebaut werden. Dies wurde federführend von Andrea Palladio verantwortet, einem 1508 in Padua geborenen Architekten. Diese nannte als seine Vorbilder die römische Antike sowie Architekten der italienischen Renaissance, vor allem Bramante, Michelangelo, Sanmicheli und Sansovino, welche er jedoch nicht imitierte.

Als Ziel galt ihm eine Architektur, bei welcher unter Beachtung ästhetischer Prinzipien von Proportion und Ausgewogenheit die Anforderungen an die Baufunktion, an die praktischen und ideellen Bedürfnisse des Auftraggebers ebenso berücksichtigt werden wie die Bedingungen, die sich aus den Gegebenheiten des Bauplatzes ergaben. Aufgrund seiner Bauten und theoretischen Schriften gewann er als Begründer des Palladianismus großen Einfluss auf die dem "Klassizismus" verpflichtete Architektur in West- und Nordeuropa. Er verstarb 1580 in Vicenza. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Brücke zerstört und von italienischen Gebirgsjäger wieder aufgebaut, wodurch sich ihr aktuelle Bezeichnung Ponte degli Alpini erklären lässt.

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Holzbrücke Bassano del Grappa  640
Italien Holzbruecke
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Im Regen flüchtig abwärts gehen, Scheint die Sonne zwischendrein, Und dein Haus, dein Garten stehen Überm Wald im stillen Schein. Doch du harrst nicht mehr mit Schmerzen, Wo so lang dein Liebster sei – Und mich tötet noch im Herzen Dieser Schmerzen Zauberei. Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Wanderlieder - Der verliebte Reisende Gedichte 1841 www.zeno.org Wandern ein Ausflugstipp zum Wandern in den Weinhängen von Radebeul. Was gibt es da Schönes? Allen, die noch immer Unsicherheiten in Bezug auf die touristischen Attraktionen der (gar nicht mehr) neuen Bundesländer zeigen, sei dieses Handbuch für individuelles Entdecken ans Herz gelegt. Die Kulturlandschaft im Osten Sachsens ist mit historischen Altstädten, Wandern-Weltkulturerbe, Schlössern und Klöstern reich gesegnet. Mit Sprachen auch: Hier wird Deutsch, gesprochen, Sorbisch, Polnisch, Tschechisch. Warum das so ist, erklärt die Geschichte und dieser Reiseführer. Berge, Seen, Heide- und Teichlandschaften: an Natur herrscht kein Mangel. An zauberhafter Architektur ebenso wenig, wie die Barockstadt Zittau, die tausendjährige Hauptstadt der Oberlausitz Bautzen oder Görlitz mit mehr als 3.000 denkmalgeschützten Bauwerken aus sieben Jahrhunderten beweisen. Die detailfreudigen Portraits von Land und Leuten werden ergänzt durch Routenvorschläge mit Kilometerangabe. Grenzenlos wandern lässt es sich übrigens im Zittauer Gebirge, einem der kleinsten deutschen Mittelgebirge: Seitdem es an der deutschtschechischen Grenze keine Kontrollen mehr gibt, kann der Naturraum auf allen Wegen durchquert werden. Diese dauern mindestens einen Tag an, wobei ein Zeitraum von 2 bis 3 Tagen zu empfehlen wäre, da nur so genügend Spielraum zum Relaxen, Wandern und ausgiebigen Erkunden der Insel gewährt ist. Für das Fahren mit einem Geländewagen und die Nutzung der öffentlichen Campingeinrichtungen müssen im Vorfeld Genehmigungen (Permits) erworben werden. […]
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Die Morgendämmerung legte sich über eine alte europäische Stadt, deren Gemäuer nicht nur Stein waren, sie atmeten Geschichte. Ein kühler Hauch strich durch die Gassen, trug den Duft alter Zeiten und das Versprechen eines erwachenden Tages. Doch in dieser Stille regte sich etwas anderes, ein leises Echo, das tiefer reichte als die Oberfläche des Sichtbaren. Es war das Gefühl einer unsichtbaren Melodie, gewoben aus den Fäden von Erinnerungen, Verlust und einer unerschütterlichen menschlichen Kraft. Die Suche nach diesem verborgenen Klang führte den Suchenden an Orte, die er kannte, und doch niemals wahrhaftig verstanden hatte. Jeder Schritt auf dem Kopfsteinpflaster war ein Takt in einem unbekannten Stück, jede Begegnung eine neue Note in einer Partitur, die sich erst langsam enthüllte. Der erste Akkord schlug in einem kleinen Antiquitätenladen an, wo ein uraltes Holzblasinstrument in einem Meer aus Patina ruhte. Seine Geschichte war eine von flüchtiger Schönheit, ein Vermächtnis, das die Akzeptanz des Verfalls forderte. Wer hatte sie einst gespielt, und welche Geheimnisse bargen die glatt geschliffenen Oberflächen? Weiter in den verwinkelten Gassen traf er auf einen Klang, der wie ein Spiegel wirkte, ein wandelbarer Ton, der die eigene Metamorphose abbildete. Das Leben forderte ständige Anpassung, und die Musik hielt eine unbequeme Wahrheit bereit: Die Kontrolle war eine Illusion. Wenig später, nahe der sanft dahingleitenden Flussufer, drang ein dröhnendes Geräusch aus einem verborgenen Raum. Es war roh, ehrlich und forderte auf, tief in die eigenen Wünsche hinabzusteigen. Was geschah, wenn man dem eigenen inneren Klang lauschte? Würde man das wahre Selbst finden oder sich in den unerforschten Tiefen verlieren? Mit dem Abendlicht umspielte ein warmer, runder Ton die Dächer der Stadt, eine Erinnerung an die kollektive Existenz, an die Vergänglichkeit allen Seins. Alles war verbunden, doch der Weg war einsam. Die Melancholie hing wie ein feiner Schleier über den Dächern, eine stumme Frage, die auf eine Antwort wartete. Könnte in dieser Düsternis wirklich eine Chance liegen? Die Phantasie begann, die einzelnen Instrumente zu einem unsichtbaren Orchester zu vereinen, einem Dirigenten gleich, der die Melodien der Selbstentdeckung formte. Jede Note war ein Schlüssel zu verborgenen Türen. Doch was würde hinter der letzten Tür warten, wenn die Sinfonie des Seins ihren letzten Ton aushauchte? Und würde das Echo der Transformation auch dann noch nachklingen, wenn die Musik längst verstummt war? […]
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In einem scheinbar friedlichen Dorf, dessen Name längst in Vergessenheit geraten sein könnte, verharrt eine Geschichte voller Magie und Verborgenem. Seit unzähligen Monden erzählt man sich dort flüsternd von winzigen Wesen, deren Füße kaum den Boden berühren und die doch die Finsternis wie selbstverständlich durchstreifen. Einige behaupten, sie hätten in mondhellen Stunden ein lautloses Lächeln aus spitzen Ohren aufblitzen sehen, ehe ein rascher Schatten ins nächste Versteck huschte. Andere schwören, leise Gesänge gehört zu haben, die an den Fenstern hallten, wenn niemand es je vermutet hätte. Doch scheint es, als sei dieses Dorf nicht nur eine Zuflucht für ungezügelte Kobolde, sondern zugleich Schauplatz eines sonderbaren Zaubers, der einen ahnungslosen Landmann in sein Netz verstrickt hat. Man erzählt sich, er sei eines Nachts hinausgegangen, um Sternschnuppen zu zählen, und habe etwas Unerklärliches entdeckt - eine unsichtbare Kraft, die ihm geflüsterte Versprechungen in die Ohren legte. Seit jener Begegnung trägt er ein unruhiges Herz in der Brust und macht sich auf, das Geheimnis der Kobolde zu ergründen. Wie es heißt, sollen dort märchenhafte Feste gefeiert werden, bei denen Musik und Tanz die Grenze zwischen unserer Welt und jener der Waldgeister verschwimmen lassen. Inmitten dieser rauschenden Nächte ist eine besondere Zusammenkunft im Gange, deren Rhythmus die Erde erbeben und die Sterne zittern lässt. Flackerndes Licht, lockende Melodien und fremdartiges Gekicher begleiten das tänzerische Treiben, bis ein rätselhaftes Gelübde zwischen der Welt der Sterblichen und jener flüchtigen Kreaturen geschlossen wird. Man munkelt sogar, dass einem arglosen Menschen ein Platz in diesem Festkreis gewährt wurde. Doch welche Folgen mag es haben, wenn ein einfache Seele den Zauber der Kobolde berührt? Werden die stillen Abmachungen und das Treiben des nächtlichen Tanzes die Tore zu gefährlichen Mysterien aufstoßen? Gerüchte deuten darauf hin, dass jener Mann längst nicht mehr Herr über sein eigenes Schicksal ist, als sich im Hintergrund ein zweiter Schleier lüftet, der noch tiefere Rätsel birgt. Eine Hochzeit voller Lachen und Farben soll gleichzeitig Schauplatz unheimlicher Magie sein, die selbst das stärkste Herz ins Wanken bringt. Und so streift bald die Ahnung umher, dass jede Karte neu gemischt wird, sobald der erste Trommelschlag verklingt. Doch wer wagt es, einen Schritt weiterzugehen und den Spuren der Kobolde in die Dunkelheit zu folgen? Öffnet sich ein Weg, der nie wieder zu verschließen ist? Findet heraus, was hinter dem nächsten Schatten lauert? Oder gibt die Nacht ein unwiderrufliches Geheimnis preis? […]
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Im verschlafenen Herzen des Erzgebirges liegt ein kleines Dorf, umgeben von dunklen Wäldern und alten Geschichten, die kaum noch einer zu erzählen wagt. Hier wächst Emil auf - ein Waisenjunge, der mehr träumt als redet und dem der Horizont nie weit genug ist. Als eines Nachts der Himmel über den Hügeln in Sternenlicht getaucht ist, entdeckt er eine Feder - nicht irgendeine, sondern eine, die im Dunkel leuchtet wie ein Versprechen. Diese Schwalbenfeder, heller als die Milchstraße selbst, wird zum Schlüssel eines Abenteuers, das alles verändert. Gemeinsam mit seinen Freunden, der mutigen Klara und dem eigensinnigen Pavel, folgt Emil dem flüsternden Ruf der Magie. Die Reise führt sie tief in den Böhmerwald, wo Nebel die Wege verbergen, alte Zauberer in vergessenen Tempeln wachen und die Bäume ihre Geheimnisse raunen. Mit kindlichem Mut und einem Hauch Verrücktheit stolpern die drei durch eine Welt voller Absurditäten, schwarzem Humor und wundersamer Begegnungen. Und während das Triebwerk der Magie in der Tiefe zu beben beginnt, wird ihnen klar: Nicht der Schatz am Ende zählt, sondern das, was sie unterwegs entdecken - über sich selbst, über Freundschaft und über die Kraft, an Wunder zu glauben. Im Herzen eines leuchtenden Tempels wartet kein Gold, sondern ein uraltes Buch, das von der himmlischen Gabe der Schwalbenfeder erzählt. Doch das eigentliche Geschenk ist das sanfte Knutschen des Schicksals, das sie zurück ins Dorf begleitet - mit funkelnden Augen, vollen Herzen und einer Geschichte, die das Erzgebirge so schnell nicht vergessen wird. Denn manchmal liegt die wahre Magie nicht in den Sternen, sondern im Mut, ihnen zu folgen. […]
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Die Luft steht. Sie steht über einem vergessenen See irgendwo am Gürtel der Welt, wo Tag und Nacht in einem erstickenden, feuchten Atemzug vergehen. Drei Menschen sind hier gefangen, gestrandet in einer Aluminiumschale, umgeben von Wasser und einem Dschungel, der jedes Geräusch verschluckt. Ihre Welt schrumpft auf das Ufer, auf knappe Rationen und auf das weiße Rauschen eines funktionsunfähigen Funkgeräts. Sie sind allein. Bis die Nacht kommt. Denn mit der Dunkelheit erwacht etwas anderes. Ein Licht. Es schneidet präzise durch die Schwärze der gegenüberliegenden Ufers, ein blinkendes, mathematisches Muster gegen die samtene Finsternis. Drei Pulse. Zwei Pulse. Es ist kein Zufall, es ist eine Botschaft. Eine Einladung? Eine Warnung? Es zieht sie hinein in das undurchdringliche Grün, auf einen Marsch, der weniger eine Suche als eine Verfolgungsjagd wird - gehetzt von einem unsichtbaren Verfolger, dessen monströse Abdrücke im frischen Moos zurückbleiben. Sie finden eine Lichtung, die nach verbranntem Holz riecht, und in ihrer Mitte einen rostigen Pfahl. An ihm flattert ein Fetzen Stoff, gebleicht und zerrissen. Sein Symbol ist nirgendwo verzeichnet, es gehört keiner bekannten Flagge dieser Erde. Es ist ein Zeichen ohne Heimat. Ein Rätsel in Blau und Gelb. Doch das Licht lügt. Es lockt sie nicht zur Rettung, es treibt sie auseinander. Einer von ihnen verschwindet in der grünen Wand und kehrt verwandelt zurück, besessen von der rhythmischen Botschaft, die nun in seinen eigenen Knochen zu vibrieren scheint. Er kratzt das fremde Symbol in den Boden, ein Echo des Pfahls. Und das Signal beginnt zu antworten - zuerst von zwei Seiten, dann in einem perfekten, unheimlichen Synchronismus. Die Insel spricht mit sich selbst. Was hat es mit diesen Menschen vor? Die finale Wahrheit bricht nicht vom Himmel, sie steigt aus der Tiefe des Sees empor. Ein gleißend grünes Leuchten erhellt das Wasser von unten und enthüllt kantige, unmögliche Umrisse, die keine Natur geschaffen hat. Das ist der Moment, in dem Verlorenheit in absoluten Schrecken kippt. Die Rettung, auf die sie gehofft hatten, existiert nicht. Stattdessen erhebt sich am Ufer die volle Flagge im windstillen Nichts, und eine vertraute Stimme verkündet mit fremder Gleichgültigkeit, dass der Posten nun besetzt sei. Sie treiben auf dem schwarzen Wasser, während unter ihrem Boot etwas Großes, etwas mit einem grünen Schein, langsam aufsteigt. Die Wache hat gerade erst begonnen. […]
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
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Die Welt ist so schön und der Himmel so blau, Und die Lüfte, die wehen so lind und so lau, Und die Blumen winken auf blühender Au, Und funkeln und glitzern im Morgentau, Und die Menschen jubeln, wohin ich schau - Und doch möcht ich im Grabe liegen, Und mich an ein totes Liebchen schmiegen. Quelle: Heinrich Heine Buch der Lieder Lyrisches Intermezzo Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org Der ist während des Sommers vom Mellumrat eingesetzt, um das bedeutende Seevogelbrutgebiet zu schützen und die Vogelwelt beobachten. Die Lorenbahn verband früher die Süd- mit der Nordseite der Insel. Weite Teile des Schienennetzes sind inzwischen nicht mehr befahrbar. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es auch eine ständige Inselbesatzung: Jeweils zwei Buhnenwärter waren dort zum einsamen Schichtdienst mit Überwachungsaufgaben betraut. Heute wird die Baracke nur noch gelegentlich von dort eingesetzten Bautrupps und vom Vogelwart bewohnt. An der Nordspitze der Insel, Buhne A, steht ein kleiner Flakturm aus dem Zweiten Weltkrieg, der bis 1998 ein Leuchtfeuer trug. Geführte Wattwanderungen starten regelmäßig von Schillig aus zum Minsener Oog. Unweit des Turms liegt an der Buhne C eine Anlegestelle. Die ersten zwölf Monate dieses Unternehmens, das ein Jahrzehnt lang währt und beispiellos ist an Umfang, Bedeutung und Möglichkeiten in der Geistesgeschichte der Welt und gleichzeitig mit dem Höhepunkt der weltumspannenden Festlichkeiten des denkwürdigen Heiligen Jahres auf dem amerikanischen, europäischen, afrikanischen, asiatischen und australischen Festland eröffnet worden ist, durften das Hissen des Banners des Glaubens Bahá'u'lláhs in nicht weniger als 100 unerschlossenen Gebieten des Erdballs bezeugen. […]
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