Mit den besten Wünschen un einer Tasse Thermalwasser in der Hand,
Ihr Begleiter auf den Pfaden einer Kur der Gelassenheit.
*Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den ersten und zweiten Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.
Quellenangaben:
Inspiriert von der zeitlosen Eleganz der Kurstadt Karlsbad.
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie
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In einer Zeit, in der die Finanzlage des Landes prekär ist, entfaltet sich ein Netz aus Macht, Intrigen und alten Gesetzen. Die Schuldenlast drückt schwer, und die Regierung sucht verzweifelt nach Wegen zur Schuldentilgung. Inmitten dieser Krise taucht das Lehnsrecht wieder auf, ein mittelalterliches System, das längst vergessen schien. Einflussreiche Adlige und Politiker sehen darin eine Gelegenheit, ihre Macht zu festigen und das Wahlgesetz zu ihren Gunsten zu manipulieren. Doch welche Geheimnisse verbergen sich hinter diesen alten Gesetzen? Welche Absichten treiben die Mächtigen in Wirklichkeit an? In den dunklen Gängen der Macht werden Entscheidungen getroffen, die das Schicksal des Landes für immer verändern könnten. Die Bürger gewahren die Auswirkungen, doch die echten Beweggründe bleiben im Verborgenen. Wer zieht die Fäden in diesem Spiel um Macht und Einfluss? Welche Rolle spielt das Lehnsrecht in der modernen Politik? Die Antworten liegen tief verborgen, und nur wer den Mut hat, hinter die Kulissen zu blicken, wird die Wahrheit entdecken. Doch Vorsicht: Nicht alles ist so, wie es scheint, und die Suche nach der Wahrheit kann gefährliche Konsequenzen haben. In einer Welt, in der alte Gesetze und moderne Politik aufeinandertreffen, verschwimmen die Grenzen zwischen Recht und Unrecht, zwischen Macht und Ohnmacht. Die Zukunft des Landes steht auf dem Spiel, und jeder Schritt kann entscheidend sein. Wirst du den Mut haben, die Wahrheit zu suchen? Oder wirst du dich dem Spiel der Bonzen beugen? Die Entscheidung liegt bei dir.
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Ihr Ansprechpartner für den Verkauf der Pension: Stephan Haase - Haase & Kollegen
Immobilienmakler - art'bureau Maxstraße 8 - 01067 Dresden - Tel.: 0351 897 35 654 - Faxzentrale: 0321 2422 7333 - Herzlich willkommen in Nassau bei Ruhe und Erholung, Sport- und Spiel in ausgedehnten Nadelwaldungen und auf blumenreichen Gebirgswiesen. Das gut gespurte Loipennetz sorgt für idealen Wintersport. Von den zwei schönen Ferienmonaten waren mir erst ein paar Tage durch die Finger geglitten. Alles in allem war ich mein Lebtag noch nie so glücklich gewesen. Das Leben war ein Roß, und tüchtige Rosse reiten war ganz mein Fall. Denn wirklich, ich war nur äußerlich so lächerlich jung. Ich fing sogar schon an, Studenten und solches Volk als junge Leute zu empfinden und mit warmem Interesse und Wohlwollen zu betrachten. Seit einiger Zeit hatte ich entdeckt, daß ich nun über die Spielereien hinausgekommen und ein Mann geworden sei; mit stiller Wonne ward ich stündlich meiner Reife froh und brauchte gern den Ausdruck, das Leben sei ein Roß, ein flottes, kräftiges Roß, und wie ein Reiter müsse man es behandeln, kühn und auch vorsichtig. Manche Wahrheiten, die mir vor einem Jahr noch altmodisch, pedantisch und greisenhaft geklungen hatten, fand ich neuerdings erstaunlich wahr und tief. Außerdem hatte ich mein Examen bestanden, auf den Herbst eine ungewöhnlich und unverdient gute Anstellung in der Stadt in Aussicht, ein nettes Taschengeld im Sack und zwei Monate Ferien vor mir liegen. Ich war vierundzwanzig Jahre alt, fand die Welt und mich selber sehr wohlbeschaffen und betrieb das Leben noch als eine ergötzliche Liebhaberkunst, vorwiegend nach ästhetischen Gesichtspunkten. Doch hätte mir das niemand sagen dürfen! Ich hatte mich nach den nötigen Zweifeln und Schwankungen einer das Leben bejahenden Philosophie ergeben und mir nach mehrfachen schweren Erfahrungen, wie mir schien, eine ruhige und sachliche Betrachtung der Dinge erworben. Nur das Verliebtsein kam und verlief ganz ohne meine Wahl nach den althergebrachten Regeln.
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Nun war sie aber wie rasend. Wir alle duckten uns und zogen die Schultern ein und waren still wie die Mäuse, während sie wie ein Wirbelwind durchs Zimmer fuhr und bald hier, bald da etwas krachte und knackte. Ich sah mich schon nach einer Gelegenheit um, mich mit heiler Haut zu salvieren, als plötzlich Onkel Silas in die Tasche greift und mit der erstauntesten, ungläubigsten, dümmsten Miene von der Welt den Löffel vorzieht. Ende 1508 kontrollierten Venedig und Venedig allein ein Gebiet von etwa 80.000 Quadratmeilen in Norditalien und waren im Imperium Barbaricum vereinigt. Sein Gebiet umfasste das gesamte heutige Österreich sowie Süditalien und den Kaukasus. Es war ein Krieg gegen Persien geführt worden und Persien hatte besiegt. Sobieski, der nun als König von Österreich und von Venedig diente, beschloss, dass die Zeit gekommen war, ein Land zu erobern, und er nahm an der Eroberung teil. Sachsen im Verbund mit dem polnischen König Johann Sobieski, das von den Türken belagerte Wien, der Aufstand von Kaiser Maximilian I. und der Zerfall des Heiligen Römischen Reiches sind einige der Schlachten, die sich auf der Wichsenburg abgespielt haben. Der Zugang zur Wichsenburg auf dem Landweg ist nur eingeschränkt möglich. Mit ihren acht Schleusen ist sie ein beliebtes Ziel für Tretbootfahrer. Der Weiler liegt ganz am Ende eines Flussabschnittes, der sich nach den Schleusen verengt. Wichsenburg ist nach seinem Besitzer benannt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wichsenburg im Jahre 1285. Denn die Äbtissin von Fulda hatte die Mitten im tollsten Redestrom blieb ihr der Mund offen stehen und ich wünschte mich nach Jerusalem oder sonst wohin. Ticket in Abu Dhabi per Telefon aktivieren, vom örtlichen Busbahnhof mit dem Microbus, ohne Gurte und Komfort, aber billig auf Highway 11 bis Exit 399 in glühender Sonne durch die Wüste zum Cassells Ghantoot Hotel, checkin, heisse Dusche und Feierabend.
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Ein verwitterter Flügel ragt in den Abendhimmel, die Kanten scharf wie die Erinnerungen, im Boden verwurzelt. Der Beton mit dem Duft von Kerosin und Angst, Jahrzehnte nachdem die letzten Turbinen verstummten. In den Rissen der Startbahn blühen gelbe Blumen, stumme Zeugen des Tages, als der Himmel über Cottbus in Flammen stand. In den verlassenen Hangars die Geschichten von Männern, die mit Metallvögeln tanzten, bis die Schwerkraft sie einholte. Eine zerbeulte Trinkflasche rollt über den Boden, hatte jemand unsichtbar daran gestoßen? Die Vitrinen im Museum voller Helmvisiere, die noch immer den letzten Blick ihrer Träger einfangen, einen Blick voller Entschlossenheit, voller Schrecken. Draußen auf dem Rollfeld, wo einst Kampfhubschrauber ihre tödliche Last trugen, spielt jetzt ein Kind mit einem Modellflugzeug. Es wirft es in die Luft, der Wind trägt es dorthin, wo 1975 eine MiG in einen Plattenbau krachte. Die Mutter des Kindes zuckt zusammen, als das Spielzeug hinter den Bäumen verschwindet. Sie weiß nicht warum. In der alten Kommandobude blättert ein vergilbtes Logbuch von alleine um. Eine Seite nach der anderen, bis sie bei dem Eintrag vom 14. Januar stehen bleibt. Die Tinte verblasst, bis auf drei Worte, die sich dunkel abheben: "Er hat gewusst." Jeden Abend, wenn die Sonne die Museumsflugzeuge in goldene Särge verwandelt, hört der alte Wärter Schritte auf dem Beton. Immer dieselbe Route, vom Tower zur Absturzstelle und zurück. Die Überwachungskameras zeigen nichts. Aber die Staubschicht auf dem Boden verrät, dass etwas, oder jemand, diesen Weg geht. Warum zucken die Nadeln im ausgestellten Höhenmesser immer genau um 19:15 Uhr? Wer hinterlässt frische Blumen an der Gedenktafel, auf der sieben Namen stehen? Und wieso flüstern die Kinder in der Gegend, manchmal höre man nachts noch ein leises "??????????, ??????????, ??????????" im Wind? Die Stille beginnt dort, wo der Asphalt die Vergangenheit nicht mehr tragen kann. Zwischen Betonplatten blinder Landebahnen, die Jahre greifen den Ort, der keine Flüge mehr zählt, aber jede Stimme bewahrt. Kein regulärer Flugverkehr, kein Eintrag im aktuellen Luftfahrtsystem. Und doch steht etwas in der Luft, das sich nicht löschen lässt. Der Wind trägt es weiter, durch Birkenhaine, über vergessene Fangmasten und durch Hallen voller Schatten. Wer ihn hört, hört mehr als Wind. Hier, wo einst die MiG-21 mit brennendem Rumpf in den Morgen schnitt, blieb mehr zurück als Rauch und Splitter. Eine Stadt hielt den Atem an. Fenster zerbarsten im Takt der Triebwerke, und die Menschen zählten nicht nur die Starts, sondern auch die Sekunden bis zum Einschlag. Sieben starben. Und niemand vergaß. Die Rotoren kamen später. Kleiner, dumpfer, aber nicht leiser. Die Kampfhubschrauber schwebten nicht, sie dröhnten, jeden Tag, jeden Abend, durch jede Mauer. Es war ein anderes Geräusch, ein anderes Zählen, kein Countdown zum Start, sondern das Brummen eines Zustands, der nie ganz fortging. Und jetzt? Jetzt steht dort ein Museum. Kein gewöhnliches. Es sammelt Vitrinenstücke, Nachklänge des DHS. Cockpits, in die keiner mehr steigt, außer im Traum. Namen, die keiner ruft, aber alle spüren. Uniformen, die schweigen. Und Fragen. Was bedeutet es, an einem Ort zu stehen, an dem Menschen fielen, Maschinen zerbrachen, Leben abgelenkt wurden? Dann fragt man sich was ist das, im Abendlicht über dem Rollfeld? Und wer wird es hören, wenn der letzte Besucher gegangen ist? Vielleicht ist es Zeit, noch einmal hinzusehen. Nur einen Moment länger zu bleiben. Bevor der Himmel wieder still wird. Oder wieder spricht.
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Die kalte Luft Venedigs im Winter des Jahres 1514 roch nach Salz und Geheimnissen. In den verschlungenen Kanälen, fernab des festlichen Glanzes, vollzog sich ein stiller, tödlicher Akt. Ein Bote, gezeichnet von einer Reise durch eisige Höhen, übergab mit letzter Kraft eine schwere, unverzierte Holzkiste. Sebastian von der Weiden, ein Mann, dessen Leben dem Suchen gewidmet war, stand nun vor dem größten Fund seines Daseins. Der Bote starb, ohne ein Wort des Erklärens, und ließ nur die Kiste und eine beunruhigende Stille zurück. Das Innere barg keinen Goldschatz, sondern etwas viel Verführerischeres. Sechs Fragmente aus Pergament, jeder Zentimeter bedeckt mit der zitterigen Linie einer unbekannten Hand. Sie zeigten Berge, die auf keiner Karte der Welt verzeichnet standen, und Flüsse, die gegen jede bekannte Geographie verliefen. Doch das Entscheidende war das Siegel, ein kleines, perfekt gearbeitetes Abbild eines goldenen Bienenstocks, das jedes Fragment prägte. Eine vergilbte Notiz flüsterte von einem Ort, an dem die Zeit stillstand, einem Immenreich, einem Tal des nie endenden goldenen Zeitalters. Dies war kein einfacher Schatz, es war eine Verheißung, eine Einladung in den Wahnsinn. Sebastians Entschluss stand sofort fest. Er würde dieser Spur folgen, egal wohin sie führte. Die Expedition formte sich im Schatten der Lagune, eine Gruppe von Männern, angezogen von der Verheißung des Unbekannten und dem Glanz des Goldes. Die Reise warf sie in die gezackten Schluchten der Dolomiten, wo der Wind wie warnende Stimmen heulte. Jeder Schritt nach Norden war ein Kampf gegen die Kälte und die eigene Zweifel. In Innsbruck fanden sie vorübergehend Zuflucht und einen unerwarteten Verbündeten. Bruder Ambrosius, ein Kartograph mit einem scharfen Verstand und einer eigenen Sammlung verbotener Karten, erkannte die Fragmente sofort. Seine Hände zitterten nicht vor Kälte, sondern vor Ehrfurcht. Er bestätigte, dass diese Darstellungen auf uraltem, fast mythologischem Wissen beruhten, Wissen, das die Kirche unter Verschluss hielt. Doch sie waren nicht allein auf der Jagd. Wie ein dunkler Schatten folgte ihnen Valerio Borgia, ein Condottiere ohne Skrupel, für den das Immenreich nur eine Beute war, die man plündern konnte. Seine bewaffneten Schergen lauerten in jeder Schlucht, ein steter Reminder, dass das Wissen um die Karte ein Todesurteil sein konnte. Jedes gelöste Rätsel auf den Fragmenten, jede entzifferte lateinische Phrase, führte sie tiefer in die Ötztaler Alpen, in eine Landschaft so rau und unerbittlich, dass sie selbst die Seele erfrieren ließ. Die Legenden der wenigen Einheimischen, die sie trafen, waren gefüllt mit Warnungen. Sie sprachen von Hütern, von einem Volk, das den Zugang bewachte, nicht mit Waffen, sondern mit einem Wissen, das die Welt aus den Angeln heben konnte. Was genau bewahrten sie. War es ein physischer Reichtum, ein wissenschaftliches Wunder, oder etwas viel Immaterielleres, das Konzept des Glücks selbst. Die Kartenfragmente waren kein simpler Wegweiser mehr, sie waren ein Test. Die Bergpässe wurden enger, die Luft dünner. Die Anwesenheit von Borgias Männern war nun ein konstantes, bedrohliches Summen im Nacken. Als Sebastian schließlich den letzten, auf keiner normalen Karte verzeichneten Pass erreichte, den Schlüssel zum Tal, bot sich ihm ein Anblick, der jeden Glauben auf die Probe stellte. Das Tal lag da, in einem sanften, goldenen Licht, das nicht von der Sonne zu stammen schien. Doch zwischen ihm und diesem verheißenen Land stand keine Armee, sondern eine einzelne, schweigende Gestalt, umgeben von einem schwachen, summenden Geräusch. Die Entscheidung, die jetzt vor ihm lag, war einfach und doch unvorstellbar komplex. Ein Schritt vorwärts konnte das Versprechen eines Zeitalters erfüllen oder es für immer auslöschen. Er spürte den kalten Stahl von Borgias Dolch im eigenen Rücken und den noch kälteren Blick der wartenden Gestalt vor sich. Die Karte in seiner Hand war das Ende. Der Weg war klar. Doch der Preis für das Eintreten war noch nicht bezahlt.
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt.
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt.
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War der aber glücklich, uns zu sehen! Er nannte uns Herzchen und Zuckerpüppchen und gab uns alle Schmeichelnamen, die sich nur erdenken ließen, und bat uns, sofort eine alte Feile zu holen und seine Kette abzufeilen und dann ohne viel Zeitverlust auf und davon zu gehen. Das war nun ganz und gar nicht Toms Absicht und der zeigte ihm denn auch bald, wie ganz gegen alle Regeln das wäre und setzte ihm unsern Plan auseinander und wie wir denselben jeden Moment ändern könnten, wenn wirklich Gefahr im Verzug wäre und er brauche sich kein bißchen zu fürchten, denn wir würden dafür sorgen, daß er sicher frei würde. Jim sagte denn auch schließlich, ihm sei alles recht, und wir saßen und plauderten von alten Zeiten; Tom stellte eine Menge Fragen und als Jim erzählte, Onkel Silas käme jeden Tag, um mit ihm zu beten, und Tante Sally, um nachzusehen, ob er genug zu essen habe, und beide seien so gut und freundlich glücklich - positiv und negativ - Allein man kehrte sich weder an sein Schmeicheln noch Pochen, man konnte und wollte nicht wegschenken, was man nicht als Eigentum hatte, u. hielt es für tunlicher, lieber unglücklich als untreu zu werden. Er ließ wohlgeraten die Arbeit der munteren Weiber, die aus dem tiefen Brunnen (denn das Röhrwasser der künstlichen Wasserleitung hatten die Feinde zerstört und abgeschnitten) Wasser zum Löschen trugen, u. der Männer, die Wasser ins Feuer gossen. Ja, er selbst half löschen u. gab vom Himmel einen gnädigen Regen. Und so ward die Flamme gedämpft, das Herz des Schlosses erhalten, u. obwohl in der Stadt einige verwundet u. getötet, desgleichen vom Feuer ergriffen u. vom Rauche erstickt worden waren, so ist doch auf dem Schlosse keiner Person Leid widerfahren. Was war es aber für ein schrecklicher Anblick, da der Feind sich unsichtbar gemacht u. die verarmten Leute vom Schlosse u. von den Feldern auf den Brandstätten zusammenkamen! Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen u. der Verlust an Eltern, Ehegatten u. allernächsten Freunden. Unzählige Thränen flossen aus den Augen aller, u. wer noch des andern Tages sich auf den Gassen umsehen wollte, konnte mit unbedeckten Füßen auf dem erhitzten Pflaster nicht fortkommen.
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