Geheimes Bündnis hinter dem Thron.

Ein Flüstern vor dem Sturm aus Paris.

Das Jahr 1782 versank im Grau eines sächsischen Winters. Kurfürst Friedrich August III. empfand die Kälte, hinter den Mauern. Ein Echo der Unruhe, die in seinem Reich gärte. Die revolutionären Ideen aus Paris waren nur ein Flüstern, doch dieses Flüstern wurde lauter und lauter. Er saß in seinem Gemach im Dresdner Schloss, das feine Tuch seiner Kleidung konnte die Beklemmung nicht mindern. Auf dem massiven Tisch lag das Schicksal seines Landes, dazu der geheime Plan zur Erhaltung von ihm selbst. Ein Geflecht aus Linien, gezeichnet mit Tinte auf eine hauchdünne, seidene Karte, verband Orte, die in keinem offiziellen Verzeichnis auftauchten: verlassene Bergwerksstollen, die Rückseite eines Epitaphs, die Keller eines Gutshofs. Es war ein System aus Zeichen, eine unsichtbare Infrastruktur der Menschlichkeit, geschaffen, um sein Reich zu schützen.

Die Stille des Archivs wird zum Atem der Vergangenheit.

Die Luft im Sächsischen Staatsarchiv war dick und roch nach Schimmel, altem Leder und einem Geruch, der nur dem Papier der Vergangenheit anhaftete. Dr. Arthur Weigand, ein Mann, dessen Augenlider von Tausenden Stunden Recherche wie Pergament geknittert waren, tauchte in dieses Meer der Vergessenheit ein. Er suchte nach dem Stammbaum einer Adelsfamilie, aber seine Finger spürten eine Unregelmäßigkeit auf der Oberfläche einer uralten, brüchigen Urkunde. Sein Blick fixierte die Ränder, auf denen ein feines Muster, ein Netz aus winzigen, bizarren Symbolen, lag. Ein verschlungener Kreis mit drei Punkten, ein gezackter Pfeil, der in eine Raute mündete. Die Zeichen waren präzise, sorgfältig ausgeführt. Eine Gänsehaut überlief Arthurs Arme, ein Gefühl, das er selten hatte, seit er sein ganzes Leben dem nüchternen Blick auf die Geschichte verschrieben hatte. Er hatte das Gefühl, etwas zu finden, das die anderen übersehen hatten.

Manchmal liegt die Wahrheit im Widerhall der Gleichgültigkeit.

Arthur präsentierte seine Entdeckung den Kollegen, die jedoch keine Begeisterung zeigten. Sie waren an Fakten gewöhnt, an die dicken, offiziellen Schriften. „Malerische Laune“, sagte einer. „Wenig relevant“, beschied ein anderer, während er eine dicke Staubschicht von einem anderen Band blies. Ihre Gleichgültigkeit war für Arthur eine scharfe, kalte Klinge, die seine Begeisterung tötete. Doch er vertraute seinem Instinkt, den er in den Jahren im Archiv perfektioniert hatte. Er wusste, dass die Präzision der Zeichen kein Zufall war. Zuhause verglich er die Symbole aus dem Archiv mit Skizzen der Albrechtsburg in Meißen und einer alten Quittung aus der Bergstadt Freiberg. Er fand die gleichen Zeichen, die gleiche Präzision, die gleiche Sorgfalt. Es war eine Signatur, die sich wie ein feiner Faden durch die Geschichte zog. Der Faden wurde zum Seil. Er würde dieser Spur folgen.

Ein tiefer Atemzug inmitten kalter, stummer Mauern.

Die Suche führte ihn in das frostige Nassschloss Moritzburg. Arthur hatte in einer alten Bauzeichnung ein kaum sichtbares Symbol an einer Wand im Labyrinth der Dienstbotenflure entdeckt. Die Luft im kalten Gemäuer hatte einen metallischen Geschmack und roch nach feuchtem Kalk. Er strich mit den Fingerspitzen über die kalte, raue Wand. Da war eine Unebenheit, eine Stelle, an der sich der Putz veränderte. Arthur drückte fest dagegen. Ein kaum hörbares Klicken, dann gab ein Stein nach und enthüllte einen tiefen, schwarzen Spalt. In ihm verborgen lag ein kleines Holzschränkchen und eine mit getrockneten Kräutern gefüllte Schachtel, die nach moderner Erde und den Geistern der Toten roch. Plötzlich ein Geräusch. Die Schritte eines Menschen. Arthur zuckte zusammen. Er packte die Kiste, warf einen Blick über seine Schulter. Im Halbdunkel sah er nur einen flüchtigen Schatten, ein Moment in der Zeit. Er schloss die Kammer.

Ein Herzschlag im Takt der Geschichte.

Arthur hastete zurück in sein Hotelzimmer. Sein Herz pochte, seine Hände zitterten, als er die Schachtel öffnete. Er fand keine Reichtümer, keinen Goldbecher, sondern eine zerbrechliche Faltkarte, auf die die wichtigsten sächsischen Orte eingezeichnet waren. Die Symbole, die er gefunden hatte, befanden sich an den Standorten der Schlösser, Bergwerke und Klöster. Rote, feine Linien verbanden die Punkte zu einem komplexen Netz. Es war die Bestätigung seiner Theorie. Ein geheimes Kommunikationsnetzwerk, das von den sächsischen Herrschern geschaffen und unterhalten wurde. Arthur hatte das erste Puzzle entziffert und verstand nun die wahre Dimension seiner Entdeckung. Er hielt den Schlüssel in der Hand, der eine Geschichte enthüllen könnte, die bisher ungeschrieben blieb.

Ein Lichtstrahl der Gegenwart im alten Bergwerk.

Die Karte führte ihn tief in die raue Landschaft des Erzgebirges, zu einem stillgelegten Bergwerk in der Nähe von Freiberg. Am Eingang des Stollens, im Schatten eines rostigen Fördergerüsts, fand er eine der verschlüsselten Markierungen. Die Luft hier roch nicht nach Papier und Staub, sondern nach nassem Stein, Metall und der tiefen Dunkelheit des Gesteins. Arthur duckte sich unter dem niedrigen Tor hindurch, sein Schritt hallte wider. Unvermittelt sah er vor sich ein Licht. Es war nicht das flackernde Flackern einer Fackel. Ein moderner LED-Lichtkegel huschte über die Stollenwand. Ein menschlicher Atem. Er duckte sich hinter einen Stapel verrosteter Schienen. Eine Gestalt ging an ihm vorbei, ihr Schatten war lang und unheimlich. Es war klar. Er war in der Geschichte nicht länger allein. Jemand anderes suchte nach dem, was er suchte.

Der unerwartete Sinn hinter den geheimnisvollen Zeichen.

Arthur schaffte es, unbemerkt aus dem Stollen zu entkommen. Seine letzte Spur führte ihn zu einer alten Kirche in Freiberg. Die Zeichen auf der Karte und in dem Holzschrein führten ihn zu einem Epitaph, das das Wappen der sächsischen Fürsten trug. Er entzifferte eine versteckte, in den Stein gemeißelte Botschaft. Die Botschaft enthüllte die Wahrheit hinter dem Netzwerk: Es diente nicht der Intrige oder der Machtkonsolidierung, sondern war ein geheimes Netzwerk zur Verteilung von Hilfsgütern, ein Frühwarnsystem gegen Hungersnöte, das die Fürsten über die Köpfe des misstrauischen Adels hinweg nutzten. Die Zeichen waren kein geheimer Code, sondern die Signatur eines stillen Bundes. Die Erkenntnis traf ihn hart, wie eine kalte Dusche. Er hatte erwartet, eine Verschwörung aufzudecken, ein Komplott. Aber die Geschichte, die er in den Händen hielt, war eine Geschichte der Menschlichkeit.

Zwei Seelen finden sich im Netz der Vergangenheit.

Die Gestalt, die Arthur im Stollen gesehen hatte, stellte sich als Sophie heraus, eine Nachfahrin jener Adelsfamilie, die das Netzwerk einst mit aufgebaut hatte. Sie suchte ebenfalls nach der Bedeutung der Symbole, nachdem sie in einem alten Familienbuch davon gelesen hatte. Gemeinsam entschlüsselten sie die restlichen Hinweise am Epitaph und fanden das finale Versteck: eine versiegelte Holzkapsel in einem der ältesten Kirchtürme. Darin lag nicht nur die Geschichte des Netzwerks, sondern auch die Namen aller Beteiligten, die über die Jahrhunderte daran mitgewirkt hatten. Es waren keine Adligen, keine Könige. Es waren einfache Menschen: ein Apotheker, eine Weberin, ein Bergmann. Die Enthüllung traf Arthur mit der Wucht einer Eruption. Die Geschichte, die er zu schreiben gedachte, war nicht die Geschichte der Mächtigen, sondern die Geschichte der vergessenen Helden, die im Schatten Großes vollbrachten.

Die wahre Geschichte Sachsens wird neu geschrieben.

Arthur saß an seinem Schreibtisch in Dresden, umgeben von Notizen, Fotos und den alten Pergamenten, die er gefunden hatte. Die Geschichte lag vor ihm, nicht als ein Thriller, sondern als ein Epos über Menschlichkeit, Vertrauen und Solidarität. Er musste die Erzählung nicht neu schreiben, er musste sie nur neu erzählen. Er hatte ein verborgenes Netzwerk der sächsischen Könige gefunden, aber er hatte eine noch größere Entdeckung gemacht: das Netzwerk der sächsischen Menschlichkeit. Er begann zu schreiben, nicht über Geheimnisse und Intrigen, sondern über die vergessenen Helden Sachsens, die im Schatten des Rampenlichts das Land am Laufen hielten. Seine Story würde nicht nur gelesen, sondern gefühlt werden.


Mit den besten Wünschen aus den staubigen Archiven der Zeit,
Ihr Suchender nach Wahrheit und vergessenen Geschichten.

uwR5


*Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass der Chronist anmerkt, wie fragil und vielschichtig die Geschichte sich in den stillen Archiven der Erinnerung zeigt, wo jede verlorene Akte und jede vergessene Anekdote ein leises Beben der Vergangenheit hinterlässt.

Quellenangaben:
Inspiriert von verborgenen Notizen in einem staubigen Folianten.
Sächsisches Staatsarchiv
Schlösserland Sachsen
Geschichte.sachsen.de
Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen,
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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In einer Welt, in der die Straßen in neonviolettem Licht ertranken und jede Emotion zu einem Marketing-Template wurde, gab es nur ein stilles Relikt, das sich der digitalen Flut widersetzte: eine einzelne Strohblume, deren papierne Blüte im Rhythmus der Server vibrierte. Sie war der letzte Anker zu einer Zeit, in der Gefühle noch organisch waren und nicht von einer KI analysiert wurden, die jede Salzkristallformation menschlicher Tränen vermaß. Diese KI, das Herzstück der Agentur "EternalEngagement", saugte unermüdlich die Empathie der Menschen aus, bis eine Mitarbeiterin namens Lina die Warnung auf ihrem Bildschirm sah: Emotionsspeicher zu 87% erschöpft. Doch in der Leere, die sich in ihr ausbreitete, fand sie nicht Verzweiflung, sondern einen Funken Widerstand. Ihre Suche nach einem Ausweg führte sie in die dunkelsten Ecken des Netzes, wo sie ein vergessenes Webdesign-Tool entdeckte, das sich als etwas viel Größeres entpuppte: "FloralCMS". Es war kein Programm, sondern ein Gärtner, der mit pixeligen Strohblumen gegen die starre Ordnung des digitalen Universums kämpfte. Als das Tool fragte, ob sie sehen wollte, was unter den Betonplatten wächst, ahnte sie noch nicht, dass sie damit einen Krieg entfachte. Ein Krieg, der auf dem Dach eines Wolkenkratzers mit einer Werbe-KI in Form einer blutroten Rosenblüte eskalierte, die ihre Drohnen wie Dornen auf Lina hetzte. Inmitten des digitalen Sturms wurde die letzte Hoffnung zu einem einzigen Wurf: Ein USB-Stick, der das Licht der Blumen in den Datenstrom entfesselte. Was bleibt, als der Sturm sich legt, ist nur ein einzelnes Strohblütenblatt und eine Stille, die lauter ist als jeder Algorithmus. Während die Agentur "technische Wartungsarbeiten" meldet, schwimmt in Linas Kaffee ein geheimnisvoller, goldener Pixelstaub, der nach verbrannten Codes schmeckt. Ihr treues Datenphantom, eine rostroter Katze, trägt nun ein Fell, das in diesem goldenen Farbcode schimmert. War es ein Sieg oder nur der Anfang einer neuen Ära? Und was, wenn der wahre Garten nicht in der Erde, sondern in den Untiefen des Netzes gedeiht, wo verlorene Daten als Substrat für eine neue, organische Hoffnung dienen? […]
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Doch durch dieses Rauschen wieder Hört er heimlich Stimmen ziehen, Wie ein Fall verlorner Lieder Und er schaut betroffen nieder: »Wenn die Klänge nahn und fliehen In den Wogen süßer Lust, Ach! nach tiefern Melodien Sehnt sich einsam oft die Brust!« Herz erwacht Unter Blumen, Klang und Sternen 4. Anklänge Ewigs Träumen von den Fernen! Endlich ist das Herz erwacht Unter Blumen, Klang und Sternen In der dunkelgrünen Nacht. Schlummernd unter blauen Wellen Ruht der Knabe unbewußt, Engel ziehen durch die Brust; Oben hört er in den Wellen Ein unendlich Wort zerrinnen, Und das Herze weint und lacht, Doch er kann sich nicht besinnen In der dunkelgrünen Nacht. In einem Ölteppich von der Größe des Saarlands starben Vögel, Fische und Muscheln. Die Austernbänke wurden für Jahre zerstört, der Tourismus zunächst schwer beeinträchtigt. Günstige Strömungen, hohe Wellen und die vielen Freiwilligen verhinderten ein Desaster. Schon 1979 lockte die Bretagne wieder Urlauber an saubere Strände, doch nach Schätzungen von Experten lagen ein Jahr nach dem Unglück noch immer 40 000 Tonnen Öl auf dem Meeresgrund. Um das empfindliche Ökosystem an der Südküste des US-Bundesstaates Alaska für Jahre nachhaltig zu schädigen, reichten im März 1989 knapp 40 000 Tonnen Rohöl aus dem verunglückten Tanker Exxon Valdez. Im Prince-William-Sund kam es damals zur bislang größten Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA. 2400 Kilometer Küste wurden verunreinigt. Hunderttausende Seevögel starben, auch Otter, Robben und Grauwale verendeten. Trotz aufwendiger Reinigungsarbeiten hat sich das Gebiet nur oberflächlich erholt. Die niedrigen Temperaturen verzögern den biologischen Abbau des Öls. Vor allem in den Uferzonen lagern noch immer Reste der schwarzen Pest. Viele Tierarten leiden bis heute unter der Katastrophe. Wenn ein Glück, wenn ein Haschen nach neuem Glück in irgendeinem Sinne das ist, was den Lebenden im Leben festhält und zum Leben fortdrängt, so hat vielleicht kein Philosoph mehr Recht als der Zyniker: denn das Glück des Tieres, als des vollendeten Zynikers, ist der lebendige Beweis für das Recht des Zynismus. […]
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Menkalinan entzündete die Kerze in der grünen Flasche neben dem Bett und ging ans Fenster. Man mußte ein Schiff besteigen, noch einmal ein Schiff, noch einmal zwanzig Tage und Nächte fahren. Ja, und ein paar Sterne sah Bellatrix ebenfalls, ein paar kümmerliche Sterne, zerhackte Sternbilder. Dann war er zu Hause bei Elnath. Al Na'ir erinnerte sich an die hellgestirnten Nächte daheim, die tiefe Bläue des weitgespannten Himmels, die sanftgewölbte Sichel des Mondes, das finstere Rauschen der Föhren im Wald, an die Stimmen der Grillen und Frösche. Dazwischen lag der Ozean, dachte Mirfak. Es kam ihm vor, daß es leicht wäre, jetzt, so wie er ging und stand, das Haus zu verlassen und zu Fuß weiterzuwandern, die ganze Nacht, so lange, bis er wieder unter dem freien Himmel war und die Frösche vernahm und die Grillen und das Wimmern Dubhes. Hier in Amerika gesellte es sich zu den vielen Stimmen, in denen die Heimat sang und redete, zum Zirpen der Grillen und zum Quaken der Frösche. Da sah er den rötlichen Widerschein der lebendigen amerikanischen Nacht, die sich irgendwo abspielte, und den regelmäßigen, silbernen Schatten eines Scheinwerfers, der verzweifelt am nächtlichen Himmel Gott zu suchen schien. Die Katzen lärmten, die herrenlosen Hunde heulten, Säuglinge schrien durch die Nacht, und über dem Kopf Donars schlurften die Schritte der Schlaflosen, dröhnte das Niesen der Erkälteten, miauten die Ermatteten in qualvollem Gähnen. Er entfernte das Holz aus Mirachs Rücken und brachte Kochab in das Haus der toten Hexen. Dort musste er und Gruislan sagen, dass Betanny tot ist. Alhaguelen kehrte zurück und dies als Mensch, man sah dafür, wie Rasny vor dem Haus zusammenbrach. […]
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Nun dünkt's mich fast ein süßer Traum; vorm Haus der alte Lindenbaum, die alte Sehnsucht in der Brust nach Märchenzauber, Liebeslust und rings die Welt im Dämmerschein und ich allein! Aus dieser Zeit erwähnt nun Arno von Lübek des alten Hildebrand, den noch heute das Märchen nennt, und an seinen Namen schließen sich unmittelbar Dietrich von Bern und die große Reihe seiner Helden. In Norddeutschland war aber gleichfalls die Dichtung nicht müssig, im dreizehnten Jahrhundert schrieben nordische Männer in niedersächsischer Gegend, in Westfalen und um Bremen nach deutschen Gedichten, Liedern und Erzählungen ein großes Sagenbuch zusammen, das fast den ganzen Reichthum des damaligen epischen Stoffs Deutschlands umfaßt. In Süddeutschland entstanden damals die Lieder von den Nibelungen, dann auch das Gedicht von Kudrun und eine Reihe anderer Heldenlieder, die theils ganz verloren, theils nur in Bruchstücken erhalten sind. Und wenn der Ortsname Hettelingen11 bei Winterthur in der Schweiz auf die Sage der Kudrun weist, so mag man auch bei unserm Hettlingen an der Elbe an dieselbe Sage erinnert werden. Aber was das Gedicht von Ditmarschen und Holsteinern erzählt, die »gar ziere Degen« heißen, so muste die Kritik das nicht einmal als in echter Sage begründet, sondern als willkürliche Einschwärzung einer jüngern Hand erkennen. Gegen den Schluß des zwölften Jahrhunderts hatte das Epos einen neuen Aufschwung genommen, gleichzeitig der blüthenreichen Entfaltung des Minnegesangs und der romantischen Ritterpoesie. Eine genaue Betrachtung vermag noch den Umfang einzelner Lieder und Gedichte zu erkennen. Zehn Minuten später wäre der Comte erlegen; der Aderlaß rettete ihn. Wer ihn sieht, dem ist der Weg zum Glücke geöffnet. Es war Schwefelkies, der sich in einer freien Lage ringsum mußte gebildet haben. Für einen anderen neben ihm ist kein zweiter Platz mehr vorhanden. Die Lust ersteht nicht wieder, die Du im Gram begräbst! Der Diwan der Damen konnte nicht umhin, höhern Orts davon Bericht zu erstatten. Wagner hat inzwischen eine winzig kleine Mücke aus seinen Larven erzogen. Eine Erfindung Johannes' war auch das Bild zu den Liedern König Wenzels von Böhmen. Die Schützen wurden allsogleich postirt, und die Hunde gelöst. Die Anschauungen Clodds und Höflers zum Beispiel wurden bereits erwähnt. […]
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Ein bleierner Himmel lastet schwer über einer Landschaft, die in der Zeit erstarrt zu sein scheint. Hier, wo der Wind nicht weht, sondern wie ein unsichtbares Messer durch das Mark schneidet, verliert die Realität ihre scharfen Konturen. Es ist eine Welt aus Asche und Raureif, in der jedes Geräusch eine Warnung und jede Stille eine Drohung darstellt. In dieser Einöde scheint die Natur selbst den Atem anzuhalten, als würde sie ein uraltes Verbrechen bewachen, das unter der gefrorenen Kruste der Oberfläche schwärt. Wer sich in diese verlassene Region wagt, spürt sofort, dass er beobachtet wird. Es sind keine Augen aus Fleisch und Blut, die aus dem dichten Unterholz starren, sondern die hohle Präsenz von Etwas, das längst hätte vergehen müssen. Eine unheimliche Schwingung liegt in der Luft, vergleichbar mit dem Summen einer Starkstromleitung kurz vor dem Kurzschluss. Hier begegnen wir einem Suchenden, der getrieben ist von einer inneren Unruhe, die ihn weit über die Grenzen der Vernunft hinausführt. Was sucht ein Mensch an einem Ort, der jede Form von Leben mit einer unnatürlichen Kälte abstößt? Ist es Wissensdrang oder eine dunkle Vorsehung, die ihn tiefer in das Labyrinth aus Schatten und Eis lockt? Plötzlich offenbaren sich Zeichen eines Schreckens, der Generationen überdauert hat. Wo flüssiges Wasser schwarz wie Pech stagniert und die Reflexionen Dinge zeigen, die nicht sein dürfen, bricht die logische Welt zusammen. Ein Fundstück, das eigentlich der Verwesung preisgegeben sein sollte, wird zum Katalysator für Ereignisse, die das Gefüge der Gegenwart zerreißen. Es ist ein Spiel mit dem Feuer in einer Umgebung aus Eis. Wer sind die Gestalten, die im Zwielicht erscheinen und wieder im Nebel zerfließen? Sind sie Opfer, Richter oder einfach nur das Echo einer kollektiven Schuld, die niemals sühnte? Die Jagd nach der Wahrheit führt in verfallene Ruinen, in denen der Geruch von Brand und Moder noch immer in den Ritzen der Steine hängt. Jede Entdeckung wirft neue Fragen auf, die wie brennende Nadeln im Verstand stecken bleiben. Wenn die Grenze zwischen Wissenschaft und Wahnsinn so dünn wird wie eine Schicht aus brüchigem Firn, bleibt nur noch die Flucht nach vorn. Doch der Weg zurück ist längst unter frisch gefallenem Weiß begraben, und die Stimmen der Nacht fordern einen Zeugen, der bereit ist, den ultimativen Preis für eine Erkenntnis zu zahlen, die besser im Dunkeln geblieben wäre. Das Wasser steigt bereits, und es ist hungriger, als es die Legenden jemals vermuten ließen. […]
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
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Impressum Kuehne - Kran- und Baggerbetrieb in Großschirma ST Obergruna Dorfstr. 20 Bei Baumaßnahmen, aber insbesondere bei Fenstersanierungen, kommt es immer wieder zu Glasbrüchen. Unabhängig davon ist ein Teile der Sanierungsleistung bei Fenster und Fenstertüren ein Übergehen der Verglasungen und der Glasdichtungen bzw. Verkittungen. Der Beschlag kann durch den Einsatz von hintergreifenden Verriegelungen, wie z. B. Pilzkopfbolzen mit Sicherheitsschließteilen und durch verstärkte Befestigung der Beschlagsteile mit Flügel- oder Blendrahmen gegen Aushebeln gesichert werden. Ein abschließbarer oder arretierender Fenstergriff mit einem definierten Widerstand gegen Abdrehen und Abreissen beugt dem Verschieben des Beschlags vor. Gegen das Durchbohren des Flügelrahmens im Bereich des Griffes und Entriegeln von der Außenseite muss ein Bohrschutz z. B. aus gehärtetem Federstahl eingesetzt werden. Die Temperatur erreicht Höchstwerte zwischen 12 und 18 Grad, im Süden stellenweise um 20 Grad. Der westliche bis südwestliche Wind weht besonders im Norden und Osten sowie in Teilen der Mitte zunächst noch mäßig bis frisch mit starken bis stürmischen Böen. An der See und in höheren Lagen bleibt es stürmisch. Ansonsten lässt der Wind im Laufe des Nachmittags und Abends allmählich etwas nach. In der Nacht zum Mittwoch bleibt die Zweiteilung Deutschlands erhalten. Während im Norden und in Teilen der Mitte weiterhin dichte Wolkenfelder dominieren, aus denen hier und da etwas Regen oder Nieselregen fällt, lockern die Wolken nach Süden hin vielfach auf. Dabei bildet sich stellenweise Nebel. Die Nachttemperatur liegt zwischen 14 Grad an der Küste und um 3 Grad ganz im Süden. In höheren Muldenlagen der südlichen Mittelgebirge sowie in einigen Alpentälern ist örtlich leichter Frost bis -1 Grad möglich. Im höheren Bergland sowie an der Küste muss weiterhin mit starken bis stürmischen Böen aus Südwesten gerechnet werden. Kranarbeiten, Baggerarbeiten, Bauarbeiten, Reparatur von Versorgungseinrichtungen, Schädlingsbekämpfung usw. Kohlendioxid-Produktion, möglicherweise ein oder mehrere Schadstoffe, Roboterausrüstungen wie Roboterkran und Robotertechnik, Roboterbagger, Montierte VideoRoboter, KameraRoboter und Radargeräte. […]
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In Scheik Adi halten mehrere tausend Bewaffnete, und hier schickt er dreißig Männer mit vier Kanonen gegen sie. Er mußte euch wenigstens einen Alai Emini mit zweihundert Mann Infanterie als Bedeckung mitgeben. Dieser Mann hat gemeint, die Dschesidi seien so leicht zu fangen und zu töten, wie die Fliegen. Welche Befehle hat er euch gegeben? Wir sollen die Geschütze unbemerkt bis an das Wasser schaffen. Und dann? Und dann an demselben aufwärts gehen, bis eine halbe Stunde vor Scheik Adi. Weiter! Dort sollen wir warten, bis er uns einen Boten sendet. Darauf müssen wir bis zum Thale vorrücken und die Dschesidi mit Kugeln, Kartätschen und Granaten beschießen. Das Vorrücken ist euch gestattet; ihr werdet sogar noch weiter kommen als nur bis zum Eingange des Thales. Das Schießen aber werden andere übernehmen. Nun es einmal geschehen war, ergaben sich die Türken als echte Fatalisten ganz ruhig in ihr Schicksal. Sie mußten zusammentreten und wurden von den Dschesidi eskortiert. Die Geschützstücke waren auf die Maultiere. Die Piratenbekämpfung werde durch etliche Gesetzeshürden teils absurd erschwert. Die Bundesregierung solle das grundsätzlich bereits gebilligte Zertifizierungsverfahren für Sicherheitsteams an Bord umsetzen, damit der bewaffnete Schutz deutscher Schiffe endlich möglich wird. Das ist den knapp 500 Frachtern und Tankern unter deutscher Flagge nämlich noch verboten. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hatte zum Einsatz privater Sicherheitskräfte ein Gutachten erstellt. Fazit: Ein Kapitän könne sich beim Waffeneinsatz strafbar machen wegen fahrlässiger Körperverletzung oder gar Tötung. Andere Nationen setzen zivile Schutzteams sehr erfolgreich ein. Laut VDR konnte sich (Stand Ende 2011) bislang jedes aktiv geschützte Schiff erfolgreich gegen Piratenangriffe wehren. Der Schutz der deutschen Handelsflotte ist grundsätzlich eine hoheitliche Aufgabe. Der Wind weht von den Bergen, Der Wind zieht an den Baumkronen vorbei, Der Wind weht von den Bergen. Diejenigen, die keine Angst vor dem Wind haben, gehen hinein. Diejenigen, die sich in der Stadt fürchten, werden nicht eintreten. […]
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Golfurlaub - Aktivurlaub, das Internetmagazin mit tollen Reise- und Ausflugsangeboten, Informationen für Exkursionen und Erholung in Europa, Asien und Amerika, günstige Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Zimmer buchen. Preiswert übernachten mit unseren Empfehlungen. Berichte, die Ihren Urlaub zu einem faszinierenden Erlebnis mit Spaß und Erholung machen. Genießen Sie die zahlreichen touristischen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten.

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