Die Schatten der Vergangenheit bergen oft Intrigen von Macht und Erbe. In den Mauern von Altenburg verbargen sich einst Ämter und Städte wie Ronneburg, Eisenberg, Dornburg, Kamburg und mehr – ein Mosaik der Geschichte. Doch die wahre Tiefe des Erbes reichte weiter als die Burgtore. Henneberg, eine Grafschaft von Bedeutung, teilte sich unter den Nachkommen auf, und so wurde 1612 ein neues Kapitel aufgeschlagen – ein Konsistorium in Altenburg und eines in Weimar.
In den Mauern von Altenburg, brodelte das Leben wie gewohnt. Händler boten lautstark ihre Waren auf den belebten Marktplätzen an, während Adelige in ihren Kutschen vorbeirauschten. In einer kleinen Gasse, fast verborgen von der Hektik des Alltags, lebte Jakob, ein junger Schmied, der die Intrigen der Mächtigen nur aus den Geschichten der Marktfrauen kannte. Doch das Schicksal sollte ihn bald tiefer in den Strudel der Ereignisse ziehen, als er es sich je hätte vorstellen können.
Die Erben, allen voran Friedrich Wilhelm I., betraten die Bühne der Geschichte. Gemeinsam mit Herzog Johann teilten sie die Bürde der Verantwortung. Doch die Wege der Geschichte sind so wirr wie das Geäst im düsteren Wald. Die Vormundschaft der Kurfürsten von Sachsen führte zu einem Präzedenzstreit: Die unmündigen Söhne des älteren Bruders oder der kampferprobte Oheim Johann – wer sollte den Vorrang haben? Ein Konflikt, der anhielt, bis die ältere Altenburger Linie schließlich erlosch.
Friedrich Wilhelm I. und Herzog Johann waren nicht nur durch Blut, sondern auch durch das Schicksal verbunden, das ihre Familien seit Jahrhunderten an die Macht gebunden hatte. Ihre Treffen waren oft von einer Mischung aus Respekt und versteckter Rivalität geprägt. Friedrich Wilhelm, mit seinem scharfen Verstand und stillen Zorn über die Bevormundung durch die Kurfürsten von Sachsen, empfand sich in der Rolle des Beschützers seines Erbes. Herzog Johann, ein Mann von massiver Statur und tiefem, donnerndem Lachen, war ein Krieger im Herzen, der die politischen Spiele am Hofe weniger schätzte. Zwischen diesen beiden Männern entspann sich ein Netz aus Loyalität, Misstrauen und unausgesprochenen Ambitionen, das die Grundlage ihres Handelns in den kommenden Jahren bildete.
Die düsteren Wolken des Dreißigjährigen Krieges zogen über das Land. Die Linie hatte sich mit den Schweden verbündet, und die Konsequenzen sollten nicht lange auf sich warten lassen. 1635 brachte der Prager Frieden eine Wendung, aber die Wunden des Krieges heilten nur langsam. In dieser Zeit öffneten sich auch die Tore von Jülich, Kleve und Berg. Doch das Gesamthaus Sachsen sah sich nicht mit Land, sondern mit Titeln und Wappen belohnt.
Im Schatten der wichtigen Burgen von Altenburg und Weimar entfaltete sich ein Spiel der Macht und des Erbes, das das Schicksal der Grafschaft Henneberg unwiderruflich verändern sollte. Inmitten dieser Wirren stand Friedrich Wilhelm I., ein Mann geprägt von der Last der Verantwortung und dem unerschütterlichen Wunsch, das Erbe seiner Vorfahren zu wahren. Doch die Intrigen am Hofe waren so verworren wie die Gänge der alten Katakomben unter der Stadt. Unbekannt für viele, schmiedete der junge Diplomat Wolfgang Conrad von Thumbshirn im Verborgenen Pläne, die nicht nur das Gleichgewicht der Macht stören, sondern auch das Herz einer Nation auf die Probe stellen sollten. Als die ersten Truppen des Dreißigjährigen Krieges die Grenzen seiner Heimat bedrohten, musste Friedrich Wilhelm eine Entscheidung treffen, die das Schicksal von Altenburg und Weimar für Generationen prägen sollte.
Das Zepter der Führung wechselte die Hand, als Herzog Johann Philipp die Geschicke übernahm. Ein Mann von Entschlossenheit, der die Regierung im Namen seiner Brüder übernahm. Die Geschichte bot ihm Herausforderungen, aber auch Chancen. Der Vergleich von 1634 führte zu einem erweiterten Erbe, das aus der Linie Koburg-Eisenach hervorging.
In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges fand Friedrich Wilhelm eine verwüstete Heimat. Die Verheerungen waren deutlich sichtbar, und es lag an ihm, den Wohlstand zu erneuern. Die Gesandten von Thumshirn und August Carpzow spielten eine bemerkenswerte Rolle in den Verhandlungen des Westfälischen Friedens. Das Direktorium im Fürstenrathe war ein Zeichen des Respekts und der Anerkennung.
Solange Friedrich Wilhelm mit den verheerenden Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges auf seine Ländereien rang, war ein anderer Konflikt, nicht weniger intensiv. Auf den Fluren der Diplomatie und des Rechts, gab es ein Ringen um Frieden und Ordnung, Immer mehr trat August Carpzov, ein gewiefter und einflussreicher Rechtsgelehrter, in den Vordergrund. Seine tiefe Kenntnis des Rechts und seine Weitsicht waren in den schwierigen Zeiten nach dem Krieg von unschätzbarem Wert.
Carpzov, der als einer der bedeutendsten Juristen seiner Zeit galt, war bekannt für seine Arbeiten, die das sächsische und das deutsche Recht maßgeblich prägten. Sein scharfer Verstand und sein unerschütterlicher Glaube an das Recht brachten ihm sowohl Bewunderung als auch Kritik ein. In den Gängen der Macht, wo die Zukunft des Heiligen Römischen Reiches verhandelt wurde, spielte er eine entscheidende Rolle, besonders als es um die Ausarbeitung des Westfälischen Friedens ging.
Als Friedrich Wilhelm und seine Berater die Nachricht von den Friedensverhandlungen erhielten, war klar, dass Carpzovs Expertise unverzichtbar war. Die Herausforderung bestand nicht nur darin, den Frieden zu sichern, sondern auch die Rechte und das Erbe von Friedrich Wilhelms Familie für zukünftige Generationen zu bewahren. Carpzov, mit seinem tiefen Verständnis für das komplizierte Geflecht des Rechts, war eine Schlüsselfigur in diesem Unterfangen.
Die Verhandlungen waren ein Labyrinth aus politischen Manövern und rechtlichen Feinheiten. Carpzov, der in den labyrinthischen Gängen der Rechtsprechung ebenso zu Hause war wie in den Hallen der Macht, führte geschickt durch diese komplexen Verhandlungen. Seine Fähigkeit, die Nuancen des Rechts zu navigieren, half, die Interessen von Friedrich Wilhelm in einer Zeit zu wahren, in der das Gleichgewicht der Macht ständig im Wandel war.
Die Rolle, die August Carpzov in diesen entscheidenden Momenten der Geschichte spielte, war beispielhaft für die Art und Weise, wie Recht und Diplomatie sich überschnitten und die Weichen für die Zukunft Europas stellten. Sein Vermächtnis würde noch lange nach dem Westfälischen Frieden in den Annalen der Rechtsgeschichte nachhallen.
In den frühen Morgenstunden, der Morgennebel lag sanft über den Felder von Roda, machte sich Wolfgang Conrad von Thumbshirn, ein junger Diplomat von bescheidener Herkunft, auf den Weg zur Leuchtenburg. Die Burg thronte majestätisch über dem Tal und war ein Symbol der Macht und des Einflusses, den er eines Tages zu erlangen hoffte. Sein Weg dahin war nicht von Adel oder Reichtum gepflastert, sondern von seiner scharfen Intelligenz und seiner Fähigkeit, durch die Strömungen der Politik zu navigieren. Wolfgang war bekannt für seine unkonventionellen Ansichten und seine Leidenschaft für die Rechte des Volkes, die ihn oft in Konflikt mit den herrschenden Eliten brachten. Seine Jugend verbrachte er in der Propstzelle, einem Kloster nahe Altenburgs, wo er von Mönchen erzogen wurde, die ihm den Wert von Bildung und kritischem Denken beibrachten. Diese frühen Jahre prägten seine Überzeugungen und seinen unerschütterlichen Glauben an Gerechtigkeit. Doch als er in die Welt der Diplomatie eintrat, musste er lernen, dass Ideale allein nicht ausreichen, um in den gefährlichen Gewässern der Macht zu überleben.
August Carpzov saß in seinem Arbeitszimmer, umgeben von unzähligen Büchern und Schriften, die das Fundament des sächsischen Rechts bildeten. Er war ein Mann mittleren Alters, dessen Leben der Rechtswissenschaft gewidmet war. Seine Rolle als einer der führenden Juristen in der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg brachte ihn oft in Konflikt mit den politischen Machthabern, die das Recht gerne ihren Wünschen unterordneten. Carpzov aber stand unerschütterlich für die Prinzipien der Gerechtigkeit und des Gesetzes. Nach dem Krieg waren die juristischen Herausforderungen immens. Das Land war zerrüttet, die rechtlichen Systeme in Aufruhr. In diesen chaotischen Zeiten nahm Carpzov eine Schlüsselrolle bei der Neuordnung des Rechtswesens ein. Er war oft in den Hallen von Jena und Eisenberg zu finden, wo er mit anderen Gelehrten debattierte und an der Ausarbeitung neuer Rechtsnormen arbeitete. Seine tiefe Überzeugung, dass das Gesetz über den Launen der Mächtigen stehen müsse, führte ihn oft in moralische Dilemmata. Er war ein Mann, der zwischen den Welten wandelte – respektiert für sein Wissen, gefürchtet für seine Unnachgiebigkeit.
Das Jahr 1640 brachte eine Teilung, die das Erbe auf neue Linien verteilte. Altenburg erhielt Ämter und Städte wie Koburg, Rodach, Schalkau und mehr. Die Grausamkeiten des Krieges hielten an, aber Friedrich Wilhelm ließ sich nicht entmutigen. Er arbeitete daran, das Land wieder aufzubauen, die Fluren zu regenerieren und für eine bessere Zukunft zu sorgen.
Die Zeit vergeht unerbittlich, und so erreichte Friedrich Wilhelm II. das Ende seiner Reise. Sein Sohn, Friedrich Wilhelm III., wurde zum Erben einer Geschichte, die sich im Wandel befand. Doch das Schicksal sollte anders entscheiden, und so erlosch die ältere Linie Altenburg. Die Weichen waren gestellt, und der Weg führte zur Weimarischen Linie. Die Geschichte von Altenburg und Weimar ist ein Spiegel der Veränderungen, die die Zeiten mit sich bringen. Eine Geschichte von Erbe, Herausforderungen und der Suche nach einer besseren Zukunft.
Mit herzlichem Dank aus den Intrigen und Ränken vergangener Epochen,
Ihr Chronist der Machtspiele und Archivar der krummen Wege.
*Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den ersten und zweiten Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.
Quellenangaben:
Inspiriert von den politischen Stürme, rätselhaften Veränderungen und einem Hauch von Verschwörung.
Pierer's Universal-Lexikon
Band 14
Altenburg 1862
www.zeno.org
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
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In den frühen Morgenstunden, wenn die ersten Sonnenstrahlen den Tau auf den Wiesen glitzern lassen, erwacht die Natur zu neuem Leben. Ein Hase mit glänzendem Fell und wachen Augen hoppelt durch das hohe Gras, seine Sinne geschärft, bereit für die Abenteuer des Tages. Die Luft ist erfüllt vom Duft blühender Lilien, deren weiße Blüten im Sonnenlicht leuchten und dem Hasen den Weg weisen. Mit jedem Sprung erkundet er die Vielfalt seiner Umgebung. Er passiert plätschernde Bäche, deren klares Wasser die Farben des Himmels widerspiegelt, und Felder, auf denen der Wind sanft durch die Halme streicht. Die Welt ist ein Mosaik aus Farben und Klängen, ein Paradies für ein wissensdurstiges Geschöpf wie ihn. Doch nicht alles ist friedlich in diesem Idyll. In der Ferne erhebt sich ein dunkler Schatten. Ein Raubvogel, zieht seine Kreise, auf der Suche nach Beute. Der Hase erkennt die Gefahr, seine Muskeln spannen sich an, bereit zur Flucht. Doch anstatt in Panik zu verfallen, vertraut er auf seine Schnelligkeit und seine Kenntnis des Terrains. Mit blitzschnellen Haken und Sprüngen entkommt er dem Blick des Jägers und findet Zuflucht in einem dichten Gebüsch, wo die Lilien ihm Schutz bieten. Die Stunden vergehen, und die Sonne erreicht ihren Zenit. Der Hase ruht sich im Schatten eines großen Baumes aus, seine Ohren zucken bei jedem Geräusch, doch seine Haltung bleibt entspannt. Er weiß, dass die Welt voller Gefahren ist, doch ebenso voller Schönheit und Möglichkeiten. Sein Herz schlägt im Rhythmus der Natur, und er ist ein Teil dieses ewigen Kreislaufs von Leben und Überleben. Der Abend naht und der Himmel erstrahlt in warmen Farben, der Hase macht sich auf den Rückweg zu seinem Bau. Die Lilien neigen ihre Köpfe, sie wünschen ihm gute Nacht, und die ersten Sterne blinken am Firmament. Ein weiterer Tag voller Erlebnisse geht zu Ende, doch das Versprechen eines neuen Abenteuers liegt bereits in der Luft. In der Stille der Nacht, umgeben von der Geborgenheit seines Unterschlupfs, schließt der Hase die Augen. Seine Träume sind erfüllt von weiten Wiesen, leuchtenden Lilien und dem wärmenden Sonnenschein, ein perfekter Tag, der in der Erinnerung weiterlebt und die Vorfreude auf das Morgen nährt.
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Die Pfaffenmat, ein uraltes Waldgebiet nahe Wettin, verhüllt Geheimnisse im feuchten Morgendunst. Uralte Eichen recken knorrige Äste in den Himmel, ihr Blätterdach teilt das Licht zu einem schimmernden Flickenteppich auf dem moosbewachsenen Boden. Hier, wo der Ruf einer unberechenbaren Jagd seit jeher durch die Bäume hallt, regt sich etwas Ursprüngliches, das tiefer geht als der Wind. Der Geruch von Erde, Pilzen und Nadelholz liegt schwer in der Luft, und manchmal, wenn die Welt stillsteht, vernimmt man ein fernes Bellen und einen eigenartigen Ruf, Echos einer anderen Zeit, die in diesen unberührten Wäldern lauert. Was, wenn die Natur selbst Zeuge eines unheimlichen Paktes wurde? Eines sonnigen Tages durchbricht ein aufgeregtes Kläffen die ländliche Ruhe, ein unwiderstehlicher Sog zieht den Mann hinaus aus seiner bescheidenen Hütte. Die Neugier, genährt seit Kindheitstagen voller alter Sagen, treibt ihn zum Rande des Waldes. Dort, wo das Dickicht beginnt, begegnet er einer Gestalt, so groß wie ein Baum, so still wie ein Schatten, deren Augen ein uraltes Wissen verrieten. Eine Einladung wird ausgesprochen, eine Entscheidung getroffen, die das Leben des Mannes unwiderruflich verändert. Was treibt jemanden dazu, sich einer solchen Jagd anzuschließen? Und welche geheimnisvollen Belohnungen warten in den Tiefen der Wildnis auf jene, die den Mut dazu finden? Die Jagd währt stundenlang, eine atemlose Hatz, die den Mann in seinen Bann zieht. Die Sonne senkt sich, taucht den Wald in ein goldrotes Licht, als das Treiben endet und ein besonderes Geschenk überreicht wird: eine prächtige Pferdekeule, glatt und dunkel glänzend. Doch das ist nur der Anfang. In der Stille der folgenden Nacht, als der Schlaf fernbleibt, dringt ein leises Klopfen, ein rhythmisches Klappern von der Weide. Ein unheimlicher Tanz beginnt, eine dunkle Silhouette im Mondlicht, die seine Schafe in panisches Blöken versetzt. Wer oder was verleiht diesem Objekt ein Eigenleben? Und wie kann ein einfacher Gegenstand solchen Schrecken verbreiten? Die wachsende Verzweiflung der Herde spiegelt die Ratlosigkeit des Mannes wider. Hilfe wird gesucht, bei denen, die Weisheit und Wissen besitzen. Doch die Antwort auf das unheimliche Phänomen scheint in uralten Bräuchen zu liegen, in Gesetzen, die die Welt der Menschen mit den mysteriösen Kräften des Waldes verbinden. Eine ungewöhnliche Lösung wird vorgeschlagen, ein letzter, verzweifelter Versuch, dem Spuk ein Ende zu bereiten. Wird er den Mut aufbringen, das Unfassbare zu tun? Und was geschieht, wenn die Magie sich erfüllt und das Rätsel gelöst ist? Ein Abenteuer, das das Unmögliche berührt und für immer in Erinnerung bleiben wird.
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Es gibt Orte, die ihre dunkelsten Geschichten unter einer makellosen Oberfläche verbergen. Oschatz, eine Kleinstadt in Sachsen, empfängt den Besucher heute mit der gelassenen Ordnung eines postkartenreifen Idylls. Der Marktplatz strahlt behäbigen Frieden aus, die Fassaden glänzen saniert, und in der Luft liegt der Duft von frischem Gebäck. Doch unter diesem Teppich aus Gegenwart liegt eine andere Stadt begraben. Eine Stadt, die im Jahr 1552 erstickte, als die Pest durch die Gassen wütete und eine Angst die Menschen ergriff, so greifbar und körperlich, dass sie sie in ein Geräusch übersetzten: ein nächtliches, unheimliches Schmatzen, das aus dem Friedhof zu dringen schien. Diesem vergessenen Echo folgt ein Mann, angetrieben von einer Mischung aus historischer Neugier und der Faszination für das Absurde. Er ist kein Geisterjäger, sondern ein Sammler von Geschichten, ein Kartograf des kollektiven Gedächtnisses, der wissen will, was bleibt, wenn der Schrecken zur Folklore verkümmert. In einer Touristeninformation überreicht man ihm ein vergilbtes Dokument, eine Chronik, die mit nüchternen Worten von einer monströsen Anweisung berichtet. Zwei Wächter wurden ausgesandt, um in der Augustnacht zu lauschen. Ihre Mission war nicht, zu kämpfen oder zu fliehen, sondern zu horchen. Auf ein Geräusch. Was müssen diese Männer gefühlt haben, als sie in der pestverseuchten Dunkelheit standen, jeder Rascheln, jedes Knacken ihres eigenen Körpers im Ohr? Die Legende berichtet von einer schaurigen Enthüllung, von bleichen Gestalten, die sich aus der Erde schälen. Doch was ist Wahrheit in einem Zeitalter, in dem der Wahnsinn ansteckender war als die Seuche selbst? Vielleicht, so die verstörende Ahnung, war das eigentliche Monster keine auferstandene Leiche, sondern ein lebendiger, verzweifelter Mensch, reduziert auf seine tierischsten Instinkte. Der Besucher spürt, dass die wahre Geschichte nicht in den spektakulären Bildern der Sage liegt, sondern in der entsetzlichen Logik derer, die sie erschufen. Warum zogen sie den Toten später die Kleidung aus dem Mund? Welche Art von Hoffnung steckt in einer so brutalen Geste? Auf dem alten Friedhof von Oschatz sucht er nun nicht nach Geistern, sondern nach der Stille, die auf all diese Fragen antworten könnte. Die Sonne scheint, Vögel zwitschern, und das Gras wächst über den namenlosen Gräbern. Die Vergangenheit scheint endgültig besänftigt. Doch je länger er in der scheinbar friedvollen Stille verharrt, desto lauter wird das Fragen in ihm. Ist der Fluch einer Stadt jemals wirklich vorbei, oder verwandelt er sich nur, wird zur harmlosen Anekdote, die man Kindern erzählt? Der letzte Akt dieser Spurensuche steht noch bevor. Sie wird nicht auf dem Friedhof enden, sondern in der Erkenntnis, die zwischen den Zeilen der Geschichte und der gelassenen Gegenwart klafft. Eine Erkenntnis, die tröstlicher ist - und beunruhigender -, als jede Gespenstergeschichte es je sein könnte. Was, wenn der größte Schrecken nicht darin liegt, dass die Toten schmatzen, sondern dass die Lebenden es sich so sehr einbildeten, dass sie es wahr werden ließen? Die Antwort liegt im Summen der Gegenwart, ein Summen, das jeden Moment in ein ungehörtes Schmatzen umschlagen könnte.
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt.
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt.
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Ritterspiel und frohe Tafel Wechseln unter lautem Jubel; Rauschend schnell entfliehn die Stunden, Bis die Nacht herabgesunken. Und zum Tanze sich versammeln In dem Saal die Hochzeitgäste; In dem Glanz der Lichter funkeln Ihre bunten Prachtgewänder. Auf erhobne Stühle ließen Braut und Bräutigam sich nieder, Doña Clara, Don Fernando. Und sie tauschen süße Reden den er stark mit Tabak angesetzt, ausgetrunken und sich dadurch die Schwindsucht zugezogen hatte; ihn habe ich schon früher einmal erwähnt. Er sprach mich als erster an, fragte mich neugierig aus und erzählte mir recht ausführlich von den äußeren Einrichtungen des Hospitals. Eine Teekanne hatte mir aber schon Micki aus dem Zuchthause durch einen der Arrestanten, die im Hospital zu arbeiten hatten, zu schicken versprochen. Vor allen Dingen erklärte er mir natürlich, daß er ein Hauptmannssohn sei. Er wollte furchtbar gern als ein Edelmann oder wenigstens als ein Mensch adliger Abstammung erscheinen. Als er bei mir ein Paket mit Tee und Zucker bemerkte, bot er mir gleich seine Dienste an: er wollte mir eine Teekanne holen und den Tee aufbrühen. Er hieß Tschekunow. Anno Christi 587 hat sich zu Rom der Fluß Tiber also ergossen, daß die vornehmsten und herrlichsten Gebäu seynd von dem Wasser zu Grund gericht' worden. Anno 1120 ist König Henrich der Erste dieß Namens in Engelland einen Frieden eingangen mit dem König in Frankreich, nachmals ist er samt denen Seinigen wieder nach Haus gerucket, seine 2 Prinzen Guilelm und Henrich und die einige Prinzessinn Sibilla seynd in einem besonders schönen Schiff in Begleitschaft vieler Edel-Leut gefahren. Herr sein großes Argument war jenes ewige Stillschweigen, das Tartuffe Elmira anbietet. Die wiederholten Beweise unbedingter Ergebenheit, die der Saids für Mohammed glich, vollendeten das grauenhafte Werk der Eroberung Luciens durch einen Jakob Collin. In diesem Augenblick hatten nicht nur Esther und Lucien all die Summen aufgezehrt.
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