Mit herzlichem Dank, einem halboffenen Paragrafenbuch und dem Aktenstaub aus dem Archiv,
Ihr Chronist vergangener Schulden und literarischer Zwischenfälle.
*Der geneigte Leser mag sich fragen, wie ein Fluch aus Papier ganze Gebäude zum wanken bringen kann. Oder ob es wirklich möglich ist, dass alte Schulden das Echo neuer Gesetze formen. Vielleicht lächelt er milde über sprechende Paragrafen oder fragt sich, warum es in so vielen Archiven zieht. Doch wer lange genug vergilbte Blätter wälzt, wer auf vergessenen Aktenbergen balanciert und dem Widerspruch in der Fußnote lauscht, wird wissen: Manches liegt nicht in den Zahlen, sondern im Zwischenraum der Geschichten. Und dort beginnt der eigentliche Protest.
Quellenangaben:
Inspiriert von dem schrägen Gedanken, dass in jeder Verwaltung eine vergessene Steuerakte wartet.
Wikipedia – Fideikommiss
Rechtslexikon – Begriffserklärung Fideikommiss
Wikisource – Kammergut und Domänengut (historische Quelle)
Pierer's Universal-Lexikon Band 14 Altenburg 1862 www.zeno.org
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie
Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon
Band 14
Altenburg 1862
www.zeno.org
brauchten sie nun blos das Plateau etwa eine Meile weit schräghin zu überschreiten und an der Biegung der Mercy herabzusteigen. Der Ingenieur äußerte aber den Wunsch, noch den Ausfluß des Grants-Sees kennen zu lernen. Gewiß bildete der See nur ein großes Becken, welches sich durch die Zuströmung des Rothen Flusses nur nach und nach angefüllt hatte. Offenbar mußte dasselbe dem überschüssigen Wasser auch irgendwo einen Ausweg bieten, den der Ingenieur in irgend einer Spalte des Granites vermuthete. Es kam ihm sogar schon der Gedanke, die Wasserkraft dieses Ausflusses, welche jetzt doch vollkommen verloren ging, einst nutzbar zu machen. Martha ist an einem Wacholderstrauch hängen geblieben, Martha hat sich in die Blaubeeren gesetzt wie Schneehühner gingen sie hinein, wie Perlhühner kommen sie wieder heraus. Wenn ihr könnt dann bindet viele Kinder mit ein. Sie sind weithin kenntlich durch ihren starken Prozentsatz an Kindern; nie weniger als die Hälfte. Sie sind alle gleich neugierig; das hast du selber an deinem Caviceus ja auch erfahren. Wenn man also dieselben finden will, so muß man sich erstlich die neuen Namen bekannt machen, welche ihnen beigelegt worden. Sind nicht schon Europäer genug zu uns Stiefsöhnen der Sonne gekommen, und durch unsern hundertjährigen Schnee gewatet, irgend ein bescheidenes Blümchen zu pflücken? Es ist nicht anders; Wir haben lange genug Zobel gefangen, laßts uns einmal auch mit Blumen versuchen. Blümchen: In dieser Beziehung ist ein Mann wie der andere. Mit dem Eintritt in den Wald sind die weißen Kleider ihrem Verhängnis verfallen. In dem Moment der Landung, wo immer es sei, scheint die Welt aus lauter weißgekleideten kleinen Mädchen mit Rosa-Schleifen zu bestehen. Die bleiche Blume schaut wie eine kranke Braut. Diesen Süßen wird auch ganz bestimmt nicht langweilig, da sie eine wichtige Aufgabe übernehmen. Nachdem sie mich auf den Tisch gesetzt hatte, zeigte ich ihr Seele und ist mir genauso im Gedächtnis geblieben, daß ich keinen einzigen wesentlichen Umstand übergangen habe, als ich die Beschreibung entwarf.
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Neueste Weimarische Linie. Herzog Wilhelm erhielt in der Theilung Stadt und Amt Weimar mit den Vogteien Brembach, Schwansee, Gebstädt und Magdala, die Ämter Jena, Burgau, Kapellendorf, Ringleben und Berka mit den Städten Buttstädt, Buttelstädt, Rastenberg, Lobeda, Neumark und Magdala und nach Albrechts Tode noch Eisenach, Kreuzburg, Gerstungen, Breitenbach, Lichtenberg und Ostheim nebst den Gerichten Marksuhl und Burkersrode, endlich 1660 aus der Hennebergischen Theilung die Ämter Ilmenau und Kaltennordheim. Preußen blieb zwangsläufig nach Eröffnung der Feindseligkeiten zunächst auf die Schlagkraft seines eigenen Heeres angewiesen, und auf die seiner beiden Verbündeten auf deutschem Territorium dem Kurfürstentum Sachsen und dem Herzogtum Sachsen-Weimar. Neutral blieb sogar Karl Wilhelm Ferdinands Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel, welcher in grotesker Zweiteilung als preußischer Feldmarschall den Oberbefehl im bevorstehenden Krieg übertragen bekam, ihn erst ablehnte und dann auf Bitten von Königin Luise von Preußen letztendlich doch übernahm. Um seine Neutralität als Souverän vor den Augen Frankreichs zu demonstrieren, lehnte der Herzog im August 1806 den Wunsch seines obersten Kriegsherrn ab, in Berlin einen Operationsplan zu entwerfen. Noch im Jahr zuvor hatte Herzog Karl Wilhelm Ferdinand den Plan für eine eventuelle Teilnahme Preußens am Dritten Koalitionskrieg erarbeitet. König Friedrich Wilhelm III. mußte deshalb Generalleutnant von Rüchel sowie die Obersten von Phull und von Scharnhorst zu Planungen in die herzogliche Residenz nach Braunschweig entsenden! Wenn der französische Kaiser sagte: Im Krieg sind die Menschen nichts, ein Mann ist alles! so wußte der Herzog, daß er nicht dieser Mann ist. Er fühlte sich und Preußens Armee der neuen modernen und vernichtenden Kriegsführung seines großen Gegners Napoleon nicht gewachsen. Daher ließ er auch sein Herzogtum Braunschweig neutral bleiben, so daß die braunschweigischen Truppen am Krieg von 1806/07 nicht teilnahmen. Wieder traf den alten Herzog ein persönlicher Schicksalsschlag; Im Hauptquartier zu Naumburg erfuhr er daß sein ältester Sohn, der sehbehinderte und Geistesschwache Erbprinz Karl Georg August am 20. September auf dem Lustschloß Antoinettenruh bei Wolfenbüttel kinderlos verstorben war.
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Nach Osten hin lockt natürlich Wind und klarer Himmel mit dem weltberühmten Rauschen der Wellen, der Plaza de Espana und dem maurischen Alcazar. Auf Wiedersehen mit der Fähre den Grenzfluss Rio Guadina zr Kaffeepause zu überqueren. Was gibt es dann noch schöneres, als am letzten Abend Tisch, Bank und Fahrrad. Am Strand angekommen erwartet den Wanderer ein scheinbar endloser Weg durch feinsten Sand. Während sich die kleinen im liebvoll geführten Kinderclub austoben können, steht den Eltern ein hervorragendes Wellness Angebot im Thai-Zen-Space zur Verfügung. Auch die Badefreuden im Meer kommen nicht zu kurz. Bis Mitte Oktober bleibt die Wassertemperatur noch angenehmen, ansonsten steht ein großes Hallenbad zur Verfügung. Nach der Kinderdisco steht die professionelle Showbühne dem Animationsteam oder einheimischen Künstlern zur Verfügung. Doch was wäre ein Urlaub ohne die abendlichen Shows. Obwohl deren Bewohner gute Seemänner waren und zur Zeit der Wikinger Island und Grönland besiedelten, so nutzten sie dazu doch primär Routen westlich des Nordmeers durch den Atlantik wie der Rasender Roland. Der königliche Steuereintreiber ist in Wahrheit die Schienen entlang ein selbstsüchtiger Gierschlund. Die Siedlungen auf Island und Grönland liegen dementsprechend auch fast ausschließlich an den wärmeren Westküsten der Inseln über die Gleise mir ein woher? Die Göttin Athene gab der schönen Königstnochter Nausikaa im Traum ein, mit ihren Freundinnen zum Meeresstrande hinauszufahren, um die Wäsche des Königshofes zu waschen. Fleißig verrichteten die Mädchen ihre Arbeiten, setzten sich sodann zum Essen und beschlossen den Tag mit fröhlichem Tanz und Ballspiel am Strande. Aber mit dem Eintauchen ist die Welt, ist er selbst verwandelt. Mit Mühe findet er einige Waldarbeiter, die ihm den Weg nach der nächsten Stadt zeigen. Zum ersten male empfindet er das Bedürfnis, sich nach frommen muhammedanischen Gebräuchen zu waschen und zu baden. Dadurch kann warme Luft schnell aus der Hülle entweichen. So wurde die schließlich doch noch die schwarze Flagge gezogen. Dank Astrid konnte mit Ihrem Reservefunk das Problem erst mal behoben werden.
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Ein warmer Sommerwind streicht über die Dächer einer Stadt, die aus Sandstein und Geschichten erbaut ist. Dort, wo die Elbe silbern durch die Landschaft fließt, beginnt eine Reise, die über das Vertraute hinausführt. Ein Aufbruch, der sich nicht an irdische Wege hält, sondern sich dem Himmel anvertraut, getragen von einer sanften Hülle aus Stoff und heißer Luft. Die Welt unter mir schrumpft, wird zu einem detailreichen Modell, derweil sich die Vorfreude wie ein Puls in der Brust ausbreitet. Es ist das Knistern eines neuen Kapitels, das sich am Horizont öffnet, ein Versprechen von Weite und der Melodie unentdeckter Pfade. Doch nicht jede Melodie ist harmonisch. Eine lebhafte Umarmung empfängt den Reisenden in Leipzig, eine Stadt, die vor Energie pulsiert, reich an Düften und Gesichtern. Hier, wo das Lachen von Kindern durch die Gassen hallt, offenbaren sich unerwartete Freundschaften und die verborgenen Geheimnisse einer Metropole, die sich im Mantel der Nacht verwandelt. Doch der Kontrast wartet bereits. In Berlin schlägt das Herz der Großstadt mit rauem Takt. Hier, wo unansehnliche Bauprojekte wie graue Skelette in den Himmel ragen und der Verkehr einen monotonen Teppich webt, legt sich eine Beklemmung über die Stimmung. Ein unglücklicher Fehltritt in einen dunklen Abflusskanal wird zum Symbol für das Ungeschliffene, das Rohe, das diese Stadt bereithält. Warum zeigt sich diese Metropole von ihrer so ungeschminkten Seite, und welche Eigenheiten verbergen sich hinter der schroffen Zunge ihrer Bewohner? Die Reise führt weiter, in eine Oase der Gelassenheit. Kopenhagen empfängt mit einer sanften Umarmung, eine Stadt, die in Farben leuchtet und in der die Zeit langsamer zu vergehen scheint. Der Duft von Gebäck und Kaffee erfüllt die Luft, solange kulinarische Entdeckungen den Gaumen verwöhnen. Doch ist diese Ruhe nur eine Fassade? Welche Geheimnisse birgt die Gelassenheit dieser nordischen Perle? Von der Kunst eines exzellenten Küchenchefs bis zur Ansteckung durch die Ruhe der Einheimischen - die Reise entfaltet sich in Momenten der Stille und unerwarteter Tiefe. Doch was passiert, wenn die sanfte Melodie unvermittelt bricht und ein plötzliches Echo vergangener Orte die Gegenwart einholt?
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Es gibt Orte, die ein Versprechen sind, eingelassen in Stein und geharkten Kies. Sie liegen abseits der ausgetretenen Pfade, versteckt in der weichen Hügellandschaft jenseits von Bautzen, wo die Zeit eine andere Dichte annimmt. Hier, umgeben von der sanften Melancholie der Oberlausitz, wartet ein barocker Traum aus gelbem Putz und strenger Geometrie. Doch seine wahre Geschichte schreibt sich nicht in den offiziellen Führern. Sie atmet in der Stille zwischen den Buchsbaumhecken, sie kriecht als Moos über die Schultern einer steinernen Venus, und sie hockt in den verkohlten Grundmauern, die wie verbotene Wahrheiten aus dem Rasen ragen. Dies ist kein Museum. Es ist ein Palimpsest, auf dem Jahrhunderte ihre unauslöschlichen, doch stets verblassenden Spuren hinterlassen haben. Ein alter Mann, dessen Hände die Erde dieser Anlage geformt haben, bewahrt Geschichten, die in keinem Archiv stehen. Sein Wissen ist im Knochen, im Gedächtnis des Bodens. Er spricht von Feuern, die mehr als Holz fraßen, und von einer Pracht, die nur noch als Gespenst in einer leeren Wiese weiterlebt. Seine Worte sind keine Touristeninformation; sie sind letzte Zeugenaussagen. Zwischen diesen Zeilen lauert die Frage: Was überdauert, wenn die Flammen verlöschen und die Namen der Bauherren zu Fußnoten werden? Die steinernen Zeugen schweigen, aber ihre Präsenz ist ein anhaltendes Dröhnen. Dann, in einem Kontrast, der die Luft zum Vibrieren bringt, bricht modernes Leben ein. Jubel, raschelnde Stoffe, das Blitzen von Linsen füllt den alten Festsaal. Für einen Moment ist der Barock nur noch Kulisse für ein ganz persönliches, lautes Glück. Doch wenn der letzte Sektkorken knallt und das Lachen verhallt, kehrt eine Stille zurück, die nun anders schmeckt. Sie ist gesättigt von dieser Kluft zwischen Einst und Jetzt. Wer beobachtet diesen Austausch? Welche Augenpaare aus vergilbten Porträts in der vergessenen Vitrine verfolgen das Kommen und Gehen der Generationen mit welchem Gefühl? Die Mauern scheinen ein Eigenleben zu führen, ein Gedächtnis zu besitzen, das Besucher nur dann spüren, wenn sie selbst still genug werden. Und schließlich der winterliche Atemzug. Unter einer Decke aus reinem, erbarmungslosem Schnee erstirbt alle Farbe. Der Park erstarrt zu einem atemlosen, makellosen Tableau. Die Statuen erstarren in eisigen Gewändern. In dieser radikalen Stille, in dieser weißen Abstraktion, offenbart sich das letzte und tiefste Geheimnis des Ortes. Es ist nicht das Was, sondern das Wie. Es ist die unerbittliche, stille Kraft der Transformation, der Kreislauf von Pracht, Verlust, Gegenwart und erneuter, friedvoller Leere. Hier, in der Kälte, liegt die entscheidende Enthüllung verborgen. Sie wartet darauf, von jemandem gefunden zu werden, der bereit ist, nicht nur hinzusehen, sondern zu lauschen, bis das Flüstern der Steine lauter wird als jedes Wort und eine letzte, unwiderrufliche Frage in der frostigen Luft stehen bleibt.
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt.
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Das Militär feuerte auf die gewaltsam andringende Menge und es fielen mehre Todte und Verwundete. Das bald darauf zur Herstellung der Ordnung anrückende Bataillon der Bürgerwehr gerieth selbst in das Feuer des Militärs; dadurch steigerte sich die Erbitterung. Doch wurde auch ein zweiter Sturm des Volkes von den Truppen abgeschlagen. Als gegen 6 Uhr wiederholt an den König wegen Gewährung abgesendete Deputationen mit abschlägiger Antwort zurückkehrten, war die Stadt bereits allenthalben mit Barrikaden bedeckt und das Volk bewaffnet. Die provisorische Regierung benutzte dies, um sofort eine Bekanntmachung zu erlassen, daß das sächsische Militär zum Volke übergegangen sei; als sie jedoch nun auch die Auslieferung von Geschütz und Kriegsmaterial verlangte, war es gelungen, die bereits schwierig gewordene Mannschaft wieder in der Treue zu befestigen, so daß das Zeughaus bis zur Ankunft neuer Verstärkung gehalten werden konnte. Von Seiten der Aufständischen wurde die Waffenruhe zur Bereitung und Herbeischaffung von Munition und Verstärkung der Barrikaden benutzt; in immer sich verstärkender Zahl traf Zuzug von Außen ein. Inzwischen waren aber auch die Truppen von Leipzig und Chemnitz angelangt, so daß sich die Militärmacht auf 4000 Mann belief; Generallieutenant von Schirnding commandirte sie. Einen wesentlichen Beitrag leistete Hume mit der Widerlegung der Induktion. Die Enstehungsmechanismen müssen also weiter erforscht werden. Indes sei in den letzten Jahren damit begonnen worden, versuchsweise Warnungen vor Freak Waves herauszugeben, berichtet Rosenthal. Zum Beispiel produziert das Europäische Zentrum für Mittelfristige Wettervorhersage im englischen Reading globale Vorhersagen des Wellengangs, in denen die Wahrscheinlichkeit von Freak Waves berechnet wird. Ich fahre dich mit dem Pferdeanhänger hin und begleite dich. Fortschritte gibt es auch bei der Beobachtung der Riesenwellen. Wenn du möchtest, kannst du im Herbst an einem externen Kurs teilnehmen. Radarsatelliten wie der TerraSAR-X vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt vermögen den Seegang mit einer Auflösung von 1 bis 6 Metern zu scannen. Doch für eine Detektion, die zu brauchbaren Warnungen ausreichen würde, müssten solche Satelliten ein größeres Gebiet abdecken und häufiger die gleiche Gegend überfliegen, als es derzeit der Fall ist. Der neue gemeinsame Überfeind IS hat daran wenig geändert. Und was ich dir schon lange mal sagen wollte: Ich bin mächtig stolz auf dich. So bleibt Seeleuten bisher nichts anderes übrig, als Gegenden mit besonders hohem Wellengang, in denen Freak Waves auftauchen könnten, vorsichtshalber zu meiden.
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Musen, hüllet mir die Leier, Die sonst nur der Freud erklang, In der Trauer dunkeln Schleier, Klagend halle mein Gesang! So denk ich oft und meine,Daß ich wohl gut gedacht. Und warum nicht, heitere Muse, Lied und Lob dem Carnevale? Einen Gang noch, Arlecchina, Wenns auch dämmert, wenn die SonneLängst vom Capitol gewichen! Rennt mit Hörnern, Pferdefuß, in schwarz und roth Lucifer nicht im Gedränge? Wünsch ich, Grazien, eure Huld, Eure Schönheit, holde Veilchen? Viertes Lied Eine Stunde des Tages aber weiht ich Dir, o Loggia! Mancherlei dünkt mir nöthig, um froh und glücklich zu leben, Schöne Natur und Geld, oder doch sichrer Kredit. Unverdorbene Kraft, wohlwollende, sinnige Freunde; Aber, merke mir wohl, fehle das Liebchen dir nicht! Zu eurem Vortheil hier zu regen gleich begonnte; Allein gewiß, ich war recht bös auf mich, Daß ich auf euch nicht böser werden konnte. Faust. Gib die Hand mir, Kind der Liebe,Sind wir endlich doch alleine! Schnell die Maske weg, und dannWieder auf die vollen Straßen! Süß Liebchen! Margarete. Doch die Täuschung nur der Sinne,Die Erinnrung des GenussesIst es nur! Alles müssen wir erlernen,Nun, so lernen wir uns freuen! Laß den Ernst für heute schwinden,In Italiens ewger Jugend Wollten wir allein veralten? Laßt einmal! Die 14 Teilnehmer der Mission reisten dann mit einem Gepäck von 2,4 Tonnen mit dem Zug nach Odessa, per Schiff nach Poti, wieder mit der Eisenbahn nach Tiflis, von dort nach Baku und über das Kaspische Meer nach Rasht. Die Mission kam im Januar 1879 in Teheran an. Begleitet wurde die Mission von Albert Joseph Gasteiger Freiherr von Ravenstein und Kobach, der bereits einige Jahre in Persien dem Schah gedient hatte. Hier wurden einige Lieder, Choräle und Motetten gesungen. Dann traten einzelne Schüler und zwar ältere hervor und hielten kurze Ansprachen. Hierauf machten die Knaben Kehrt, und jeder ging nach Hause. In dieser Form erhielt sich der Singumgang noch viele Jahre hindurch bis über die Mitte des 19. Jahrhunderts.
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