Der Krieg von 1806 traf Weimar schwer, der Herzog stellte sein Jägerbataillon für Preußen und nahm am Feldzuge als preußischer General der Cavallerie Theil. Die Schlacht bei Jena wurde auf Weimarischem Gebiet geliefert und das Land von den Siegern besetzt, und nur das kluge Benehmen der Gemahlin des Herzogs, Luise, gegen Napoleon rettete den Staat von der Auflösung. Der Herzog legte seine Befehlshaberstelle im preußischen Heere nieder und trat am 15. Decbr. 1806 zugleich mit den übrigen Herzögen der Ernestinischen Linie dem Rheinbunde bei; sein Contingent, 800 Mann, stand 1807 mit vor Kolberg und focht 1809 in Tyrol, 1810 und 11 in Spanien, 1812 in Rußland und 1813 bei Magdeburg. Am 20. Sept. 1809 gab der Herzog seinem Lande eine neue Einrichtung; die drei Corporationen der Prälaten, der Ritterschaft und Stände wurden aufgehoben, das Land in den Weimarischen, Jenaischen und Eisenachischen Kreis getheilt und eine gemeinschaftliche Landschaftsdeputation von 12 Abgeordneten (6 Gutsbesitzern, 5 von Städten und 1 von der Akademie) errichtet, welche sich regelmäßig alle Jahre versammeln sollten. Jährlich sollte 1/3 der Abgeordneten durchs Loos ausscheiden und durch Wahl erneuert werden. Nach der Schlacht bei Leipzig 1813 trat der Herzog dem Bunde gegen Napoleon bei, stellte 1600 M. und übernahm den Oberbefehl des gegen die Niederlande bestimmten Heeres. Auf dem Wiener Congreß 1815 erhielt er einen Länderzuwachs von 31 QM. mit einer Bevölkerung von 75,000 Seelen (die Herrschaften Blankenhain [theilweise] und Unterkranichfeld, den größten Theil des Amtes Tautenburg, den Neustädter Kreis mit Ausnahme des Amtes Ziegenrück, die ehemaligen deutschen Ordenscommenden Zwätzen, Lehesten und Liebstädt, mehre weimarische, ehemals sächsische Enclaven, von dem Erfurter Gebiete das Schloß Vippach, die Ämter Atzmannsdorf, Tonndorf und einen Theil des Amtes Gispersleben, von dem ehemaligen Fuldaischen die Ämter Dermbach und Geisa, von Kurhessen das Amt Frauensee mit Gosperode, das Amt Vacha, einiges vom Amte Friedewalde und die Gerichte Lengsfeld und Völkershausen) und nahm den Titel als Großherzog an. Ende 1815 wurde der Falkenorden (s.d. 2) erneuert. Am 7. April 1816 wurde ein Landtag zu Berathungen über eine neue Verfassung eröffnet und diese am 5. Mai angenommen und darauf unter die Gewährleistung des Deutschen Bundes gestellt; über die abgeänderte, noch jetzt bestehende Verfassung s.u. Sachsen-Weimar (Geogr.). Der Großherzog mußte bald die seinem Lande gewährte allgemeine Preßfreiheit wegen der in Weimar erscheinenden Oppositionszeitung und die Freiheiten der Universität Jena wegen mehrer Vorfälle (s. Sand und Wartburgfest) auf die Aufforderung der größeren Mächte wieder beschränken und sich 1819 in die Karlsbader Beschlüsse fügen. 1820 fand der zweite Landtag statt und mehre Gesetze wurden berathen, u.a. das auf Zünfte und Gewerbe und das auf Verwandlung der adeligen Lehen in freies Eigenthum sich beziehende. Im Jahre 1821 erwarb der Großherzog das dem Ernestinischen Hause gehörige Senioratsamt Oldisleben durch Kauf und starb 14. Juni 1828, auf einer Reise begriffen, in Graditz bei Torgau.
Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon
Band 14
Altenburg 1862
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Am Bach viel kleine Blumen stehn, Aus hellen blauen Augen sehn; Der Bach der ist des Müllers Freund, Und hellblau Liebchens Auge scheint, Drum sind es meine Blumen. Dicht unter ihrem Fensterlein Da pflanz' ich meine Blumen ein, Da ruft ihr zu, wenn Alles schweigt, Wenn sich ihr Haupt zum Schlummer neigt, Ihr wißt ja, was ich meine. Und wenn sie thät die Äuglein zu, Und schläft in süßer, süßer Ruh', Dann lispelt als ein Traumgesicht Ihr zu: Vergiß, vergiß mein nicht! Das ist es, was ich meine. Geheimnisvoll und entrückt. Bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von 3,8 Grad haben sich hier arktische Pflanzen, die im Eiszeitalter eingewandert sind, behaupten können. Rast unterhalb des Gipfels. Die moderne Ausrüstung macht es möglich. Auf dem Rückweg locken die schön gestaltete Egerquelle und die Weißenhaider Mühle. Einzug in Weißenstadt voller Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Das Wanderglück ist ganz bestimmt nicht vom Wetter abhängig! Hinter ihnen kamen unternehmende Kaufleute in immer wachsender Zahl, dann Pflanzer; endlich in der Neuzeit auch die auf Kolonialerwerb ausgehenden Vertreter der Großmächte. Er brachte seine schlaflosen Nächte über alten Folianten und neuen Landkarten zu, halb rasend vor ohnmächtiger Ruhmsucht und Tatbegier, und von morgens bis abends beschwatzte er Freunde und Bekannte, saß in den Vorzimmern hoher und höchster Herren. Auf einer im Dezember stattgefundenen Versammlung der kirchlichen Vertreter des Kreises wurde die Anregung gegeben für die auf Wanderschaft befindlichen Gewerbetreibenden hierorts eine zeitgemäße Unterkunft zu schaffen. Es kam zur Gründung der "Herberge zur Heimat". Nach der Mahlzeit begab man sich in den Garten, wo Hierax bald mit den jüngeren Klosterleuten allein blieb; diese fingen sofort an, ihm ihre Klagen über den Propst und über die älteren Herren vorzutragen. Im Februar wurde der imposante Werbeträger mit dem Kreuz und Science For A Better Life auf der Pressekonferenz in Leverkusen vorgestellt. Im März wird das Luftschiff verpackt und im Flugzeug nach Sydney verfrachtet, wo es dann seinen zweiten großen Auftritt hat.
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Sonnengoldne Zukunftsbilder lockten schmeichelnd mich hinaus aus der Heimat sicherm Frieden in des Lebens Sturmgebraus. Einen vollen Taumelbecher setzt ich dürstend an den Mund - und ich trank ihn bis zur Neige und ich leert ihn bis zum Grund. Das Spiegelbild in einem ebenen Spiegel gibt ein wahrheitsgetreues bzw. unverzerrtes Abbild sowohl von Längen als auch von Winkeln. Der Spiegel vertauscht allerdings die ihm zugewandte mit der ihm abgewandten Seite. Dadurch wechselt die Händigkeit. Wenn sich der Beobachter in die Lage seines Spiegelbildes versetzen möchte, so erscheint es ihm, als ob rechts und links vertauscht wären alles erscheint im Wortsinne spiegelbildlich. Es liegt also nahe, die falsche Händigkeit als eine Vertauschung von rechts und links zu interpretieren, was dann zum scheinbaren Widerspruch führt, dass im Gegensatz dazu oben und unten nicht vertauscht wird. Um in diesem Bild zu bleiben, kann man formulieren, dass der Spiegel nicht links und rechts, sondern vielmehr vorn und hinten vertauscht. Passagiere und Gepäck werden dort verstärkt kontrolliert. Hierdurch kann es zu längeren Wartezeiten bei der Abfertigung und somit auch zu Verschiebungen der Flugzeiten kommen. Ähnliche, wenn auch nicht ganz so strenge Sicherheitskontrollen durchläuft man im Übrigen auch in fast allen grossen Hotels. Wer eines der grossen Häuser oder beispielsweise auch die AUC (American University of Cairo) betreten möchte, muss damit rechnen, dass die Tasche durchleuchtet und durchsucht wird und man selbst durch ein Check-Gerät laufen muss. Wie in allen Ländern der Welt, gibt es natürlich auch in Ägypten Kriminalität. Diese ist jedoch weniger stark ausgeprägt als in Europa. Es kann natürlich immer wieder einmal zu Übergriffen kommen. Da sich der durchschnittliche Reisende jedoch kaum in diesen Vierteln aufhält, wird er selten bis gar nicht in ?brenzlige? Situationen kommen. Doch auch ausserhalb dieser ?Brennpunkte? können grössere und kleinere Gaunereien vorkommen. Das beginnt bei den immer wiederkehrenden Versuchen, Touristen zu übervorteilen. Taxifahrer, die einen überhöhten Preis fordern, Ladenbesitzer die neue Stücke als antik verkaufen etc.
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Ein sonniger Januartag in der Dresdner Neustadt entfacht nicht nur Frühlingsgefühle, sondern weckt auch Erinnerungen an eine längst vergangene Winterpracht. Der Rundgang vom Albertplatz verspricht mehr als nur architektonische Schönheit; er eröffnet eine Reise durch die kulinarischen und geschichtlichen Schätze des Stadtteils. Die Königsbrücker Straße, flankiert von Cafés und Boutiquen, wird zur Bühne eines urbanen Spektakels. Vorbei an der imposanten Schauburg, einem historischen Filmtheater, zieht der Weg zum belebten Alaunplatz. Hier vereinen sich Familien, Paare und Freunde zu einem farbenfrohen Mosaik des Lebens. Doch die wahre Perle der Neustadt liegt in der Alaunstraße. Es ist die legendäre Happel Diele. Hier verwebt sich Geschichte mit Gaumenfreuden, während der Geist vergangener Zeiten in rustikalen Holzvertäfelungen und alten Fotos lebendig wird. Die "Happel Diele" war nicht nur eine Stätte des Genusses, sondern auch ein sozialer Schmelztiegel, in dem sich Geschichten und kulinarische Traditionen vermischten. Die einstige Blütezeit, geprägt von Pferdefleischspezialitäten und einzigartiger Atmosphäre, mag verklungen sein, aber die Düfte von Kaffee und frischem Brot erinnern daran, dass die Geschichte der Happel Diele in den Gassen der Neustadt weiterlebt. Ein Besuch in einem gemütlichen Café lässt den Protagonisten nicht nur den Duft von frisch gebrühtem Kaffee genießen, sondern auch in Erinnerungen schwelgen und die Leichtigkeit der Jugend nachempfinden. Die Rückkehr zum Albertplatz schließt den Rundgang ab, doch die Neustadt hat ihre Tore nur einen Spaltbreit geöffnet. Ein Versprechen, bald wiederzukommen und weiterhin die Geschichte dieser einzigartigen Stadtlandschaft zu erkunden, bleibt im Frühlingswind der Dresdner Neustadt.
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Tief in den Wäldern um Camelot verbirgt sich ein vergessener Pfad, auf dem ein geheimnisvoller Reisender ein dunkles Abenteuer erleben sollte. Niemand kennt seine wahre Herkunft, und seine Absichten sind in Schatten gehüllt, als er nach dem legendären Schwert Excalibur sucht. Der Hof von König Artus und die tapferen Ritter der Tafelrunde beäugen ihn misstrauisch, während er seine Geschichte offenbart – eine Geschichte, die Schicksal, Mut und eine unheilvolle Bedrohung umspannt. Das Setting dieser mystischen Erzählung ist durchtränkt von der geheimnisvollen Atmosphäre Camelots, wo die Dämmerung zwischen Realität und Legende schwindet. Rauch steigt aus den Schornsteinen der Königsburg empor, während der Reisende die Ritter auf eine Reise durch düstere Pfade führt. Ein Schild mit der Aufschrift "Gesperrt für Pferde" weist den Weg zu verbotenen Wegen, und das Schwert Excalibur liegt verborgen in den tiefen Wäldern, bereit, sein Geheimnis preiszugeben. In den Tiefen des Waldes offenbart die tote Oma dem Reisenden seine wahre Bestimmung. Ein Ritual, das zwischen Welten webt, wird ihm übertragen, um das drohende Unheil von seiner Heimat abzuwenden. Mit Excalibur in der Hand begibt er sich auf diese schicksalhafte Mission, begleitet von der Weisheit einer Toten und der Macht eines legendären Schwertes. Auf dem Weg zur Herz-Jesu-Kirche, einem geheimnisvollen Ort voller Vergangenheit und Prophezeiungen, wird der Reisende vor die Aufgabe gestellt, das Böse zu bekämpfen und die Unschuldigen zu retten. Seine Rückkehr zu König Artus und den Rittern bringt nicht nur Bewunderung, sondern auch die Ernennung zum Ritter der Tafelrunde mit sich. Gemeinsam begeben sie sich auf Abenteuer, doch im Hintergrund lauern immer noch ungeklärte Geheimnisse und die unheilvolle Bedrohung. Die Erzählung steigt in eine magische Welt ein, durchzogen von Mysterien, unerklärlichen Wendungen und einer alles durchdringenden Spannung. Die Fragen nach dem Ursprung des Reisenden und dem Schicksal von Camelot bleiben im Nebel verborgen, während das Schwert Excalibur seine kraftvolle Präsenz über die Geschicke der Helden von Camelot ausübt.
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Die Ordnung der Welt löste sich auf, nicht mit einem Knall, sondern in einem Knistern aus Schnee, der auf sommerlich dürres Gras fiel. Ein stiller, unheilvoller Julimorgen wird zum Schauplatz eines unmöglichen Phänomens, das die fundamentalen Gesetze von Ursache und Wirkung außer Kraft setzt. Während eine Astrophysikerin die verzweifelten Daten eines sterbenden Sterns studiert, wird die Realität draußen zu einem kaleidoskopischen Albtraum aus gleichzeitig auftretenden Jahreszeiten. Zeit zerbricht wie altes Glas und ihre Scherben - Schneestürme, Herbstlaub, Wüstensand und Frühlingsknospen - regnen gleichzeitig auf eine verstummte Erde herab. Dies ist kein Klimawandel; es ist das Ende der Linearität selbst. In der Isoliertheit eines alten Hauses werden zwei Menschen zu unfreiwilligen Zeugen dieser ultimativen Anomalie. Die Wissenschaftlerin, getrieben von der kalten Logik der Himmelsmechanik, sieht in dem Chaos den Beweis für ihren schlimmsten fachlichen Alptraum. Ihr gegenüber steht ihr Vater, ein Dichter, dessen Geist von Demenz bereits die Barrieren der Erinnerung durchlässig gemacht hat. Für ihn ist das wundersame Durcheinander keine Katastrophe, sondern die Erfüllung einer dunkel geahnten Wahrheit. Während draußen die Uhren verrücktspielen und die Elemente kollidieren, findet in diesen vier Wänden ein stiller Kampf um die Deutungshoheit der apokalyptischen Gegenwart statt. Ist es der finale Kollaps eines Systems oder die Offenbarung einer tieferen, ganzheitlichen Realität? Die Grenze zwischen wissenschaftlichem Zusammenbruch und poetischer Offenbarung verschwimmt mit jeder weiteren Stunde dieses sich endlos dehnenden Morgens. Der Vater beginnt, Fundstücke aus der verwirrten Welt zu sammeln - eine winterliche Kastanie, ein frühlingshaftes Schneeglöckchen - und erkennt in ihnen einen kosmischen Schatz. Seine verwirrten Verse erweisen sich plötzlich als prophetische Blaupause für den Zerfall der Zeit. Die Tochter muss hilflos zusehen, wie die gleichen Kräfte, die den Planeten ins Chaos stürzen, den Geist ihres Vaters auf mysteriöse Weise klären und heilen. Was, wenn der Untergang der Sonne nicht die Vernichtung, sondern eine bizarre Form der Vollendung ist? In der aussetzenden Sekunde zwischen zwei Herzschlägen des Universums stellt sich die letzte Frage: Kann Erlösung in der puren, simultanen Gegenwart aller Dinge liegen, selbst wenn diese den Weltuntergang bedeutet? Eine Antwort könnte sie finden, aber der Preis ist die Annahme, dass alles, was je verloren schien, in diesem einen, atemlosen Morgen auf sie wartet.
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt.
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In einen richtigen Kalte Jahreszeit mit Frost und Niederschlag untertaucht allerdings innerhalb desselben die Gesamtheit Insektenleben, jedoch es hört nicht auf, wie man im letzten Endes folgenden Frühjahr unschwer erfasst. Wenn jener Kalte Jahreszeit sich abschied nehmen will, wenn Kälte und Tau es erlauben, ein paar Graben voll zerbröckelten Laubwerks heim tragen. Nachdem der ziemlich tiefe Tau in selbiger Gegend zur Sechzig Minuten vorüber und die Bäume mit Florieren und Schmökern scheinen, die Muttererde sich mit den schönsten Blumensträuße anzieht und schmückt, wovon die Weib allerlei Buketts und Blumensträuße abhängig. Für die Staaten durch Winterzeit, den Frost und Tau beschreiben, untergeht zwar im Verlauf desselben alles Insektenleben den Augen; daß es aber nicht aufgehört habe, lehrt jedes darauf folgende Frühling zum wiederholten Male. Beiläufig erwähnt, ist das Verfahren eine zwar schon bekannte, aber ganz vortreffliche Methode für den Sammel-Elektrode, sich mit einer Menge, im Besonderen kleine Tiere, zu fördern, die er auf den sommerlichen Sammelgängen (Exkursionen) übersieht oder absichtlich unberücksichtigt läßt, weil er gerade weitere Anlässe verfolgt. Einige Maikäferflügel, eine halb verschimmelte Kerf ohne Beine und sonstige Überreste würden vertrauen machen, daß man hier in einen großen Trauerfeier platz dieser kleinen Wesen geraten sei, und daß über Kalte Jahreszeit keines mit dem Leben davon komme. Schüttet man den Gehalt, sobald er einige Std. in der warmen Salon angesiedelt, in ein Drahtsieb aus, breitet dem einen Papierblatt wachen Aktien unter und beginnt an zu rütteln und zu schütteln, so wird man zu seiner nicht geringfügigen Knalleffekt auf dem Index Papiere ein reges Status realisieren und sehr viel gleichbleibenden Tierchen abermals ablesen, die man im Herbste im Freien im Freien antraf, unanzweifelbar, daß man ein treues Erinnerung für dergleichen Dinge hat. Hochzeitskleider, Festkleidung, Braut und Abendmode - Modeatelier Krieger. Mode für den großen und kleinen Geldbeutel, Hautecouture und auch etwas kleiner, Individuellen, ausführliche Farb- und Typberatung, Auswahl der Stoffe, Vorkalkulation.
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Er trug einen Rock von antikdeutschem Schnitt samt ungeheuren Knöpfen ebenso wie einen Kamm auf dem Scheitel. In den Nacken rein fielen ihm die bleichen Locken, und sein außerordentlicher Schädel, der vermittels die Blatternnarben tendenziell gewann wie verlor, erinnerte an das Kurfürstenbild auf der langen Querung. Michel hieß er und Michel war er, der deutsche Michel in optima forma. Wie jeglicher Landesteil in einer entschlossenen mehr noch darauffolgend fühlbar werdenden Figur kulminiert, so die Grafschaft Ruppin in Michel Protzen. Denn er war ein Autochthone jener Grafschaft und stammte mit derselben Wahrscheinlichkeit aus Ortschaft Protzen, wie die Zietens aus Flecken Zieten oder die Schadows aus Flecken Schadow abstammen. Deshalb darf der brave Soldat Schwejk auch heute noch in jedem tschechischen Lokal hängen; er reflektiert nichts anderes als einen harmlosen frommen Wunsch der Bürger, die vom Dahintrudeln des nationalen Geschicks im Augenblick so erschöpft sind, daß sie alles tun, was das Regime verlangt, ohne auch nur zu versuchen, es in Verlegenheit zu bringen. Gut, sie hat die Kontinuität der nationalen Moral gerettet und somit auch die Voraussetzung der Staatlichkeit, aber wo wäre die Charta geblieben, hätten nicht zuvor wir den Hintergrund des Volkshumors, als die Schwejks, aufrechterhalten? Aufgewachsen in einer musischen Familie, spielt er Akkordeon, seit er denken kann, besuchte ab seinem sechsten Lebensjahr eine Musikschule und studierte die Kunst der Klänge in Weimar. Aber ist er nun gut oder brav, der vejk oder Schwejk? Später, im Zweiten Weltkrieg, wurde dieser Schelmenroman für die von den Nationalsozialisten besetzte Tschechoslowakei auch ein Buch des Widerstands. Hier in Amerika gesellte es sich zu den vielen Stimmen, in denen die Heimat sang und redete, zum Zirpen der Grillen und zum Quaken der Frösche. Dann war er zu Hause bei Punraz. Wotan entzündete die Kerze in der grünen Flasche neben dem Bett und ging ans Fenster. Es kam ihm vor, daß es leicht wäre, jetzt, so wie er ging und stand, das Haus zu verlassen und zu Fuß weiterzuwandern, die ganze Nacht, so lange, bis er wieder unter dem freien Himmel war und die Frösche vernahm und die Grillen und das Wimmern Punrazs. Man mußte ein Schiff besteigen, noch einmal ein Schiff, noch einmal zwanzig Tage und Nächte fahren.
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