Amnestiedecret für politische Vergehen

Doch wurde durch die rasch organisirte Volksbewaffnung diesen Ausschreitungen bald ein Damm entgegengesetzt; auch die Unruhen im Weimarischen und Neustädter Kreise erreichten so ein schnelles Ende. Inzwischen war es in der Residenzstadt selbst auch sehr stürmisch zugegangen. Der Großherzog hatte bereits den tobenden Forderungen der Menge Preßfreiheit, Volksbewaffnung, deutsches Parlament, Verschmelzung des landschaftlichen und Kammervermögens, Öffentlichkeit der Landtagsverhandlungen, Umgestaltung des Gerichtsverfahrens etc. zugestehen müssen. Bei der Erneuerung des Aufstandes am 8. März entschloß sich der Großherzog von Schweitzer und Thon aus dem Ministerium zu entlassen und den Abgeordneten v. Wydenbrugk dahin zu berufen. Ein Amnestiedecret für politische Vergehen und die Beeidigung des Militärs auf die Verfassung vollendeten für jetzt die Aussöhnung zwischen Fürst und Volk. Vom 1. April an trat auch die Vereinigung des Kammervermögens mit dem landschaftlichen Vermögen gegen Gewähr einer Civilliste von jährlich 250,000 Thalern für den Großherzog ein. Der Landtag wurde im April vertagt. Nun gewann die Agitation der demokratischen Partei immer mehr Ausdehnung; unter die Projecte, welche dieselbe zunächst verfolgte, gehörte die Vereinigung ganz Thüringens zu Einem Staate; die constitutionelle Partei dagegen war diesem Plane ebenso abhold, wie einem späteren, hinsichtlich des Anschlusses an das Königreich Sachsen. Im August fand die vorgeschriebene Huldigung für den Reichsverweser durch Militär und Bürgerwehr statt. Das für Schleswig bestimmte Contingent rückte um dieselbe Zeit (10. Aug.) aus. Zur Umgestaltung des ganzen Staatsdienstes wurde vom Großherzog ein berathender Ausschuß unter Vorsitz des Ministers v. Watzdorf niedergesetzt. Am 29. Septbr. erhob ein Theil des Weimarischen Contingentes einen Protest gegen seine Verwendung außerhalb des Großherzogthums, unterstützt durch eine große Volksversammlung, welche zu einem heftigen, doch bald unterdrückten Tumulte überging, worauf durch Verfügung von Frankfurt aus im October die Besetzung des Landes durch Reichstruppen erfolgte, deren Eintreffen in Jena auch am 8. Octbr. die Sprengung der dahin berufenen bewaffneten Versammlung thüringischer Demokraten und die Verhaftung der demokratischen Führer bewirkte. Der am 23. Octbr. nochmals behufs der Berathung eines neuen Wahlgesetzes einberufene Landtag wurde am 10. Novbr. aufgelöst, um einem neu gewählten zu weichen. Das neue Wahlgesetz, am 17. Novbr. publicirt, beruhte auf unmittelbaren Wahlen und erhöhte die Zahl der Abgeordneten von 31 auf 41; ein Gesetz über Vorstand und Versammlung des Landtages erschien am 18. Novbr. Gegen Ende des Jahres nahm Weimar aufs Neue an den Conferenzen von Regierungsbevollmächtigten der Thüringischen Staaten Theil, in denen eine engere Vereinigung der betreffenden Territorien berathen werden sollte; doch die Regierung versagte den dort beschlossenen Einungen, daß die Thüringischen Staaten, unbeschadet ihrer Selbständigkeit, in Behandlung gemeinsamer, näher zu bestimmender Angelegenheiten zu einem Staatenverbande zusammentreten und selbst ein Gesammtministerium und ein Thüringischer Landtag gebildet werden sollten, ihre Genehmigung.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon
Band 14
Altenburg 1862
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Volksbewaffnung Residenzstadt
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Olivers Stimme wurde lauter und schneller. Warum langen sie nicht einfach mal richtig zu. Ist doch ihr Recht, das Beste und das Gute für sich zu nehmen. Haben sie sich doch verdient, und besänftigend schob er die Tasse Kaffee über den Tisch. Aber die interessieren mich überhaupt nicht. Ich lebe nämlich mit unserem Herrn auch mit etwas Genuß in bester Übereinstimmung! Nervös zupfte Oliver an seiner Brille. Immer, wenn er sich erregte, trübte sich seine Sehfähigkeit und die Schatten wurden grauer. Er atmete tief durch und horchte der Stille nach, die bis in die kleinste Ecke des Zimmers kroch und sich dort breit machte. Andreas saß kerzengerade auf seinem Stuhl und blickte auf einen Punkt des Tisches. Oliver, sie sind noch sehr jung", Andreas blickte nicht hoch, aber bevor er weiter sprechen konnte, klopfte es an der Tür und sofort wurde sie mit einem großen Schwung aufgestoßen. - Er hat mitten in der Wüste eine fruchtbare Oase entdeckt, die den sonstigen Wüstenanrainern unbekannt ist und die er als Stützpunkt für seine Streifzüge verwendet. Er war ein kräftiger, stämmiger Bursche von etwa achtundzwanzig Jahren, ein großer Schwindler und Kenner der gesetzlichen Vorschriften, gar nicht dumm, außerordentlich ungeniert, seiner selbst sicher und von einem krankhaften Ehrgeiz; er hatte sich selbst ernsthaft eingeredet, daß er der ehrlichste und rechtschaffenste Mensch in der Welt und dabei völlig unschuldig sei, und behielt diese Überzeugung für immer. Bisher hatte er schweigend und schwer atmend dagelegen, mich mit ernster Miene gemustert und das Benehmen Tschekunows mit Entrüstung verfolgt. Dabei ging aber das Schiff in Flammen auf und verbrannte mitsamt der Ladung. Zwei Stunden später gab das Marineamt der Zeppelinwerft in Stocken bei Berlin Anweisung, den kurz vor der Fertigstellung befindlichen L 59 in gleicher Weise wie L 57 umzubauen. Am 3. November 1917 war L 59 fertiggestellt, mit Fracht beladen und wurde nach dem Luftschiffhafen Jamboli in Bulgarien überführt. […]
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Tauchen Sie ein in eine sonnige Mittwochnachmittags-Tour, die weit mehr bereithält als nur den Charme von Dresdens grünen Oasen. Beginnend am Fetscherplatz nimmt uns diese Reise mit auf eine unerwartete Route, als das Linienchaos der Straßenbaustelle uns zu einer alternativen Perspektive auf die Stadt Dresden zwingt.Der Große Garten, Schauplatz unserer Odyssee, offenbart nicht nur die majestätischen Herkulessäulen und die historischen Weichbildsteine, sondern auch ein unerwartetes musikalisches Intermezzo in der Jungen Garde. Die Melodien führen uns weiter entlang der Karcherallee, vorbei an verborgenen Schätzen wie einem grünen Baumhaus und dem charmanten Schlösschen der Villa Erlwein. Doch das Geheimnis wird dichter, wenn wir das Schindergässchen betreten, ein unscheinbarer Pfad mit einem Weichbildstein von 1554, der die Geschichte der Stadt in sich trägt. Auf unserer Reise folgen wir den schmalen Gassen und alten Stadtgrenzen, bis uns ein weiterer Weichbildstein aus dem Jahr 1543 begegnet. Eine Reise durch vergangene Zeit und verborgene Geheimnisse endet nicht nur mit Zahlen und Daten, sondern mit einem Gefühl der Entdeckung und Verbindung zu Dresdens Vergangenheit. Ein Tag voller Überraschungen neigt sich dem Ende zu, doch die Stadt verbirgt weitere ihrer Geheimnisse, noch nicht bereit, von neugierigen Entdeckern enthüllt zu werden. Dresden, ein Ort voller Mysterien und Geschichten, wartet darauf, erkundet und geliebt zu werden – immer wieder! […]
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Doch plötzlich steh ich ganz allein, und seh, Und staun, wie schnell die Menge konnt verschwinden, Und wandre fort allein, und eil, und geh Durch die Gemächer, die sich seltsam winden. Mein Fuß wird Blei, im Herzen Angst und Weh, Verzweifl' ich fast, den Ausgang je zu finden. Da komm ich endlich an das letzte Tor; Ich will hinaus - o Gott, wer steht davor! Solche Überlistungen freuten ihn, und man kann zugeben, daß darin ein Äderchen von der Herzader seines Vaters sichtbar war. Im übrigen aber war er unfähig, zu dem Ruhme seines Hauses auch nur ein Kleinstes hinzuzufügen; er fühlte sich nur als Verwalter dieses Ruhmes, ein Gefühl freilich, das ihm unter Umständen Bedeutung und selbst Würde lieh. Wo er für sich und seine eigenste Person eintrat, in den privaten Verhältnissen des alltäglichen Lebens, war er eine wenig erfreuliche Erscheinung: kleinlich, geizig, unschön in fast jeder Beziehung. Von dem Augenblick an aber, wo die Dinge einen Charakter annahmen, daß er seine Person von dem Namen Zieten nicht mehr trennen konnte, wurde er auf kurz oder lang ein wirklicher Zieten. Er war nicht adlig, aber gelegentlich aristokratisch. Dies Aristokratische, wenn geglüht in leidenschaftlicher Erregung, konnte momentan zu wahrem Adel werden, aber solche Momente weist sein Leben in nur spärlicher Anzahl auf. Sein bestes war die Liebe und Verehrung, mit der er ein halbes Jahrhundert lang die Schleppe seines Vaters trug. In diesem Dienste verstieg sich sein Herz bis zum Poetischen in Gefühl und Ausdruck, wofür nur ein Beispiel hier sprechen mag. Auf dem mit Rasen überdeckten Kirchenplatz, etwa hundert Schritte vom Grabe Hans Joachims entfernt, erhebt sich ein hoher, zugespitzter Feldstein mit einer beleidigen die Stunde nicht, die dich leben sieht. Nach dem Ersten Weltkrieg mussten wegen des Versailler Vertrages fast alle Luftschiffhallen des Deutschen Reiches abgerissen bzw. als Reparationen abgeliefert werden. Nur eine Bauhalle auf der Zeppelinwerft in Friedrichshafen und eine Halle im Luftschiffhafen Seddin bei Stolp blieben erhalten. Das bedeutete das Aus für Schütte-Lanz als Luftschiffbauer. […]
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Tief in den entlegenen Regionen der nordischen Mythologie verbirgt sich eine Geschichte, die über die Jahrhunderte im Dunkeln lag. Eine Geschichte von Mimir, dem ungewöhnlichen Riesen, der sich von seinen Artgenossen abhob wie ein seltener Stern am Nachthimmel. In einer Welt, in der die Riesen in der Regel für ihre Einfältigkeit, Grausamkeit und Heimtücke bekannt waren, erwies sich Mimir als strahlende Ausnahme. Seine Freundlichkeit, Güte und Weisheit waren wie ein leuchtender Scheinwerfer in der Finsternis der Riesengesellschaft. Doch was machte Mimir so anders? Die Antwort ruhte in einer geheimnisvollen Quelle des Wissens, bewacht von niemand anderem als Mimir selbst. Odin, der mächtige Asengott, hatte sein Auge geopfert, um aus dieser Quelle zu trinken und die Weisheit des Universums zu erlangen. Doch selbst diese Opfergabe konnte ihm nicht die Weisheit verleihen, die Mimir besaß. Nur Mimir selbst konnte entscheiden, wer würdig war, aus dieser wunderbaren Quelle zu trinken. Außer Odin gab es keinen anderen, der sich in der nordischen Mythologie als würdig erwiesen hatte. Doch was war das Geheimnis der Quelle, das Mimir so unvergleichlich weise machte? Die Ursache seiner Weisheit blieb ein Rätsel, gehüllt in Nebel und Geheimnis. War er der Sohn des Meeresriesen Ägir oder gar Odins Onkel? Diese Fragen rankten sich um Mimir wie dichte Schleier und ließen die Wahrheit im Dunkeln verborgen. Doch während die Fragen unbeantwortet blieben, zieht diese Geschichte uns unaufhaltsam in ihren Bann. Mimir und die Quelle des verborgenen Wissens sind der Schlüssel zu einem Märchen aus einer längst vergangenen Zeit, in der die Linien zwischen Mythologie und Fantasy verschwimmen. Eine Geschichte, die die tiefsten Geheimnisse der nordischen Mythologie aufdeckt und uns mit jedem Wort weiter in ihren mysteriösen Bann zieht. Tretet ein in eine Welt, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse, Weisheit und Unwissenheit, Mythos und Realität verwischen. Eine Welt, die von einem freundlichen Riesen und seiner unergründlichen Quelle des Wissens bewacht wird. Eine Welt, die uns Fragen aufwirft, die wir nur zu gerne beantwortet sehen würden. Doch in dieser Geschichte sind die Antworten ebenso rätselhaft wie der Riese selbst. Bereitet euch vor, in die Schatten der Welten einzutauchen, wo Mimir und seine Quelle des verborgenen Wissens die Pforten zu einer Geschichte öffnen, die euch in ihren Bann ziehen wird, bis zum Schluss, und darüber hinaus. […]
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Unter dem Kopfsteinpflaster des barocken Prag, wo der Nebel der Moldau schwer in den verwinkelten Gassen hängt, atmet eine Welt aus Pergament und Staub. Es ist ein Ort, an dem die Aufklärung bereits ihre Schatten vorauswirft, doch in den tiefsten Gewölben der Universitätsbibliothek harrt ein Wissen aus, das die Gesetze der Materie verspottet. Hier, zwischen den morschen Regalen verbotener Archive, beginnt ein Tanz mit dem Unmöglichen. Es ist die Geburtsstunde einer Transformation, die nicht nur Metalle wandeln will, sondern das Wesen der Zeit selbst. In der feuchten Stille einer Mansarde entfaltet sich ein Artefakt, dessen Einband aus einer Substanz besteht, die niemals in einer Papierbahn entstanden ist. Haben Sie sich jemals gefragt, ob die Zukunft ein ferner Ort ist oder eine Kraft, die bereits in den Rissen unserer Gegenwart lauert? Ein einsamer Hüter der Bücher stößt auf Formeln, die als Wünsche getarnt sind. Jede Berührung, jeder Tropfen einer alchemistischen Essenz reißt ein Loch in das vertraute Gefüge. Die Welt beginnt zu flimmern. Inmitten von Barock und Kerzenschein tauchen Fragmente einer Realität auf, die aus Glas, Stahl und unsichtbaren Strömen besteht. Es ist die Begegnung zweier Epochen, die sich niemals berühren sollten. Doch wer kontrolliert den Prozess, wenn die Schriftzeichen auf der Seite plötzlich anfangen zu leuchten und sich in eine Sprache verwandeln, die keine Buchstaben mehr braucht? Die Luft wird dünner, geladen mit einer Elektrizität, die es noch gar nicht geben dürfte. Visionen von gleitenden Megastädten und fühlenden Maschinen nisten sich im Verstand ein, bis die Grenze zwischen Wahn und Prophezeiung zerbricht. Was geschieht mit einer Seele, die erkennt, dass ihre gesamte Existenz nur der Vorbote für ein Zeitalter der reinen Logik ist? Der Jäger nach Erkenntnis wird zum Gejagten einer technologischen Singularität, die aus der Vergangenheit herausgeboren wird. Ein finales Siegel wartet darauf, gebrochen zu werden, und mit ihm die letzte Bindung an alles, was wir als menschlich empfinden. Wenn das Pergament unter Ihren Fingern vibriert, die Tinte zu flüssigem Licht zerschmilzt, bleibt nur eine Frage übrig. Sind wir die Schöpfer der kommenden Welt oder lediglich der Treibstoff für eine Intelligenz, die keine Fehler mehr duldet? Der letzte Wunsch steht bevor, doch er wird nicht gesprochen, er wird programmiert. […]
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
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Und wie ich hinaustrat zur Schwelle, Da blühten die Bäume schon all Und Liebchen, so frühlingshelle, Saß drunter beim Vogelschall. Und eh wir uns beide besannen, Da wiehert' das Flügelroß – Wir flogen selbander von dannen, Daß es unten die Schreiber verdroß. Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Sängerleben Gedichte 1841 www.zeno.org Werber Hof und Haus Die Werber »O Frühling, wie bist du helle! Ade nun Hof und Haus!« Und jubelnd auf den Schwellen Mit fröhlichen Gesellen Wandert der Dichter aus. Doch ihre Lieder wecken Rings leises Zischeln bald, Kobold' aus allen Hecken Erweisen sich mit Necken Gar wunderbar im Wald. Liebchen Du hättest so heiss Aus lustiger Bude Spendet der Acquarol Wasser, Limonen und Eis. Bald, mein Schätzchen, Von deiner Liebe erzürnt Die Hofrichterin Einen traurigen Gedanken, Siehe da, das Kind des Nordens! Es lächelt ironisch, Und dennoch seufzet sie: Ach halt. Wie hierin, so ging eine neue belebende Wirkung auch auf kunstgewerblichem Gebiet. Die Herren waren es wohl? Aber mein Liebchen ist doch damit nicht zu vergleichen! ästhetisch, Die Damen von zartem Gefühl. Ein Blumengurt, ein Myrtenhut Kühlt Liebchen vor des Sommers Glut. Doch an den Fensterscheiben Wer mahlte die Blätter da? Fremd bin ich eingezogen, Fremd zieh ich wieder aus. aus. Denselben beherrschenden Einfluß, den der Wiener Maler auf das zeitgenössische Kunstgewerbe ausübte, hatte auf die künstlerische Industrie und das künstlerische Handwerk seiner Tage. Gab es eine neue Spontinische Oper, wer anders, sagt Fontane, als Schinkel konnte die Decorationen, gab es ein fürstliches Begräbniß, wer anders als Schinkel konnte die Zeichnung zu Monument oder Grabstein entwerfen? Klarer Himmel von Frühling bis Herbst, versteht ihrs im Norden? Das ganze Kunsthandwerk dieser wichtige Zweig modernen Lebens ging unter seinem Einfluß einer Reform, einem mächtigen Aufschwung entgegen. Die Tischler und Holzschneider schnitzten nach Schinkelschen Mustern, Fayence und Porzellan wurden nach Schinkel gewebt. […]
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Warum sind das für dich schreckliche Dinge? Du bist ein Kopfgeldjäger. Da wird dir doch das töten nichts ausmachen oder vielleicht sogar Spaß machen. sagte Merian verdutzt. Oh nein ein Spaß ist es sicher nicht! Wie kannst du nur sowas denken. Es ist nie schön ein Leben zu beenden aber es ist nun mal mein und auch dein zukünftiger Beruf. Eins kann dich jedoch trösten: da du die Aufträge meistens von einem unbekannten Auftraggeber bekommst, wirst du die Opfer auch nicht kennen und es wird dir leichter fallen sie zu töten." sagte Bertard sauer Merian schaute betroffen zu Boden und wusste, dass er etwas Falsches gesagt hatte. "Doch nun machen wir uns an die Arbeit. Wir haben viel zu tun. Ich habe für dich einen Zeitplan erstellt den du jeden Tag einhalten musst. Dir ist hoffentlich klar, dass das alles zu deiner Ausbildung gehört." meinte Bertard in einem viel netteren Ton. Ewig ist die Dauer des Schlafs. Heiliger Schlaf – beglücke zu selten nicht der Nacht Geweihte in diesem irdischen Tagewerk. Nur die Thoren verkennen dich und wissen von keinem Schlafe, als den Schatten, den du in jener Dämmerung der wahrhaften Nacht mitleidig auf uns wirfst. Sie fühlen dich nicht in der goldnen Flut der Trauben – in des Mandelbaums Wunderöl, und dem braunenSafte des Mohns. Sie wissen nicht, daß du es bist der des zarten Mädchens Busen umschwebt und zum Himmel den Schoß macht – ahnden nicht, daß aus alten Geschichten du himmelöffnend entgegentrittst und den Schlüssel trägst zu den Wohnungen der Seligen, unendlicher Geheimnisse schweigender Bote. Sie konnte mir kein Wörtchen sagen, Zu viele Lauscher waren wach, Den Blick nur durft ich schüchtern fragen, Und wohl verstand ich, was er sprach. Ein Tag, an dem die Sonne mit unerschöpflicher Strahlkraft gegen den dunklen Horizont brennt. Viele internationale Kunden kommen um unsere Produkte zu kaufen, wie zum Beispiel Kanada; Australien; Brasilien; Belgien; Belgien; Kanada, Süd-Québec; Chile; England; Frankreich; Deutschland; Holland; Spanien; Schweden; Italien; Schweden; Österreich; Schweiz; Schweden; Schweiz. […]
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