Die Pillnitzer Insel ist ein Ort voller Geheimnisse und Mystik, wo das Unbekannte und Experimentelle auf den Betrachter wartet. Eine Entdeckungstour beginnt am Dreiländereck zwischen Meußlitz, Sporbitz und Zschieren und führt durch malerische Straßen und vorbei an verträumten Landschaften. Der Elbweg lockt mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Vogelinsel Pillnitz und den majestätischen Dresdner Fernsehturm. Radler sausen vorbei, während Angler geduldig darauf warten, dass die Zeit stehen bleibt. Ein Geheimtipp, den nur wenige kennen, erwartet den Wanderer auf dieser Reise. Der Dresdner Segelverein Pillnitzer Insel 1928 e.V. lädt zum Verweilen ein, während Segelboote sanft im Wind wiegen. Die Radelbar, eine idyllische Oase mit Obstbäumen und einer einladenden Feuerstelle, lockt mit Snacks, Speisen und leckerem Bier. Das Schloss Pillnitz mit seiner imposanten Freitreppe am Wasserpalais und die Brücke über den Friedrichsgrundbach im Schlosspark zeigen die Schönheit des Ortes. Eine kleine Ruhepause auf der Wolfgangbank und ein Spaziergang durch das Birkenwäldchen bringen Entspannung und Ruhe. Am Fährhaus Kleinzschachwitz angekommen, stille ich meinen Durst im gemütlichen Biergarten und beobachte fasziniert die Schlossfähre, die hin und her pendelt und die Elbe überquert. Eine Erfahrung voller Dramatik und Mystik, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Tauche ein in diese experimentelle und mystische Welt und erlebe die Pillnitzer Insel aus einer ganz neuen Perspektive. Lasse dich von der Schönheit der Landschaft und der Dramatik der Schlossfähre faszinieren und entdecke das Unbekannte auf deiner Reise.
[…]
weiterlesen =>
Der Sturm geht lärmend um das Haus, Ich bin kein Narr und geh hinaus, Aber bin ich eben draußen, Will ich mich wacker mit ihm zausen. Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Wanderlieder Gedichte 1841 www.zeno.org Als er einige Tage später vom Tod der Fee erfährt, packt ihn die wilde Idee, bereuend mit aschenem Gesicht nach Irgendwo pilgern und wie Jesus die Fee wieder zu beleben. Die Feier des Gottesdienstes am Aschermittwoch hat sich in evangelischen, besonders in den lutherisch geprägten, Kirchen erhalten und gewinnt wieder vermehrt an Bedeutung. Dabei kann auch die Spendung des Aschenkreuzes stattfinden. Das Evangelische Gottesdienstbuch schlägt vor, den Aschermittwoch mit einem Bußgottesdienst oder der Feier der Gemeindebeichte zu begehen. Die liturgische Farbe des Tages ist Violett, das gesungene Halleluja nach der Epistellesung fällt weg. Auch das Ehre sei Gott in der Höhe wird ab Aschermittwoch in allen Gottesdiensten bis Karsamstag mit Ausnahme des Gottesdienstes am Gründonnerstag nicht mehr gesungen. Er bleibt allein zurück, begleitet die Freunde aber zuvor noch ein Stück des Wegs bis auf die andere Seite des Gebirges, dorthin, wo die Täler sich in die Ebene ausliefen. Das Lied des Tages ist Lasset uns mit Jesus ziehen. Auch wollten die Leute erfahren haben, daß Dulichius mit dem leibhaftigen Teufel in Verbindung stehe; denn am 7. Oktober 1652 war der Gefangene bei verschlossenen Türen vom Turme gestiegen und hatte mit mehreren Personen auf der Gasse gesprochen und am anderen Morgen sich doch wieder in seinem Gefängnis befunden. So starb ein Mann, der das Opfer seiner Feinde und des furchtbaren Aberglaubens seiner Zeit geworden war. Daher schritt man zur Inquisition und verschickte die Akten an den Leipziger Schöppenstuhl, welcher auf die Tortur erkannte, um ihm das Geständnis seines Bundes mit dem Teufel abzupressen. Durch seinen Eifer gewann er für den sabbatianischen Schwindel viele Anhänger in Afrika; er zog sich aber auch Gegner und Gefahren auf den Hals.
[…]
weiterlesen =>
Tief im Herzen des Miriquidi, jenem undurchdringlichen Meer aus moosgrüner Finsternis und verwunschenen Pfaden, wo die Zeit ihr eigenes, gemächliches Tempo geht, herrscht eine scheinbar unerschütterliche Ordnung. Hier, in den verborgenen Tälern des Erzgebirges, sind die Gesetze der Natur die einzig gültigen, und nur diejenigen, die ihren Rhythmus lesen können, überdauern. Die Luft ist erfüllt vom harzigen Duft der Kiefern, vom feuchten Aroma vermodernden Laubes und einer Stille, die so tief ist, dass man den eigenen Herzschlag darin zu verlieren glaubt. In dieser abgeschiedenen Welt lebt ein Mann, der sich dem Diktat der Wildnis vollkommen unterworfen hat, dessen Existenz ein einziges, stilles Gespräch mit dem Wald ist. Doch diese fragile Harmonie ist trügerisch, ein hauchdünnes Eis über einem Abgrund verborgener Gefahren. Die Ruhe wird jäh zerrissen durch eine unheilvolle Präsenz, die sich in dieses abgeschottete Reich hineinfrisst. Es ist nicht das schleichende Geräusch eines Wildtiers oder das Knacken eines Astes im Sturm, sondern die brutale, fremde Gewalt, die sich keinen Deut um die alten Gesetze schert. Was zurückbleibt, ist nicht einfach Diebstahl, sondern eine schroffe Verwüstung, eine Botschaft der Verachtung, in die zertrümmerte Habe eines Lebens eingemeißelt. Die Symbole seiner Existenz, die Werkzeuge, die ihn zum Herrn dieser Wildnis machten, sind ihm mit roher Gewalt entrissen worden. Dies ist keine Beraubung, sondern eine Entwürdigung, eine Kriegserklärung an alles, was er sich mühsam aufgebaut hat. Aus der zertretenen Erde seiner Hütte steigt nun etwas Urzeitliches, Dunkles auf. Es ist eine Wut, die nicht aus der menschlichen Seele, sondern direkt aus dem finsteren Herzen des Waldes selbst zu quellen scheint. Sie verwandelt den Jäger in ein Geschöpf der puren Rache, getrieben von einem Funkeln in den Augen, das kälter ist als der winterlichste Stern. Jeder Schritt seiner Verfolgung wird zu einem Drohnen in der ohrenbetäubenden Stille des Forsts. Wird er die Diebe finden, bevor sie sich in der unermesslichen Weite des Miriquidi in Nichts auflösen? Und was genau wird er tun, wenn er sie schließlich stellt - der Mann, der einst selbst die Schatten kannte, nun zum Werkzeug einer archaischen Gerechtigkeit geworden? Die Jagd hat begonnen, und diesmal geht es nicht um Wild, sondern um die Seele eines Menschen, der entdeckt, dass die Zivilisation in ihm einer viel älteren, viel gefährlicheren Bestie nur hauchdünn aufsitzt.
[…]
weiterlesen =>
Ein schmaler Pfad durch das Dickicht Sachsens schluckt jeden Schritt. Eine unsichtbare Last drückt bleiern auf die Schultern. Knorrige Bäume und Nebelschwaden dominieren die Szenerie. Hier beginnt kein harmloser Weg, sondern ein kalkulierter Sturz in Abgründe. Der Reisende empfindet ein unumstößliches Vibrieren. Das Schweigen des Waldes wird nur vom Knistern trockener Blätter durchbrochen, doch die Stille trügt. Ein kühler Wind trägt eine Ahnung, was kommt, tief in die verborgene Landschaft. Was geschieht, wenn die Jagd nach Wahrheit zur perfekten Falle wird? Eine zerfallene Fabrikanlage erhebt sich als stählernes Skelett. Ein rostiges Labyrinth aus zerfressenen Mauern und leeren Fensterhöhlen starrt wie augenlose Gruben in die Dämmerung. Modriger Geruch von Verfall liegt schwer in der Luft. Die Legende eines unsichtbaren Geflechts, das Menschen spurlos verschwinden lässt, manifestiert sich als pulsierende Realität. Ein leises, konstantes Summen aus den Tiefen des Bodens ist der Herzschlag eines Generators, der ein unterirdisches Versteck speist. Welche Geheimnisse birgt dieses Labyrinth, und welches Echo trägt das Summen alter Maschinen aus der Vergangenheit? Ein schmaler Spalt in einer verrosteten Stahlwand gibt den Blick frei auf einen runden Raum. Monitore flimmern, bläuliche Strahlen werfen unheimliche Schatten. Ein Mann sitzt regungslos vor einem Terminal, seine Finger tanzen über Tasten. Er spricht leise zum Netzwerk selbst. Sein Gesicht ist blass, die Augen ruhen mit unheimlicher Intensität auf Daten. Dieser Mann ist der Architekt, der unsichtbare Fäden zieht. Eine Waffe wird gezogen, doch ein leiser Klick hallt - sie ist ungeladen. Ein trockenes Lachen erfüllt die Leere. "Du bist spät", erklingt eine gelassene Stimme. "Ich habe dich erwartet." Das Netzwerk hat ihn geführt. Jede Bewegung, jede Entscheidung auf dieser Reise war orchestriert. Die Gewissheit, dass eine geliebte Person willig zur Marionette dieses Geflechts wurde, zerschmettert die letzte Illusion von Kontrolle. Ein blauer, pulsierender Lichtschein zuckt über Monitore, synchron mit einem pochenden Dröhnen, Symbole und Zahlen bilden unverständliche Muster. Ein stechender Schmerz bohrt sich in den Kopf, Gedanken lösen sich auf. Die Rufe, die hierherlockten, werden zu perfiden Fallen. Und wer zieht die Fäden, wenn das eigene Ich zu einer bloßen Hülle wird? Ein Lächeln zuckt über die Lippen, doch es ist nicht sein eigenes. Es ist das kalte, kontrollierte Grinsen des Netzwerks, das sich jetzt in ihm manifestiert. Er ist jetzt ein Teil, ein williges Zahnrad in einer grausamen, präzisen Maschine. Das Netzwerk hat ihn zu einem perfekten Werkzeug geformt. Die schwere Stahltür öffnet sich geräuschlos, und ein junges Mädchen tritt zögernd ein, die Augen weit aufgerissen von Angst und Verzweiflung. Neue Beute? Eine neue Seele, die in die Abgründe gezogen wird. Die Reise nimmt ihren Lauf.
[…]
weiterlesen =>
Die Hitze der Stadt klebte an Annas Haut wie eine zweite, stickige Schicht, ein Geflecht aus Lärm, Hektik und erwartungsvollen Blicken. Jeder Atemzug schmeckte nach Auspuff und erhitztem Asphalt. Der Wunsch nach Flucht war längst überreif, er war zu einer körperlichen Notwendigkeit geworden, zu einem Drängen in der Brust, das nur die Stille stillen konnte. Die Landkarte Deutschlands breitete sich vor ihr aus, ein Flickenteppich aus Autobahnen und Städtenamen, doch ihr Finger landete auf einem Fleck in Grün, auf der sächsischen Schweiz. Die Buchung war ein Akt der Verzweiflung und der Hoffnung, ein altes Ferienhaus, eingebettet in Wälder, mit Blick auf einen See. Die Beschreibung versprach nicht nur Ruhe, sie flüsterte von Erlösung. Die Reise war ein langsames Abschütteln der Zivilisation. Die Gebäude wurden niedriger, die Wälder dichter, die Luft klarer und kühler. Doch als sie den letzten Kiesweg hinauffuhr, erstarrte die Vorfreude in ihr zu einem eisigen Staunen. Das Tor hing schief in den Angeln, sein Quietschen zerschnitt die Stille wie ein Schrei. Moos überwucherte den Pfad, das Haus stand da wie ein vergessenes Gebein, ausgebleicht vom Wind der Jahre. Drinnen empfingen sie nur Staub, Kühle und ein Schweigen, das so tief war, dass es zu summen schien. Dies war keine idyllische Zuflucht. Dies war eine aufgegebene Festung, und ihr Schlüssel war der letzte, der noch passte. Sie hätte umkehren können. Sie hätte müssen. Aber etwas anderes geschah. Die Stille, die sie suchte, war hier, doch sie war nicht leer. Sie war gefüllt mit dem Echo vergangener Schritte, mit dem Hauch von Farbdunst und dem leisen Rascheln unbeschriebener Seiten. Das Haus war nicht tot. Es wartete. Die Einheimischen im Dorf sprachen mit respektvoller Distanz von dem Ort da oben. Ihre Worte webten ein Bild von einer vergangenen Zeit, von einer Künstlerklause, von einem Maler, der eines Tages einfach verschwand und seine Geschichten in den Balken zurückließ. Annas Suche wandelte sich. Es ging nicht mehr darum, zu entspannen. Es ging darum, zu verstehen. Die entscheidende Tür öffnete sich unter einem losen Dielenbrett. Ein Tagebuch, gebunden in Leder, die Handschrift eine elegante Tanzformation aus Tinte. "Heute roch der Wald nach Farbe", stand auf der ersten Seite. Plötzlich hatte die Stille eine Stimme. Sie erzählte von Sehnsucht und Schaffensrausch, von Einsamkeit und der überwältigenden Schönheit des Sees im Morgengrauen. Der unbekannte Maler wurde zu ihrem Geistführer, sein vergessenes Refugium zu ihrer Mission. Doch die Vergangenheit ist ein zerbrechliches Gut. Die Bedrohung kam in Gestalt eines Mannes mit glatten Plänen und einem Angebot, Bungalows für die Zielgruppe 50 plus zu errichten. Sein Blick über das Grundstück war kalkulatorisch, er sah keinen Zauber, nur Quadratmeter. In diesem Moment erkannte Anna die wahre Natur ihrer Reise. Sie war nicht hierher gekommen, um zu konsumieren. Sie war gekommen, um zu bewahren. Die Schlacht wurde am runden Tisch im Rathaus geschlagen, nicht mit Lärm, sondern mit leisen Beweisen, mit Fotografien des Verfalls und der ersten Renovierungsarbeiten, mit den Worten aus dem Tagebuch des Malers. Sie gewann. Der Ort blieb, was er war, ein Gefäß für Träume. Und langsam, wie die ersten Triebe im Frühling, kamen sie. Der Cellist mit den abgearbeiteten Händen, die junge Frau mit dem Notizbuch voller ungeschriebener Romane, der Handwerker, der in jedem Möbelstück eine Seele sah. Sie füllten die Räume nicht mit Lärm, sondern mit Bedeutung. An einem Winterabend, als Schnee die Welt draußen unhörbar machte, saßen sie um das Feuer, das nun nicht mehr nur Wärme spendete, sondern auch Gemeinschaft. Anna las aus dem alten Tagebuch vor, und die Melodie des Cellos verwebte sich mit den Worten von vor fünfzig Jahren. In diesem Moment war die Erholung vollendet. Sie war keine Pause mehr. Sie war ein Neuanfang, ein kollektives Atemholen, ein Ort, an dem verlorene Seelen ihre Geschichten wiederfanden, indem sie sie weiterschrieben. Die Frage, die in der Luft hing, war nicht, ob man hier Ruhe fand. Die Frage war, welchen Teil von sich man hier zurückließ und welchen neuen man mitnahm, wenn man das knarrende Tor wieder hinter sich schloss, bereit, in die laute Welt zurückzukehren, doch für immer verändert durch die Stille am See.
[…]
weiterlesen =>
Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt.
[…]
weiterlesen =>
Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt.
[…]
weiterlesen =>
Durch die Nacht mit dumpfem Rauschen treibt vorbei des Stromes Wut; und mit träumerischem Lauschen starr' ich auf die dunkle Flut. Schattenhafte Kähne wallen mir vorbei, in Nacht hinein; liebe Stimmen fern verhallen; und die Strömung tönt allein. Und verlassen heb ich meine Augen schmerzbethaut empor: Da entschwebt mit hehrem Scheine ein Gestirn dem Wolkenflor; Sieh, ich bleibe! winkt sein Auge. Streitigkeiten zwischen München und Landshut führten im Juni 1427 zu einer Annäherung zwischen München und Ingolstadt. Ludwig ließ sich nun ebenfalls von den Straubinger Landständen huldigen, denen die drei in Straubing versammelten Herzöge die Entscheidung sowohl über die Aufteilung des Erbes als auch über noch vom Bayerischen Krieg herrührende Gebietsstreitigkeiten übertrügen. Gegen den Willen Herzog Heinrichs, der gerade in Böhmen an einem Kriegszug gegen die Hussiten teilnahm, verwiesen die Landstände Ende Juli die Entscheidung an König Sigismund. Obwohl sich nun auch die Ingolstädter für eine Dreiteilung aussprachen, entschied der vielbeschäftigte König im Preßburger Schiedsspruch vom April 1429 im Sinne der Münchner: Bayern-Straubing wurde nach fiskalischen Gesichtspunkten in vier Teile aufgeteilt, die im Juni per Los den vier Herzögen zugeteilt wurden. Zudem erhielt Ludwig von den Münchnern im Bayerischen Krieg eroberte Gebiete zurück. Im großen Karswalde, einer umfangreichen Waldung, die sich zwischen den Dörfern Arnsdorf, Kleinwolmsdorf, Dittersbach, Wilschdorf und Fischbach ausbreitet, liegen seit Jahrhunderten die moosbewachsenen Trümmer eines ehemaligen Dorfes, das einst Reinhardtswalde genannt wurde. Dasselbe ward im Hussitenkriege zerstört. Seit jener Zeit liegt Reinhardtswalde wüste. Allgemein bezeichnet man noch heute diese Trümmerstätte mit dem Namen: Das wüste Dorf. Oft wurden hier alte Mauersteine, Mauerreste, Kellerräume, behauene Balken, Haken, Eisenbänder, Eisenklammern und dergl. mehr aufgefunden. Auch heute geschieht es nicht selten, daß beim Waldroden an bezeichneter Stelle ähnliche Gegenstände gefunden werden. So fand man beim Bau der Bahnlinie ArnsdorfPirna, welche den Karswald mitten durchschneidet, in der Nähe des wüsten Dorfes eine hussitische Streitaxt.
[…]
weiterlesen =>
Golfurlaub - Aktivurlaub, das Internetmagazin mit tollen Reise- und Ausflugsangeboten, Informationen für Exkursionen und Erholung in Europa, Asien und Amerika, günstige Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Zimmer buchen. Preiswert übernachten mit unseren Empfehlungen. Berichte, die Ihren Urlaub zu einem faszinierenden Erlebnis mit Spaß und Erholung machen. Genießen Sie die zahlreichen touristischen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten.